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Der Fall Mollath


  • Zeuge 4: 4000 bis 5000 Fälle müssen Ermittlungsrichter heutzutage im Jahr abarbeiten. Häusliche Gewalt sei dabei leider keine Ausnahme. Der Berliner Richter im Zeugenstand kann sich nicht daran erinnern, dass ihm Petra M. am 13. Mai 2003 geschildert hat, welchen Angriffen sie durch ihren Mann ausgesetzt gewesen sein soll." Weder an den Inhalt noch an die Tatsache." Richterin Escher versucht es durch Vorhalte aus der Akte. Der Jurist kann nur sagen, wie er normalerweise in so einer Sache vorgehen würde. Wieder fallen Prof. Eisenmenger Widersprüche auf: In dem Attest ist von Schlägen durch die flache Hand die Rede, in der Ermittlungsakte des Richters dagegen von Faustschlägen. Der Zeuge will nicht ausschließen, das übersehen zu haben.

    Zeuge 5: Dieser Mann führte die erste Hauptverhandlung am 25. September 2003, damals noch als Strafrichter - heute ist Alfred Huber Staatsanwalt in Ansbach. Er sagt, er hatte schon keine Erinnerungen mehr daran, als er vor dem Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag aussagen musste. Nur an wenige Details meint er sich erinnern zu können: Unter anderem, dass ihm Mollath ein 106-seitiges Schriftstück überreicht habe. Eine solche Verteidigerstrategie sei doch "sonderbar". Wäre er randalierend durch den Gerichtssaal gezogen, hätte er sich das gemerkt. Aus seiner Sicht sei es erforderlich gewesen, ein Gutachten einzuholen. Er ist sich aber sicher: "Grobe Fehler hätte ich bemerkt." Alles habe sich nach den "wesentlichen Spielregeln" zugetragen.

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