Der Tag der Entscheidung bei der Grammer AG

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Sonntag, 6. November 2016 7

Der Tag der Entscheidung bei der Grammer AG

Kampf um die Grammer AG. Heute fällt bei der Hauptversammlung des Autozulieferers die Entscheidung. Die umstrittene Investorenfamilie Hastor greift nach der Macht, der Vorstand wehrt sich dagegen. Wir berichten live aus Amberg.

  • Tag der Hauptversammlung bei Grammer, die Machtprobe mit dem Investor Hastor steht bevor. Direkt vor dem Veranstaltungsort, dem Amberger Congress-Center, macht die IG Metall mobil. Große Kundgebung mit rund 2500 Teilnehmern. Sie unterstützen Vorstand, Aufsichtsrat und die Mitarbeiter im Abwehrkampf gegen die Hastors.
  • IG-Metall-Kundgebung vor dem ACC, auch Aufsichtsräte waren zugegen.

  • IG-Metall-Kundgebung vor dem ACC

  • Wegen des großen Andrangs verzögert sich der Beginn der Hauptversammlung voraussichtlich um zehn Minuten.
  • ATU-Betriebsratschef Helmut Meindl (links) bei der IG-Metall-Kundgebung - "wir kämpfen alle gemeinsam um unsere Arbeitsplätze", sagte er zur MZ. Als es bei ATU Ende vergangenen Jahres um den Eigentümerwechsel ging, seien die Kollegen von Grammer auch gekommen. Solidarität wird sehr ernst genommen.

  • Die Hauptversammlung beginnt mit den üblichen Formalien, die der Aufsichtsratsvorsitzende vorträgt.
  • Bei der Kundgebung geht Bayerns IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler die Hastors stark an. Sie seien nur an kurzfristigen Gewinnen interessiert und gefährdeten Arbeitsplätze.
  • Ab jetzt Fotografierverbot
  • Der Vertreter der Gesellschaft Cascada, Rechtsanwalt Franz Enderle von der Münchner Kanzlei Gauweiler, über die die Hastors bei Grammer investiert sind, beantragt die Absetzung des Versammlungsleiters - des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Klaus  Probst. Er wirft ihm unter anderem vor, Geschäftsgeheimnisse verraten zu haben, gemeint ist damit die Aussage, dass ein Großauftrag verlorengegangen sei wegen des Versuchs der Hastors, die Kontrolle bei Grammer zu übernehmen. 
    Die HV wird für 15 Minuten unterbrochen, um über diesen Antrag zu beraten. 
  • Wir berichten heute übrigens zu zweit: Kollege Wolfgang Ziegler und ich recherchieren gemeinsam. Der Medienandrang ist so groß wie nie bei Grammer: Reuters, Handelsblatt, dpa - alles da.
  • Es geht weiter: AR-Chef Probst hält die Vorwürfe für unschlüssig. Der Aufsichtsrat sieht keinen Grund für eine Abwahl, eine Abstimmung über eine Abwahl von Probst wird nicht zugelassen.
  • Probst leitet also die Versammlung weiter. Es geht erstmal routinemäig weiter in der Tagesordnung: Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2016
  • Jetzt spricht Vorstandsvorsitzender Müller: Die heutige Aktionärsversammlung sei die möglicherweise wichtigste in der Grammer-Historie. 
    Müller spricht über 2016 vom bisher erfolgreichsten Geschäftsjahr. Wettbewerbsposition ausgebaut, großes Lob für die Mitarbeiter. 
     
  • Cascade und Halog besitzen ca 23 Prozent, sagt Müller - beide Firmen gehören der Familie Hastor, die über die Prevent-Gruppe gebieten. 
    Bitte: den Anträgen von Cascade nicht zu folgen
     
  • Müller spricht weiter: Er sieht Erfolge der Management-Strategie. Spitzenwerte bei Umsatz (1,7 Mrd. Euro, plus 19 Prozent); seit 2012 ca 50 Prozent Umsatzplus, damit deutlich stärker als der Wettbewerb. 2016 höchstes Ergebnis der Geschichte: EBIT bei 73 Mio Euro, Marge 4,3 Prozent. 
    Grammer hat massiv in neue Produkte investiert und ist damit in Vorleistung gegangen, betont Müller. Dann wäre die EBIT-Marge höher bei 5,2 Prozent der Ertrag bei 88 Millionen Euro. Aber man wäre für die Zukunft schlechter aufgestellt. 
    Das alles zielt natürlich auf die Kritik der Hastors, die zu geringe Erträge kritisieren. 
    Vorschlag Dividende: 1,30 Euro, viel höher als zuvor (die 0,75). 
    Dies sei ein klares Signal für die starke wirtschaftliche Lage des Unternehmens. 
  • Weiter geht es in der Müller-Rede: Zahl der Mitarbeiter um 17 Prozent auf mehr als 12.000 Beschäftigte gestiegen, nicht nur im Ausland. 
    Mitarbeiter beeindruckten den Vorstand heute früh mit ihrer Loyalität zum Unternehmen - indem sie die Linie des Vorstands unterstützen - wieder ein Hieb gegen Hastor/Prevent/Cascade 
    Aktie mit plus 74 Prozent ein "Top-Performer" 2016, der SDAX kam gerade auf vier Prozent plus. 
  • Jetzt geht es um die Produkte: Autozulieferers müssen sich massiv anpassen. Grammer hat aber keine Brüche nötig, sagt Vorstandschef Müller.
    Man baut ein neues Entwicklungszentrum in Ursensollen. 
    Jetzt wehrt er sich wieder gegen die Hastors: Kritisiert "absolut unrealistische Renditeziele". 
    Erklärung: Bereich Interieur war früher eher wenig renditeträchtig, da kein Hightech. Das ändert sich aber gerade. Interieur werde zum "wichtigsten Differenzierungsmerkmal" der Autohersteller. Das komme Grammer sehr entgegen. 
  • Müller vergleicht die Profitabilität der Wettbewerber: Da gibt es noch Nachholbedarf. 4,3 Prozent bei Grammer sind weniger als der Wettbewerbsdurchschnitt von 4,7 Prozent. Inzwischen sind aber 5,0 Prozent erreicht, 7 Prozent als längerfristiges Ziel formuliert.
  • Müllers Ausblick auf die nächsten 5 Jahre: Konzernumsatz 2,2 Milliarden Euro bis 2021 (jetzt 1,7 Milliarden). Wo soll das Wachstum stattfinden? Über 100 Prozent in USA, 50 Prozent in Asien, 10 Prozent in Europa. Rentabilität soll auf 7 Prozent anwachsen. 
    Akquisitionen im Breich Fahrzeuginnenraum "können wir uns zeitnah" vorstellen. Das müsste bedeuten, dass Grammer schon ein konkretes Unternehmen im Blick hat. 
    Ningbo Jifeng, der neue Investor bei Grammer, der als "Weißer Ritter" Grammer vor der Kontrollübernahme durch die Hastors schützen soll, kommt zur Sprache. Das Unternehmen wurde 1996 gegründet. Die Chinesen haben 2600 Mitarbeiter und erreichen etwa 200 Millionen Euro Umsatz. "Kleiner, aber sehr finanzstarker Investor, der perfekt zu uns passt", nennt Müller Jifeng. Man verspricht sich mit diesem Partner einen deutlich größeren Schwung in China. Dort soll Grammer besser Zugang zu Autoherstellern bekommen. 
  • Müller spricht über das aktuelle Geschäftsjahr: Im 1. Quartal plus 8 Prozent beim Umsatz, die EBIT-Marge steigt von 3,5 auf 4,9 Prozent. 
    Massiver Einbruch beim Auftragseingang im Automotive-Bereich: minus 58 Prozent von gut 580 Millionen auf 247 Millionen Euro. Das rechnet sich aber auf sechs Jahre, es wäre mithin ein Umsatzausfall von 60 Millionen Euro pro Jahr. 
    Grund: Der Machtpoker und die Befürchtung der Autohersteller, die Hastors könnten sie erpressen. 
    Im offiziellen Ausblick wird dieser Effekt aber noch nicht berücksichtigt, weil noch nicht klar ist, wie dieser Machtkampf ausgeht. 
  • Schlusswort Müllers zu Hastors Kritik: "Intransparentes Vorgehen, lang anhaltende Verweigerung von Gesprächen", man müsse befürchten, dass dieser Aktionär eigene Ziele verfolgt, die er aber nicht mitteilen will. Breite Ablehnung von Cascade, sagt Müller. Mitarbeiter, Staatsregierung, Unternehmensführung. Zitiert Wirtschaftsministerin Aigner: "Hastor gefährdet die Zukunft von Grammer". Applaus
  • Müller nimmt Stellung zur Ausgebung einer Pflichtwandelanleihe, von Cascade kritisiert: keinerlei Anhaltspunkte für pflichtwidriges Verhalten von Vorstand und Aufsichtsrat, deshalb empfiehlt er Ablehnung des entsprechenden Cascade-Antrags. 
    Ebenso bei der Forderung nach Vertrauensentzug gegenüber Vorstandsmitgliedern, "ausgerechnet im besten Geschäftsjahr", das Verlangen entbehre jeglicher Begründung. Also auch hier: Empfehlung, dagegen zu stimmen -  dafür gibt es Applaus. 
    Weitere Forderung: Abwahl von Aufsichtsräten, Neuwahl von "Prevent"-Kandidaten". Das würde eine Übernahme der Kontrolle durch Prevent bedeuten.
    Der nächste Angriff: Prevent leide unter sinkenden Umsätzen, sollen das kompetente Kandidaten sein, die dort dafür verantwortlich sind? Also klare Ablehnung auch hier
  • Schlussappell Müllers: Bitte, Anträge der Cascade abzulehnen.
  • Jetzt beginnt die Diskussion der Aktionäre. Es haben sich bereits 17!!! Redner angemeldet. Das wird ein Marathon
  • Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger macht den Anfang: Er will Details zur Vorstandsvergütung wissen, auch einiges zur entscheidenden Wandelanleihe. Von Cascade wüsste er gerne, was sie vorhaben , wie lange sie bleiben wollen.
  • Der nächste Aktionärsvertreter (Schutzvereinigung) springt voll dem Managaement bei. Cascade-Anträge will er strikt ablehnen. Das solle auch kein anderer Aktionär tun, appelliert er. Man müsste Angst um das Unternehmen haben, wenn Cascade durchkäme.
  • Es spricht ein Vertreter  der  Lupus Alpha Investmentgesellschaft: Sie besitzt Grammer-Aktien. "Sehen Grammer als chancenreich." Kritik am Management, gemeint ist Prevent/Cascade, "nicht nachvollziehbar." Also ein sicherer Kandidat für die Unternehmensführung bei der Abstimmung.   
    Er ist besorgt wegen der Auftragsausfälle wegen der Aktivitäten der Hastors. Diese führten zu Verlusten, auch Kursverlusten. Auch er kritisiert die Hastors. 
  • Furiose, bitterböse Rede des Vertreters der Morgan-Stanley-Bank gegen Hastor/Prevent. Er spricht für institutionelle Investoren: Auch er sagt, er verstehe die Kritik der Hastors nicht und sagt ausdrücklich "Danke" für das abgelaufene Geschäftsjahr. Er betont, Prevent sagt einfach nicht, worin die Kritik eigentlich besteht, was da falsch liefe. "Ich weiß es nicht", sagt der Bank-Vertreter. Blickt immer wieder in Richtung der Hastor-Vertreter, stellt ironische Fragen an sie. Er wirft ihnen Intransparenz vor. Er vermisst auch ein normales Übernahmeangebot, warum kommt das nicht von den Hastors? Als kühl kalkulierender Kapitalvertreter findet er kein Argument, den Hastors in irgendeinem Punkt zuzustimmen.
  • Cascade-Vertreter Enderle: Cascade will seinen aktuellen Anteil mindestens halten. Wirft Vorständen vor, Vertrauen zerstört zu haben. 
    Erster Vorwurf: Müller habe Gespräche torpediert, Termine platzen lassen. Dann habe Müller sich bei Volkswagen eine Abwehrstrategie bauen lassen. 
    Zweitens: Grobes Vergehen ein "Change of Control", eine Klausel, die dem Vorstand eine Abfindung von drei Jahresgehältern zusichert für den Fall, dass ein unerwünschter Investor 25 Prozent hält. Auch das habe massiv Vertrauen zerstört. 
    Er will Details vom Vorstand erfahren, wie ihm Volkswagen geholfen habe, die Abwehrstrategie zu erstellen. Es folgt der Hinweis, wie Grammer künftig mit Volkswagen über Preise verhandeln können will, wenn man sich so in Abhängigkeit begeben habe. 
     
  • Der Cascade-Vertreter nennt den Vorwurf falsch, man wolle die Kontrolle übernehmen. Wie solle das gehen bei einer Neubesetzung von nur 3 von insgesamt 12 Personen im Aufsichtsrat? 
    Es gibt Zwischenrufe: "Aufhören"
    Gegenantwort von Cascade-Vertreter Enderle: Noch lange nicht!
    Doch er findet die nötigen Papiere nicht und zieht sich jetzt doch vorerst zurück. Das gibt durchaus hämisches Gelächter und Applaus. 
  • Nach diesem "Höhepunkt" erst mal durchatmen: Der Vorstand beantwortet erste Aktionärsfragen, da geht es etwa um die Bestellung des Wirtschaftsprüfers. Eher nachrangige Themen
  • Es gibt doch was konkretes. Der Vorstand bestätigt, dass man schon ein konkretes Unternehmen im Blick hat, das übernommen werden soll. Namen gibt's noch nicht.
  • Müller antwortet auf Fragen nach der geplanten Zusammenarbeit mit dem "weißen Ritter" Jifeng. Wirklich Zählbares kommt da nicht: "wir können uns vorstellen", "wir prüfen" etc - mit solchen Formulierungen beschreibt der Vorstandschef den Stand.
  • Hier drinnen ist Fotografieren unerwünscht. Deshalb Blick nach draußen: Da war vor wenigen Stunden der große Auftritt der IG Metall. Jetzt ist aufgeräumt.

  • Jetzt antwortet Müller auf die Fragen des Cascade-Anwalts: Er verneint, dass Betriebsgeheimnisse verraten worden wären, gemeint war der Ausfall von Neuaufträgen, ausgesprochen von Aufsichtsratschef Probst in einem Interview. Kein Verrat, alles juristisch in Ordnung, sagt Müller 
    "Grammer ist kein von VW entwickeltes Übernahmekonzept bekannt" - VW habe Grammer keine Abwehrstrategie vorgelegt - Antwort auf einen der Vorwürfe von Cascade. 
    Der Vorwurf, er habe Termine mit Cascade platzen lassen, gehe fehl. Es werden Telefongespräche, Zeitpunkte, Gesprächspartner genannt.  
  • Jetzt reden wieder die Aktionäre. Der erste dieser Etappe kritisiert beide Seiten, Die Grammer-Chefs erhalten eine Rüge von ihm für ihr Verhalten, das dem Großaktionär nicht gefallen könne. Aber viel härter teilt er gegen die Hastors aus. Nennt zwei Beispiele, wie sie ein vormals gesundes Unternehmen ausbluten haben lassen, Vermögen verschoben worden sei nach Bosnien (es ging um Möbelhersteller). Der Aktionär zeichnet ein desaströses Bild des Geschäftsgebarens der Hastors. 
    Sein nächster Vorschlag: Die drei Kandidaten, die die Hastors für den Aufsichtsrat vorschlagen, mögen sich hier bei der HV vorstellen, weil zu wenig Informationen über sie zur Verfügung stehen. Offenbar sind die drei Kandidaten anwesend. Werden sie sich live hier vorstellen? Das würde spannend. 
  • Der Aktionär beantragt eine Unterbrechung der HV. Er heißt Oliver Kraus,  Rechtsanwalt aus München, vertritt eigene Aktien. Er will Konsens schaffen. Denn wenn man sich nicht einigt, dann wäre das nur zum Schaden des Unternehmens. Gewinnen die Hastors, könnte das Unternehmen ausgeblutet werden. Gewinnt das Management, dann bleibt ein unzufriedener Großaktionär zurück, der ja nicht verschwindet. Auch dann ginge es nicht nach vorne. Kraus kritisiert auch scharf die Verwaltung des Unternehmens für seine Blockadehaltung. 
     
    Es wird für 5 Minuten unterbrochen.
  • Die Entscheidung: Die HV wird fortgesetzt. Die Kandidaten können sich gerne vorstellen, sagt der AR-Chef. Aber erst dann, wenn es in der Tagesordnung vorgesehen ist.
  • Der Kampf geht weiter: Cascade-Vertreter Enderle steht wieder am Rednerpult. Und wird gleich deutlich: Die vom Vorstand gegebenen Antworten seien absolut nicht zufriedenstellend. 
    Nun geht es um strafrechtliche Vorwürfe. Es fällt immer wieder das Wort "Lüge". Er will Antworten, wer sich wann mit wem warum getroffen hat. Er kommt wieder auf einen in seiner ersten Stellungnahme schon lange ausgebreiteten Termin zurück, den Vorstandschef Müller habe platzen lassen. 
    Dann geht es um das Interview in der "Wirtschaftswoche", in dem Probst von Auftragseinbrüchen sprach. An diesem Tag brach die Grammer-Aktie um 10 Prozent ein. In Müllers Antwort zuvor hieß es, es seien nur am Markt bekannte Fakten im Interview enthalten gewesen. 
    Enderle fragt: Wurde bei der Anwesenheit der Presse selektiert? Er legt den Verdacht nahe, nur dem Management genehme Pressevertreter wären zugelassen. 
  • Cascade-Vertreter Enderle beantragt, Müller nicht zu entlasten. Die Cascade-Seite hat offenbar keine Lust, ihre Kandidaten für den Aufsichtsrat hier Rede und Antwort stehen zu lassen. 
    Antrag: Aufsichtsrat nicht entlasten, jetzt werden Paragrafen zitiert. Es geht um eine Regelung, die der Aufsichtsrat geschaffen habe: Dass der Vorstand drei Jahresvergütungen erhalten solle, sobald ein unwillkommener Aktionär über 25 Prozent halten sollte. Damit mache sich der Aufsichtsrat strafbar. Enderle nennt Strafrahmen von vier Jahren Freiheitsstrafe. 
  • Weitere Anträge durch Enderle/Cascade: Schadenersatzansprüche gegen Vorstände geltend machen, Sonderprüfer einsetzen. 
    Da wurden die schwersten Geschütze aufgefahren. 
  • Ein Vertreter der Halog spricht. Halog ist eine weitere Investmentgesellschaft der Hastors, die ebenfalls wie Cascade annähernd 10 Prozent hält. 
    Erneute kritische Fragen zur Wandelanleihe, über die Jifeng beteiligt wurde an Grammer. Die Kosten für eine 60-Millionen-Wandelanleihe in Höhe von 2,6 Millionen seien "unerhört" hoch, der Bedarf an einer solchen Anleihe angesichts der sprudelnden Erträge überhaupt nicht plausibel. Dahinter steht die Frage, ob es für diese Maßnahme überhaupt einen wirtschaftlichen Grund gegeben haben kann, oder ob es nur darum ging, den Anteil der Hastors zu verringern. 
  • Maximilian Fischer aus München, spricht für eigene Aktien, ist seit einem Jahr Aktionär. Es wäre eigentlich toll gelaufen, wäre da nicht Cascade/Halog. Er ist hochgradig empört über die Hastors. Und kriegt viel Beifall für seine kurze Rede. Viele Aktionäre waren offenbar überangestrengt von den Anwälten der Hastor-Gesellschaften.
  • Es sprechen Kleinaktionäre, die allesamt das Wirken der Hastors skeptisch sehen. Zwischendurch geht es auch mal um die geschäftliche Entwicklung, um Fragen nach Strategien und Positionen im Markt. Also jene Themen, um die es bei Hauptversammlungen gewöhnlich geht. Hier ist das heute nebensächlich.
  • Ein Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger mahnt zu einer Einigung. Sollte das nicht gelingen, sei enormer Schäden fürs Unternehmen zu befürchten. Die Unternehmensverwaltung könne sich nicht so einfach verweigern. Ein Aktionär mit über 20 Prozent Anteilen dürfe durchaus Ansprüche darauf stellen, im Aufsichtsrat entsprechend vertreten zu sein. Die "Change-of-Control"-Klausel, die dem Vorstand drei Jahresgehälter zusichern würde, sei unglaublich überzogen, völlig unverständlich. Dass sich Cascade darüber empöre, sei absolut gerechtfertigt.
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