Die Kugelschreiber

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Sonntag, 6. November 2016 7

Die Kugelschreiber Live

Alles rund um die Kugel am Regensburger Campus: Im MZ-Studenten-Blog berichten Studierende über aktuelle Ereignisse an den Regensburger Hochschulen, den täglichen Uni-Wahnsinn und das studentische Leben in der Domstadt.

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    Bühne frei an der Uni Regensburg

    Neben einem großen Vorlesungsprogramm und einem breitgefächertem Sportangebot bietet die Uni Regensburg noch vieles mehr, zum Bespiel das Theater. Wir haben nachgefragt, was das Theater an der Uni Regensburg so besonders macht und wie man ein Teil davon werden kann.
     
    Was bringt es an der Uni Theater zu spielen? Birgit Riedenauer hat eine klare Meinung dazu. Die Fachbereichsleiterin der Kulturförderung des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz der Uni Regensburg sagt: „Theater spielen stärkt das Selbstbewusstsein und die Ausstrahlung.“ An der Universität Regensburg wird Theater ganz groß geschrieben. Seine Raumgröße, seine Ton-, Beleuchtungseinrichtungs- und Bühnenausstattung würden das Theater an der Uni Regensburg zu einer einmaligen Einrichtung machen, mit der in ganz Deutschland nur das Kieler Theater mithalten kann, so Riedenauer. Seit 40 Jahren wird an der Uni Regensburg aktiv Kulturförderung betrieben. „Das Theater an der Uni liegt im Herzen des Campus und ist für Studierende eine Stätte der Begegnung und des kulturellen Miteinanders“, erklärt Riedenauer. Außerdem lerne man durch das Theater schnell und intensiv neue Leute kennen. Dies sei gerade zu Beginn des Studiums oder eines neuen Semesters sehr zum Vorteil.
     

    Viele verschiedene Schauspielgruppen

     
    Momentan umfasst die Regensburger Kulturförderung 22 aktive Kulturgruppen, darunter verschiedene Theater- und Orchestergruppen. Bei den Schauspielgruppen unterscheidet man zwischen freien studentischen Gruppen unter studentischer Leitung oder unter Leitung von ehrenamtlichen Profis und unter Gruppen, die von universitären Mitarbeitern geleitet werden. Unter Letzteres fallen die Theatergruppen „Babylon“, geleitet von einem Dozenten aus dem Lehrgebiet Deutsch als Fremdsprache (DaF), „Lunatiki“, angegliedert an den Lehrstuhl für Slavistik, die „Rups, too“, eine englischsprachige Gruppe, das Germanistiktheater, geleitet von Dr. Simone Merk im Bereich neuere deutsche Literaturwissenschaft und der „UR Stage Club“, ein Musiktheater. Eine weitere Gruppe sind die Sprecherzieher. Hier werden die Studenten zusammengewürfelt und erhalten ein Zusatzstudium Sprecherziehung. Dabei lernen sie Diktion, eine Ausdrucks- und Sprechweise bestimmter Texte. Am Ende gibt es die Aufführung „Der Sprechkunstabend“, der die Zwischen- oder Abschlussprüfung der Teilnehmer darstellt. Zu den freien studentischen Gruppen zählt unter anderem das Theaterforum. Dort führt bei jedem Projekt ein anderes Mitglied der Gruppe Regie. Bei „Shakespeare & Company“ werden ausschließlich englischsprachige Shakespeare Stücke aufgeführt. Sie sind bekannt für ihre aufwendigen Produktionen und Livemusik, oftmals eigens komponiert. Projekt 4 spielt nur selbstverfasste Stücke von Thomas Jahnke und das Regensburger Studententheater führte auch schon selbstverfasste Stücke auf, ebenfalls jedes Mal unter anderer Leitung. „In letzter Zeit wurden relativ viele Eigenproduktionen im Theater an der Uni aufgeführt“, sagt Riedenauer. Besonders hervorzuheben sei das Fremdsprachentheater, das in Regensburg einmalig ist.

     

    Eigenverantwortung, Disziplin und Zeitmanagement sind gefragt

     
    Die Studierenden kümmern sich um alles selbst, vom Bühnenbild, den Scheinwerfern über die Eintrittskarten und Werbung bis hin zum Aufräumen nach der letzten Vorstellung. Die Inszenierungen studentischer Theatergruppen werden jedoch besonders vom Studentenwerk gefördert. Dabei greifen sie den Schauspielern finanziell unter die Arme, wobei der Betrag von dem Anteil der Studenten, der Zuschauerzahl und dem ermäßigten Eintrittspreis abhängt. Diese Grundsätze sind in den Richtlinien für die finanzielle Förderung von Aufführungen im Theater an der Uni festgehalten. Nebenbei müssen sich die Schauspieler um Brandschutz, Sicherheit, Technik und viele weitere organisatorische Dinge rund um die Aufführungen kümmern. Diese Punkte sind in den Richtlinien für Veranstaltungen an der Uni festgehalten. Für die Bereitstellung des Theaters an der Uni gibt es ebenfalls Richtlinien.
    „Jeder, den das Theater interessiert, ist bei uns herzlich willkommen“, sagt Riedenauer. Selbst wenn man nicht schauspielern möchte, gebe es viele andere Bereiche, in die man einsteigen könne. Darunter beispielsweise als Souffleur, beim Schminken oder in der Tontechnik. „Wir sind offen für alle, die aktiv das Programm im Theater an der Uni mitgestalten möchten!“, bestätigt Riedenauer. Anfangs kann jeder Interessierte die Webseite erkunden und somit eine für ihn in Frage kommende Theatergruppe ausfindig machen. Außerdem hat jeder die Möglichkeit, einen Termin mit der Fachbereichsleiterin zu vereinbaren, um im Gespräch herauszufinden, welche Gruppe zu den eigenen Vorstellungen passen könnte. Wenn man seine Wahl eingeschränkt hat, kann man eine individuelle Beratung mit dem Leiter der Gruppe vereinbaren.  Dort wird einem auch mitgeteilt, ob die jeweilige Gruppe momentan Teilnehmer sucht oder schon mitten in den Proben ist. Die einzelnen Gruppen führen ihre Stücke zu unterschiedlichen Zeiten auf, somit herrscht an der Uni das ganze Jahr über ein durchgängiger Spielbetrieb. Einzige Ausnahme ist im August, zu dieser Zeit ist Sommerpause. Die Proben sind generell abends, da die Studenten von vielen unterschiedlichen Studienrichtungen kommen und somit verschiedene Stundenpläne haben. Diejenigen, die keine Theatergruppe finden, die zu ihnen passt, können auch eine eigene Gruppe eröffnen. Einfallsreichtum, Organisation und Disziplin sind hierbei noch mehr gefordert.
     

    Das Theater als Juwel der Uni Regensburg

     
    Foto: Markus Freitag
     
    „Das Theater an der Uni bietet durch die flexible Gestaltung von Bühne und Bestuhlung, sowie durch die professionelle technische Ausstattung eine sehr große Vielfalt an Inszenierungsmöglichkeiten. Die Theaterensembles  sind vollkommen frei in der Auswahl der Stücke und deren Umsetzung“, erklärt Riedenauer. Das Schöne sei, dass sich jeder aktiv einbringen könne und die Möglichkeit habe, selbst mitzugestalten. Außerdem lerne man so, mit Zeitdruck und Stress umzugehen und Prioritäten zu setzen. „Jeder sagt vor den Aufführungen mindestens einmal `Das tue ich mir nicht mehr an`. Doch nach der Premiere erhebt sich bei den Mitwirkenden schnell die Frage `Welches Stück spielen wir als nächstes?`“, sagt Riedenauer grinsend. Das Herzblut und die Leidenschaft, die jeder Mitwirkende in das jeweilige Stück steckt, würden das Theater ausmachen. Viele kämen anfangs schüchtern zu Birgit Riedenauer, weil sie nicht ganz sicher sind, ob das Schauspielern was für sie sei. Diese bestärkt Riedenauer. „Ja und dann sehe ich mir die Aufführungen an und sehe genau diese auf der Bühne spielen. Auf einmal stehen sie da und haben die Hauptrolle. Daran sieht man einfach, dass es funktioniert.“
     
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    Was der Regensburger Campus Nicht-Studenten bietet

    Vieles von dem, was der Regensburger Campus seinen Studierenden bietet, kann auch die Allgemeinheit nutzen. (Foto: Knobloch)
     
    Universität und OTH Regensburg haben für ihre über 30.000 Studierenden eine ganze Reihe von Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten. Vieles davon bleibt uns Studierenden vorbehalten, anderes nicht. Hier erfahrt ihr, wie auch eure Eltern, Großeltern oder Freunde, die nicht studieren, von den Angeboten auf dem Campus profitieren können. 
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    Semesterstart: Neu in Regensburg

    Zum Start des Semesters ziehen wieder zahlreiche Studenten nach Regensburg. Jeder, der neu in der Stadt ist, muss sich erst einmal zurecht finden und hat viele offene Fragen. Aus diesem Anlass hat die MZ eine Übersicht erstellt, die helfen soll, sich schnell in Regensburg heimisch zu fühlen. Den Artikel dazu findet ihr hier: 
     

    Semesterstart: Neu in Regensburg

    Wer zum Studieren in die Stadt kommt, hat viele Fragen. Die MZ erklärt, wie man in Regensburg über die Runden kommt.
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    Darauf sollten die Regensburger Studierenden im kommenden Wintersemester achten

    Das Wintersemester 2017/18 steht kurz bevor. Welche Änderungen gibt es auf dem Regensburger Campus? Was sollten die Studierenden ganz besonders im Auge behalten?

    Auf die Studierenden am Regensburger Campus warten im Wintersemester einige Änderungen. Foto: Knobloch
     

    50 Jahre Universität Regensburg 

    2017 feiert die Universität Regensburg ihr 50-jähriges Bestehen. Bereits im Sommersemester wurde dieses Jubiläum mit einer ganzen Reihe von Festakten, Vorträgen, Ausstellungen und Konzerten gefeiert. Im kommenden Wintersemester wird dieses Programm fortgesetzt: So findet beispielsweise am 11. November eine Campusführung statt, die sich mit der Architektur und Baugeschichte der Regensburger Uni auseinandersetzt oder am 17. Dezember ein Winterkonzert des Symphonieorchesters der Universität Regensburg. Eine Übersicht über alle bevorstehenden Veranstaltungen und das gesamte Jubiläumsprogramm findet sich hier und hier. Ein Überblick über besondere Vorträge und Veranstaltung an der OTH findet sich hier.

     

    Politischer Richtungswechsel in der Studierendenvertretung der UR

    Nachdem die Hochschulpolitik an der Universität Regensburg in den letzten Semestern von der ökologisch-sozialen Bunten Liste und den Jusos geprägt war, steht im kommenden Wintersemester ein Richtungswechsel bevor: Als Sieger aus der letzten Hochschulwahl im Juni gingen der konservative Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und die Liberale Hochschulgruppe (LHG) hervor. Die neuen studentischen Sprecher Jonas Prien (RCDS) und Tarek Carls (LHG) wollen im neuen Semester einige Punkte ihres Wahlprogramms, wie beispielsweise eine Packstation an der Uni, möglichst schnell umsetzen. Das sagten sie zumindest bei der konstituierenden Sitzung des Studentischen Konvents im Juli. Ob sich die neue, teils hochschulpolitisch noch unerfahrene Studierendenvertretung  gut in ihre neuen Aufgaben einfinden wird, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. 

     

    Neue Ringvorlesungen an der Uni Regensburg

    Auch im Wintersemester 2017/18 gibt es an der Uni einige Ringvorlesungen, also Vorlesungen, die nicht immer vom gleichen Professor gehalten werden, sondern bei denen Referenten verschiedener Fachrichtungen zu einem bestimmten Themenbereich Vorträge halten. Ringvorlesungen richten sich damit nicht nur an Studierende eines einzelnen Faches, sie wollen vielmehr explizit Studierende aller Fachrichtungen ansprechen. Wer also  über den Tellerrand des eigenen Faches schauen möchte, kann sich den einen oder anderen ECTS-Punkt für seinen Wahlbereich in einer Ringvorlesung verdienen. In kommenden Wintersemester startet beispielsweise die Vorlesungsreihe „Irrfahrt ins Wissen. Expedition - Bildungsreise - Odyssee“ veranstaltet vom Zentrum für Klassikstudien. Sie widmet sich unter anderem den Forschungsreisen des antiken Historikers Herodot. Eine andere Ringvorlesung behandelt unter dem Titel „Figurationen des Unmittelbaren“ das Thema Unmittelbarkeit im Reality-TV oder in der Kunst. Einen Überblick über alle Ringvorlesungen findet sich hier.

     

    Deutlich mehr Studierende der „Sozialen Arbeit“ an der OTH als geplant

    Im kommenden Wintersemester werden im Studiengang „Soziale Arbeit“ deutlich mehr Erstsemester als bisher erwartet, die OTH spricht von voraussichtlich 500 anstatt der üblichen 150 Studienanfänger. Der Grund dafür: Wegen eines Fehlers in der Verwaltung wurden deutlich mehr Bewerber für den Studiengang zugelassen als eigentlich Kapazitäten vorhanden sind. Zwar hat die OTH in einer Pressemitteilung angekündigt, „alle räumlichen Kapazitäten“ zu überprüfen und zur Verfügung zu stellen. Eng dürfte es aber vor allem für die neuen Studierenden im Fach „Soziale Arbeit“ an der OTH wohl dennoch werden.

     

    Baumaßnahmen an der OTH

    Am 26. Oktober findet die Einweihungsfeier für das neue Gebäude der Fakultät „Informatik und Mathematik“  statt. Bisher mussten die Studierenden dieser Fächer noch auf das Sammelgebäude der Universität ausweichen, jetzt bekommen sie ihre eigenen Räumlichkeiten. Außerdem können sich die Studierenden der OTH auf 50 neue Arbeitsplätze freuen, die im Laufe des Wintersemesters im Foyer bei der Cafeteria der Fakultät für Maschinenbau eingerichtet werden. Renoviert wird die Leseterrasse der Hochschulbibliothek.

     

    Neuer Chor an der OTH

    Die Uni Regensburg hat einen eigenen Chor, der bei den Studierenden sehr beliebt ist. Auch an der OTH soll nun im kommenden Semester ein Chor entstehen, in dem sowohl klassische als auch moderne Stücke gesungen werden. Eine erste offene Chorprobe findet am 18. Oktober um 18.45 Uhr in Raum S009 statt. Zusätzlicher Anreiz für Interessenten: Sie können sich die Teilnahme am Chor als Wahlfach anrechnen lassen und bekommen ECTS-Punkte für ihr Studium gutgeschrieben.

     

    Neues Zusatzstudium „Regionalkompetenzen für die bayerisch-tschechische Grenzregion“ am Bohemicum der Uni Regensburg

    Studierende, die Interesse an einer Zusatzqualifikation mit Bezug zu Tschechien haben, sollten sich das zertifizierte Zusatzstudium „Regionalkompetenzen für die bayerisch-tschechische Grenzregion“ näher anschauen, dass ab diesem Wintersemester an der Universität Regensburg startet. Dieses Pilotprojekt soll Interessierten die Möglichkeit geben, innerhalb von zwei Semestern sowohl sprachliche als auch kulturelle Kompetenzen zu Tschechien zu erwerben. Ein Teil des Studiums wird deshalb auch in Tschechien absolviert, hierfür kooperiert die Uni Regensburg mit der Westböhmischen Universität Pilsen. Ziel des Ganzen ist es, Hindernisse, die auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt zwischen Tschechien und Ostbayern bestehen, abzubauen. So soll Studierenden der Einstieg in einen möglichen Arbeitsalltag in der Grenzregion erleichtert werden. Weitere Infos dazu gibt es auf der Homepage des Bohemicums.

     

    Neues Teilzeitstudium B.A. „Physician Assistant“ an der HSD Hochschule Döpfer

    Ab diesem Wintersemester bietet die HSD Hochschule Döpfer einen neuen Studiengang an, der in Deutschland bisher kaum bekannt ist: Interessierte können sich künftig in Regensburg zum „Physician Assistant“ ausbilden lassen. Der Beruf des „Physician Assistant“ kann zwischen Pfleger und Arzt verortet werden. PAs sollen in erster Linie den Arzt im Klinikalltag unterstützen, sodass der mehr Zeit für seine eigentliche Tätigkeit hat – die Behandlung seiner Patienten. Der Aufbau des Studiengangs erfolgte nach Vorgaben der Deutschen Ärztekammer, er ist jedoch kein grundständiges Studium, sondern vielmehr eine Form der akademischen Weiterbildung: Bewerber müssen neben der Hochschulreife eine dreijährige Berufsausübung beispielsweise in der Pflege oder in medizinisch-technischen Berufen und eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen.

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    Wichtige Informationen für Erstis und Rückmelder

     
    Am 16. Oktober herrscht wieder Leben am Campus. Zahlreiche Studenten strömen an die Uni Regensburg um ihr Studium weiterzuführen oder zu beginnen. Wir zeigen, was Erstsemestler und Rückmelder wissen müssen.
     
    Ab 16. Oktober füllt sich der Campus wieder. Foto: Knobloch
     

    Wichtige Einrichtungen an der Uni

    Mensa:
    Der Uni-Alltag bringt euren Magen zum knurren? Die Mensa schafft Abhilfe. Jeden Tag könnt ihr zwischen drei Hauptgerichten und verschiedenen Beilagen wählen. Auch Vor- und Nachspeisen werden angeboten. Die Mensa ist während der Vorlesungszeit von 11.00 bis 14.15 Uhr und während der vorlesungsfreien Zeit von 11.00 bis 14.15 Uhr geöffnet. Neben der Mensa befinden sich noch sechs Cafeterien mit folgenden Standorten auf dem Campus: Gebäude der Mensa, Sammelgebäude, 1. Obergeschoss der Zentralbibliothek, PT-Gebäude, Sportzentrum, Chemie.
     
    Studentenhaus:
    Die Einrichtungen des Studentenhauses beantworten alle Fragen rund ums Studium. Egal ob Studienberatung, Fragen zum BAföG oder Wohnungssuche, im Studentenhaus findet jeder den passenden Ansprechpartner. Das Sekretariat ist von Montag bis Donnerstag, 08.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr geöffnet, sowie Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr und unter folgender Telefonnummer erreichbar: 0941/9432219
     
    Studentenkanzlei:
    Die Studentenkanzlei ist der Ansprechpartner bei allen organisatorischen Aufgaben rund ums Studienanfang und Durchführung. Von der Bewerbung zur Einschreibung bis zur Exmatrikulation. Bei der Studentenkanzlei schreibt ihr euch als Student ein, meldet euch zurück, beantragt ein Urlaubssemester, informiert euch über Adressänderungen und vieles mehr. Ebenso sind auch Unfälle im Zusammenhang mit dem Studium in der Studentenkanzlei zu melden. Die Studentenkanzlei hat Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr und zusätzlich am Donnerstag von 13.00 bis 15.00 Uhr geöffnet und ist telefonisch unter 0941/9435500 erreichbar.
     
    Prüfungsverwaltung und Zentrales Prüfungssekretariat:
    Für die Prüfungsverfahren der meisten Studiengänge ist das Zentrale Prüfungssekretariat die richtige Anlaufstelle. Aktuelle Prüfungstermine, Formulare, und die jeweiligen Ansprechpartner findet Ihr auf den Unterseiten der Homepage.
     
    Rechenzentrum:
    Das Rechenzentrum bietet Service und Support rund um die IT. Fragen zur Nutzung des WLANs oder zum eigenen RZ-Account werden hier beantwortet. Hilfe bei Auswahl, Beschaffung und Installation von nützlicher Software. Bereitstellung zahlreicher speziell angepasster, leicht bedienbarer Software. Das Infozentrum ist in der Vorlesungszeit von Montag bis Donnerstag, 09.00 bis 17.00 Uhr sowie Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr und in der vorlesungsfreien Zeit von Montag bis Donnerstag, 09.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr sowie Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr geöffnet.
     
    CIP-Pools:
    Die CIP-Pools sind Räume, in denen Computer zur öffentlichen Nutzung bereitstehen. Die PCs sind mit Internetzugang und verschiedensten nützlichen Programmen ausgestattet. Standort und Öffnungszeiten der Räume findet ihr hier.
     
    Druckzentrum:
    Im Druckzentrum der Uni befinden sich hochwertige Farbdrucker, Großformatdrucker und Kopiergeräte mit der ihr eure Seminar- oder Abschlussarbeit im Handumdrehen ausdrucken könnt. Das Druckzentrum befindet sich im 1. Stock des Rechenzentrums und ist von Montag bis Donnerstag, 08.00 bis 17.00 Uhr sowie Freitag von 08.00 bis 14.30 Uhr geöffnet.
     
    Zentralbibliothek:
    Die Zentralbibliothek besteht aus einem allgemeinen Lesesaal, einer Theke für Fern- und Ausleihe, einer Lehrbuchsammlung, einem Informationszentrum in dem Fragen zur Bibliotheksnutzung und Recherche geklärt werden und einem Multimediazentrum und bietet Zugang zu zwölf Teilbibliotheken mit fachspezifischen Lesesälen und unzähliger Fachliteratur. Die einzelnen Öffnungszeiten findet Ihr hier. Telefonisch könnt Ihr die Zentralbibliothek unter 0941/9433990 erreichen.
     
    Sportzentrum:
    Das Sportzentrum schafft mit Sportkursen jeglicher Art den perfekten Ausgleich zum stressigen Uni-Alltag. Mit dem Sportausweis könnt ihr an den Kursen teilnehmen. Diesen könnt ihr euch gegen eine Grundgebühr von 15 Euro bei einem Validier-Automaten auf euren Studentenausweis drucken lassen (für Kletterkarte, Sauna, Kraftraum und Kombikarte fallen zusätzliche Kosten an). Die Standorte der Validier-Terminals findet Ihr hier. Weiter Infos zum Hochschulsport könnt Ihr hier nachlesen.
     
    Copy and Paper:
    Du musst dringend etwas ausdrucken, deine Seminar- oder Abschlussarbeit binden lassen oder brauchst neue Büroartikel? Dann bist du beim campuseigenen Copy and Paper Shop genau richtig. Der Druckshop hat während der Vorlesungszeit von Montag bis Donnerstag, 08.00 bis 18.00 Uhr sowie Freitag von 08.00 bis 16.00 Uhr und während der vorlesungsfreien Zeit Montag bis Donnerstag, 08.00 bis 16.00 Uhr sowie Freitag von 08.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Telefonisch sind Copy and Paper unter 0941/93333 erreichbar.
     

    Informations- und Einführungsveranstaltungen

    Die Einführungsveranstaltungen sind als Starthilfe ins Studium gedacht. Dort erhalten die Studenten alle wichtigen Informationen zum Studienbeginn, wie z.B. Gestaltung des Stundenplans, Anmeldung zu Prüfungen und einzelnen Kursen usw. Die Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen ist auch noch nach den Einführungen möglich. Für folgende Studiengänge werden Einführungsveranstaltungen angeboten:
    • Studium aller Lehrämter am 09. und 10. Oktober
    • Einführung in das B.A. Studium (Mehr-Fach-B.A.) am 10. und 11. Oktober 
    • Einführung in alle anderen Studiengänge
    • Einführung ins Prüfungsverwaltungssystem FlexNow am 24. Oktober um 18.00 Uhr in H2
    Außerdem bieten verschiedene Fachbereiche Informationen zu den einzelnen Fächern speziell zum Studienstart an. Zentrale Einrichtungen, Vertreter/innen von Zusatzausbildungen, das Studentenwerk und studentische Organisationen der Uni stellen ihr Angebot rund ums Studium am Dienstag, 10. Oktober, von 12.00 bis 15.00 Uhr im Foyer des Audimax vor. Neben Erstsemestler sind auch bereits Studierende und andere Interessenten willkommen.
     
    Neben den Einführungsveranstaltungen zu den einzelnen Studienfächern werden weitere wissenswerte Informationsveranstaltungen angeboten:
     

    Wichtige Tools fürs Studium:

    • Novell Groupwise: Emailsystem der Uni, Anmeldung über den RZ-Account (am besten einmal am Tag nachschauen)
    • FlexNow: Prüfungsverwaltungssystem, An-und Abmeldung von Leistungsnachweisen
    • LSF: Anmeldung zu Kursen, Login mit RZ-Account
    • SPUR: Studentenportal, Schriftlicher Antrag zum Studiengangwechsel, Infos zur Rückmeldung, Direktzugang zu LSF, GRIPS, FlexNow, Novell Groupwise
    • Uni W-LAN: Zugang entweder über Bayern W-LAN (offenes Netzwerk) oder campuseigenem W-LAN eduroam (Anmeldung erforderlich)
     

    Nützliche Anwendungen:

    • Mensa-App: Zeigt Essensplan der Mensa für die aktuelle und kommende Woche an
    • UR-Walking: Eigens am Lehrstuhl Für Medieninformatik und Informationswissenschaft entwickelte Navigations-Tool für den Campus der Uni Regensburg
    • DB Navigator, Öffi oder sonstige Apps für den öffentlichen Nahverkehr
    Weitere nützliche Anwendungen für den Studentenalltag findet Ihr hier.
     

    Wichtige Fristen:

    Klausuren, Hausarbeiten etc.:
    Für alle Leistungsnachweise ist eine Anmeldung über das Prüfungsverwaltungssystem FlexNow innerhalb der vorgegebenen Frist zwingend notwendig. Ist man zu spät dran, wird man nicht zur Klausur zugelassen und muss den Kurs zum nächsten Semester wiederholen. Anmeldefrist sowie Prüfungstermin findet Ihr auf LSF unter den einzelnen Kursdetails. Teilweise bekommen die Studenten auch vom Sekretariat des Lehrstuhls oder vom Dozenten selbst eine E-Mail, in der die Prüfungstermine fürs jeweilige Semester aufgelistet sind.
     
    Rückmeldung:
    Zum Ende jedes Semesters ist für den Studenten eine sogenannte Rückmeldung erforderlich, möchte er sein Studium auch im kommenden Semester fortsetzen. Dafür überweißt Ihr einfach den zuvor festgelegten Betrag  innerhalb einer bestimmten Frist auf das angegebene Konto. An die Rückmeldung werdet ihr per E-Mail benachrichtigt, dort sind dann auch Frist, der fällige Betrag und die Bankverbindung angegeben auf die Ihr den Betrag überweisen müsst. Außerdem könnt ihr die Informationen zur Rückmeldung auch auf der Webseite abrufen. Wer seinen Semesterbeitrag nicht fristgerecht überweist, wird zum Beginn des nächsten Semesters exmatrikuliert. Falls ihr die Rückmeldung einmal vergessen solltet, braucht Ihr nicht gleich in Panik zu verfallen. Die Exmatrikulationen werden erst Wochen später verschickt und falls ihr sogar so spät dran seid, dass die Exmatrikulation bereits bei euch im Briefkasten liegt, kann man den ganzen Vorgang durch einen netten Anruf in der Studentenkanzlei und einer Mahngebühr noch rückgängig machen (wer allerdings aufgrund von ungenügenden Prüfungsleistungen zwangsexmatrikuliert wird, kann den Vorgang natürlich nicht mehr verhindern).
     
    Mit diesen Informationen solltet ihr für euren kommenden Uni-Alltag gut gewappnet sein. Die Kugelschreiber wünschen euch einen guten Start ins Semester und viel Erfolg bei den Prüfungen!
     
     
     
     
     
     
    • Zur Debatte

    Datenpanne sorgt für Hunderte neue Studienplätze

     
    An der OTH könnte es dieses Semester eng werden. Foto: OTH Regensburg
     
    An der OTH Regensburg erhielten plötzlich mehr als 700 Bewerber ein Angebot für das Studium "Soziale Arbeit". Eigentlich wollte die Hochschule nur 137 Erstsemester für das Fach zulassen. Schuld an diesem Fehler ist eine Panne bei der Dateneingabe. Was die Hochschule gegen die Überbelegung machen möchte, könnt ihr hier nachlesen.
    von Selina Bayes bearbeitet von Sabrina Beer 9/15/2017 8:11:22 AM
    • Hörsaal

    Künstlerische Talente gesucht

    Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Uni Regensburg findet dieses Jahr der Kunstwettbewerb "unsere un!" statt. Für kreative Studenten kann sich das durchaus lohnen: Die Gewinner-Werke erhalten Preisgelder von bis zu 600 Euro. 
     
    Am 29. November werden einige Gesichter gewiss besonders strahlen. An diesem Tag wird nämlich eine Vernissage mit Preisverleihung für die besten Kunstwerke von "unsere un!" veranstaltet. Der Gewinner kann sich über 600 Euro freuen, der Nächste auf dem Treppchen erhält 400 Euro und die Plätze drei bis fünf gehen mit jeweils 300 Euro nach Hause. Wer dazugehören möchte, sollte bis 20. Oktober ein Kunstwerk, das sich thematisch mit der Uni auseinandersetzt, an das Institut für Kunsterziehung senden. Das kann im Prinzip alles sein - wie zum Beispiel Grafiken, Gemälde, Fotografien, Collagen oder Objekte. Mitmachen kann jeder, der aktuell an der Uni studiert oder arbeitet. Nachdem die digitalen Abbildungen von bis zu drei Werken pro Kandidat zusammen mit einem Teilnahmeformular (hier geht's zum Formular) eingegangen sind, trifft die Jury eine erste Vorauswahl. Die Urheber dieser Bilder werden dann per Mail benachrichtigt und sollten ihre Originale einreichen. Welche Kunstwerke dann in einer Ausstellung in der Kunsthalle präsentiert werden, entscheidet die Jury in einem zweiten Durchgang. In der Ausstellung werden dann auch die Preisträger ermittelt.
    Also auf die Stifte, fertig, los!
    von Selina Bayes bearbeitet von Sabrina Beer 9/8/2017 11:35:52 AM
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    Lernen für die Ewigkeit?

    Nach der Klausurenphase ist das Gelernte bei Studenten meist schon wieder vergessen. Psychologen an der Uni Regensburg erforschen Bedingungen, unter denen Gelerntes besonders gut im Gedächtnis bleibt. Hier könnt ihr nachlesen, welche Faktoren das Lernen beeinflussen.
     
    Prof. Dr. Mark Greenlee im Magnetresonanztomografie-Labor des Bezirksklinikums. Foto: Pinter
     
    von Anna-Leandra Fischer bearbeitet von Sabrina Beer 8/25/2017 1:00:00 PM
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    Die Qual der Wahl nach dem Abitur

    Die Schule endlich hinter sich gelassen, das Abiturzeugnis in der Tasche und jede Menge offener Möglichkeiten im Gepäck: Auf diesen Moment warten die meisten Gymnasiasten und Gymnasiastinnen schon Jahre vorher. Doch es dauert nicht lange, bis sich bei vielen Hochschulabsolventen die Frage auftut: "Und was jetzt?". Nicht jeder weiß sofort, was er mit seiner beruflichen Zukunft anfangen soll. Dies sei ganz normal, bestätigt Joachim Schulz von der Bundesagentur für Arbeit Regensburg. Hier könnt ihr die Geschichten dreier ganz unterschiedlicher Abiturienten lesen, wie sie ihren Weg ins Berufsleben gefunden haben.
     
    Foto: dpa
     
     
    von Sabrina Beer bearbeitet von Selina Bayes 8/23/2017 12:47:45 PM
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    Warum ist Populismus in Europa so erfolgreich?

     

    Die AfD in Deutschland, der Front National in Frankreich oder die PiS in Polen: Populistische Parteien sind in ganz Europa auf dem Vormarsch. Die neueste Ausgabe der Zeitschrift „OST-WEST“, die im Regensburger Pustet-Verlag erscheint, macht sich das zum Thema und zeigt, dass alle Populisten in ihrer Verschiedenheit doch vieles eint.

    Dr. Christof Dahm ist Redakteur vom Dienst der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“. Foto: Stoib
     

    Populisten erzielen in vielen Ländern Europas beachtliche politische Erfolge. Die Ursachen dafür sind jedoch nicht nur in der Flüchtlingskrise zu suchen. Das betont Dr. Christof Dahm, Redakteur vom Dienst der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“.

    Der Vorwurf, dass Politiker sich von der einfachen Bevölkerung entfernt haben und sich ihrer Probleme nicht annehmen, ist nicht neu. „Populismus ist schon immer da gewesen“, sagt Dahm, auch wenn das Phänomen in den letzten Jahren besonders in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt ist. Dabei dürfe man jedoch den Begriff als solchen nicht von vornherein negativ bewerten. „Populismus heißt, auf das Volk zugehen. Das ist meines Erachtens als wertneutral zu betrachten“, erklärt Dahm. Populismus kann schlicht als eine „Strategie um Macht zu erlangen“ beschrieben werden und ist damit zuerst einmal nur eine Methode, Politik zu betreiben.

    Doch verharmlosen dürfe man das Phänomen nicht. Populisten, gleich welcher politischen Couleur, neigen dazu, die politische Realität in einfache Muster zu pressen: Sie unterscheiden oft nur zwischen „gut“ und „böse“, „richtig“ und „falsch“, „wir da unten“ und „denen da oben“. Problematisch werde das, so Dahm, wenn Populisten ein Thema einseitig darstellen und gleichzeitig behaupten, sie alleine wüssten, was die Bevölkerung wirklich braucht.

     

    „Populismus hat viele Quellen und Hintergründe.“

    Doch was sind die Ursachen dafür, dass populistische Parteien in den letzten Jahren in vielen europäischen Ländern große politische Erfolge erzielt haben?

    Die eine Ursache dafür gebe es nicht, ist sich Dahm sicher. „Populismus hat viele Quellen und Hintergründe.“ Der rasante Aufstieg der AfD in Deutschland beispielsweise lasse sich nicht nur auf die Flüchtlingskrise zurückführen, auch wenn diese viele Ängste hervorgerufen hat. Doch politische Strömungen, die zum Teil sehr weit rechts von der Union stehen, seien in der BRD nicht neu, erklärt Dahm: „In Deutschland gab es immer eine rechte Tradition.“ Die Tatsache, dass AfD und PEGIDA vor allem in Ostdeutschland viele Anhänger finden, führt er dabei darauf zurück, dass sich die Menschen dort sehr lange Zeit nicht umfassend mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands auseinandergesetzt hätten: „In den neuen Bundesländern hat keine richtige Aufarbeitung des Nationalsozialismus stattgefunden.“

    Dem Erfolg des Front National in Frankreich, der Marine Le Pen immerhin bis in die Stichwahl um die französische Präsidentschaft gebracht hat, liegen wiederum andere Ursachen zugrunde. Populisten arbeiteten oft mit der einfachen Botschaft, dass früher alles besser gewesen sei. Damit hat der Front National in Gebieten Erfolg, in denen große Arbeitslosigkeit herrscht und der Anteil an Migranten hoch ist. Dort versprechen die Populisten den Menschen, die Angst um ihre Jobs haben, eine einfache und klare Welt, in der diese sich wieder besser zurechtfinden.

    Der Aufstieg des Populismus in Osteuropa kann dagegen nur vor dem Hintergrund historischer Erfahrungen verstanden werden. „Die tiefere Ursache in diesen Ländern ist die EU“, sagt Dahm. Polen, Tschechien oder Ungarn waren Teil der Sowjetunion und standen damit unter politischer Fremdbestimmung. „Die Menschen in diesen Ländern haben die jahrzehntelange Diktatur von Moskau abgeschüttelt und sehen jetzt in Brüssel und der EU wieder jemanden, der ihnen etwas aufzwingen will“, erklärt Dahm in Bezug auf die Forderung der Europäischen Union, dass all ihre Mitgliedsländer sich an der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligen sollen.

    Erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle Osteuropäer vom Zusammenbruch der Sowjetunion profitieren konnten. Es habe zwar wirtschaftlichen Aufschwung und viele Gewinner der Wende gegeben, aber eben auch viele Verlierer und Enttäuschte. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte und die zunehmende Globalisierung mache vielen Menschen Angst — nicht nur in Osteuropa, sondern auf dem ganzen Kontinent. Alle europäischen Populisten schlagen offenbar aus den gleichen Ängsten Kapital. „Die Welt ist vielen Menschen unverständlich geworden“, meint Dahm. Wer Unsicherheit verspürt, sei empfänglich für die Rhetorik populistischer Politiker.  

     

    „Das Flüchtlingsthema war nur der letzte Anstoß“

    Dahm ist sich auch sicher, dass die Flüchtlingskrise allein nicht für den Erfolg populistischer Parteien in Europa verantwortlich ist. „Das Flüchtlingsthema war nur der letzte Anstoß für ein tiefer liegendes Unbehagen“, sagt er. Selbst wenn es der Politik gelänge, dieses Problem zu lösen, würden die Populisten nicht automatisch wieder verschwinden. Denn dann würden andere Probleme in den Vordergrund rücken, die Überalterung der Gesellschaft beispielsweise oder die fortschreitende Digitalisierung.

    Wie aber lässt sich dem Populismus in Europa beikommen? Auch die konventionellen Parteien müssen die Probleme erkennen, die Populisten thematisieren, meint Dahm. Angst vor einem gesellschaftlichen Wandel und Kritik an der Europäischen Union eint die Populisten. Sie hat laut Dahm ein „Darstellungsproblem“. Als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gegründet, müsse die EU auch gesellschaftlich zusammenwachsen: „Wirtschaft allein reicht eben nicht.“

    Um sich dem Populismus entgegenzustellen, sollte der Dialog mit den Populisten keinesfalls ausbleiben, auch in Deutschland nicht. Alle Populisten pauschal als Nazis abzustempeln, löse keine Probleme. „Das ist zu billig“, sagt Dahm. Man müsse auch auf AfD-Politiker zugehen und versuchen, ins Gespräch zu kommen.

    Wie eine vor kurzem von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Studie zeigt, stimmt knapp ein Drittel der Deutschen populistischen Aussagen zu. „Diese Leute kann man nicht einfach ignorieren“, meint Dahm. In den jüngsten Umfragen liegt die AfD bundesweit immerhin zwischen sieben und neun Prozent der Stimmen. Dass sie es am 24. September in den Bundestag schafft, dessen ist er sich sicher. Die Politiker der etablierten Parteien müssen der AfD dann auf parlamentarischer Ebene begegnen, ähnlich wie sie es in vielen anderen Ländern Europas jetzt schon der Fall ist. „Das sind dann immerhin gewählte Vertreter, denen man zuhören muss“, sagt Dahm, „Aussitzen ist keine Lösung.“

     

    Die Zeitschrift "OST-WEST". Europäische Perspektiven 

    Die Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ will ein „Forum für den Dialog zwischen dem Osten und Westen Europas“ sein.

    Jede Ausgabe behandelt einen thematischen Schwerpunkt, der aus möglichst vielen Blickwinkeln beleuchtet werden soll.

    Der Preis für eine Einzelausgabe beträgt 6,50€, ein Jahresabo kostet 19,80€. „OST-WEST“ erscheint viermal im Jahr, immer zur Mitte eines Quartals.

    Herausgeber von „OST-WEST“ sind Renovabis, das Osteuropa-Hilfswerk der katholischen Kirche, und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

     

    Knapp ein Drittel der Deutschen denkt populistisch, das hat eine Studie der Bertelsmann-Stiftung herausgefunden. Mehr dazu gibt es hier.

    Am 24. September ist Bundestagswahl. Informationen und Analysen rund um die Wahl, die Parteien und ihre Kandidaten – auch aus der Region – findet ihr hier.

    von Maximilian Stoib bearbeitet von Selina Bayes 8/23/2017 11:43:36 AM
    • Im Profil

    Semesterferien und trotzdem an der Uni 

    Das Bild, das im Kopf entsteht, wenn man an die Uni in den Semesterferien denkt, ist wohl eher trist: Eine verlassenes Gebäude, keine Studenten. Ganz anders sah das bei einem Besuch vergangene Woche aus, in der PT-Bibliothek und in den Cafeten war einiges los. Denn egal ob Bachelorarbeit, Blockseminar oder Hausarbeit - auch in der eigentlich freien Zeit
     
    Viele Tische in der Bibliothek waren trotz Semesterferien besetzt. Foto: Stangl
     
     
    • Zur Debatte

    Neustart 

    Ein Kommentar von Maximilian Stoib 
     

    Die Mehrheitsverhältnisse im Studentischen Konvent der Uni Regensburg haben sich nach der Hochschulwahl im Juni radikal geändert, die Regensburger Hochschulpolitik steht vor einem Umbruch. Wo zuvor Bunte Liste und Jusos eine komfortable Mehrheit hatten, stehen sich jetzt zwei beinahe gleich starke Blöcke gegenüber, der AStA ist nach der konstituierenden Sitzung des Studentischen Konvents fast gänzlich in der Hand von RCDS und LHG. Für Bunte Liste und Jusos ist das eine ungewohnte Situation: In den vergangenen Jahren bestimmten fast ausschließlich sie das Bild, das die Regensburger Studierenden von ihrer Vertretung haben. 

    In der ersten Sitzung des neuen Konvents mussten sie nun zusehen, wie sie Wahlgang um Wahlgang verloren, wie die Koalition aus RCDS und LHG Amt um Amt für sich gewinnen konnte. Leicht fiel ihnen das nicht, vor allem gegen Ende ging die Sachlichkeit in der Diskussion oft verloren, wenn auch nicht nur auf Seiten der Wahlverlierer. Kritik am politischen Gegner ist wichtig, aber einige Angriffe waren persönlicher Natur, wenig konstruktiv und weg vom Wesentlichen.

    Ihrer Rolle als Opposition wurden Bunte Liste und Jusos aber gerecht, sie brachten die Vertreter von Konservativen und Liberalen mit ihren Fragen mehr als einmal ins Schlingern und offenbarten damit die hochschulpolitische Unerfahrenheit einzelner Mitglieder von RCDS und LHG: So mancher wird sich bis zum Beginn der neuen Amtsperiode im Oktober noch tiefer in seine baldigen Aufgaben einarbeiten müssen, das wurde deutlich.

    Doch schlecht muss diese Unerfahrenheit per se gar nicht sein. Denn die Hochschulpolitik lebt nicht nur von Erfahrung, sondern ebenso von der leidenschaftlichen Bereitschaft, einen beträchtlichen Teil der eigenen Freizeit zu opfern und sich tief in komplexe Themen einzuarbeiten. Sie lebt nicht zuletzt auch vom unbedingten Wille zur Veränderung bei gleichzeitig geringem Mitbestimmungsrecht gegenüber der Hochschulleitung. Diese Bereitschaft und diesen Willen haben Bunte Liste und Jusos in der Vergangenheit bewiesen, das muss auch anerkennen, wer politisch nicht ihrer Meinung ist. Jetzt ist es für RCDS und LHG an der Zeit, das gleiche zu tun.

    • Zur Debatte

    Politischer Richtungswechsel in der Regensburger Studierendenvertretung

     

    Der Studentische Konvent der Uni Regensburg trat an diesem Donnerstag zu seiner ersten Sitzung nach der Hochschulwahl zusammen. Die Debatte war hitzig, aber streckenweise auch zäh und dauerte über sechs Stunden. Am Ende siegte eine Koalition aus Konservativen und Liberalen.

     

    Jonas Prien (RCDS)(l.) und Tarek Carls (LHG) sind die neuen Studentischen Sprecher der Uni Regensburg. Foto: Stoib
     

    Jonas Prien vom konservativen Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und Tarek Carls von der Liberalen Hochschulgruppe  (LHG) lösen Dominik Graf von der ökologisch-sozial orientierten Bunten Liste und Jonathan Narjes von den sozialdemokratischen LAF/ Jusos als Studentische Sprecher der Uni Regensburg ab. Zusammen mit vier neu gewählten Referaten bilden die beiden ab Oktober den neuen „Studentischen Sprecher*innenrat“, der als Exekutive der Studierendenvertretung fungiert, die Studierenden gegenüber der Öffentlichkeit sowie der Hochschulleitung vertritt und deren Interessen an der Universität Regensburg durchsetzen will. Das ist das Ergebnis der gestrigen konstituierenden Sitzung des Studentischen Konvents.

    Der Konvent ist gewissermaßen das Parlament der Studierenden, dort werden hochschulpolitische Themen diskutiert. Er gliedert sich in drei Teile: Neben den vier studentischen Senatoren gehören ihm 22 Vertreter der Fachschaften und 22 Vertreter der politischen Hochschulgruppen an. In diesem politischen Teil des Konvents gibt es nach der Wahl vom 27. Juni jedoch keine klaren Mehrheitsverhältnisse mehr: Bunte Liste und LAF/ Jusos kommen zusammen auf elf Sitze, RCDS und LHG auf zehn, ein Mandat kann die Satirepartei Die PARTEI für sich beanspruchen.

     

    Vertreter der „PARTEI“ wird Konventsvorsitzender 

    Zu Beginn der Marathonsitzung wurde auf Vorschlag von RCDS und LHG Kilian Prei, der den Sitz der PARTEI innehat, mit 23 zu 19 Stimmen zum neuen Konventsvorsitzenden gewählt. Prei gab sich ernst, bezeichnete sich als „neutralen Kandidaten“, der auf „sachliche und ergebnisoffene Diskussionen“ hoffe und das vorherrschende „Blockdenken“ ablehne. Ganz anders als sein Mitbewerber um das Amt, Leon Struve von den LAF/ Jusos, ist er jedoch ein absoluter Neuling in der Hochschulpolitik. 

    Preis fehlende Erfahrung wurde während der Sitzung mehrfach deutlich: Er schien sich nicht im Klaren über den genauen organisatorischen Ablauf zu sein, wofür er von Bunter Liste und LAF/Jusos teils harsche Kritik einstecken musste. In den hitzigen Wortgefechten schaute er unsicher zwischen den Lagern hin und her, ohne die Mitglieder des Konvents zur Ordnung zu rufen, wenn sich die Diskussion in Spitzfindigkeiten, Anträgen und Gegenanträgen verlor. Prei selbst meinte zu der Kritik im Nachhinein: „Eine gewisse Eingewöhnungszeit kann man mir zugestehen.“ Für die zukünftigen Sitzungen gab er sich zuversichtlich: „Das kriege ich hin.“

    Recht unspektakulär lief im Anschluss dagegen die Wahl der Fachschaftsvorsitzenden ab: Sonja Wolf von der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften wurde ohne Gegenkandidaten von den Fachschaftsvertretern gewählt und unterstützte sogleich tatkräftig Kilian Prei bei der Leitung der Sitzung.

    Kilian Prei (Die PARTEI) ist neuer Vorsitzender des Konvents, Sonja Wolf wurde zur Fachschaftsvorsitzenden gewählt. Foto: Stoib
     

    Hitzige Diskussion um zukünftigen Sprecher*innenrat

    Weit weniger eindeutig waren dagegen dann die beiden entscheidenden Wahlgänge für das Amt der beiden Sprecher. Jonas Prien (RCDS) setzte sich zwar knapp gegen Marius Cramer (LAF/ Jusos) mit 21 zu 19 Stimmen im Kampf um das Amt des ersten Sprechers durch, geriet zuvor bei kritischen Fragen von Bunter Liste und Jusos aber ins Schleudern: Auf eine Frage zum Haushalt des Sprecher*innenrats konnte er auf Anhieb keine konkrete Antwort geben.

    Als zweiter Sprecher wurde im nächsten Urnengang Tarek Carls (LHG) mit 24 zu 17 Stimmen gewählt, er setzte sich gegen Gina Maria Wolf (Bunte Liste) durch. Auch Carls musste sich Kritik gefallen lassen. Dominik Graf (Bunte Liste), der noch amtierende Sprecher, äußerste „große Zweifel“ an seiner Eignung. Carls hat bisher kein hochschulpolitisches Amt inne, fühlt sich der Aufgabe aber dennoch gewachsen. Er habe die Zeit, die das Amt erfordert, „auf jeden Fall zur Verfügung“, sagte er.

    Nicht weniger strittig verlief die Vergabe der vier Referate: Sie gehören ebenfalls zum Studentischen Sprecher*innenrat. Auch hier konnte sich der Vorschlag von RCDS und LHG am Ende durchsetzen, er wurde mit 26 zu 19 Stimmen angenommen. Demnach werden in der kommenden Amtsperiode die vier Referate „Infrastruktur, Inklusion und Umwelt“, „Digitalisierung“, „Kultur und Finanzen“ und „Forschung und Lehre“ gebildet. Insbesondere das letzte Referat wurde sehr emotional diskutiert. Bunte Liste und Jusos halten es für „sinnlos“, da es ihrer Ansicht nach nichts mit der Arbeit zu tun habe, die eine Studierendenvertretung leisten solle. Ihre Gegenvorschläge für die vier neu zu bildenden Referate lauteten „Soziales, Inklusion und Finanzen“, „Antidiskriminierung“, „Hochschulpolitik und Umwelt“ sowie „Öffentlichkeitsarbeit und Kultur“.

     

    Neue Sprecher wollen ihr Programm schnell umsetzen

    Als sich der Konvent im Anschluss an die Wahl der Referatsleiter nach mehr als sechs Stunden nervenzehrender Diskussion auflöste, zeigten sich die beiden neuen Sprecher Jonas Prien und Tarek Carls erleichtert, aber motiviert. Sie wollen die „pragmatischen Punkte“ der Wahlprogramme von RCDS und LHG, wie eine Packstation an der Uni, „möglichst schnell umsetzen“, erklärte Carls. Dabei wollen sie auch sehr bald den Kontakt zu den Studierenden und Fachschaften herstellen, sagte Prien. 

    Wie sich die Arbeit des neuen und in der Hochschulpolitik wenig erfahrenen Sprecher*innenrats und des Konvents in der neuen Amtsperiode entwickelt, ist indes abzuwarten. Die noch amtierende studentische Senatorin Yasmin Hopp (Bunte Liste) hat bereits viel Erfahrung in der Hochschulpolitik gesammelt, sie bleibt in Bezug auf den tief gespaltenen Konvent gelassen: „Wir hatten schon schlimmere Sitzungen“, meint sie und ergänzt: „Mit der Zeit flacht das Streitinteresse ab.“

     
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    Mit fünf Euro Startkapital zum eigenen Unternehmen

    Mit Fitnessübungen zum Unternehmer

    Mittelbayerische Zeitung Zwei Regensburger Studentinnen gründeten ihre eigene Firma und wollen ihr Hobby zum Beruf machen – mit einfachen Übungen.
    von Bernhard Neumayer bearbeitet von Selina Bayes 7/10/2017 7:59:48 AM
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    LHG ist der große Gewinner der Hochschulwahl

     
    Die amtlichen Endergebnisse der Hochschulwahl stehen fest. Grund zum Jubeln haben vor allem die Liberalen: Sie ziehen nach sieben Jahren wieder in den Konvent ein und stellen sogar einen Senator.
     
    Am 27. Juni haben die Studierenden der Uni Regensburg das Kreuz für ihre studentischen Vertreter gemacht. Foto: dpa
     
     

    Nach der Hochschulwahl vom 27. Juni ist die Freude bei der „Liberalen Hochschulgruppe“ (LHG) der Uni Regensburg groß. Sie konnte vier Sitze für sich gewinnen und zieht damit erstmals seit 2010 wieder in den Konvent ein. Darüber hinaus wird sie zukünftig auch einen der vier studentischen Senatoren stellen. Für Michael Abler, den Vorsitzenden der LHG an der Uni Regensburg, ist das Wahlergebnis eine große Überraschung: „Wir haben vor der Wahl eigentlich nur mit unserer Liste für den Konvent geworben, umso mehr freuen wir uns jetzt, dass wir auch in den Senat einziehen werden.“

    Der Senat ist das höchste der beschlussfassenden Organe an der Universität. Ihm gehören neben den vier studentischen Senatoren elf Professoren, zwei Vertreter der übrigen Dozenten, zwei Vertreter des nichtwissenschaftlichen Personals und die Frauenbeauftragte der Uni Regensburg an. Der studentische Konvent fungiert gewissermaßen als Parlament der Studierenden, dort werden hochschulpolitische Themen diskutiert. Er setzt sich neben den vier studentischen Senatoren aus 22 Vertretern der Hochschulparteien und 22 Vertretern der verschiedenen Fachschaften an der Uni Regensburg zusammen.

     

    Digitalisierung und mehr Wettbewerb auf dem Campus sind die Ziele der LHG

    Abler sei seinem Team und natürlich den Wählern sehr dankbar, sagt er, jetzt gelte es aber „voll durchzustarten“: Das Vorantreiben der Digitalisierung, zum Beispiel über das Streaming von Vorlesungen, und mehr privater Wettbewerb bei den Dienstleistern auf dem Campus sind die Kernthemen der LHG. 

    Neben der LHG kann auch der konservative „Ring Christlich Demokratischer Studenten“ (RCDS) ein sehr positives Wahlergebnis für sich verbuchen: Sechs Sitze erhält der RCDS im Konvent, so viele wie seit 2013 nicht mehr. Im Senat ist der RCDS wie im vergangen Jahr mit einem Senator vertreten, Ludwig Lagleder bleibt im Amt. Der zeigt sich „hochzufrieden mit dem Ausgang der Wahl“. „Wir konnten auf beiden Listen kräftige Stimmenzuwächse verzeichnen“, freut sich Lagleder. Mit welchem Thema will der RCDS in die kommende Amtsperiode starten?

    „Die Studentenvertretung der Uni Regensburg sollte den Unikalender streichen“, findet Lagleder, das vom Sprecher*innenrat herausgegebene Heft sei „obszön“ und nutze nur einigen wenigen als „überteuerter Ausdruck ihrer Weltanschauung“.

     

    Bunte Liste verliert Sitze

    Verluste bei der Wahl muss dagegen die ökologisch-sozial orientierte „Bunte Liste“ hinnehmen: Sie kommt zwar wie der RCDS auf sechs Sitze im Konvent, hatte zuvor aber mit acht Sitzen die Mehrheit in dem Gremium. Außerdem stellt sie nicht mehr wie bisher zwei der vier studentischen Senatoren, sondern nurmehr einen: Matthias Ernst war schon im vergangen Jahr Senator der Bunten Liste, er bleibt im Amt. „Natürlich haben wir uns darüber nicht gefreut“, sagt Ernst über den Verlust der Sitze, „aber mit sechs Konventssitzen konnten wir doch wieder ein starkes Ergebnis erzielen.“

    Die Bunte Liste will positiv in die Zukunft blicken und sich nach dem vergangenen Wahlkampf bald wieder der inhaltlichen Arbeit widmen: Der Unigarten sei dabei ein großes Thema, die Abschaffung von Anwesenheitspflichten und Gebühren für Sprachkurse sowie mehr Gleichstellung an der Universität seien darüber hinaus zentrale Inhalte der „Bunten Liste“, erklärt Ernst. 

    Auch die SPD-nahe „LAF/Juso-Hochschulgruppe“ verliert im Konvent, allerdings nur einen von bisher sechs Sitzen. Wie bisher stellen die Jusos wieder einen der vier studentischen Senatoren. Das Amt übernimmt jedoch nicht mehr Amelie Albrecht, sondern Lea Karamizadeh. Die Jusos wollen sich in Zukunft vor allem für den „Erhalt eines solidarisch finanzierten Semestertickets“ und ein sogenanntes „Kulturticket“ einsetzen, erklärt Leon Struve, der die Liste der Jusos für den Konvent anführte. Damit sollen die Regensburger Studierenden das Kulturangebot der Stadt besser nutzen können.

    Schwächste Hochschulgruppe im Konvent bleibt die Satire-Partei „Die PARTEI – Hochschulgruppe“. Von ihren drei Sitzen im Konvent ist nach der Wahl nur noch einer übrig. Auf Wahlplakate hatte sie bei der diesjährigen Wahl verzichtet. Jonas Grimm von „der PARTEI“ sagt dazu: „Wir danken den Wählern, die sich auch ohne schriftliche Hinweise daran erinnert haben, dass „Die PARTEI“ sehr gut ist. Sie können sich melden, beitreten und nach unser Machtergreifung von unserer Dankbarkeit profitieren.“ Darüber hinaus gibt sich „Die PARTEI“ auf ihrer Facebook-Seite kämpferisch: „Nächstes Jahr wird wieder mehr Gas gegeben! Und bis dahin werden in strenger PARTEI-Manier Inhalte überwunden.“

     

    Niedrige Wahlbeteiligung

    Ähnlich wie in den letzten Jahren ist auch bei dieser Hochschulwahl die Wahlbeteiligung wieder sehr niedrig ausgefallen, auch wenn sie leicht gestiegen ist und für den Konvent bei 13,76% liegt. Leon Struve von den Jusos meint dazu: „Gegen die niedrige Wahlbeteiligung ist anscheinend noch kein Kraut gewachsen.“ Seine persönliche Erklärung für die niedrige Wahlbeteiligung: „Durch die kurze Studiendauer und die verschulten Studiengänge als Folgen der Bologna-Reform wird die Uni von den Studierenden nicht mehr als politischer Raum wahrgenommen, den man gestalten will.“ Ludwig Lagleder vom RCDS ist der Ansicht, „die Hochschulpolitik für die Studenten wieder greifbar“ gemacht werden müsse. „Hierfür erachten wir eine verbesserte Kommunikation als den Schlüssel zum Erfolg“, sagt Lagleder. Matthias Ernst von der „Bunten Liste“ sieht das ähnlich: „Wir müssen uns überlegen, wie die Sichtbarkeit der Studierendenvertretung erhöht werden kann und mehr Studierende diese Arbeit als für sie relevant ansehen.“ Dafür braucht es seiner Ansicht nach Zusammenarbeit: „Da sind alle Gruppen gefragt.“

     

    Neue Mehrheitsverhältnisse im Konvent 

    Wird indes die Arbeit im Studentischen Konvent schwieriger, wenn mit der der LHG eine weitere Partei in das Gremium einzieht?

    Ludwig Lagleder vom RCDS sieht das nicht so und hat viel Lob für die Liberalen übrig: Die LHG habe im Wahlkampf gezeigt, dass sie mit frischen Ideen bei den Studenten punkten könne. „Wir blicken daher optimistisch der kommenden Amtsperiode entgegen“, sagt er.

    Matthias Ernst von der „Bunten Liste“ denkt nicht, dass die Arbeit im Konvent durch den Einzug der LHG schwieriger werde, es sei denn die LHG „versucht ihre Forderung nach kommerziellen Anbietern zu Lasten von Fachschaftsangeboten durchzusetzen.“ Auch Leon Struve ist nicht der Ansicht, „dass die Arbeit im Speziellen durch die LHG schwieriger wird. Schon eher durch die Tatsache, dass weder linke noch rechte Hochschulgruppen im Konvent über eine eindeutige Mehrheit verfügen.“

    Mit Spannung ist daher die erste Sitzung des Konvents am 20. Juli zu erwarten. Dort wird der „Studentische Sprecher*innenrat“ gewählt, der gewissermaßen als studentische Regierung fungiert, die Studierenden gegenüber Öffentlichkeit sowie der Hochschulleitung vertritt und deren Interessen an der Universität Regensburg durchsetzen will.  Bisher haben Dominik Graf von der „Bunten Liste“ und Jonathan Narjes von den „LAF/ Jusos“ das Amt der beiden Studentischen Sprecher inne.

    • Jung & Krumm

    Die kuriosesten Studiengänge der Welt

    Foto: dpa
     
     
    Habt Ihr schon einmal etwas von „Bakery Science and Management“ oder „Puppet Arts“ gehört? In den Hochschulen der Welt kann man zurzeit ziemlich bizarren Studien nachgehen. Fragt Ihr euch, was der ausgefallenste Studiengang in Regensburg ist und was man international Kurioses studieren kann? Hier könnt Ihr es herausfinden.
    von Sabine Seebauer bearbeitet von Selina Bayes 7/3/2017 8:15:28 AM
    • Kugelsicher

    Wird das Studium zum Luxus?

    Viele Studierende in Deutschland haben finanziell zu kämpfen, das ist das Ergebnis einer Studie, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) am Dienstag in Berlin vorstellte. Ohne Eltern und Nebenjob, so der Report, wäre das Studium für viele nicht zu schaffen. 
     
    Wie sich die Regensburger ihr Studium finanzieren, erfahrt ihr in unserem Video:
     
     
    Was die Studie sonst noch über die Studierenden in Deutschland verrät und mit welchen Problemen die Studierenden in Regensburg zu kämpfen haben, erfahrt ihr hier.
     
    • Kugelsicher

    Wie funktionieren eigentlich die Hochschulwahlen? 

    Am kommenden Dienstag sind Hochschulwahlen. Wer wird da gewählt? Und was dürfen diejenigen überhaupt bestimmen? – Wir erklären euch, worauf ihr bei der Wahl achten müsst.
     
    Foto: dpa
     

    Wann und wo wird gewählt?

    Eure Stimme könnt ihr am Dienstag, den 27. Juni, zwischen neun  und 16 Uhr abgeben. Wo ihr das tun könnt, hängt davon ab, in welcher Fakultät ihr eingeschrieben seid: Angehörige der geisteswissenschaftlichen Fakultäten wählen im Großen Sitzungssaal der PT (Zi. Nr. PT 3.0.79), Recht und Wirtschaft wählt in R+W Zi. Nr. 101, die naturwissenschaftlichen Fakultäten wählen in Physik Zi. Nr. 5.0.21 und die Mediziner im Klinikum, Bauteil A2, Kursräume 2 und 3. Sobald ihr im für euch richtigen Wahllokal ankommt und dort euren Studentenausweis vorzeigt, bekommt ihr drei Wahlzettel ausgehändigt.

     

    Wer darf überhaupt wählen?

    Zu den Hochschulwahlen aufgerufen sind alle Angehörigen der Universität Regensburg. Das heißt Professoren und Dozenten, sonstige Mitarbeiter sowie die rund 20000 Studierenden. Die haben in der Vergangenheit allerdings nur in sehr geringer Zahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht: In den letzten Jahren lag die Wahlbeteiligung unter den Studierenden zumeist nur knapp über der Zehn-Prozent-Marke.

     

    Wer wird gewählt?  Studentischer Konvent

    Auf dem ersten Wahlzettel, der euch in eurem Wahllokal ausgehändigt wird, wählt ihr 22 Vertreter verschiedener Hochschulparteien in den politischen Teil des „Studentischen Konvents“. Der fungiert gewissermaßen als Parlament der Studierenden an der Universität Regensburg und wird jedes Sommersemester für ein Jahr neu gewählt. Im Konvent werden hochschulpolitische Themen diskutiert und Ausschüsse aus studentischen Vertretern zu verschiedenen Themen gebildet. Das Spektrum der behandelten Inhalte ist dabei sehr breit und reicht von der Diskussion um die Anwesenheitspflicht in Seminaren bis hin zum Essen in der Mensa. Alle Sitzungen des Konvents sind öffentlich, ihr könnt euch also jederzeit selbst ein Bild von der aktuellen Hochschulpolitik machen.

     

    Wer wird gewählt? Fakultätsrat

    Neben dem politischen Teil besitzt der Studentische Konvent auch einen Teil, der sich aus 22 Vertretern der verschiedenen Fachschaften an der Uni Regensburg zusammensetzt: der sogenannte Fachschaftenrat. Der wiederum setzt sich aus den studentischen Vertretern in den Fakultätsräten zusammen. Und die wählt ihr auf dem zweiten Zettel. 

    Die Fachschaften stellen eine direkte Verbindung zwischen den Studierenden und Lehrenden eines Faches dar. So sind sie nicht nur Ansprechpartner für alle möglichen Fragen rund um euer Studium, sondern haben unter anderem auch Einfluss auf Prüfungsabläufe oder Modulordnungen. Damit sind sie bei weitem nicht nur für die Organisation von feuchtfröhlichen Kneipentouren, Sommerfesten und Weihnachtsfeiern zuständig.

     

    Wer wird gewählt? Senat 

    Neben den 22 politischen Mitgliedern und den 22 Mitgliedern aus den Fachschaften könnt ihr auch vier studentische Mitglieder der Hochschulgruppen für den Senat der Uni Regensburg wählen. Für die Wahl dieser studentischen Senatoren bekommt ihr einen dritten Zettel. Der Senat ist das höchste der beschlussfassenden Organe an der Universität, dem auch elf Professoren, zwei Vertreter der übrigen Dozenten, zwei Vertreter des nichtwissenschaftlichen Personals und die Frauenbeauftragte der Uni Regensburg angehören.

    Im Senat wird beispielsweise beschlossen, wer einen Lehrstuhl bekleiden darf oder welche Forschungsschwerpunkte eine Universität setzen soll. Außerdem werden innerhalb dieses Gremiums Rechtsvorschriften beschlossen, die dann von der Hochschule erlassen werden.

     

    Wer wird gewählt? Studentischer Sprecher*innenrat

    Wenn der Konvent von den Studierenden gewählt ist, wählt er seinerseits den „Studentischen Sprecher*innenrat“. Der fungiert gewissermaßen als studentische Regierung, vertritt die Studierenden gegenüber Öffentlichkeit sowie Hochschulleitung und will ihre Interessen an der Universität Regensburg durchsetzen. Er setzt sich aus zwei Sprechern und unterschiedlichen Referaten für verschiedene Aufgabenbereiche zusammen.

    Sich selbst bezeichnet der Sprecher*innenrat als AStA, diese Abkürzung steht für „Allgemeiner Studierendenausschuss“. Der Grund für die doppelte Namensgebung ist in der Vergangenheit zu finden: Seit 1973 gibt es nämlich in Bayern keine sogenannte „Verfasste Studierendenschaft“ mehr. Das heißt, die Studierendenschaften der bayerischen Hochschulen sind im Gegensatz zu denen in anderen Bundesländern keine vollständig unabhängigen öffentlich-rechtlichen Teilkörperschaften mehr, obwohl sie im Bayerischen Hochschulgesetz verankert sind.

    Viele Studierendenvertreter an bayerischen Hochschulen betrachten dies als großen Missstand, den es zu beheben gilt. Unter anderem dadurch, dass sie weiter bei der alten Bezeichnung „AStA“ bleiben, wollen sie auf diesen Missstand hinweisen.

     

    Wer bestimmt derzeit auf Seiten der Studierenden die Hochschulpolitik? Und wer will am 27. Juni gewählt werden?

    Derzeit hat die ökologisch-soziale „Bunte Liste“ (BL) mit acht Sitzen die Mehrheit im Konvent, gefolgt von der Hochschulgruppe „LAF/Jusos“, dem SPD-Jungverband, mit sechs Sitzen. Drittstärkste Kraft ist im Moment der konservative und der Union nahestehende „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ (RCDS) mit fünf Sitzen. Schwächste Partei mit drei Sitzen ist die Satire-Partei „Die PARTEI – Hochschulgruppe“. Neben diesen Hochschulgruppen tritt auch die „Liberale Hochschulgruppe“ (LHG) wieder zur Wahl für den Konvent an. Sie hat es jedoch zuletzt im Jahr 2010 in das Gremium geschafft.

    Im Senat sitzen als Vertreter der Studierenden derzeit Amelie Albrecht (LAF/ Jusos), Matthias Ernst (Bunte Liste), Yasmin Hopp (ebenfalls Bunte Liste) und Ludwig Lagleder (RCDS). Die Listenführer für die diesjährige Senatswahl sind Matthias Ernst (Bunte Liste), Lea Karamizadeh (LAF/ Juso-Hochschulgruppe), Ludwig Lagleder (RCDS) und Philipp Besendorfer (LHG).

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