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Weißwurst mal anders

Gut angebraten in der Brezenstange, Meerrettich-Preiselbeer-Topping drauf, dazu frischer Schnittlauch: So geht die Radlweisse über die Kiosktheke. Die Industriedesign-Erstsemester haben ihr Semesterprojekt präsentiert.


Eine Menschentraube rund um die Radlweisse. Foto: Jacopo Foglietti
Rege Betriebsamkeit an der OTH Prüfeningerstraße: Industriedesigner laufen hin und her zwischen Arbeitsraum und Weißwurststand. Im Arbeitsraum werden die Weißwürste schon mal vorgebraten, am Stand dann an den Kunden gebracht. Schließlich sollen alle Interessenten in den Genuss einer Radlweissen kommen.

Der Andrang ist groß: Ein Menschentraube hat sich rund um den Kiosk gebildet, der als Fahrradanhänger konzipiert ist.
Es ist eiskalt am Dienstagnachmittag, der den Höhepunkt des fünfmonatigen Kiosk-Projekts darstellt – die Präsentation. Doch die Köche braten weiter trotz roter Backen und kalter Finger, schließlich gilt es, Ausgaben wieder reinzuholen. Ob das klappt?

„Alles reinzuholen wird schwer“, sagt Anna Eckl.
Sie hat zusammen mit einer Kommilitonin die Organisation der Arbeitsgruppen übernommen. „Allein heute haben wir für die Zutaten über 300 Euro ausgegeben.“ Doch der Verkauf soll zumindest einen Teil der Ausgaben refinanzieren. Sie hat zusammen mit einer Kommilitonin die Organisation der Arbeitsgruppen übernommen. Die insgesamt 25 Teilnehmer mussten das gesamte Projekt aus der eigenen Tasche finanzieren.

Tradition trifft auf Innovation


Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Kiosk ist schlank und professionell verarbeitet, zusätzliche Bauchläden schaffen mehr Verkaufsfläche.
Der Imbiss selbst ist raffiniert: Die Weißwurst wird in einer Brezenstange serviert, garniert mit Meerrettich-Preiselbeer-Topping und frischem Schnittlauch.

„Die Radlweisse ist eine gute Idee“, sagt Prof.
Matthew Burger. „Tradition trifft auf Innovation.“ Er ist verantwortlich für das Semesterprojekt der Industriedesign-Erstsemester. Für das Gelingen des Kiosk-Projekts waren für ihn zwei Zutaten besonders wichtig: Mut und Fantasie. „Manche der Teilnehmer haben viel Fantasie, sind aber nicht mutig bei der Umsetzung. Andere sind förmlich übermütig, aber fantasielos. Die Mischung in der Gruppe war gut“, sagt Burger.

Insgesamt ist der Professor zufrieden mit der Umsetzung des Kiosks.
Der Prototyp funktioniert gut und wird womöglich noch öfter zum Einsatz kommen. Die Industriedesigner dürfen auf gute Noten hoffen.

Eindrücke der Präsentation seht ihr in der Kugelschreiber-Bildergalerie:


Auf geht' zum ersten Einsatz! Der Kiosk ist als Fahrradanhänger konzipiert. Fotos: Jacopo Foglietti
Die Weißwurst kommt in der Brezenstange. Jede Stange wird auf den Millimeter genau aufgeschnitten - mithilfe einer eigens angefertigten Brotschneidemaschine.
Die Qualität liegt im Detail - die Industriedesigner haben sogar eigene Grillzangen hergestellt.
Und zwar nicht nur zu Deko. Hunderte Weißwürste wurden gewendet.
Der Grill wird angeworfen, während sich bereits erste hungrige Interessenten nähern.
Die Theke des Kiosks ist klein - Bauchläden bringen zusätzlichen Platz.
 Hier wird garniert. Mal sehen, ob die kulinarische Szene Regensburgs das Logo der Radlweissen noch öfter zu sehen bekommt.
Ein gelungenes Food Design: Die Radlweisse ist hochwertiges Fast Food.
Es scheint zu schmecken.
 Fairer Preis für Fleischliebhaber und Vegetarier. Natürlich gibt's auch Bier.
An Kundschaft mangelt es bei der Präsentation wahrlich nicht - trotz vier Grad minus.
Geschafft: Nach fünf Monaten ist das Projekt Radlweisse abgeschlossen. Die Zufriedenheit ist groß - auch beim Professor (2.v.l.)
 
 

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