Die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich

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Sonntag, 6. November 2016 7

Die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich

Die Fußball-Europameisterschaft 2016 findet vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2016 in Frankreich statt. Welche Chancen hat die deutsche Nationalmannschaft auf den Titel? Verfolgen Sie die Entwicklungen hier im NewsBlog.

  • Zerstreuung: Die örtliche Tourismuswerbung von Evian bietet Segeltörns auf dem Genfer See, geführte Wanderungen und kulinarische Exkursionen an. Leider, leider fehlt den meisten im EM-Medientross die Zeit zum Müßiggang.

    von Heinz Gläser via Mittelbayerische Zeitung 6/15/2016 12:18:47 PM
  • Kurz vor dem zweiten Spiel der russischen Nationalmannschaft (15.00 Uhr) außert sich Außenminister Sergej Lawrow krtisch zu der Festnahme Dutzender Russen in Frankreich. Er sehe darin einen Verstoß gegen internationale Regeln, so Lawrow. Er habe seinem Kollegen in Paris eine Botschaft geschickt, sagt er der Agentur Interfax zufolge. Die französische Polizei hatte gestern einen Bus mit 43 Russen festgesetzt.  Zudem kritisiert Lawrow das Verhalten russischer Fans. «Es ist inakzeptabel, wie sich einige unserer Bürger benommen haben, die mit Feuerwerkskörpern (ins Stadion) gekommen sind», so der Minister.
     
    Der russische Außenminister Sergej Lawrow. Foto: Yuri Kochetkov, epa/dpa/Archiv
     
  • Kollege Christian aus Fulda, das Küken in unserer Evian-WG, interviewt im Mediententrum Dennis, der uns mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Medienzentrum mit Getränken und Kuchen bei Laune hält.

    von Heinz Gläser via Mittelbayerische Zeitung 6/15/2016 12:15:44 PM
  • Routine: Die DFB-Elf absolviert in ihrem EM-Quartier in Evian ihr Abschlusstraining vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Polen. 15 Minuten haben wir Medienvertreter Zutritt. Gerade mal Zeit genug, um duchzuzählen, wer im Trainingsspiel welches Leibchen trägt. Jeder Fingerzeig auf die Startaufstellung im Stade de France ist erwünscht.

    von Heinz Gläser via Mittelbayerische Zeitung 6/15/2016 12:11:45 PM
  • Maskottchen: Britta Heidemann, die Fecht-Olympiasiegerin von 2008 in Peking, taucht stets an den EM-Quartieren der deutschen Mannschaft auf. 2014 in Brasilien war sie am Campo Bahia dank ihrer Mandarin-Kenntnisse für die chinesischen Kollegen im Einsatz.

    von Heinz Gläser via Mittelbayerische Zeitung 6/15/2016 12:08:14 PM
  • Der Einsatz von Österreichs Spielmacher Zlatko Junuzovic im zweiten Gruppenspiel gegen Portugal (Samstag 21 Uhr in Paris) ist noch ungewiss. «Wir müssen von Tag zu Tag schauen», sagt Teamarzt Richard Eggenhofer. Am späten Nachmittag soll eine weitere MRT-Untersuchung genauere Auskunft darüber geben, wie schwer die Verletzung beim Mittelfeldspieler von Werder Bremen ist. Erste Untersuchungen hatten keine Bänderverletzungen gezeigt. «Er hat einen relativ großen Bluterguss», so der Mediziner. «Die Schmerzen sind im Moment das größte Problem.»
     
    Zlatko Junuzovic (m.) in der Partie gegen Ungarn. Foto: Rungroj Yongrit, epa/dpa
  • Ex-Bundestrainer Berti Vogts kritisiert die Diskussion um das Mitsingen der deutschen Nationalhymne als überflüssig. «Das DFB-Team gewinnt das erste EM-Spiel, und alle diskutieren darüber, dass Mesut Özil die Hymne nicht mitsingt. Ich finde eine solche Debatte unglaublich sinnfrei», schreibt der Welt- und Europameister in seiner Kolumne für die «Rheinische Post». Seitdem vermehrt Profis mit Migrationshintergrund wie Özil, der türkische Wurzeln hat, in der deutschen Nationalmannschaft spielen, flammt das Thema regelmäßig auf. Vogts verweist auf das WM-Team von 1974, in dem weder er («Weder als Spieler noch später als Bundestrainer mitgesungen“) noch Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Sepp Meier oder Wolfgang Overath mitsangen.
     
    Auch das NDR-Satiremagazin «extra3» hatte das Thema erst kürzlich auf Twitter thematisiert: 
     

  • «Bonjour Paris!»: Die deutsche Nationalmannschaft ist gelandet. Gleich geht es mit dem Bus Richtung Hotel. Letzte Auskünfte zum Spiel gegen die Polen will Bundestrainer Löw am späten Nachmittag bei einer Pressekonferenz im Stade de France geben. Am Abend steht das Abschlusstraining an.
     
     
  • Bei den Tschechen ist zur Stunde Training angesagt. Nationaltorwart Pet Cech hat so seine eigene Methoden, um sich auf das nächste Gruppenspiel gegen Kroatien (Freitag 18 Uhr in St. Etienne) vorzubereiten:
     

  • Anteilnahme des Walisischen Teams für den tödlichen Angriff auf eine Polizistenfamilie im Westen von Paris: Mit einer Schweigeminute gedenken Superstar Gareth Bale und seine Mannschaftskollegen den Opfern des Terrorakts. Am Montagabend hatte ein Angreifer einen 42 Jahre alten Polizisten vor dessen Haus erstochen und sich dann im Gebäude verschanzt. Als Spezialkräfte der Polizei das Haus stürmten und den Mann erschossen, fanden sie die Leiche der Lebensgefährtin des Polizisten. Der Attentäter hatte sich zuvor zur Terrororganisation Islamischer Staat bekannt.
     
  • Was passiert eigentlich im Falle eines EM-Ausschlusses Russlands? Die UEFA lehnt Spekulationen über eine notwendige Änderung des Turniermodus ab. Zum jetzigen Zeitpunkt werde darüber nicht nachgedacht, heißt es. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschäftigt sich aber die UEFA-Wettbewerbskommission mit mehreren möglichen Szenarien. 
     
    Das Problem der UEFA: Wird ein Team suspendiert, werden alle seine Ergebnisse gestrichen. Die betreffende Gruppe würde mit drei Teams beendet und der Tabellendritte würde in die Wertung zur Ermittlung der vier besten Gruppendritten, die sich für die K.o.-Runde qualifizieren, nur zwei Spiele einbringen können. 
     
    Eine mögliche Lösung wäre, in allen Gruppen nur die Ergebnisse der ersten drei Teams zu werten. Dies könnte aber zu einer Wettbewerbsverzerrung führen. Sollte der Ausschluss nach dem letzten Gruppenspiel erfolgen und sich das betroffene Team sportlich qualifiziert haben, könnte auch der ursprünglich Viertplatzierte als Aufrücker auf Platz drei gestrichen werden, was jedoch auch Raum für eine Klage bieten würde.
  • Trotz des drohenden Ausschlusses der russischen Sbornaja schließt Sportminister Witali Mutko neue Randale durch mitgereiste Fans nicht aus. «Unsere Fans werden ständig provoziert», sagt er im Gespräch mit der Agentur Tass. Zum heutigen Spiel gegen die Slowakei (15.00 Uhr) seien etwa 12.000 Russen in Lille. Die meisten von ihnen verhielten sich ruhig. «Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, dass sich Ausschreitungen russischer Fans nicht wiederholen werden», erklärt Mutko. Oft würden die Russen aber zu Unrecht bezichtigt. Russlands größte Sportzeitung «Sport-Express» forderte, das Land müsse die Fangewalt dringend in den Griff bekommen. «Die Anhänger fliegender Fäuste werden sich bis zur WM 2018 nicht in Luft auflösen», warnt das Blatt. Die WM 2018 findet in Russland statt.
  • Optimistisch ist auch Italiens Ex-Nationaltrainer Giovanni Trapattoni. Er hält den Finaleinzug für möglich. «Ich gratuliere Antonio Conte: Genauso weiter und er kann uns ins Finale bringen und alle überraschen», so der 77-Jährige im Gespräch mit der Tageszeitung «Tuttosport». «Conte beweist, dass er ein großartiger Trainer ist», sagt Trapattoni, der von 2000 bis 2004 Nationalcoach war. Den Auftaktsieg der «Squadra Azzura» gegen Belgien habe er mit großer Begeisterung verfolgt - «wir dürfen stolz auf diese Nationalmannschaft sein», meint Trapattoni, der auch den FC Bayern München und den VfB Stuttgart trainiert hatte.
     
    «Der Trainer hat sehr gute Arbeit gemacht: Taktik, Spiel, Spektakel, Teamgeist»: Giovanni Trapattoni lobt Italiens Nationalcoach in höchsten Tönen.
     
  • Einen Sieg hat die «Azurri» bereits in der Tasche, doch weitere Erfolge sollen noch folgen. Italiens Verbandspräsident Carlo Tavecchio träumt von einem Finaleinzug seiner Mannschaft. «Wir hoffen, dass wir ein schönes Endspiel in Paris gegen Frankreich genießen können», so der Chef des italienischen Fußball-Verbandes. «Wir sind zuversichtlich, und das nicht nur wegen des Sieges gegen Belgien», ergänzt Tavecchio. «Ich habe immer gesagt, dass Italien sich hohe Ziele setzen muss.»
     
    Hofft auf ein Endpsiel seines Teams gegen Gastgeber Frankreich: Carlo Tavecchio. Foto: Filippo Venezia, epa/dpa/Archiv
  • Und auch das wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: Nach dem Unentschieden gegen die Isländer hatte Cristiano Ronaldo keine Lust, mit Aron Einar Gunnarsson, Kapitän der Isländer, das Trikot zu tauschen: 
     
  • Keine schlechte Quote! Die Partie gestern Abend zwischen Portugal und Island verfolgten in Deutschland 12,29 Millionen Menschen im ZDF. Viele Deutsche Zuschauer wissen jetzt, wie die Männer von der Insel mit dem runden Leder umgehen können. Das sieht der portugiesische Super Cristiano Ronald nicht so:
     
    Sie haben gefeiert, als wären sie Europameister geworden, es war unglaublich. Dabei haben sie gar nicht erst versucht, zu spielen, sondern nur verteidigt und verteidigt. Meiner Meinung nach zeugt das von kleiner Mentalität, deswegen werden sie nichts erreichen.
     
    Kam gegen die Isländer kaum zum Zuge: Cristiano Ronaldo. Uwe Anspach, dpa
     
  • Zurück zum Fußball.
     
    Titel der Beilage der Zeitung «La Provence» zum Spiel Frankreichs in Marseille gegen Albanien (21 Uhr). In der Hafenstadt kam es am vergangenen Wochenende zu den ersten schweren Ausschreitungen durch Hooligans.
  • Besonderes Augenmerk gilt heute der Partie Russland gegen die Slowakei in Lille. Anpfiff im Stade Pierre-Mauroy ist um 15 Uhr. Bleibt es ruhig im Stadion? Nach den Gewaltexzessen englischer und russischer Hooligans in Marseille verschärfen die Behörden ihre Sicherheitsvorkehrungen. Zur Erinnerung: Sollten russische Fans im Stadion nochmals durch Gewaltakte auffallen, wird das Team disqualifiziert. Krawalle außerhalb der EM-Arenen haben auf die von der UEFA verhängte Bewährungsstrafe für die Russen keinen Einfluss. Gestern kam es in Lille zu einigen kleinen Zwischenfällen. Die Polizei hatte die Lage jedoch schnell unter Kontrolle.
     

  • Auf geht's Richtung Paris!  Auf der zweiten Etappe der Tour de France sollen der zweite Sieg und Fortschritte her. «Wir wollen gewinnen», erklärt Torjäger Thomas Müller vor dem speziellen Spiel der deutschen Nationalelf gegen den Nachbarn Polen (Donnerstag 21 Uhr) in Paris. Bundestrainer Löw macht nochmals auf die besonderen Stärken der Polen aufmerksam: «Diese Mannschaft lebt von einer guten Offensive mit Robert Lewandowski.» Auch für Torwart Manuel Neuer sind die Polen vor allem so gefährlich, weil sie «den Lewy vorne drin haben als Weltklasse-Stürmer, aber auch andere starke Spieler», bemerkt Lewandowskis Bayern-Kollege. 
     
  • So geht's heute weiter: Die russische Nationalmannschaft tritt zu ihrem zweiten Gruppenspiel gegen die Slowakei auf Bewährung an. Gibt es am Rande der Partie in Lille (15.00 Uhr) erneut Ausschreitungen russischer Fans, könnte die UEFA ihre Drohung wahr machen und die Russen vom Turnier ausschließen. Sportlich indes wäre das Team mit einem Sieg gegen den EM-Neuling schon fast sicher für das Achtelfinale qualifiziert.

    Gastgeber Frankreich und die Schweiz können nach ihren Auftaktsiegen bereits die K.o.-Runde erreichen. Die Franzosen treffen in Marseille (21.00 Uhr) auf Außenseiter Albanien. Für die Eidgenossen geht es zuvor in Paris (18.00 Uhr) gegen Rumänien.
  • «til hamingju Ísland!»: Einer der ersten Gratulanten ist Bundesjustizminister Heiko Maas: 
     
     
  • Abpfiff in St. Etienne! Islands kampfstarke Fußball-Helden haben Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo zum Start einen mächtigen Dämpfer versetzt. Trotz großer Überlegenheit kam der selbst ernannte Titelanwärter zum Vorrunden-Auftakt nicht über ein blamables 1:1 gegen die spielerisch limitierten, aber enorm agilen EM-Debütanten hinaus.
     
    Riesenfreude bei den isländischen Anhängern. Foto: Mast Irham, epa/dpa
     
  • Daumen drücken auf der Insel: Public-Viewing in der isländischen Haupstadt Reykjavik.
     
    Foto: Birgir Thor Hardarson, epa/dpa
     
  • Reaktionen aus dem Netz: Ob Nationalspieler Lukas Podolski, Ex-Handballer Stefan Kretzschmar, die ehemaligen DFB-Kicker Didi Hamann und Christoph Metzelder oder Komiker und Moderator Oliver Pocher. Man fiebert mit dem Underdog Island mit.
     
  • Er trägt sich mit seinem Treffer in die Fußball-Geschichtsbücher Islands ein. Das erste Tor für den Inselstaat bei einer EM-Teilahme erzielt Birkir Bjarnason. 
     

     
  • «Jahá!» würde jetzt der Isländer sagen. Unglaublich, Island trifft in der 50. Minute in der Partie gegen Portugal zum 1:1-Ausgleich. Torschütze: Birkir Bjarnason.
     

  • Halbzeit in St. Etienne: Portugal führt mit 1:0 gegen Island. Übrigens, der Treffer von Nani war das 600 in der EM-History!
  • In St. Etienne ist das erste Tor gefallen. Portugal führt gegen den Underdog Island. Nani trifft in der 31. Minute zum 1:0.
     
  • Routinier Jon Walters wird Irland im zweiten Gruppenspiel gegen Belgien (Samstag 15 Uhr in Bordeaux) vermutlich fehlen. «Um ihn machen wir uns am meisten Sorgen. Sein Einsatz ist relativ unwahrscheinlich», erklärt Nationaltrainer Martin O'Neill in einem Interview auf der Homepage des irischen Fußball-Verbandes. Beim 1:1 gegen Schweden war bei dem Mittelfeldspieler eine alte Achillessehnenverletzung wieder aufgebrochen. Walters wurde in der zweiten Halbzeit angeschlagen ausgewechselt.
     
  • 0:0 steht es nach 15 Minuten in der Partie Portugal gegen Island. Kleine Info: Sollte Cristiano Ronaldo während dieser EM treffen, wäre er der erste Spieler, der bei vier verschiedenen EM-Endrunden getroffen hätte.
     
    Der Ausnahmespieler in Aktion: Cristiano Ronaldo. Foto: CJ Gunther, epa/dpa
     
  • Die Fans sind da und der Superstar ist auch schon da: Der Portugiese Cristiano Ronaldo greift gegen Island ins Turnier-Geschehen ein. Es ist übrigens das127. Länderspiel für Ronaldo - er zieht somit mit Portugals Rekordnationalspieler Luis Figo gleich.
     
  • Italiens Nationalstürmer Graziano Pellè hat heute mit dem Training ausgesetzt. Der 30-Jährige absolviert stattdessen Physiotherapie zur Erholung, wie ein Sprecher des italienischen Verbandes sagt. Der Verband teilt mit, eine Untersuchung durch den Teamarzt wegen eines Schlags auf den Fuß habe keine ernsthafte Verletzung ergeben. Pellè soll voraussichtlich schon morgen wieder mit dem Team trainieren können.
     
    Kein Grund zur Panik: Graziano Pelle. Foto: Yuri Kochetkov, epa/dpa
     
  • Vor dem wichtigen Spiel gegen die Schweiz (Mittwoch 18 Uhr in Paris) hat sich Rumäniens Nationaltrainer Anghel Iordanescu in ungewöhnlich scharfer Form mit einem Journalisten aus seiner Heimat angelegt. Es geht um die Verbreitung einer zweifelhaften und von allen Beteiligten dementierten Geschichte in rumänischen Medien, nach der Stürmer Denis Alibec während des Eröffnungsspiels gegen Frankreich in der Kabine beim Rauchen erwischt worden sein soll. «Sie sind ein Lügner», so Iordanescu dem Journalisten nach der deutschen und englischen Übersetzung seiner Pressekonferenz.
     
    Der 25-jährige Stürmer vom rumänischen Meister Astra Giurgiu: Denis Alibec. Foto: Srdjan Suki, epa/dpa
     
     
  • UPDATE Ohne Torwart Wojciech Szczęsny hat Polen vor dem Gruppenspiel gegen Deutschland sein letztes Training im Stammquartier La Baule absolviert. Der 26-Jährige wird wegen einer Oberschenkelblessur wie geplant weiter behandelt. Eine Entscheidung über Szczęsnys Einsatz, der eine Oberschenkelverletzung hat, dürfte erst kurzfristig fallen. Am Torwarttraining nahmen die Ersatzmänner Łukasz Fabiański von Swansea City und Artur Boruc vom AFC Bournemouth teil. Die Polen treffen im Stade de France (Donnerstag 21.00 Uhr in Paris) auf die DFB-Auswahl.
     
    Hatte sich in einem Zweikampf beim 1:0 gegen Nordirland am linken Oberschenkel verletzt: Wojciech Szczęsny. Foto: Ali Haider, epa/dpa
     
  • Im Gespräch mit Physiotherapeut Christian Huhn, der gemeinsam mit Klaus Eder und Christian Müller die starke Regensburger Fraktion in der DFB-Abordnung von Evian bildet. Huhn, Spitzname Chicken, ist seit der WM 2010 in Südafrika dabei und seit der abgelaufenen Saison Chef-Physiotherapeut beim ruhmreichen FC Bayern.
     
    von Heinz Gläser via Mittelbayerische Zeitung 6/14/2016 6:10:12 PM
  • Eine Woche nach der Ankunft beginnt es in unserer bescheidenen Evian-WG nachhaltig zu menscheln. Als Nachzügler traf am Dienstag noch Jens aus Berlin ein, er schützte eine Ausrede für seine EM-Verspätung vor, nannte irgendeinen familiären Anlass, die Hochzeit eines Schwippschwagers oder so. Egal welcher Grund auch immer, nachvollziehbar ist es, dass Menschen diesen tristen Ort hier am Lac Leman meiden, wo steter Niederschlag jeden Anflug von guter Laune ersäuft.
    Angesichts der widrigen äußeren Umstände rücken wir zusammen und beschwören den Geist von Evian, der freilich am Genfer See so selten auftaucht wie das Ungeheuer von Loch Ness aus einem weltberühmten Gewässer weiter nördlich. Bonjour Tristesse, der Klassiker der französischen Autorin Françoise Sagan, liegt auf jedem Nachttisch parat und dient uns als passende Gute-Nacht-Lektüre.
    Uwe bereitete derweil am Montagabend für die große Runde Eintopf ostwestfälischer Art zu. Er kann nichts anderes, denn da kommt er ja her. Dem Salzgehalt des Gerichts nach zu schließen, ist der gemeine Westfale ständig verliebt.
    Trotzdem sind wir geneigt, Uwes Kochkünste an dieser Stelle in den höchsten Tönen zu preisen, hat er doch im nahen Minimarkt namens „Casino“ eine unverzichtbare Zutat für das frugale Mahl aufgetan: gute deutsche Dosenwürstchen. Merke: Erst wenn dieser kulinarische Klassiker auf den Tisch kommt, weiß der Germane, dass er sich in der Fremde ganz zu Hause fühlen darf.
    Weitere Details vermitteln uns das wohlige Gefühl, die Eingewöhnungsphase in Evian könnte sich dem Ende zuneigen. Auf unserem Fernseher im Apartment empfangen wir über Kanal 801 einen Sender, der die EM-Spiele zeigt, auf französisch zwar, aber gut. Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann, eine Art DFB-Maskottchen, ist zwischenzeitlich auch eingetroffen.
    Verschämt, wie es sich in dieser delikaten Angelegenheit geziemt, erwähnen wir an dieser Stelle auch die – nun ja – aktuelle „Kraul-Affäre“, die unseren Bundestrainer weltbekannt macht. Aber halt, das war Jogi Löw ja ohnehin schon.
    Lukas Podolski rückte in seiner unnachahmlichen Art am Dienstag die Angelegenheit zurecht, wenn man das so ausdrücken will. „80 Prozent von euch und ich kraulen sich auch mal an den Eie..“, so lautet sein Kommentar, mit dem er jetzt schon alle potenziellen Konkurrenten im Rennen um den Fußballspruch des Jahrzehnts souverän aus dem Feld geschlagen hat.
    „Von daher alles gut“, sagt „Poldi“. Eine kleine Anmerkung können wir uns nicht verkneifen. Mit der Einschätzung „80 Prozent“ greift er unserer Ansicht nach deutlich zu tief.
    von Heinz Gläser bearbeitet von Bettina Mehltretter 6/14/2016 6:05:04 PM
  • Schlusspfiff! Außenseiter Ungarn ist mit einem überraschenden Sieg gegen Nachbar Österreich ins Turnier gestartet. Am ersten Spieltag der Gruppe F gewinnen sie mit 2:0 gegen die Österreicher um Bayern-Profi David Alaba. Die Tore für die Mannschaft des deutschen Trainers Bernd Storck erzielten die Deutschland-Legionäre Adam Szalai und Zoltan Stieber.
     
    Können es kaum fassen: Die Österreicher Florian Klein, Aleksandar Dragovic und David Alaba (v.l.n.r). Foto: Fehim Demir, epa/dpa
     
  • Damit hätten die wenigsten gerechnet. Die Ungarn führen inzwischen mit 2:0 gegen Österreich. Torschütze in der 87. Minuten Zoltan Stieber.
     
    Per Lupfer zum 2:0: Der Ungar Zoltan Stieber. Österreichs Keeper Robert hat nur das Nachsehen. Foto: Fehim Demir, epa/dpa
     
  • Zwischendurch etwas Kurioses: Die EM wird nicht nur in Europa aufmerksam verfolgt: Im Iran beschäftigt der gelungene Streich eines TV-Zuschauers die Fan-Gemeinde. Amir Doulab, einem jungem Mann, fiel auf, dass der bekannte Kommentator im staatlichen Fernsehen, Sarhang Alifar, Informationen über Spieler und Stadien wortwörtlich aus der von Nutzern gestalteten Online-Enzyklopädie Wikipedia ablas.
     
    Doulab gelang es vor dem Match Polen gegen Nordirland, auf Wikipedia seinen eigenen Namen als Architekt des Stadions in Nizza einzutragen - und tatsächlich las der Kommentator genau diese Information während der Live-Übertragung vor. «Ich hoffe, den Franzosen gefällt das Stadion, dass ich für sie gebaut habe», amüsierte sich Doulab im Internet. Der überführte Kommentator Alifar zeigte sich jedoch als guter Verlierer und sagte einem Mediendienst, er sei auch für einen Spaß zu haben. Die genaue Funktionsweise von Wikipedia sei ihm leider nicht bekannt gewesen.
     
  • Sieht man auch nicht allzu häufig: Der ungarische Torschütze Ádám Szalai feiert seinen Treffer mit den Fans.
     
     
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