Die Kugelschreiber

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Sonntag, 6. November 2016 7

Die Kugelschreiber Live

Alles rund um die Kugel am Regensburger Campus: Im MZ-Studenten-Blog berichten Studierende über aktuelle Ereignisse an den Regensburger Hochschulen, den täglichen Uni-Wahnsinn und das studentische Leben in der Domstadt.

    • Zur Debatte

    Ein Tippfehler mit Folgen

    Die Hörsäle an der OTH sind dieses Semester besonders voll. Foto: Knoblauch
     
    461 Studierende haben in diesem Wintersemester ihr Studium der Sozialen Arbeit an der OTH Regensburg begonnen. Eigentlich sollten nur 137 Studenten zugelassen werden – die Ursache für diese Panne war ein Tippfehler im Zulassungsverfahren. Das Studium läuft, einfach ist die Situation aber nicht. Was die OTH unternimmt, um der Studentenflut Herr zu werden, könnt ihr hier nachlesen.
    • Zur Debatte

    Studentischer Konvent streitet über religiöse Hochschulgruppe

    Die jüngste Sitzung des Studentischen Konvents der Uni Regensburg verlief teilweise sehr hitzig. Ein Grund dafür: die Akkreditierung der Hochschul-SMD Regensburg.

    Der Studentische Konvent trat am Donnerstagabend zu einer insgesamt vier Stunden dauernden Sitzung zusammen. Foto: Stoib

    Der Studentische Konvent der Uni Regensburg debattierte in seiner letzten Sitzung am Donnerstag unter anderem über die Akkreditierung der Hochschul-SMD Regensburg als offizielle studentische Gruppe durch den Sprecher*innenrat. Die Fraktion der Jusos hatte schon im Vorfeld öffentlich gefordert, der SMD ihre Akkreditierung zu entziehen. Nach einer intensiven Diskussion sprach sich der Konvent – der jeweils zur Hälfte aus Vertretern der Fachschaften und der Hochschulparteien besteht – bei zwei Enthaltungen mit 24 zu 15 Stimmen gegen einen Entzug der Akkreditierung aus.

    Der studentische Konvent ist gewissermaßen als Parlament der Studierenden zu verstehen, er wählt einmal im Jahr den Sprecher*innenrat, das Exekutivorgan der Studierendenvertretung. Im politischen Teil des Konvents herrschen nach der jüngsten Hochschulwahl vom 27.06.2017 jedoch keine klaren Mehrheitsverhältnisse mehr: Die ökologisch-sozial orientierte Bunte Liste und die SPD-nahe LAF/ Juso-Hochschulgruppe kommen zusammen auf elf Sitze, der konservative RCDS und die liberale LHG auf zehn. Der Vorsitzende des Konvents, Kilian Prei, gehört der Satirepartei „Die PARTEI“ an.

     

    „Missionarischer Eifer“ der Hochschul-SMD? 

    In der Konventssitzung wiederholte die Fraktion der Jusos ihre bereits zuvor auf Facebook publik gemachte Kritik am RCDS-LHG-Sprecher*innenrat und der Studentenmission in Deutschland (SMD). Der Grund für die Kritik der Jusos: Offiziell vom Sprecher*innenrat akkreditierte studentische Gruppen können für ihre Veranstaltungen kostenlos Räumlichkeiten der Universität nutzen, müssen dafür aber verschiedene Voraussetzungen erfüllen. 

    Nach Ansicht der Jusos erfüllt die Hochschul-SMD Regensburg die an akkreditierte Hochschulgruppen gestellten Bedingungen jedoch nicht. In den Akkreditierungsrichtlinien heißt es unter anderem, solche Gruppen müssten „einen thematischen Bezug zu universitären Bildungs-, Sozial- oder Kulturbelangen haben, die in das Eigeninteresse der Universität fallen“. Die Jusos werfen der Hochschul-SMD Regensburg „missionarischen Eifer“ vor, welcher nicht in diesem Eigeninteresse der Universität liegen könne.

    Bei der jetzt diskutierten Akkreditierung der SMD handelt es sich jedoch nicht um eine gänzlich neue Akkreditierung. Vielmehr war die Hochschul-SMD bereits 2013 vom damaligen Juso-RCDS-Sprecher*innenrat akkreditiert worden, diese Entscheidung nahm ein späterer Sprecher*innenrat der Bunten Liste und der Jusos aber zurück.

     

    Laut Universität keine Rechtsgrundlage für Entzug der Akkreditierung

    Bevor der Konvent über den Antrag der Jusos zur Aufhebung der Akkreditierung debattierte, verlas Tarek Carls (LHG), einer der beiden Studentischen Sprecher, ein Schreiben von Universitätspräsident Udo Hebel an den Sprecher*innenrat. In diesem Schreiben betont Hebel, „dass es aus Sicht der Universität Regensburg keine Rechtsgrundlage“ für den Entzug der Akkreditierung durch den BL-Juso-Sprecher*innenrat gegeben hätte. Zur Begründung führt die Universitätsleitung an, dass die Tätigkeit der SMD die Religionsfreiheit der Studierenden nicht einschränke. Dass die Hochschul-SMD „missionarisch tätig“ werde, liege, so wörtlich, „in der Natur der Sache“. Einer christlichen Hochschulgruppe gehe es eben darum, Interesse am christlichen Glauben zu wecken, so Hebel in dem Schreiben. Jedoch werde niemand dazu gezwungen, die Veranstaltungen der SMD zu besuchen.

    Zwar liegt die Verantwortung für eine Akkreditierung studentischer Gruppen grundsätzlich in der Hand des Sprecher*innenrats, das letzte Wort in Streitfällen hat aber die Universität selbst. Eine mögliche Entscheidung des Konvents, den Sprecher*innenrat mit dem Entzug der Akkreditierung zu beauftragen, könnte von der Universität also zurückgenommen werden.

    Leon Struve, derzeitiger Fraktionsvorsitzender der Jusos im Konvent und Mitglied des Vorstands der LAF/ Juso-Hochschulgruppe, betonte allerdings, dass es bei der Entscheidung des Konvents „nicht nur um eine rechtliche, sondern auch um eine politische Frage“ gehe. Nach Ansicht der Jusos erfüllt die Hochschul-SMD die Maßstäbe für eine Akkreditierung nicht. In ihren Augen wird mit der Akkreditierung der SMD ein Präzedenzfall geschaffen: Es werde „Tür und Tor für die Forderung aller möglichen religiösen Gruppierungen zum Zwecke der Missionierung kostenlos Räume in Anspruch nehmen zu dürfen, geöffnet“.

     

    SMD: „Wir wollen nicht anderen Leuten unser Ding aufzwingen“

    Sprecher Carls (LHG) warf den Jusos vor, eine Gruppierung vom Campus ausschließen zu wollen, die deren Weltbild widerspreche. Das könne der Konvent aber nicht als Grundlage für seine Entscheidungen nehmen. „Damit bewegen wir uns ganz klar am Rande der Zensur“, sagte Carls. Jonas Prien (RCDS), ebenfalls Studentischer Sprecher, meinte: „Diese Gruppe hat einen Platz an unserer Uni verdient.“ Den Jusos war jedoch wichtig, zu betonen: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen die SMD auf dem Campus, sondern dagegen, dass sie kostenlos Räume zur Verfügung gestellt bekommt.“

    Bei der Sitzung waren auch vier Mitglieder der Hochschul-SMD Regensburg anwesend. Andreas Adam, einer von ihnen, sagte zum Verständnis des Missionsbegriffs der SMD: „Wir wollen nicht anderen Leuten unser Ding aufzwingen, sondern eine Plattform bieten, um über den Glauben zu reden.“ Die Mitglieder der SMD würden zwischen öffentlichen Veranstaltungen an der Uni und ihrem privat gelebten Glauben klar unterscheiden. „Wir wollen einen Diskurs anstoßen und sowohl das Weltbild anderer als auch unser eigenes erweitern“, erklärte Adam.

    Die Hochschul-SMD Regensburg ist Teil des Dachverbands SMD e.V. Die Studentenmission in Deutschland ist ein überkonfessionelles Netzwerk, das laut seiner Website „Menschen aller Altersgruppen zu einem glaubwürdigen Christsein motivieren“ will. Sie wurde 1949 gegründet, finanziert sich nach eigenen Angaben fast vollständig über Spenden und ist derzeit bundesweit an über 70 Hochschulstandorten vertreten.

     

    Studentischer Konvent mit sich selbst beschäftigt

    Während seiner Sitzung diskutierte der Studentische Konvent nicht nur inhaltliche Themen, die die Studierenden der Uni Regensburg betreffen. Einen nicht unerheblichen Teil der insgesamt vierstündigen Sitzung war der Konvent mit sich selbst beschäftigt: Anträge zur Änderung der Geschäftsordnung, Gegenanträge zu Geschäftsordnungsänderungsanträgen und Abstimmungen darüber, ob abgestimmt werden sollte, kosteten viel Zeit. Einigkeit herrschte unter den Konventsmitgliedern immerhin darüber, dass in Zukunft inhaltliche Debatten in den Vordergrund gestellt werden müssten und nicht „partei-politisch motiviertes Aufeinander-Rumhacken“ die Wirkung der Studierendenvertretung nach außen hin bestimmen dürfe.

    • Zur Debatte

    Wenn der Nachhauseweg zur Tortur wird

     

    Man hat Feierabend, kommt vom Theater oder einem Treffen in der Bar und die letzten Busse sind bereits abgefahren. Bleibt nichts anderes übrig, als sich ein Taxi zu nehmen oder zu Fuß nach Hause zu gehen. Für viele Menschen ist dies keine angenehme Sache, vor allem dann nicht, wenn sie alleine unterwegs sind. Unsere Reporterin Anna-Leandra Fischer hat sich mit der Studentin Alina auf den nächtlichen Nachhauseweg von der Regensburger Innenstadt gemacht:

     

    Wenn der Nachhauseweg zur Tortur wird

    Mittelbayerische ZeitungViele haben ein mulmiges Gefühl, wenn sie nachts alleine nach Hause gehen. Wir haben eine Regensburger Studentin begleitet.
    • Zur Debatte

    Wirbel um religiöse Hochschulgruppe

    Der studentische Sprecher*innenrat der Universität hat die konservativ-religiöse Hochschul-SMD Regensburg als offizielle Hochschulgruppe akkreditiert. Das sorgt für Kritik bei den Jusos.

    Unter den Studierenden der Uni Regensburg gibt es zahlreiche Hochschulgruppen. Über eine davon ist jetzt ein Streit in der Studierendenvertretung entbrannt. Foto: Knobloch
     

    In seinem Bericht bei der letzten Sitzung des Studentischen Konvents der Universität Regensburg am 23.11.2017 gab der studentische Sprecher*innenrat  bekannt, dass die Regensburger Gruppe der Studentenmission in Deutschland (SMD) als offizielle studentische Gruppe akkreditiert ist. Die SPD-nahe LAF/ Juso-Hochschulgruppe hat den vom konservativen RCDS und der liberalen LHG geführten Sprecher*innenrat jetzt in einer öffentlichen Mitteilung auf Facebook dafür stark kritisiert und wirft der Studentenmission Deutschland eine „Bekehrung von Studierenden“ vor.

    Offiziell vom Sprecher*innenrat akkreditierte studentische Gruppen können für ihre Veranstaltungen kostenlos Räumlichkeiten der Universität nutzen, müssen dafür aber verschiedene Bedingungen erfüllen. Nach Ansicht der Jusos erfüllt die Hochschul-SMD Regensburg die an akkreditierte Hochschulgruppen gestellten Bedingungen jedoch nicht. In den Akkreditierungsrichtlinien heißt es unter anderem, solche Gruppen müssen „einen thematischen Bezug zu universitären Bildungs-, Sozial- oder Kulturbelangen haben, die in das Eigeninteresse der Universität fallen“. Die Jusos werfen der Hochschul-SMD Regensburg „missionarischen Eifer“ vor, welcher nicht in diesem Eigeninteresse der Universität liegen könne.

     

    SMD bezeichnet Kritik als „polemisch“

    Die Hochschul-SMD Regensburg äußert sich einer Pressemitteilung schriftlich zu den Vorwürfen der Jusos und bezeichnet diese darin als „diffus“ und „meist polemisch“. Sie bedauert, dass es keine direkte „mündliche oder schriftliche Anfrage“ der Jusos gegeben habe und Kritik nur über die sozialen Medien kommuniziert werde. 

    Die Hochschul-SMD Regensburg ist nach eigenen Angaben Teil der Hochschul-SMD, die wiederum ein Arbeitszweig des Vereins SMD e.V. ist. Die Studentenmission in Deutschland ist ein deutschlandweites überkonfessionelles Netzwerk, das laut seiner Website „Menschen aller Altersgruppen zu einem glaubwürdigen Christsein motivieren“ will. Sie wurde 1949 gegründet, finanziert sich nach eigenen Angaben fast vollständig über Spenden und ist derzeit bundesweit an über 70 Hochschulstandorten vertreten.

    Zum Charakter ihrer missionarische Tätigkeit sagt die Hochschul-SMD Regensburg in ihrer Pressemitteilung: „Wir freuen uns über jeden, der sich zu einem Leben als Christ entscheidet, ebenso achten und wertschätzen wir aber auch jeden Menschen mit anderen Überzeugungen. Auf der Website der SMD Regensburg heißt es ferner: „Uns ist wichtig, niemandem unsere Sichtweise aufzuzwingen und niemanden zu manipulieren.“

     

    Konservative Perspektiven müssen laut Sprecher*innenrat ihren Platz finden 

    Die Jusos werfen RCDS und LHG vor, den „missionarischen Eifer“ der SMD zu unterstützen. Die beiden studentischen Sprecher Jonas Prien (RCDS) und Tarek Carls (LHG) weisen die Kritik der Jusos entschieden von sich. Die Vorwürfe gegenüber der SMD seien aus der Luft gegriffen. „Ich habe die SMD nie über den Campus rennen und Studierende missionieren sehen“, sagt Carls. Zwar sei die Hochschul-SMD Regensburg „grundlegend konservativ“, so Prien, aber konservative Perspektiven müssten eben auch am Regensburger Campus ihren Platz finden. Der Hochschul-SMD eine Akkreditierung zu verweigern, würde nach Ansicht der beiden Sprecher bedeuten, dem Meinungspluralismus an der Uni zu schaden. 

    Die beiden studentischen Sprecher Jonas Prien (RCDS) (l.) und Tarek Carls (LHG) weisen die Kritik der Jusos entschieden von sich. Foto: Stoib
     

    Die beiden Sprecher betonen indes, dass es sich bei der jetzigen Akkreditierung der Hochschul-SMD keineswegs um eine gänzlich neue Akkreditierung handle. Vielmehr sei die Hochschul-SMD bereits 2013 vom damaligen Juso-/ RCDS-Sprecher*innenrat akkreditiert worden, dies sei aber später von einem Sprecher*innenrat der ökologisch-sozialen Bunten Liste (BL) und den Jusos zurückgenommen worden.

    Leon Struve, derzeitiger Fraktionsvorsitzender der Jusos im Studentischen Konvent und Mitglied des Vorstands der LAF/ Juso-Hochschulgruppe, sagt, man habe die Anträge der Hochschul-SMD zur erneuten Akkreditierung stets „höflich, aber bestimmt“ abgelehnt. Für ihn und die Jusos ist die Universität ein „säkularer Raum“, in dem „missionarische Bestrebungen“ keinen Platz finden dürften. Das Grundrecht der freien Religionsausübung werde, so Struve, durch Gebetsräume auf dem Campus bereits in ausreichender Weise berücksichtigt.

     

    Ein problematischer Präzendenzfall? 

    Darüber hinaus fürchten die Jusos, dass mit der Entscheidung des Sprecher*innenrats ein Präzendenzfall geschaffen würde. Laut der öffentlichen Mitteilung der Jusos werde „Tür und Tor für die Forderung aller möglichen religiösen Gruppierungen zum Zwecke der Missionierung kostenlos Räume in Anspruch nehmen zu dürfen, geöffnet“. Struve sagt, der Sprecher*innenrat könne damit „in Teufels Küche“ kommen, weil er keine Argumente mehr dafür hätte, beispielsweise den Zeugen Jehovas eine Akkreditierung zu verweigern.

    Um zu erreichen, dass der Hochschul-SMD Regensburg die Akkreditierung wieder entzogen wird, hätten die Jusos laut Struve bereits vor Wochen das Gespräch mit dem Sprecher*innenrat gesucht und hätten diesem einen Fragenkatalog zur Hochschul-SMD zugesandt. Diesen Fragenkatalog habe der Sprecher*innenrat, so erklären die beiden studentischen Sprecher Prien und Carls, jedoch bewusst ignoriert. Der Katalog sei ein rein ideologisch motiviertes politisches Instrument, das einer sachlichen Herangehensweise an das Thema nicht gerecht werde. 

    Wie es mit dem Status der Hochschul-SMD als offizielle Hochschulgruppe weitergeht, dürfte sich bei der Sitzung des Studentischen Konvents am 11. Januar klären: Er wird über einen Antrag der Jusos zur Rücknahme der Akkreditierung abstimmen.

    • Hörsaal

    Event-Tipp: Die "Jazznuts im Wunderland"

     
    Kurz vor der Prüfungsphase sorgt der A-cappella-Chor der Universität Regensburg noch einmal für Ablenkung vom Lernstress: Am 11. und 13. Januar 2018 findet das Jazznuts-Konzert "Jazznuts im Wunderland" statt.
     
    Lust auf einen Ausflug ins Wunderland? Am 11. und 13. Januar haben Sie die Möglichkeit dazu: Unter der Leitung von Uli Groeben nehmen Sie die "Jazznuts" mit auf eine musikalische Abenteuerfahrt, von Musical-Hits aus Mary Poppins bis hin zu Rocksongs wie Alice Coopers "Poison". Foto: Apostolis Tsolakidis
     
    Am Donnerstagabend, 11. Januar, um 20:00 Uhr ist es soweit: Die Premiere des aktuellen Jazznuts-Konzerts "Jazznuts im Wunderland" steht an. Eine weitere Aufführung wird es auch am Samstag, den 13. Januar 2018, geben. Einlass ist an beiden Tagen jeweils um 19:30 Uhr, eine halbe Stunde vor Beginn.
    Garantiert ist Ihnen ein unterhaltsamer Abend voller musikalischer Highlights. Der bunte Mix aus moderner Pop- und Rockmusik, sowie märchenhaften Musical-Klassikern bietet dabei etwas für jeden Geschmack.
    Tickets können Sie sich entweder - je nach Verfügbarkeit - an der Abendkasse sichern, oder hier bequem online reservieren.  
     
     
    von Ramona Rangott bearbeitet von Selina Bayes 1/8/2018 1:30:10 PM
    • Kugelsicher

    So kann die Prüfungsphase kommen

    Die Weihnachtsferien sind rum und die Klausuren rücken unweigerlich immer näher. Wir geben Tipps, wo und wie die Vorbereitung am besten klappt.

    Wenn die Prüfungsphase näher rückt, füllen sich auch die Bibliotheken auf dem Regensburger Campus wieder. Foto: Christian Kober
     

    In der Bibliotek lernen

    Wer ungestört lernen und sich auf seine Prüfungen vorbereiten will, der geht meist in die Bibliothek, dafür ist sie schließlich da. Ganze elf Lesesäle und Teilbibliotheken gibt es an der Uni Regensburg, zwei Bibliotheken an der OTH. Doch je näher die Prüfungen rücken, desto voller werden die. In welcher Bib lernt es sich dennoch am besten?
    Viele Studierende – auch von der Uni – schwören auf die Hauptbibliothek der OTH, denn sie ist im Gegensatz zu vielen anderen Lesesälen am Regensburger Campus im Sommer angenehm kühl, im Winter nicht überheizt und überdies deutlich moderner als die Lesesäle der UR. Gerade deshalb ist die OTH-Bibliothek in der Prüfungsphase schnell voll – in diesem Semester ganz besonders. Denn wegen eines Fehlers in der OTH-Verwaltung wurden zu Beginn des Wintersemesters für den Studiengang soziale Arbeit deutlich mehr Studierende zugelassen als eigentlich geplant. Das wirkt sich jetzt zum Semesterende auch auf die benötigten Lernplätze in der Bibliothek aus.
    Ebenfalls sehr begehrt sind die Plätze in der Zentralbibliothek der Uni. Doch auch alle anderen Lesesäle wie beispielsweise die geistes- und sozialwissenschaftlichen Bibliotheken PT 1 und PT 2 sind in der Prüfungsphase generell sehr schnell voll. Daher gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm! Bis auf die Teilbibliothek der OTH in der Prüfeninger Straße öffnen alle Lesesäle unter der Woche bereits um acht Uhr morgens. Langschläfer, die sich erst mittags an die Uni quälen, haben deshalb oft das Nachsehen. Früh dran zu sein ist vor allem für diejenigen wichtig, die ihren Laptop mit in die Bibliothek nehmen wollen und eine Steckdose brauchen: In den Lesesälen an der Uni sind die Steckdosenplätze sehr knapp und deshalb besonders begehrt. Wer seine Wertsachen in einen Spind sperren will, sollte ebenfalls nicht zu spät an der Uni sein. In der Prüfungszeit sind ab dem späten Vormittag in der Regel alle Spinde vergeben.
    Studierenden, die sich morgens ohnehin nicht aus dem Bett quälen können und lieber in den Abendstunden lernen, sei der Lesesaal für Recht und Wirtschaft empfohlen. Er schließt unter der Woche erst um 24 Uhr, während alle anderen Teilbibliotheken schon um 22 Uhr ihre Pforten dicht machen.
    Die genauen Öffnungszeiten aller Lesesäle auch am Wochenende finden sich übrigens hier.
     

    Zuhause lernen

    Wer generell keine Lust hat, unter hunderten anderen Studierenden zu lernen und lieber ganz alleine am Schreibtisch sitzt, der kann auch zuhause erfolgreich lernen – obwohl die Gefahr sich abzulenken hier größer ist: Laut einer Studie der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz empfinden junge Menschen im Gegensatz zu Älteren ihre Zeit häufig als scheinbar unbegrenzt und flüchten sich, anstatt sich wichtigen Aufgaben zu widmen, lieber in angenehme Ersatzhandlungen wie Medienkonsum. Ein Problem, das wohl jedem bekannt sein dürfte: Kaum hat man sich hingesetzt, greift die Hand wie von selbst zum Smartphone, um Facebook, Instagram, YouTube und Co zu checken.
    Der wohl größte Feind des konzentrierten Lernens: das Handy. Foto: dpa
     
    Umgehen lässt sich das, indem man den eigenen Medienkonsum während der Lernzeit ganz bewusst abstellt. Dafür muss man jedoch nicht gleich den Stecker des WLAN-Routers ziehen. Mit Hilfe bestimmter Apps lässt sich beispielsweise die Zeit, die der Nutzer mit seinem Smartphone verbringt, aufzeichnen und begrenzen: Mit der iPhone-App "Moment" ertönt beispielsweise nach Ablauf eines selbst festgesetzten täglichen Zeitlimits ein Alarm, der an das eigene Gewissen appelliert und dazu auffordert, das Handy beiseitezulegen. Ganz ähnlich funktioniert die Android-App "Offtime", auch sie soll zu mehr Selbstkontrolle und weniger verplemperter Zeit am Handy führen.
    Ablenkung durch soziale Medien und andere Internetseiten lässt sich mit Hilfe bestimmter Anwendungen auch am Computer vermeiden. Die Programme "Cold Turkey" für Windows-PCs und "SelfControl" für Macs sperren vom Nutzer ausgewählte Seiten für einen bestimmten Zeitraum und machen sie auch bei einem Neustart oder Deinstallation nicht vor Ablauf des Countdowns wieder zugänglich.
     
    Unterwegs lernen
    Wer viel Stoff zu bewältigen hat, kann sich nicht nur in der Bibliothek oder zuhause am Schreibtisch auf seine Prüfungen vorbereiten, sondern ganz einfach auch unterwegs. Das klappt zum Beispiel mit Karteikarten oder einem Notizblock im Kleinformat. Einerseits werden die Lerninhalte durch das Zusammenfassen auf wenig Raum genau durchdrungen, weil nur das Wichtigste aufgeschrieben werden kann. Und andererseits lässt sich der Stoff so bequem überall hin mitnehmen und beispielsweise beim Warten an der Bushaltestelle oder zwischen zwei Vorlesungen wiederholen.
    Karteikarten helfen nicht nur so wie hier bei Referaten, sondern können auch zur Vorbereitung von Klausuren sehr nützlich sein. Foto: dpa
     
    Eine andere Möglichkeit, unterwegs zu lernen, ist es, sich den Stoff mit dem Handy als Sprachmemo aufzunehmen. Auch das hat einen zweifachen Lerneffekt: Zuerst müssen Skripte und Zusammenfassungen nämlich langsam, klar und deutlich eingesprochen werden, was einiges an Konzentration erfordert. Anschließend können sie beliebig oft angehört und so verinnerlicht werden, egal ob beim Einkaufen im Supermarkt, beim Training im Fitnessstudio oder während der wöchentlichen Jogging-Runde.
    Bewegung ist nicht nur gut für den Körper, sondern unterstützt nachweislich auch die mentale Leistungsfähigkeit. Foto: dpa
     
    Gerade auf Sport sollten Studierende während der stressigen Klausurenphase nicht verzichten. Wie zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, fördert sportliche Betätigung die Konzentrationsfähigkeit des Gehirns. Und nicht nur das: Neurologen vom Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum haben herausgefunden, das Sportler in bestimmten Bereichen sogar mehr Hirnsubstanz haben als Bewegungsmuffel. Andere Studien zeigen, dass mit einer Verbesserung der Kondition durch regelmäßiges Training auch eine Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit einhergeht.
    Zugegeben, im Hinblick auf die kommende Klausurenphase ist es dafür wahrscheinlich schon zu spät. Aber mehr Bewegung während des Lernens schadet sicherlich nicht – und wenn es nur ein kurzer Spaziergang an der Donau oder ein paar Dehnübungen vor der Bibliothek sind.
  • Adieu 2017: Silvester in Regensburg

    Viele Studenten, die nicht aus Regensburg kommen, fahren über die Weihnachtsferien nach Hause - und verpassen damit auch die Silvesterhighlights in Regensburg. Wir zeigen den Hiergebliebenen die besten Silvesterspots, Unternehmungsideen und hilfreiche Tipps rund um den Jahreswechsel.
     
    Das Feuerwerk an der Donau ist für viele Regensburger das Highlight an Silvester. Foto: MZ-Archiv/ Daniel Steffen
     
     
    Gute Vorbereitung zahlt sich aus
    Wohl jeder kennt es: Der Sekt zum Anstoßen oder der Käse für das Raclette fehlen. Dann geht es am 31. Dezember nochmal zum nächsten Supermarkt. Dieses Jahr funktioniert das allerdings nicht: Der 31. Dezember ist ein Sonntag. Wer sich lange Schlangen an den Kassen und übervolle Supermärkte ersparen will, sollte den Silvestereinkauf  schon vor dem 30. Dezember tätigen. Vorbereitung zahlt sich auch bei der Bestellung beim Lieferservice aus. Wer keine Ewigkeiten auf sein Essen warten will, sollte vorbestellen. Bei Bestell-Apps wie Lieferando oder Lieferheld geht das mit ein paar Klicks.
     
    Vor der Feier geht es ins Kino
    Es muss nicht immer wild hergehen an Silvester: Ein Kinobesuch bietet Kontrastprogramm und einen entspannten Start ins neue Jahr. Aber auch um den 31. Dezember enspannt zu starten - und die Wartezeit auf den Abend zu verkürzen - bietet sich ein Kinobesuch an. Im Ostentorkino läuft um 19.00 Uhr der Oscar-prämierte Film "La La Land" in einer Sondervorstellung. Auch das Garbo zeigt um 18.00 Uhr eine Silvestervorstellung mit der Tragikkomödie "Arthur und Claire". Wer die 20.15 Uhr-Vorstellung von "Star Wars - die letzten Jedi" im Garbo besucht, kann sich danach zur Donau aufmachen und das Feuerwerk an der Steinernen Brücke anschauen.
     
    Showtheater als besonderer Jahresabschluss
    Im Audimax gibt es an Silvester eine Show der besonderen Art. Die Aufführung der "Traumfabrik" bietet eine Mischung aus Akrobatik, Tanz, Theater, Comedy und Musik. Die zwei Vorstellungen an Silvester beginnen um 15.00 Uhr und 19.00 Uhr. Tickets gibt es ab 22 Euro.
     
    Nachtbusse bringen Feiernde nach Hause
    Am 31. Dezember gilt tagsüber der übliche Sonntagsfahrplan des RVV. Zusätzlich fahren nachts die üblichen Nachtbusse, die sonst auch am Wochenende unterwegs sind. Durch die Sperrungen in der Innenstadt im Gebiet um die Steinerne Brücke kann es allerdings zu Verzögerungen und teilweise zu Ausfällen der Busse kommen. 
     
    Der Filmklassiker zu Silvester
    Der 18-minütige Sketch "Dinner for One" ist für viele fester Bestandteil des Silvesterprogramms und längst Kult. Es geht um die 90. Geburtstagsfeier von Miss Sophie. Weil alle eingeladenen Gäste bereits verstorben sind, nimmt ihr Butler abwechselnd die Rollen ein - und schaut dabei zu tief ins Glas.  Dieses Silvester strahlt das deutsche und österreichische Fernsehen den Film aus dem Jahr 1963 unglaubliche 25 Mal aus. Wer sich daraus einen Spaß machen will, kann mit der Silvesterklassiker auch ein Trinkspiel machen: Immer wenn Butler James trinkt, muss man selbst auch trinken.
     
    Wo steigt die größte Party?
    An Silvester ist in allen Clubs der Stadt einiges geboten. In der Alten Mälzerei legen 14 DJs bei "Das pinke Haus feiert Silvester" auf. Aber auch im Gatsby, in der Suite oder im Beats kann man ordentlich die Korken knallen lassen. Am Ende kommt es schließlich sowieso darauf an, mit welchen Leuten man unterwegs ist. Die Location ist zweitrangig.
     
    Feuerwerk 
    Auch dieses Jahr treffen sich die Regensburger, um das Feuerwerk an der Steinernen Brücke zu bewundern. Die Hoffnung auf einen nebelfreien Abend - wie es die letzten Jahre eher weniger der Fall war - stirbt schließlich zuletzt. Von den Winzerer Höhen oder dem Dreifaltigkeitsberg hat man dann die perfekte Sicht auf das bunte Spektakel. An den Donauufern der Altstadt ist aber Vorsicht geboten: Bei der großen Menschenansammlung ist mit Böllern nicht zu spaßen.
     
     
     
     
     
     
  • Stolzer Student? Merchandise von OTH und Uni Regensburg

    Anfang Dezember konnten Studenten Pullis und Co. an einem Stand an der OTH erwerben. Normalerweise gibt es die Produkte nur im Online-Shop zu kaufen. Foto: Knobloch
     
    Produkte mit Werbung der Uni Regensburg gibt es schon seit 1979 - erst Sticker, dann Baseball-Caps und schließlich Kleidung. Seit Oktober 2017 kann man nun auch T-Shirts, Pullis und allerhand mehr Merchandise mit OTH-Logo kaufen. Hier lest ihr, wie sehr sich Regensburger Studenten mit Hochschule und Uni identifizieren können und was sie vom Tragen der OTH- oder Uni-Pullis halten.
     
  • Was sich Regensburger Studenten wünschen

    Mittelbayerische ZeitungWas sollte an Uni und OTH Regensburg im kommenden Jahr besser werden? Eine GIF-Wunschliste für das Christkind.
    von @mz_de bearbeitet von Anna-Leandra Fischer 12/19/2017 10:13:38 AM
  • RVV: Studenten sind genervt

    Die neuen Busfahrpläne des RVV, die seit dem 10. Dezember gelten, regen Regensburger Studenten auf. Die Linie 6 fährt die Altstadt nicht mehr an.

    Buslinie 6 fährt den Fischmarkt in Zukunft nicht mehr an. Der RVV will so das Verkehrsaufkommen in der Altstadt reduzieren. Foto: Haala
     
    Viele Studenten wohnen in der Regensburger Altstadt und sind – oder besser waren – auf die Linien 6 und 11 angewiesen, um von den Haltestellen Keplerstraße, Fischmarkt, Thundorferstraße und Dachauplatz auf direktem Wege zur Universität zu kommen. Seit der Fahrplanumstellung fährt nur noch Linie 11 diese Haltestellen an – allerdings nur alle 20 Minuten. Linie 6 nimmt den kürzeren Weg vom Bismarckplatz aus über die Altstadt-Südumgehung (über das Justizgebäude) zum Hauptbahnhof. Damit braucht der Bus einige Minuten weniger, um vom Westen in die Innenstadt und zur Universität zu kommen.
     
    Der RVV hat im vergangenen Jahr eine Befragung zur Linienführung zwischen Regensburger Westen und Innenstadt durchgeführt. Damals waren über 70 Prozent der Teilnehmer für eine schnellere Führung der Linie 6. Der RVV habe seit Jahren Hinweise von Stadtbewohnern aus dem Stadtwesten bekommen, dass der Umweg durch die Altstadt sehr zeitaufwendig sei, sagt Frank Steinwede, Betriebsleiter des RVV.
     
    Bei Regensburger Studenten, die in der nördlichen und östlichen Altstadt wohnen, stößt die neue Linienführung auf Unverständnis. Der 11er sei wie immer am Morgen überfüllt, es gebe aber keine Ausweichmöglichkeit mehr auf den 6er, schreibt Tobias Wiegmann als Kommentar auf der Facebookseite des Regensburger Verkehrsbunds. „Warum streicht man Busse auf einem ohnehin schon überfüllten Abschnitt (Arnulfsplatz-Dachauplatz)?“, fragt er verständnislos. Mit der Umführung der Linie 6 wollte der RVV das hohe Verkehrsaufkommen auf dem Altstadtabschnitt reduzieren, sagt Steinwede.
     
    Auf der Studentenplattform Jodel  nehmen die User die Änderung mit Galgenhumor: „Dank der neuen Busfahrpläne kann ich jetzt viel mehr zu Fuß gehen. Abnehmen mit dem RVV, das neue Programm.“, schreibt ein Jodler am Dienstag. Damit trifft er  scheinbar einen Nerv der Appnutzer, denn der Jodel bekommt 168 Upvotes, also positive Reaktionen.  Außerdem diskutieren die User die Taktung des 11ers, die mit drei Fahrten in der Stunde „lächerlich“ sei.
     
    Auch andere Linien bereiteten in den ersten Tagen der Fahrplanumstellung Probleme. Vor allem Linie 9: Sie verbindet Neutraubling mit dem Sallerner Berg und fuhr laut einem Jodler in den ersten Tagen nach der Umstellung falsch oder gar nicht. Die Verzögerungen - besonders morgens und abends - seien vor allem auf die vielen Baustellen in und um Regensburg zurückzuführen, sagt Frank Steinwede vom RVV, "dass Fahrten gar nicht stattfinden ist uns nicht bekannt". 
     
    Steinwede rechnet damit, dass sich der Busbetrieb in den nächsten Wochen einpendeln wird: "Erfahrungsgemäß dauert es einige Tage, bis die Betroffenen auch die positiven und nicht nur die negativen Seiten sehen". Er verweist außerdem auf die RVV-App, um  aktuelle Busfahrzeiten und die neuen Fahrpläne nachvollziehen zu können.
     
     
    Alle Informationen zu den neuen Fahrplänen gibt es auch auf der Webseite des RVV.
     
    von Anna-Leandra Fischer bearbeitet von Selina Bayes 12/13/2017 2:34:44 PM
  • Als die Uni schulisch wurde

    Die Uni Regensburg ist dieses Jahr 50 Jahre alt geworden. In einer MZ-Serie erzählen Absolventen über ihre Studienjahre, Erlebnisse und studentischen Fehltritte. 
     
    Nachts am Mischpult, tagsüber in der Uni: So sah Christoph Meyers Studentenleben aus. Foto: Christoph Meyer
     
     
    Christoph Meyer studierte von 2007 bis 2015 an der Uni Regensburg. Als DJ legte er zu dieser Zeit regelmäßig in Regensburger Diskotheken auf - und hat das Studentenleben voll genossen. Er verbrachte nicht nur einige Semester mehr als geplant an der Uni, sondern kann auch über so manch verpatzte Prüfung erzählen.
     
     
    von Anna-Leandra Fischer bearbeitet von Selina Bayes 12/11/2017 3:23:18 PM
  • Fünf gegen den Becher-Wahnsinn

    Einmal benutzt und gleich wieder weggeworfen – in den Cafeterien auf dem Regensburger Campus fallen jeden Tag hunderte Kaffeebecher aus Pappe an. Eine Gruppe von fünf Studenten hat den täglichen Müllbergen den Kampf angesagt.

     

    V.l.n.r.: Moritz Litterst, Florian Greindl, Nicole Lechermann und Simon Pospiech haben dem Becher-Wahnsinn den Kampf angesagt. Die fünfte im Bunde, Anna Höcherl, ist derzeit nicht in Regensburg. Foto: Simon Pospiech

    Stundenlang haben sie gesammelt. Sie sind durch die Sitzreihen gegangen, haben alle Mülleimer durchwühlt und den Boden abgesucht. Einen ganzen Abend lang haben Nicole Lechermann und Simon Pospiech mit ihren drei Mitstreitern in der Recht- und Wirtschafts-Cafeteria an der Uni Regensburg jeden Pappbecher zusammengetragen, den sie finden konnten. Das Ergebnis: 500 Stück. Bei 15 Wochen Vorlesungszeit werden so in jeder Cafeteria etwa 30 000 Becher weggeworfen – in nur einem Semester. Viel Müll, den die Regensburger Studenten vermeiden könnten, wenn sie auf Mehrwegbecher umsteigen würden.

    Genau das wollen Nicole, Simon, Moritz, Florian und Anna erreichen. Dazu haben sie eine Initiative gestartet, „Five Guys No Cup“ nennen sie sich. „Wir wollen die Leute auf den Müll aufmerksam machen, den sie produzieren“, sagt Nicole. Sie und Simon machen gerade ihren Master in VWL, das Problem mit den vielen Pappbechern beschäftigt sie schon seit längerem. „Entweder man macht etwas oder man macht nichts. Wir haben uns dazu entschieden, etwas zu machen“, erzählt Simon, der Initiator der Projekts.

     

    2,8 Milliarden Pappbecher fallen jährlich in Deutschland an

    Mit Beginn des neuen Semesters im Oktober haben die „Five Guys“ sich zusammengetan. Ihr Ziel: Weniger Einwegbecher in den Cafeterien, damit weniger Müll auf dem Regensburger Campus und ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Denn die Herstellung und Entsorgung von Einwegkaffeebechern ist ressourcenintensiv und alles andere als umweltfreundlich: In Deutschland werden laut der Deutschen Umwelthilfe jährlich 2,8 Milliarden der Becher verbraucht, bei ihrer Herstellung werden 1,5 Milliarden Liter Wasser benötigt, 83 000 Tonnen CO2 fallen an.

    Zwar hat das Studentenwerk Niederbayern Oberpfalz (STWNO) im Mai diesen Jahres kompostierbare Einwegbecher in den Cafeterien eingeführt, doch auch deren Herstellung benötigt viel Energie, große Mengen Müll am Campus entstehen dennoch. Die umweltfreundlichste Lösung, heißt es auch von Seiten des Studentenwerks, seien Mehrwegbecher.

    Das Ergebnis von einem Abend sammeln: ein Stapel von 500 Pappbechern. Foto: Facebook-Seite "Five Guys No Cup"
     

    Viele Regensburger Studenten sind der gleichen Meinung: Das Foto, auf dem die 500 von den „Five Guys“ gesammelten Becher zu sehen sind, hat auf Facebook über 20 000 Leute erreicht, erzählt Simon. Über diesen Erfolg sind die fünf erstaunt: „Wir sind ja sozusagen noch in der Beta-Phase des Projekts“, erklärt er.

     

    „Wir sind keine Idealisten, wir sind eben VWLer.“

    Bisher haben die „Five Guys“ nämlich bis auf ihre Facebookseite noch nicht viel vorzuweisen. Doch das soll sich bald ändern: Sie haben eine Unterschriftenaktion auf dem Campus geplant und wollen Vorträge halten. So wollen die fünf die Studenten an Uni und OTH dazu bringen, sich umweltfreundliche Mehrwegbecher zu kaufen. Doch sie wissen auch, dass solche Appelle allein wohl nicht reichen, um des Problems Herr zu werden.

    Die „Five Guys“ sind nicht die Ersten, die die Pappbecher vom Campus verbannen wollen. Schon früher hätten sich studentische Initiativen dieses Ziel gesetzt, erzählt Simon. Die „Five Guys“ haben mit den Initiatoren anderer Projekte gesprochen. Letztlich seien diese Initiativen aber immer gescheitert. Was unterscheidet „Five Guys No Cup“ von früheren Projekten? „Wir sind keine Idealisten, wir sind VWLer", sagt Simon. Alleine mit gutem Zureden und Appellen an das grüne Gewissen der Studenten  komme man nicht sehr weit, glaubt er. Deshalb hat ihre Initiative noch eine zweite Komponente: Wer einen Mehrwegbecher hat, soll in Zukunft beim Kaffeekaufen einen kleinen Preisnachlass bekommen. „Wir Studenten sind doch eine Zielgruppe, die öfter mal genauer aufs Geld schauen muss“, meint Simon. Auch Nicole ist sich sicher, dass mit einem finanziellen Anreiz gerade bei Studenten die Motivation, auf einen Mehrwegbecher umzusteigen, deutlich wächst.

    Bestrebungen, Einwegbecher überflüssig zu machen, gibt es an anderen Hochschulen bereits: In der Mensa der Uni Bayreuth beispielsweise gibt es Keramiktassen, in den Cafeterien des Studentenwerks Magdeburg kosten Einwegbecher seit drei Jahren 0,10€ Aufpreis. In den Cafeterien auf dem Regensburger Campus sei ein Modell, das den Nutzer von Mehrwegbechern einen Preisnachlass gewährt, derzeit nicht geplant, teilt Markus Reitmair, der Abteilungsleiter für Hochschulgastronomie des STWNO, auf Nachfrage mit.

     

    Ein technisches Konzept und viel Arbeit

    Das Problem bei der Umsetzung derartiger Ansätze an Uni und OTH Regensburg: In den Cafeterien am Campus bezahlt man teils nicht an der Kasse, sondern bargeldlos direkt am Kaffeeautomaten. Der Vorteil: Kunden, die nur einen Kaffee trinken wollen, müssten sich nicht in der regulären Schlange anstellen, erklärt Reitmair. Aber die Umsetzung eines Rabattsystems wird dadurch erschwert: „Bei diesen Maschinen könnten wir gar nicht zwischen verschiedenen Bechern unterscheiden“, sagt Reitmair.

    Dieses Problem ist den „Five Guys“ natürlich bewusst. Sie haben zwar schon Vorstellungen davon, wie ein System funktionieren soll, dass sich in jeder Cafeteria auf dem Campus umsetzen ließe, Details wollen sie aber noch nicht verraten. „Wir haben bereits ein konkretes Konzept, das ist aber noch nicht ganz ausgereift“, sagt Simon. „Wir brauchen unbedingt eine Lösung, die in allen Cafeterien klappt“, ergänzt Nicole, andernfalls wären die Kosten zu hoch und eine Umsetzung nicht realistisch.

    Wann die Idee der fünf tatsächlich Realität werden könnte, lässt sich zum momentanen Zeitpunkt indes noch nicht sagen. Erst wenn sie ihr Konzept vollständig ausgearbeitet haben, wenn die technischen Detailfragen geklärt und alle Kosten durchgerechnet sind, wollen die fünf ihr Projekt dem Studentenwerk vorstellen. Bis dahin gibt es jedoch noch viel zu tun. Bei der Zahl Fünf muss es deshalb auch nicht bleiben, sagen Nicole und Simon: „Wir freuen uns über jeden, der bei unserem Projekt mitmachen will.“

     

    Zur Facebook-Seite des "Five Guys No Cup"-Projekts geht es hier

    Weitere News und Geschichten rund um den Regensburger Campus gibt es hier.

    von Maximilian Stoib bearbeitet von Selina Bayes 12/5/2017 11:49:12 AM
  • 11 Facebook-Gruppen, die jeder Student in Regensburg kennen sollte

    Für die meisten Neustudenten in Regensburg sind die ersten Facebook-Gruppen, denen sie beitreten,Wohnungsanzeigen-Gruppen. Denn das wichtigste ist ein Dach über dem Kopf. Doch es gibt noch viele mehr, durch die man als Student sparen, die Stadt besser kennenlernen oder Gutes tun kann.
     
    Facebook-Gruppen bietet Studenten viele Möglichkeiten zur Information. Foto: Jens Büttner/Symbolbild
     
    1. Der erste Anlaufpunkt
    Eine große Gruppe für Studierende aller Fachrichtungen, die sowohl für Uni als auch OTH als Anlaufpunkt gilt, gibt es nicht. Trotzdem bietet die Gruppe  „Studierende der Universität/ OTH Regensburg“ mit  mehr als 1.200 Mitgliedern einen ersten Anlaufpunkt für allgemeine Informationen und News aus dem Studentenalltag. Hier teilen studentische Vereine ihre Veranstaltungen, Studenten sind auf der Suche nach Umfrageteilnehmern für ihre Bachelorarbeiten und verlorene Studentenausweise suchen ihren Besitzer.
     
    2. Fachschafts- und Semestergruppen
    Spezifischere Informationen für Erstsemester, aber auch Studierende aller anderen Semester bekommt man in Erstsemester- und Fachschaftsgruppen der Studiengänge. Hier kann jeder Hilfesuchende um Rat fragen, wenn er mit der Modulordnung nicht zurechtkommt oder Einschreibeschlüssel für GRIPS-Kurse braucht. Wer mal wieder die Vorlesung verschlafen hat, kann hier sogar Mitschriften ergattern. Zur guten Etikette gehört, im Gegenzug und als Dankeschön ein Getränk in der Cafete anzubieten.
    Natürlich nur im Tausch gegen ein Bier oder einen Kaffee.
    Tipp: Die meisten Gruppen findet man, wenn man in der Suchleiste „Studierende der [jeweiliges Studienfach]“ oder „Erstis WS [2017/18 oder anderes Semester]“ eingibt.
     
    3. Mitfahrgelegenheitsgruppen
    Gerade für den kleinen Studentengeldbeutel: Um kostengünstig zwischen der Heimat und Regensburg hin- und herzufahren bieten sich Mitfahrgelegenheitsgruppen an. Besonders viele Mitglieder hat die Gruppe „München Regensburg Mitfahrgelegenheiten“. Es gibt aber Gruppen, die alle Strecken abdecken, egal ob man Richtung Nürnberg, München oder in den Bayerischen Wald möchte. Hier kann man sich Bayerntickets der Deutschen Bahn teilen, sein Auto als Mitfahrgelegenheit anbieten oder nach einem Platz fragen. Am Ende bezahlt man oft weniger als die Hälfte und kann sich auf der Fahrt auch noch gut unterhalten.
     
    4. Für die Wohnungssuche
    Dass es in Regensburg als Student schwer ist, eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist kein Geheimnis. Gruppen wie „Uni Regensburg WG Börse“ oder „Wohnung/WG in Regensburg“ erleichtern die nervenaufreibende Suche oft enorm. Hier findet man Wohnungsanzeigen, die direkt von Vormietern kommen oder findet Links zu verschiedenen Anzeigen auf anderen Websites. Besonders in der Gruppe „Uni Regensburg WG Börse“ werden eigentlich nur Studenten- und WG-geeignete Wohnungen eingestellt, was die Chance auf den großen Fang erleichtert. Wer besonders dringend auf Wohnungssuche ist, kann auch selbst ein Gesuch aufgeben und sich und seine Interessen vorstellen.
     
    5. Gruppen für Studenten auf Jobsuche
    Auch wegen der hohen Mieten müssen viele Studenten neben dem Studium arbeiten, um über die Runden zu kommen. Wer gerade noch auf der Suche nach einem Nebenjob ist, kann in den Gruppen „Stellenangebote Regensburg | Stellengesuche Regensburg“ (über 9.500 Mitglieder) und „Jobs in Regensburg - Job Börse Bayern“ (über 4.600 Mitglieder) stöbern. Hier werden nicht nur Neben- und Minijobs angeboten, allerdings sind trotzdem viele der Anzeigen für Studenten geeignet.
     
    6. Fotos, um die Stadt und Umgebung zu entdecken
    Regensburg hat viele schöne Ecken, die darauf warten, entdeckt zu werden. In der Gruppe „Fotoalbum Regensburg“ kann man sich für den nächsten Ausflug inspirieren lassen. Egal ob im Stadtgebiet oder in der Umgebung: Hier findet man die schönsten Aussichtspunkte, Wanderwege und beleuchtete Ecken. Natürlich kann auch jeder selbst Inspiration bieten und eigene Bilder posten. Wenn man mal wieder in der Bibliothek sitzt und keine Zeit für Freizeit hat, reicht es auch, sich durch die Fotos zu klicken und von der Auszeit zu träumen.
     
    „Du bist ein echter …, wenn…“-Gruppen gibt es für jede kleinere oder größere Stadt. Das bedeutet aber nicht, dass die Regensburger Gruppe nur Einheitsbrei darstellt. Diese Gruppe ist bunt gemischt und bietet alles von News rund um Regensburg, Dialektserien, Fragen und Aufregern bis hin zu Ankündigungen und Fotos. Mit mehr als 22.000 Mitgliedern steht die Gruppe nie still und hält einen immer auf dem neusten Stand.
     
    8. Freizeit will genutzt sein
    Der „Regensburger Veranstaltungskalender“ bietet eine Plattform für alldiejenigen, die nicht wissen, was sie mit einem freien Wochenende oder Abend anfangen sollen. Hier kann jeder Veranstaltungstipps posten. Mit etwas mehr als 1.000 Mitgliedern ist die Gruppe sehr übersichtlich und man verpasst nichts. Für Studenten ein großer Vorteil: So wird man auch auf Vorträge, Informationsabende oder Konzerte aufmerksam, die wenig oder keinen Eintritt kosten.
     
    9. Verschenken macht Freude
    Wer kennt es nicht: Man will alte Kleidungsstücke, Möbel oder andere Stücke nicht wegschmeißen, für einen Verkauf eignen sie sich allerdings auch nicht mehr. Die Lösung: Ein Foto von dem Kram in die Gruppe „VERSCHENK'S – REGENSBURG“ stellen und so einen neuen glücklichen Besitzer finden. Vielleicht findet man hier ja auch das eine oder andere neue Lieblingsstück. So werden alle Seiten glücklich, egal ob man Altes endlich los wird oder Neues kostenlos ergattern kann.
     
    10. Teilen statt Wegschmeißen
    In der Gruppe „Foodsharing Regensburg“ werden Lebensmittel vor der Tonne gerettet. Egal ob man Anbieter oder Abnehmer ist – man kann etwas Gutes für sich und andere tun, falls das gekaufte Gemüse bald schlecht wird, man im eigenen Garten zu viel angebaut hat oder einem das Produkt doch nicht so zusagt, wie gedacht. In der Gruppe wird auch regelmäßig auf Abholstationen des Fair-Teilers an Standorten in der Innenstadt aufmerksam gemacht, wo man Übriggebliebenes aus kleinen Betrieben kostenlos mitnehmen kann. In Regensburg gibt es zwei Fair-Teiler Kühlschränke an den Standorten Wechselwelt Umsonstladen (Steckgasse 6) und Grüne Oase (Obermünsterstraße 3), die von „Foodsharing.de“ betrieben werden. In ganz Deutschland gibt es ein Netzwerk von Lebensmittelrettern. Wer sich hier bedient oder Essen ablegt, muss sich allerdings auch an einige Regeln halten.
     
    11. Tipps für den nächsten Restaurant-Besuch
    Natürlich will niemand dort essen, wo das Essen nicht schmeckt. Um das zu vermeiden, gibt es in der Gruppe „Restaurant-Kritik Regensburg“ Kritiken, Lobhymnen, Infos und Fotos von Gerichten. Die mehr als 21.000 Mitglieder haben sich (bestimmt) schon durch alle Restaurants probiert, die in und um Regensburg liegen. Falls für Studenten die Preise ausschlaggebend sind, kann man sich hier auch über das Preis-/Leistungsverhältnis informieren.
  • Die Vereinten Nationen tagen an der Uni

    Am Wochenende vom 1. bis 3. Dezember findet die elfte Regensburger Model United Nations (RegMUN)-Konferenz an der Universität Regensburg statt. In einem Komitee simulieren Interessierte jeweils den Vertreter eines Landes.

    Im Rahmen einer Simulation verbringen die Teilnehmer ein Wochenende damit, ihr jeweiliges Land bei den Vereinten Nationen zu repräsentieren. Dabei lernen sie Verfahrensweisen der UNO kennen, können Ideen austauschen und nehmen interaktiv selbst an den Prozessen zur Meinungsfindung teil.

    Veranstaltet wird die RegMUN vom United Nations Society Regensburg e.V., einem studentischen Verein an der Uni Regensburg. Dabei bekommt er Unterstützung der Professur für Internationale Politik an der Uni. Das Ziel des Vereins ist es, die Arbeit der Vereinten Nationen bekannter zu machen und an die Uni zu bringen.

    In diesem Jahr werden Prof. Dr. Hebel, Präsident der Uni Regensburg, und Max Scharinger, Ständiger Vertreter Deutschlands im Büro der UN von 2012 bis 2015, einen Gastbeitrag leisten. Auch UN-Generalsekretär António Guterres wird ein Grußwort per Video an die Regensburger Studenten richten.

    Bereits im November fanden drei Workshops an der Uni Regensburg statt, die die Teilnehmer auf die Konferenz vorbereiten sollten. Die Teilnahme war verpflichtend, falls keine MUN-Simulationserfahren vorhanden ist, weshalb eine kurzfristige Anmeldung zur Konferenz nicht mehr möglich ist. Doch auch im kommender findet die Konferenz wieder statt und sollte im Kalender vorgemerkt werden, denn die Teilnahme an der Simulation kann bis zu fünf Leistungspunkte bringen. Bewerben können sich Schüler und Studenten aller Fachrichtungen.

    Foto: United Nations Society Regensburg e.V.
     

    Wer sich nicht nur im Rahmen des MUN für Internationale Politik interessiert, sondern dauerhaft auf dem neusten Stand bleiben und diskutieren möchte, kann auch zum Stammtisch der United Nations Simulation Regensburg (UNSR) kommen. Das Treffen findet jeden vierten Mittwoch im Monat im Café Lila statt.

    Weitere Informationen zur UNSR gibt es auf deren Website und auf der Facebook-Seite.

     

    • Im Profil

    Bühne frei an der Uni Regensburg

    Neben einem großen Vorlesungsprogramm und einem breitgefächertem Sportangebot bietet die Uni Regensburg noch vieles mehr, zum Bespiel das Theater. Wir haben nachgefragt, was das Theater an der Uni Regensburg so besonders macht und wie man ein Teil davon werden kann.
     
    Was bringt es an der Uni Theater zu spielen? Birgit Riedenauer hat eine klare Meinung dazu. Die Fachbereichsleiterin der Kulturförderung des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz der Uni Regensburg sagt: „Theater spielen stärkt das Selbstbewusstsein und die Ausstrahlung.“ An der Universität Regensburg wird Theater ganz groß geschrieben. Seine Raumgröße, seine Ton-, Beleuchtungseinrichtungs- und Bühnenausstattung würden das Theater an der Uni Regensburg zu einer einmaligen Einrichtung machen, mit der in ganz Deutschland nur das Kieler Theater mithalten kann, so Riedenauer. Seit 40 Jahren wird an der Uni Regensburg aktiv Kulturförderung betrieben. „Das Theater an der Uni liegt im Herzen des Campus und ist für Studierende eine Stätte der Begegnung und des kulturellen Miteinanders“, erklärt Riedenauer. Außerdem lerne man durch das Theater schnell und intensiv neue Leute kennen. Dies sei gerade zu Beginn des Studiums oder eines neuen Semesters sehr zum Vorteil.
     

    Viele verschiedene Schauspielgruppen

     
    Momentan umfasst die Regensburger Kulturförderung 22 aktive Kulturgruppen, darunter verschiedene Theater- und Orchestergruppen. Bei den Schauspielgruppen unterscheidet man zwischen freien studentischen Gruppen unter studentischer Leitung oder unter Leitung von ehrenamtlichen Profis und unter Gruppen, die von universitären Mitarbeitern geleitet werden. Unter Letzteres fallen die Theatergruppen „Babylon“, geleitet von einem Dozenten aus dem Lehrgebiet Deutsch als Fremdsprache (DaF), „Lunatiki“, angegliedert an den Lehrstuhl für Slavistik, die „Rups, too“, eine englischsprachige Gruppe, das Germanistiktheater, geleitet von Dr. Simone Merk im Bereich neuere deutsche Literaturwissenschaft und der „UR Stage Club“, ein Musiktheater. Eine weitere Gruppe sind die Sprecherzieher. Hier werden die Studenten zusammengewürfelt und erhalten ein Zusatzstudium Sprecherziehung. Dabei lernen sie Diktion, eine Ausdrucks- und Sprechweise bestimmter Texte. Am Ende gibt es die Aufführung „Der Sprechkunstabend“, der die Zwischen- oder Abschlussprüfung der Teilnehmer darstellt. Zu den freien studentischen Gruppen zählt unter anderem das Theaterforum. Dort führt bei jedem Projekt ein anderes Mitglied der Gruppe Regie. Bei „Shakespeare & Company“ werden ausschließlich englischsprachige Shakespeare Stücke aufgeführt. Sie sind bekannt für ihre aufwendigen Produktionen und Livemusik, oftmals eigens komponiert. Projekt 4 spielt nur selbstverfasste Stücke von Thomas Jahnke und das Regensburger Studententheater führte auch schon selbstverfasste Stücke auf, ebenfalls jedes Mal unter anderer Leitung. „In letzter Zeit wurden relativ viele Eigenproduktionen im Theater an der Uni aufgeführt“, sagt Riedenauer. Besonders hervorzuheben sei das Fremdsprachentheater, das in Regensburg einmalig ist.

     

    Eigenverantwortung, Disziplin und Zeitmanagement sind gefragt

     
    Die Studierenden kümmern sich um alles selbst, vom Bühnenbild, den Scheinwerfern über die Eintrittskarten und Werbung bis hin zum Aufräumen nach der letzten Vorstellung. Die Inszenierungen studentischer Theatergruppen werden jedoch besonders vom Studentenwerk gefördert. Dabei greifen sie den Schauspielern finanziell unter die Arme, wobei der Betrag von dem Anteil der Studenten, der Zuschauerzahl und dem ermäßigten Eintrittspreis abhängt. Diese Grundsätze sind in den Richtlinien für die finanzielle Förderung von Aufführungen im Theater an der Uni festgehalten. Nebenbei müssen sich die Schauspieler um Brandschutz, Sicherheit, Technik und viele weitere organisatorische Dinge rund um die Aufführungen kümmern. Diese Punkte sind in den Richtlinien für Veranstaltungen an der Uni festgehalten. Für die Bereitstellung des Theaters an der Uni gibt es ebenfalls Richtlinien.
    „Jeder, den das Theater interessiert, ist bei uns herzlich willkommen“, sagt Riedenauer. Selbst wenn man nicht schauspielern möchte, gebe es viele andere Bereiche, in die man einsteigen könne. Darunter beispielsweise als Souffleur, beim Schminken oder in der Tontechnik. „Wir sind offen für alle, die aktiv das Programm im Theater an der Uni mitgestalten möchten!“, bestätigt Riedenauer. Anfangs kann jeder Interessierte die Webseite erkunden und somit eine für ihn in Frage kommende Theatergruppe ausfindig machen. Außerdem hat jeder die Möglichkeit, einen Termin mit der Fachbereichsleiterin zu vereinbaren, um im Gespräch herauszufinden, welche Gruppe zu den eigenen Vorstellungen passen könnte. Wenn man seine Wahl eingeschränkt hat, kann man eine individuelle Beratung mit dem Leiter der Gruppe vereinbaren.  Dort wird einem auch mitgeteilt, ob die jeweilige Gruppe momentan Teilnehmer sucht oder schon mitten in den Proben ist. Die einzelnen Gruppen führen ihre Stücke zu unterschiedlichen Zeiten auf, somit herrscht an der Uni das ganze Jahr über ein durchgängiger Spielbetrieb. Einzige Ausnahme ist im August, zu dieser Zeit ist Sommerpause. Die Proben sind generell abends, da die Studenten von vielen unterschiedlichen Studienrichtungen kommen und somit verschiedene Stundenpläne haben. Diejenigen, die keine Theatergruppe finden, die zu ihnen passt, können auch eine eigene Gruppe eröffnen. Einfallsreichtum, Organisation und Disziplin sind hierbei noch mehr gefordert.
     

    Das Theater als Juwel der Uni Regensburg

     
    Foto: Markus Freitag
     
    „Das Theater an der Uni bietet durch die flexible Gestaltung von Bühne und Bestuhlung, sowie durch die professionelle technische Ausstattung eine sehr große Vielfalt an Inszenierungsmöglichkeiten. Die Theaterensembles  sind vollkommen frei in der Auswahl der Stücke und deren Umsetzung“, erklärt Riedenauer. Das Schöne sei, dass sich jeder aktiv einbringen könne und die Möglichkeit habe, selbst mitzugestalten. Außerdem lerne man so, mit Zeitdruck und Stress umzugehen und Prioritäten zu setzen. „Jeder sagt vor den Aufführungen mindestens einmal `Das tue ich mir nicht mehr an`. Doch nach der Premiere erhebt sich bei den Mitwirkenden schnell die Frage `Welches Stück spielen wir als nächstes?`“, sagt Riedenauer grinsend. Das Herzblut und die Leidenschaft, die jeder Mitwirkende in das jeweilige Stück steckt, würden das Theater ausmachen. Viele kämen anfangs schüchtern zu Birgit Riedenauer, weil sie nicht ganz sicher sind, ob das Schauspielern was für sie sei. Diese bestärkt Riedenauer. „Ja und dann sehe ich mir die Aufführungen an und sehe genau diese auf der Bühne spielen. Auf einmal stehen sie da und haben die Hauptrolle. Daran sieht man einfach, dass es funktioniert.“
     
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    Was der Regensburger Campus Nicht-Studenten bietet

    Vieles von dem, was der Regensburger Campus seinen Studierenden bietet, kann auch die Allgemeinheit nutzen. (Foto: Knobloch)
     
    Universität und OTH Regensburg haben für ihre über 30.000 Studierenden eine ganze Reihe von Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten. Vieles davon bleibt uns Studierenden vorbehalten, anderes nicht. Hier erfahrt ihr, wie auch eure Eltern, Großeltern oder Freunde, die nicht studieren, von den Angeboten auf dem Campus profitieren können. 
    • Kugelsicher

    Semesterstart: Neu in Regensburg

    Zum Start des Semesters ziehen wieder zahlreiche Studenten nach Regensburg. Jeder, der neu in der Stadt ist, muss sich erst einmal zurecht finden und hat viele offene Fragen. Aus diesem Anlass hat die MZ eine Übersicht erstellt, die helfen soll, sich schnell in Regensburg heimisch zu fühlen. Den Artikel dazu findet ihr hier: 
     

    Semesterstart: Neu in Regensburg

    Wer zum Studieren in die Stadt kommt, hat viele Fragen. Die MZ erklärt, wie man in Regensburg über die Runden kommt.
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    Darauf sollten die Regensburger Studierenden im kommenden Wintersemester achten

    Das Wintersemester 2017/18 steht kurz bevor. Welche Änderungen gibt es auf dem Regensburger Campus? Was sollten die Studierenden ganz besonders im Auge behalten?

    Auf die Studierenden am Regensburger Campus warten im Wintersemester einige Änderungen. Foto: Knobloch
     

    50 Jahre Universität Regensburg 

    2017 feiert die Universität Regensburg ihr 50-jähriges Bestehen. Bereits im Sommersemester wurde dieses Jubiläum mit einer ganzen Reihe von Festakten, Vorträgen, Ausstellungen und Konzerten gefeiert. Im kommenden Wintersemester wird dieses Programm fortgesetzt: So findet beispielsweise am 11. November eine Campusführung statt, die sich mit der Architektur und Baugeschichte der Regensburger Uni auseinandersetzt oder am 17. Dezember ein Winterkonzert des Symphonieorchesters der Universität Regensburg. Eine Übersicht über alle bevorstehenden Veranstaltungen und das gesamte Jubiläumsprogramm findet sich hier und hier. Ein Überblick über besondere Vorträge und Veranstaltung an der OTH findet sich hier.

     

    Politischer Richtungswechsel in der Studierendenvertretung der UR

    Nachdem die Hochschulpolitik an der Universität Regensburg in den letzten Semestern von der ökologisch-sozialen Bunten Liste und den Jusos geprägt war, steht im kommenden Wintersemester ein Richtungswechsel bevor: Als Sieger aus der letzten Hochschulwahl im Juni gingen der konservative Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und die Liberale Hochschulgruppe (LHG) hervor. Die neuen studentischen Sprecher Jonas Prien (RCDS) und Tarek Carls (LHG) wollen im neuen Semester einige Punkte ihres Wahlprogramms, wie beispielsweise eine Packstation an der Uni, möglichst schnell umsetzen. Das sagten sie zumindest bei der konstituierenden Sitzung des Studentischen Konvents im Juli. Ob sich die neue, teils hochschulpolitisch noch unerfahrene Studierendenvertretung  gut in ihre neuen Aufgaben einfinden wird, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. 

     

    Neue Ringvorlesungen an der Uni Regensburg

    Auch im Wintersemester 2017/18 gibt es an der Uni einige Ringvorlesungen, also Vorlesungen, die nicht immer vom gleichen Professor gehalten werden, sondern bei denen Referenten verschiedener Fachrichtungen zu einem bestimmten Themenbereich Vorträge halten. Ringvorlesungen richten sich damit nicht nur an Studierende eines einzelnen Faches, sie wollen vielmehr explizit Studierende aller Fachrichtungen ansprechen. Wer also  über den Tellerrand des eigenen Faches schauen möchte, kann sich den einen oder anderen ECTS-Punkt für seinen Wahlbereich in einer Ringvorlesung verdienen. In kommenden Wintersemester startet beispielsweise die Vorlesungsreihe „Irrfahrt ins Wissen. Expedition - Bildungsreise - Odyssee“ veranstaltet vom Zentrum für Klassikstudien. Sie widmet sich unter anderem den Forschungsreisen des antiken Historikers Herodot. Eine andere Ringvorlesung behandelt unter dem Titel „Figurationen des Unmittelbaren“ das Thema Unmittelbarkeit im Reality-TV oder in der Kunst. Einen Überblick über alle Ringvorlesungen findet sich hier.

     

    Deutlich mehr Studierende der „Sozialen Arbeit“ an der OTH als geplant

    Im kommenden Wintersemester werden im Studiengang „Soziale Arbeit“ deutlich mehr Erstsemester als bisher erwartet, die OTH spricht von voraussichtlich 500 anstatt der üblichen 150 Studienanfänger. Der Grund dafür: Wegen eines Fehlers in der Verwaltung wurden deutlich mehr Bewerber für den Studiengang zugelassen als eigentlich Kapazitäten vorhanden sind. Zwar hat die OTH in einer Pressemitteilung angekündigt, „alle räumlichen Kapazitäten“ zu überprüfen und zur Verfügung zu stellen. Eng dürfte es aber vor allem für die neuen Studierenden im Fach „Soziale Arbeit“ an der OTH wohl dennoch werden.

     

    Baumaßnahmen an der OTH

    Am 26. Oktober findet die Einweihungsfeier für das neue Gebäude der Fakultät „Informatik und Mathematik“  statt. Bisher mussten die Studierenden dieser Fächer noch auf das Sammelgebäude der Universität ausweichen, jetzt bekommen sie ihre eigenen Räumlichkeiten. Außerdem können sich die Studierenden der OTH auf 50 neue Arbeitsplätze freuen, die im Laufe des Wintersemesters im Foyer bei der Cafeteria der Fakultät für Maschinenbau eingerichtet werden. Renoviert wird die Leseterrasse der Hochschulbibliothek.

     

    Neuer Chor an der OTH

    Die Uni Regensburg hat einen eigenen Chor, der bei den Studierenden sehr beliebt ist. Auch an der OTH soll nun im kommenden Semester ein Chor entstehen, in dem sowohl klassische als auch moderne Stücke gesungen werden. Eine erste offene Chorprobe findet am 18. Oktober um 18.45 Uhr in Raum S009 statt. Zusätzlicher Anreiz für Interessenten: Sie können sich die Teilnahme am Chor als Wahlfach anrechnen lassen und bekommen ECTS-Punkte für ihr Studium gutgeschrieben.

     

    Neues Zusatzstudium „Regionalkompetenzen für die bayerisch-tschechische Grenzregion“ am Bohemicum der Uni Regensburg

    Studierende, die Interesse an einer Zusatzqualifikation mit Bezug zu Tschechien haben, sollten sich das zertifizierte Zusatzstudium „Regionalkompetenzen für die bayerisch-tschechische Grenzregion“ näher anschauen, dass ab diesem Wintersemester an der Universität Regensburg startet. Dieses Pilotprojekt soll Interessierten die Möglichkeit geben, innerhalb von zwei Semestern sowohl sprachliche als auch kulturelle Kompetenzen zu Tschechien zu erwerben. Ein Teil des Studiums wird deshalb auch in Tschechien absolviert, hierfür kooperiert die Uni Regensburg mit der Westböhmischen Universität Pilsen. Ziel des Ganzen ist es, Hindernisse, die auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt zwischen Tschechien und Ostbayern bestehen, abzubauen. So soll Studierenden der Einstieg in einen möglichen Arbeitsalltag in der Grenzregion erleichtert werden. Weitere Infos dazu gibt es auf der Homepage des Bohemicums.

     

    Neues Teilzeitstudium B.A. „Physician Assistant“ an der HSD Hochschule Döpfer

    Ab diesem Wintersemester bietet die HSD Hochschule Döpfer einen neuen Studiengang an, der in Deutschland bisher kaum bekannt ist: Interessierte können sich künftig in Regensburg zum „Physician Assistant“ ausbilden lassen. Der Beruf des „Physician Assistant“ kann zwischen Pfleger und Arzt verortet werden. PAs sollen in erster Linie den Arzt im Klinikalltag unterstützen, sodass der mehr Zeit für seine eigentliche Tätigkeit hat – die Behandlung seiner Patienten. Der Aufbau des Studiengangs erfolgte nach Vorgaben der Deutschen Ärztekammer, er ist jedoch kein grundständiges Studium, sondern vielmehr eine Form der akademischen Weiterbildung: Bewerber müssen neben der Hochschulreife eine dreijährige Berufsausübung beispielsweise in der Pflege oder in medizinisch-technischen Berufen und eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen.

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    Wichtige Informationen für Erstis und Rückmelder

     
    Am 16. Oktober herrscht wieder Leben am Campus. Zahlreiche Studenten strömen an die Uni Regensburg um ihr Studium weiterzuführen oder zu beginnen. Wir zeigen, was Erstsemestler und Rückmelder wissen müssen.
     
    Ab 16. Oktober füllt sich der Campus wieder. Foto: Knobloch
     

    Wichtige Einrichtungen an der Uni

    Mensa:
    Der Uni-Alltag bringt euren Magen zum knurren? Die Mensa schafft Abhilfe. Jeden Tag könnt ihr zwischen drei Hauptgerichten und verschiedenen Beilagen wählen. Auch Vor- und Nachspeisen werden angeboten. Die Mensa ist während der Vorlesungszeit von 11.00 bis 14.15 Uhr und während der vorlesungsfreien Zeit von 11.00 bis 14.15 Uhr geöffnet. Neben der Mensa befinden sich noch sechs Cafeterien mit folgenden Standorten auf dem Campus: Gebäude der Mensa, Sammelgebäude, 1. Obergeschoss der Zentralbibliothek, PT-Gebäude, Sportzentrum, Chemie.
     
    Studentenhaus:
    Die Einrichtungen des Studentenhauses beantworten alle Fragen rund ums Studium. Egal ob Studienberatung, Fragen zum BAföG oder Wohnungssuche, im Studentenhaus findet jeder den passenden Ansprechpartner. Das Sekretariat ist von Montag bis Donnerstag, 08.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr geöffnet, sowie Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr und unter folgender Telefonnummer erreichbar: 0941/9432219
     
    Studentenkanzlei:
    Die Studentenkanzlei ist der Ansprechpartner bei allen organisatorischen Aufgaben rund ums Studienanfang und Durchführung. Von der Bewerbung zur Einschreibung bis zur Exmatrikulation. Bei der Studentenkanzlei schreibt ihr euch als Student ein, meldet euch zurück, beantragt ein Urlaubssemester, informiert euch über Adressänderungen und vieles mehr. Ebenso sind auch Unfälle im Zusammenhang mit dem Studium in der Studentenkanzlei zu melden. Die Studentenkanzlei hat Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr und zusätzlich am Donnerstag von 13.00 bis 15.00 Uhr geöffnet und ist telefonisch unter 0941/9435500 erreichbar.
     
    Prüfungsverwaltung und Zentrales Prüfungssekretariat:
    Für die Prüfungsverfahren der meisten Studiengänge ist das Zentrale Prüfungssekretariat die richtige Anlaufstelle. Aktuelle Prüfungstermine, Formulare, und die jeweiligen Ansprechpartner findet Ihr auf den Unterseiten der Homepage.
     
    Rechenzentrum:
    Das Rechenzentrum bietet Service und Support rund um die IT. Fragen zur Nutzung des WLANs oder zum eigenen RZ-Account werden hier beantwortet. Hilfe bei Auswahl, Beschaffung und Installation von nützlicher Software. Bereitstellung zahlreicher speziell angepasster, leicht bedienbarer Software. Das Infozentrum ist in der Vorlesungszeit von Montag bis Donnerstag, 09.00 bis 17.00 Uhr sowie Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr und in der vorlesungsfreien Zeit von Montag bis Donnerstag, 09.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr sowie Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr geöffnet.
     
    CIP-Pools:
    Die CIP-Pools sind Räume, in denen Computer zur öffentlichen Nutzung bereitstehen. Die PCs sind mit Internetzugang und verschiedensten nützlichen Programmen ausgestattet. Standort und Öffnungszeiten der Räume findet ihr hier.
     
    Druckzentrum:
    Im Druckzentrum der Uni befinden sich hochwertige Farbdrucker, Großformatdrucker und Kopiergeräte mit der ihr eure Seminar- oder Abschlussarbeit im Handumdrehen ausdrucken könnt. Das Druckzentrum befindet sich im 1. Stock des Rechenzentrums und ist von Montag bis Donnerstag, 08.00 bis 17.00 Uhr sowie Freitag von 08.00 bis 14.30 Uhr geöffnet.
     
    Zentralbibliothek:
    Die Zentralbibliothek besteht aus einem allgemeinen Lesesaal, einer Theke für Fern- und Ausleihe, einer Lehrbuchsammlung, einem Informationszentrum in dem Fragen zur Bibliotheksnutzung und Recherche geklärt werden und einem Multimediazentrum und bietet Zugang zu zwölf Teilbibliotheken mit fachspezifischen Lesesälen und unzähliger Fachliteratur. Die einzelnen Öffnungszeiten findet Ihr hier. Telefonisch könnt Ihr die Zentralbibliothek unter 0941/9433990 erreichen.
     
    Sportzentrum:
    Das Sportzentrum schafft mit Sportkursen jeglicher Art den perfekten Ausgleich zum stressigen Uni-Alltag. Mit dem Sportausweis könnt ihr an den Kursen teilnehmen. Diesen könnt ihr euch gegen eine Grundgebühr von 15 Euro bei einem Validier-Automaten auf euren Studentenausweis drucken lassen (für Kletterkarte, Sauna, Kraftraum und Kombikarte fallen zusätzliche Kosten an). Die Standorte der Validier-Terminals findet Ihr hier. Weiter Infos zum Hochschulsport könnt Ihr hier nachlesen.
     
    Copy and Paper:
    Du musst dringend etwas ausdrucken, deine Seminar- oder Abschlussarbeit binden lassen oder brauchst neue Büroartikel? Dann bist du beim campuseigenen Copy and Paper Shop genau richtig. Der Druckshop hat während der Vorlesungszeit von Montag bis Donnerstag, 08.00 bis 18.00 Uhr sowie Freitag von 08.00 bis 16.00 Uhr und während der vorlesungsfreien Zeit Montag bis Donnerstag, 08.00 bis 16.00 Uhr sowie Freitag von 08.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Telefonisch sind Copy and Paper unter 0941/93333 erreichbar.
     

    Informations- und Einführungsveranstaltungen

    Die Einführungsveranstaltungen sind als Starthilfe ins Studium gedacht. Dort erhalten die Studenten alle wichtigen Informationen zum Studienbeginn, wie z.B. Gestaltung des Stundenplans, Anmeldung zu Prüfungen und einzelnen Kursen usw. Die Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen ist auch noch nach den Einführungen möglich. Für folgende Studiengänge werden Einführungsveranstaltungen angeboten:
    • Studium aller Lehrämter am 09. und 10. Oktober
    • Einführung in das B.A. Studium (Mehr-Fach-B.A.) am 10. und 11. Oktober 
    • Einführung in alle anderen Studiengänge
    • Einführung ins Prüfungsverwaltungssystem FlexNow am 24. Oktober um 18.00 Uhr in H2
    Außerdem bieten verschiedene Fachbereiche Informationen zu den einzelnen Fächern speziell zum Studienstart an. Zentrale Einrichtungen, Vertreter/innen von Zusatzausbildungen, das Studentenwerk und studentische Organisationen der Uni stellen ihr Angebot rund ums Studium am Dienstag, 10. Oktober, von 12.00 bis 15.00 Uhr im Foyer des Audimax vor. Neben Erstsemestler sind auch bereits Studierende und andere Interessenten willkommen.
     
    Neben den Einführungsveranstaltungen zu den einzelnen Studienfächern werden weitere wissenswerte Informationsveranstaltungen angeboten:
     

    Wichtige Tools fürs Studium:

    • Novell Groupwise: Emailsystem der Uni, Anmeldung über den RZ-Account (am besten einmal am Tag nachschauen)
    • FlexNow: Prüfungsverwaltungssystem, An-und Abmeldung von Leistungsnachweisen
    • LSF: Anmeldung zu Kursen, Login mit RZ-Account
    • SPUR: Studentenportal, Schriftlicher Antrag zum Studiengangwechsel, Infos zur Rückmeldung, Direktzugang zu LSF, GRIPS, FlexNow, Novell Groupwise
    • Uni W-LAN: Zugang entweder über Bayern W-LAN (offenes Netzwerk) oder campuseigenem W-LAN eduroam (Anmeldung erforderlich)
     

    Nützliche Anwendungen:

    • Mensa-App: Zeigt Essensplan der Mensa für die aktuelle und kommende Woche an
    • UR-Walking: Eigens am Lehrstuhl Für Medieninformatik und Informationswissenschaft entwickelte Navigations-Tool für den Campus der Uni Regensburg
    • DB Navigator, Öffi oder sonstige Apps für den öffentlichen Nahverkehr
    Weitere nützliche Anwendungen für den Studentenalltag findet Ihr hier.
     

    Wichtige Fristen:

    Klausuren, Hausarbeiten etc.:
    Für alle Leistungsnachweise ist eine Anmeldung über das Prüfungsverwaltungssystem FlexNow innerhalb der vorgegebenen Frist zwingend notwendig. Ist man zu spät dran, wird man nicht zur Klausur zugelassen und muss den Kurs zum nächsten Semester wiederholen. Anmeldefrist sowie Prüfungstermin findet Ihr auf LSF unter den einzelnen Kursdetails. Teilweise bekommen die Studenten auch vom Sekretariat des Lehrstuhls oder vom Dozenten selbst eine E-Mail, in der die Prüfungstermine fürs jeweilige Semester aufgelistet sind.
     
    Rückmeldung:
    Zum Ende jedes Semesters ist für den Studenten eine sogenannte Rückmeldung erforderlich, möchte er sein Studium auch im kommenden Semester fortsetzen. Dafür überweißt Ihr einfach den zuvor festgelegten Betrag  innerhalb einer bestimmten Frist auf das angegebene Konto. An die Rückmeldung werdet ihr per E-Mail benachrichtigt, dort sind dann auch Frist, der fällige Betrag und die Bankverbindung angegeben auf die Ihr den Betrag überweisen müsst. Außerdem könnt ihr die Informationen zur Rückmeldung auch auf der Webseite abrufen. Wer seinen Semesterbeitrag nicht fristgerecht überweist, wird zum Beginn des nächsten Semesters exmatrikuliert. Falls ihr die Rückmeldung einmal vergessen solltet, braucht Ihr nicht gleich in Panik zu verfallen. Die Exmatrikulationen werden erst Wochen später verschickt und falls ihr sogar so spät dran seid, dass die Exmatrikulation bereits bei euch im Briefkasten liegt, kann man den ganzen Vorgang durch einen netten Anruf in der Studentenkanzlei und einer Mahngebühr noch rückgängig machen (wer allerdings aufgrund von ungenügenden Prüfungsleistungen zwangsexmatrikuliert wird, kann den Vorgang natürlich nicht mehr verhindern).
     
    Mit diesen Informationen solltet ihr für euren kommenden Uni-Alltag gut gewappnet sein. Die Kugelschreiber wünschen euch einen guten Start ins Semester und viel Erfolg bei den Prüfungen!
     
     
     
     
     
     
    • Zur Debatte

    Datenpanne sorgt für Hunderte neue Studienplätze

     
    An der OTH könnte es dieses Semester eng werden. Foto: OTH Regensburg
     
    An der OTH Regensburg erhielten plötzlich mehr als 700 Bewerber ein Angebot für das Studium "Soziale Arbeit". Eigentlich wollte die Hochschule nur 137 Erstsemester für das Fach zulassen. Schuld an diesem Fehler ist eine Panne bei der Dateneingabe. Was die Hochschule gegen die Überbelegung machen möchte, könnt ihr hier nachlesen.
    von Selina Bayes bearbeitet von Sabrina Beer 9/15/2017 8:11:22 AM
    • Hörsaal

    Künstlerische Talente gesucht

    Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Uni Regensburg findet dieses Jahr der Kunstwettbewerb "unsere un!" statt. Für kreative Studenten kann sich das durchaus lohnen: Die Gewinner-Werke erhalten Preisgelder von bis zu 600 Euro. 
     
    Am 29. November werden einige Gesichter gewiss besonders strahlen. An diesem Tag wird nämlich eine Vernissage mit Preisverleihung für die besten Kunstwerke von "unsere un!" veranstaltet. Der Gewinner kann sich über 600 Euro freuen, der Nächste auf dem Treppchen erhält 400 Euro und die Plätze drei bis fünf gehen mit jeweils 300 Euro nach Hause. Wer dazugehören möchte, sollte bis 20. Oktober ein Kunstwerk, das sich thematisch mit der Uni auseinandersetzt, an das Institut für Kunsterziehung senden. Das kann im Prinzip alles sein - wie zum Beispiel Grafiken, Gemälde, Fotografien, Collagen oder Objekte. Mitmachen kann jeder, der aktuell an der Uni studiert oder arbeitet. Nachdem die digitalen Abbildungen von bis zu drei Werken pro Kandidat zusammen mit einem Teilnahmeformular (hier geht's zum Formular) eingegangen sind, trifft die Jury eine erste Vorauswahl. Die Urheber dieser Bilder werden dann per Mail benachrichtigt und sollten ihre Originale einreichen. Welche Kunstwerke dann in einer Ausstellung in der Kunsthalle präsentiert werden, entscheidet die Jury in einem zweiten Durchgang. In der Ausstellung werden dann auch die Preisträger ermittelt.
    Also auf die Stifte, fertig, los!
    von Selina Bayes bearbeitet von Sabrina Beer 9/8/2017 11:35:52 AM
    • Kugelsicher

    Lernen für die Ewigkeit?

    Nach der Klausurenphase ist das Gelernte bei Studenten meist schon wieder vergessen. Psychologen an der Uni Regensburg erforschen Bedingungen, unter denen Gelerntes besonders gut im Gedächtnis bleibt. Hier könnt ihr nachlesen, welche Faktoren das Lernen beeinflussen.
     
    Prof. Dr. Mark Greenlee im Magnetresonanztomografie-Labor des Bezirksklinikums. Foto: Pinter
     
    von Anna-Leandra Fischer bearbeitet von Sabrina Beer 8/25/2017 1:00:00 PM
    • Im Profil

    Die Qual der Wahl nach dem Abitur

    Die Schule endlich hinter sich gelassen, das Abiturzeugnis in der Tasche und jede Menge offener Möglichkeiten im Gepäck: Auf diesen Moment warten die meisten Gymnasiasten und Gymnasiastinnen schon Jahre vorher. Doch es dauert nicht lange, bis sich bei vielen Hochschulabsolventen die Frage auftut: "Und was jetzt?". Nicht jeder weiß sofort, was er mit seiner beruflichen Zukunft anfangen soll. Dies sei ganz normal, bestätigt Joachim Schulz von der Bundesagentur für Arbeit Regensburg. Hier könnt ihr die Geschichten dreier ganz unterschiedlicher Abiturienten lesen, wie sie ihren Weg ins Berufsleben gefunden haben.
     
    Foto: dpa
     
     
    von Sabrina Beer bearbeitet von Selina Bayes 8/23/2017 12:47:45 PM
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    Warum ist Populismus in Europa so erfolgreich?

     

    Die AfD in Deutschland, der Front National in Frankreich oder die PiS in Polen: Populistische Parteien sind in ganz Europa auf dem Vormarsch. Die neueste Ausgabe der Zeitschrift „OST-WEST“, die im Regensburger Pustet-Verlag erscheint, macht sich das zum Thema und zeigt, dass alle Populisten in ihrer Verschiedenheit doch vieles eint.

    Dr. Christof Dahm ist Redakteur vom Dienst der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“. Foto: Stoib
     

    Populisten erzielen in vielen Ländern Europas beachtliche politische Erfolge. Die Ursachen dafür sind jedoch nicht nur in der Flüchtlingskrise zu suchen. Das betont Dr. Christof Dahm, Redakteur vom Dienst der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“.

    Der Vorwurf, dass Politiker sich von der einfachen Bevölkerung entfernt haben und sich ihrer Probleme nicht annehmen, ist nicht neu. „Populismus ist schon immer da gewesen“, sagt Dahm, auch wenn das Phänomen in den letzten Jahren besonders in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt ist. Dabei dürfe man jedoch den Begriff als solchen nicht von vornherein negativ bewerten. „Populismus heißt, auf das Volk zugehen. Das ist meines Erachtens als wertneutral zu betrachten“, erklärt Dahm. Populismus kann schlicht als eine „Strategie um Macht zu erlangen“ beschrieben werden und ist damit zuerst einmal nur eine Methode, Politik zu betreiben.

    Doch verharmlosen dürfe man das Phänomen nicht. Populisten, gleich welcher politischen Couleur, neigen dazu, die politische Realität in einfache Muster zu pressen: Sie unterscheiden oft nur zwischen „gut“ und „böse“, „richtig“ und „falsch“, „wir da unten“ und „denen da oben“. Problematisch werde das, so Dahm, wenn Populisten ein Thema einseitig darstellen und gleichzeitig behaupten, sie alleine wüssten, was die Bevölkerung wirklich braucht.

     

    „Populismus hat viele Quellen und Hintergründe.“

    Doch was sind die Ursachen dafür, dass populistische Parteien in den letzten Jahren in vielen europäischen Ländern große politische Erfolge erzielt haben?

    Die eine Ursache dafür gebe es nicht, ist sich Dahm sicher. „Populismus hat viele Quellen und Hintergründe.“ Der rasante Aufstieg der AfD in Deutschland beispielsweise lasse sich nicht nur auf die Flüchtlingskrise zurückführen, auch wenn diese viele Ängste hervorgerufen hat. Doch politische Strömungen, die zum Teil sehr weit rechts von der Union stehen, seien in der BRD nicht neu, erklärt Dahm: „In Deutschland gab es immer eine rechte Tradition.“ Die Tatsache, dass AfD und PEGIDA vor allem in Ostdeutschland viele Anhänger finden, führt er dabei darauf zurück, dass sich die Menschen dort sehr lange Zeit nicht umfassend mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands auseinandergesetzt hätten: „In den neuen Bundesländern hat keine richtige Aufarbeitung des Nationalsozialismus stattgefunden.“

    Dem Erfolg des Front National in Frankreich, der Marine Le Pen immerhin bis in die Stichwahl um die französische Präsidentschaft gebracht hat, liegen wiederum andere Ursachen zugrunde. Populisten arbeiteten oft mit der einfachen Botschaft, dass früher alles besser gewesen sei. Damit hat der Front National in Gebieten Erfolg, in denen große Arbeitslosigkeit herrscht und der Anteil an Migranten hoch ist. Dort versprechen die Populisten den Menschen, die Angst um ihre Jobs haben, eine einfache und klare Welt, in der diese sich wieder besser zurechtfinden.

    Der Aufstieg des Populismus in Osteuropa kann dagegen nur vor dem Hintergrund historischer Erfahrungen verstanden werden. „Die tiefere Ursache in diesen Ländern ist die EU“, sagt Dahm. Polen, Tschechien oder Ungarn waren Teil der Sowjetunion und standen damit unter politischer Fremdbestimmung. „Die Menschen in diesen Ländern haben die jahrzehntelange Diktatur von Moskau abgeschüttelt und sehen jetzt in Brüssel und der EU wieder jemanden, der ihnen etwas aufzwingen will“, erklärt Dahm in Bezug auf die Forderung der Europäischen Union, dass all ihre Mitgliedsländer sich an der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligen sollen.

    Erschwerend kommt hinzu, dass nicht alle Osteuropäer vom Zusammenbruch der Sowjetunion profitieren konnten. Es habe zwar wirtschaftlichen Aufschwung und viele Gewinner der Wende gegeben, aber eben auch viele Verlierer und Enttäuschte. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte und die zunehmende Globalisierung mache vielen Menschen Angst — nicht nur in Osteuropa, sondern auf dem ganzen Kontinent. Alle europäischen Populisten schlagen offenbar aus den gleichen Ängsten Kapital. „Die Welt ist vielen Menschen unverständlich geworden“, meint Dahm. Wer Unsicherheit verspürt, sei empfänglich für die Rhetorik populistischer Politiker.  

     

    „Das Flüchtlingsthema war nur der letzte Anstoß“

    Dahm ist sich auch sicher, dass die Flüchtlingskrise allein nicht für den Erfolg populistischer Parteien in Europa verantwortlich ist. „Das Flüchtlingsthema war nur der letzte Anstoß für ein tiefer liegendes Unbehagen“, sagt er. Selbst wenn es der Politik gelänge, dieses Problem zu lösen, würden die Populisten nicht automatisch wieder verschwinden. Denn dann würden andere Probleme in den Vordergrund rücken, die Überalterung der Gesellschaft beispielsweise oder die fortschreitende Digitalisierung.

    Wie aber lässt sich dem Populismus in Europa beikommen? Auch die konventionellen Parteien müssen die Probleme erkennen, die Populisten thematisieren, meint Dahm. Angst vor einem gesellschaftlichen Wandel und Kritik an der Europäischen Union eint die Populisten. Sie hat laut Dahm ein „Darstellungsproblem“. Als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gegründet, müsse die EU auch gesellschaftlich zusammenwachsen: „Wirtschaft allein reicht eben nicht.“

    Um sich dem Populismus entgegenzustellen, sollte der Dialog mit den Populisten keinesfalls ausbleiben, auch in Deutschland nicht. Alle Populisten pauschal als Nazis abzustempeln, löse keine Probleme. „Das ist zu billig“, sagt Dahm. Man müsse auch auf AfD-Politiker zugehen und versuchen, ins Gespräch zu kommen.

    Wie eine vor kurzem von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Studie zeigt, stimmt knapp ein Drittel der Deutschen populistischen Aussagen zu. „Diese Leute kann man nicht einfach ignorieren“, meint Dahm. In den jüngsten Umfragen liegt die AfD bundesweit immerhin zwischen sieben und neun Prozent der Stimmen. Dass sie es am 24. September in den Bundestag schafft, dessen ist er sich sicher. Die Politiker der etablierten Parteien müssen der AfD dann auf parlamentarischer Ebene begegnen, ähnlich wie sie es in vielen anderen Ländern Europas jetzt schon der Fall ist. „Das sind dann immerhin gewählte Vertreter, denen man zuhören muss“, sagt Dahm, „Aussitzen ist keine Lösung.“

     

    Die Zeitschrift "OST-WEST". Europäische Perspektiven 

    Die Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ will ein „Forum für den Dialog zwischen dem Osten und Westen Europas“ sein.

    Jede Ausgabe behandelt einen thematischen Schwerpunkt, der aus möglichst vielen Blickwinkeln beleuchtet werden soll.

    Der Preis für eine Einzelausgabe beträgt 6,50€, ein Jahresabo kostet 19,80€. „OST-WEST“ erscheint viermal im Jahr, immer zur Mitte eines Quartals.

    Herausgeber von „OST-WEST“ sind Renovabis, das Osteuropa-Hilfswerk der katholischen Kirche, und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

     

    Knapp ein Drittel der Deutschen denkt populistisch, das hat eine Studie der Bertelsmann-Stiftung herausgefunden. Mehr dazu gibt es hier.

    Am 24. September ist Bundestagswahl. Informationen und Analysen rund um die Wahl, die Parteien und ihre Kandidaten – auch aus der Region – findet ihr hier.

    von Maximilian Stoib bearbeitet von Selina Bayes 8/23/2017 11:43:36 AM
    • Im Profil

    Semesterferien und trotzdem an der Uni 

    Das Bild, das im Kopf entsteht, wenn man an die Uni in den Semesterferien denkt, ist wohl eher trist: Eine verlassenes Gebäude, keine Studenten. Ganz anders sah das bei einem Besuch vergangene Woche aus, in der PT-Bibliothek und in den Cafeten war einiges los. Denn egal ob Bachelorarbeit, Blockseminar oder Hausarbeit - auch in der eigentlich freien Zeit
     
    Viele Tische in der Bibliothek waren trotz Semesterferien besetzt. Foto: Stangl
     
     
    • Zur Debatte

    Neustart 

    Ein Kommentar von Maximilian Stoib 
     

    Die Mehrheitsverhältnisse im Studentischen Konvent der Uni Regensburg haben sich nach der Hochschulwahl im Juni radikal geändert, die Regensburger Hochschulpolitik steht vor einem Umbruch. Wo zuvor Bunte Liste und Jusos eine komfortable Mehrheit hatten, stehen sich jetzt zwei beinahe gleich starke Blöcke gegenüber, der AStA ist nach der konstituierenden Sitzung des Studentischen Konvents fast gänzlich in der Hand von RCDS und LHG. Für Bunte Liste und Jusos ist das eine ungewohnte Situation: In den vergangenen Jahren bestimmten fast ausschließlich sie das Bild, das die Regensburger Studierenden von ihrer Vertretung haben. 

    In der ersten Sitzung des neuen Konvents mussten sie nun zusehen, wie sie Wahlgang um Wahlgang verloren, wie die Koalition aus RCDS und LHG Amt um Amt für sich gewinnen konnte. Leicht fiel ihnen das nicht, vor allem gegen Ende ging die Sachlichkeit in der Diskussion oft verloren, wenn auch nicht nur auf Seiten der Wahlverlierer. Kritik am politischen Gegner ist wichtig, aber einige Angriffe waren persönlicher Natur, wenig konstruktiv und weg vom Wesentlichen.

    Ihrer Rolle als Opposition wurden Bunte Liste und Jusos aber gerecht, sie brachten die Vertreter von Konservativen und Liberalen mit ihren Fragen mehr als einmal ins Schlingern und offenbarten damit die hochschulpolitische Unerfahrenheit einzelner Mitglieder von RCDS und LHG: So mancher wird sich bis zum Beginn der neuen Amtsperiode im Oktober noch tiefer in seine baldigen Aufgaben einarbeiten müssen, das wurde deutlich.

    Doch schlecht muss diese Unerfahrenheit per se gar nicht sein. Denn die Hochschulpolitik lebt nicht nur von Erfahrung, sondern ebenso von der leidenschaftlichen Bereitschaft, einen beträchtlichen Teil der eigenen Freizeit zu opfern und sich tief in komplexe Themen einzuarbeiten. Sie lebt nicht zuletzt auch vom unbedingten Wille zur Veränderung bei gleichzeitig geringem Mitbestimmungsrecht gegenüber der Hochschulleitung. Diese Bereitschaft und diesen Willen haben Bunte Liste und Jusos in der Vergangenheit bewiesen, das muss auch anerkennen, wer politisch nicht ihrer Meinung ist. Jetzt ist es für RCDS und LHG an der Zeit, das gleiche zu tun.

    • Zur Debatte

    Politischer Richtungswechsel in der Regensburger Studierendenvertretung

     

    Der Studentische Konvent der Uni Regensburg trat an diesem Donnerstag zu seiner ersten Sitzung nach der Hochschulwahl zusammen. Die Debatte war hitzig, aber streckenweise auch zäh und dauerte über sechs Stunden. Am Ende siegte eine Koalition aus Konservativen und Liberalen.

     

    Jonas Prien (RCDS)(l.) und Tarek Carls (LHG) sind die neuen Studentischen Sprecher der Uni Regensburg. Foto: Stoib
     

    Jonas Prien vom konservativen Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und Tarek Carls von der Liberalen Hochschulgruppe  (LHG) lösen Dominik Graf von der ökologisch-sozial orientierten Bunten Liste und Jonathan Narjes von den sozialdemokratischen LAF/ Jusos als Studentische Sprecher der Uni Regensburg ab. Zusammen mit vier neu gewählten Referaten bilden die beiden ab Oktober den neuen „Studentischen Sprecher*innenrat“, der als Exekutive der Studierendenvertretung fungiert, die Studierenden gegenüber der Öffentlichkeit sowie der Hochschulleitung vertritt und deren Interessen an der Universität Regensburg durchsetzen will. Das ist das Ergebnis der gestrigen konstituierenden Sitzung des Studentischen Konvents.

    Der Konvent ist gewissermaßen das Parlament der Studierenden, dort werden hochschulpolitische Themen diskutiert. Er gliedert sich in drei Teile: Neben den vier studentischen Senatoren gehören ihm 22 Vertreter der Fachschaften und 22 Vertreter der politischen Hochschulgruppen an. In diesem politischen Teil des Konvents gibt es nach der Wahl vom 27. Juni jedoch keine klaren Mehrheitsverhältnisse mehr: Bunte Liste und LAF/ Jusos kommen zusammen auf elf Sitze, RCDS und LHG auf zehn, ein Mandat kann die Satirepartei Die PARTEI für sich beanspruchen.

     

    Vertreter der „PARTEI“ wird Konventsvorsitzender 

    Zu Beginn der Marathonsitzung wurde auf Vorschlag von RCDS und LHG Kilian Prei, der den Sitz der PARTEI innehat, mit 23 zu 19 Stimmen zum neuen Konventsvorsitzenden gewählt. Prei gab sich ernst, bezeichnete sich als „neutralen Kandidaten“, der auf „sachliche und ergebnisoffene Diskussionen“ hoffe und das vorherrschende „Blockdenken“ ablehne. Ganz anders als sein Mitbewerber um das Amt, Leon Struve von den LAF/ Jusos, ist er jedoch ein absoluter Neuling in der Hochschulpolitik. 

    Preis fehlende Erfahrung wurde während der Sitzung mehrfach deutlich: Er schien sich nicht im Klaren über den genauen organisatorischen Ablauf zu sein, wofür er von Bunter Liste und LAF/Jusos teils harsche Kritik einstecken musste. In den hitzigen Wortgefechten schaute er unsicher zwischen den Lagern hin und her, ohne die Mitglieder des Konvents zur Ordnung zu rufen, wenn sich die Diskussion in Spitzfindigkeiten, Anträgen und Gegenanträgen verlor. Prei selbst meinte zu der Kritik im Nachhinein: „Eine gewisse Eingewöhnungszeit kann man mir zugestehen.“ Für die zukünftigen Sitzungen gab er sich zuversichtlich: „Das kriege ich hin.“

    Recht unspektakulär lief im Anschluss dagegen die Wahl der Fachschaftsvorsitzenden ab: Sonja Wolf von der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften wurde ohne Gegenkandidaten von den Fachschaftsvertretern gewählt und unterstützte sogleich tatkräftig Kilian Prei bei der Leitung der Sitzung.

    Kilian Prei (Die PARTEI) ist neuer Vorsitzender des Konvents, Sonja Wolf wurde zur Fachschaftsvorsitzenden gewählt. Foto: Stoib
     

    Hitzige Diskussion um zukünftigen Sprecher*innenrat

    Weit weniger eindeutig waren dagegen dann die beiden entscheidenden Wahlgänge für das Amt der beiden Sprecher. Jonas Prien (RCDS) setzte sich zwar knapp gegen Marius Cramer (LAF/ Jusos) mit 21 zu 19 Stimmen im Kampf um das Amt des ersten Sprechers durch, geriet zuvor bei kritischen Fragen von Bunter Liste und Jusos aber ins Schleudern: Auf eine Frage zum Haushalt des Sprecher*innenrats konnte er auf Anhieb keine konkrete Antwort geben.

    Als zweiter Sprecher wurde im nächsten Urnengang Tarek Carls (LHG) mit 24 zu 17 Stimmen gewählt, er setzte sich gegen Gina Maria Wolf (Bunte Liste) durch. Auch Carls musste sich Kritik gefallen lassen. Dominik Graf (Bunte Liste), der noch amtierende Sprecher, äußerste „große Zweifel“ an seiner Eignung. Carls hat bisher kein hochschulpolitisches Amt inne, fühlt sich der Aufgabe aber dennoch gewachsen. Er habe die Zeit, die das Amt erfordert, „auf jeden Fall zur Verfügung“, sagte er.

    Nicht weniger strittig verlief die Vergabe der vier Referate: Sie gehören ebenfalls zum Studentischen Sprecher*innenrat. Auch hier konnte sich der Vorschlag von RCDS und LHG am Ende durchsetzen, er wurde mit 26 zu 19 Stimmen angenommen. Demnach werden in der kommenden Amtsperiode die vier Referate „Infrastruktur, Inklusion und Umwelt“, „Digitalisierung“, „Kultur und Finanzen“ und „Forschung und Lehre“ gebildet. Insbesondere das letzte Referat wurde sehr emotional diskutiert. Bunte Liste und Jusos halten es für „sinnlos“, da es ihrer Ansicht nach nichts mit der Arbeit zu tun habe, die eine Studierendenvertretung leisten solle. Ihre Gegenvorschläge für die vier neu zu bildenden Referate lauteten „Soziales, Inklusion und Finanzen“, „Antidiskriminierung“, „Hochschulpolitik und Umwelt“ sowie „Öffentlichkeitsarbeit und Kultur“.

     

    Neue Sprecher wollen ihr Programm schnell umsetzen

    Als sich der Konvent im Anschluss an die Wahl der Referatsleiter nach mehr als sechs Stunden nervenzehrender Diskussion auflöste, zeigten sich die beiden neuen Sprecher Jonas Prien und Tarek Carls erleichtert, aber motiviert. Sie wollen die „pragmatischen Punkte“ der Wahlprogramme von RCDS und LHG, wie eine Packstation an der Uni, „möglichst schnell umsetzen“, erklärte Carls. Dabei wollen sie auch sehr bald den Kontakt zu den Studierenden und Fachschaften herstellen, sagte Prien. 

    Wie sich die Arbeit des neuen und in der Hochschulpolitik wenig erfahrenen Sprecher*innenrats und des Konvents in der neuen Amtsperiode entwickelt, ist indes abzuwarten. Die noch amtierende studentische Senatorin Yasmin Hopp (Bunte Liste) hat bereits viel Erfahrung in der Hochschulpolitik gesammelt, sie bleibt in Bezug auf den tief gespaltenen Konvent gelassen: „Wir hatten schon schlimmere Sitzungen“, meint sie und ergänzt: „Mit der Zeit flacht das Streitinteresse ab.“

     
    • Im Profil

    Mit fünf Euro Startkapital zum eigenen Unternehmen

    Mit Fitnessübungen zum Unternehmer

    Mittelbayerische Zeitung Zwei Regensburger Studentinnen gründeten ihre eigene Firma und wollen ihr Hobby zum Beruf machen – mit einfachen Übungen.
    von Bernhard Neumayer bearbeitet von Selina Bayes 7/10/2017 7:59:48 AM
    • Kugelsicher
     

    LHG ist der große Gewinner der Hochschulwahl

     
    Die amtlichen Endergebnisse der Hochschulwahl stehen fest. Grund zum Jubeln haben vor allem die Liberalen: Sie ziehen nach sieben Jahren wieder in den Konvent ein und stellen sogar einen Senator.
     
    Am 27. Juni haben die Studierenden der Uni Regensburg das Kreuz für ihre studentischen Vertreter gemacht. Foto: dpa
     
     

    Nach der Hochschulwahl vom 27. Juni ist die Freude bei der „Liberalen Hochschulgruppe“ (LHG) der Uni Regensburg groß. Sie konnte vier Sitze für sich gewinnen und zieht damit erstmals seit 2010 wieder in den Konvent ein. Darüber hinaus wird sie zukünftig auch einen der vier studentischen Senatoren stellen. Für Michael Abler, den Vorsitzenden der LHG an der Uni Regensburg, ist das Wahlergebnis eine große Überraschung: „Wir haben vor der Wahl eigentlich nur mit unserer Liste für den Konvent geworben, umso mehr freuen wir uns jetzt, dass wir auch in den Senat einziehen werden.“

    Der Senat ist das höchste der beschlussfassenden Organe an der Universität. Ihm gehören neben den vier studentischen Senatoren elf Professoren, zwei Vertreter der übrigen Dozenten, zwei Vertreter des nichtwissenschaftlichen Personals und die Frauenbeauftragte der Uni Regensburg an. Der studentische Konvent fungiert gewissermaßen als Parlament der Studierenden, dort werden hochschulpolitische Themen diskutiert. Er setzt sich neben den vier studentischen Senatoren aus 22 Vertretern der Hochschulparteien und 22 Vertretern der verschiedenen Fachschaften an der Uni Regensburg zusammen.

     

    Digitalisierung und mehr Wettbewerb auf dem Campus sind die Ziele der LHG

    Abler sei seinem Team und natürlich den Wählern sehr dankbar, sagt er, jetzt gelte es aber „voll durchzustarten“: Das Vorantreiben der Digitalisierung, zum Beispiel über das Streaming von Vorlesungen, und mehr privater Wettbewerb bei den Dienstleistern auf dem Campus sind die Kernthemen der LHG. 

    Neben der LHG kann auch der konservative „Ring Christlich Demokratischer Studenten“ (RCDS) ein sehr positives Wahlergebnis für sich verbuchen: Sechs Sitze erhält der RCDS im Konvent, so viele wie seit 2013 nicht mehr. Im Senat ist der RCDS wie im vergangen Jahr mit einem Senator vertreten, Ludwig Lagleder bleibt im Amt. Der zeigt sich „hochzufrieden mit dem Ausgang der Wahl“. „Wir konnten auf beiden Listen kräftige Stimmenzuwächse verzeichnen“, freut sich Lagleder. Mit welchem Thema will der RCDS in die kommende Amtsperiode starten?

    „Die Studentenvertretung der Uni Regensburg sollte den Unikalender streichen“, findet Lagleder, das vom Sprecher*innenrat herausgegebene Heft sei „obszön“ und nutze nur einigen wenigen als „überteuerter Ausdruck ihrer Weltanschauung“.

     

    Bunte Liste verliert Sitze

    Verluste bei der Wahl muss dagegen die ökologisch-sozial orientierte „Bunte Liste“ hinnehmen: Sie kommt zwar wie der RCDS auf sechs Sitze im Konvent, hatte zuvor aber mit acht Sitzen die Mehrheit in dem Gremium. Außerdem stellt sie nicht mehr wie bisher zwei der vier studentischen Senatoren, sondern nurmehr einen: Matthias Ernst war schon im vergangen Jahr Senator der Bunten Liste, er bleibt im Amt. „Natürlich haben wir uns darüber nicht gefreut“, sagt Ernst über den Verlust der Sitze, „aber mit sechs Konventssitzen konnten wir doch wieder ein starkes Ergebnis erzielen.“

    Die Bunte Liste will positiv in die Zukunft blicken und sich nach dem vergangenen Wahlkampf bald wieder der inhaltlichen Arbeit widmen: Der Unigarten sei dabei ein großes Thema, die Abschaffung von Anwesenheitspflichten und Gebühren für Sprachkurse sowie mehr Gleichstellung an der Universität seien darüber hinaus zentrale Inhalte der „Bunten Liste“, erklärt Ernst. 

    Auch die SPD-nahe „LAF/Juso-Hochschulgruppe“ verliert im Konvent, allerdings nur einen von bisher sechs Sitzen. Wie bisher stellen die Jusos wieder einen der vier studentischen Senatoren. Das Amt übernimmt jedoch nicht mehr Amelie Albrecht, sondern Lea Karamizadeh. Die Jusos wollen sich in Zukunft vor allem für den „Erhalt eines solidarisch finanzierten Semestertickets“ und ein sogenanntes „Kulturticket“ einsetzen, erklärt Leon Struve, der die Liste der Jusos für den Konvent anführte. Damit sollen die Regensburger Studierenden das Kulturangebot der Stadt besser nutzen können.

    Schwächste Hochschulgruppe im Konvent bleibt die Satire-Partei „Die PARTEI – Hochschulgruppe“. Von ihren drei Sitzen im Konvent ist nach der Wahl nur noch einer übrig. Auf Wahlplakate hatte sie bei der diesjährigen Wahl verzichtet. Jonas Grimm von „der PARTEI“ sagt dazu: „Wir danken den Wählern, die sich auch ohne schriftliche Hinweise daran erinnert haben, dass „Die PARTEI“ sehr gut ist. Sie können sich melden, beitreten und nach unser Machtergreifung von unserer Dankbarkeit profitieren.“ Darüber hinaus gibt sich „Die PARTEI“ auf ihrer Facebook-Seite kämpferisch: „Nächstes Jahr wird wieder mehr Gas gegeben! Und bis dahin werden in strenger PARTEI-Manier Inhalte überwunden.“

     

    Niedrige Wahlbeteiligung

    Ähnlich wie in den letzten Jahren ist auch bei dieser Hochschulwahl die Wahlbeteiligung wieder sehr niedrig ausgefallen, auch wenn sie leicht gestiegen ist und für den Konvent bei 13,76% liegt. Leon Struve von den Jusos meint dazu: „Gegen die niedrige Wahlbeteiligung ist anscheinend noch kein Kraut gewachsen.“ Seine persönliche Erklärung für die niedrige Wahlbeteiligung: „Durch die kurze Studiendauer und die verschulten Studiengänge als Folgen der Bologna-Reform wird die Uni von den Studierenden nicht mehr als politischer Raum wahrgenommen, den man gestalten will.“ Ludwig Lagleder vom RCDS ist der Ansicht, „die Hochschulpolitik für die Studenten wieder greifbar“ gemacht werden müsse. „Hierfür erachten wir eine verbesserte Kommunikation als den Schlüssel zum Erfolg“, sagt Lagleder. Matthias Ernst von der „Bunten Liste“ sieht das ähnlich: „Wir müssen uns überlegen, wie die Sichtbarkeit der Studierendenvertretung erhöht werden kann und mehr Studierende diese Arbeit als für sie relevant ansehen.“ Dafür braucht es seiner Ansicht nach Zusammenarbeit: „Da sind alle Gruppen gefragt.“

     

    Neue Mehrheitsverhältnisse im Konvent 

    Wird indes die Arbeit im Studentischen Konvent schwieriger, wenn mit der der LHG eine weitere Partei in das Gremium einzieht?

    Ludwig Lagleder vom RCDS sieht das nicht so und hat viel Lob für die Liberalen übrig: Die LHG habe im Wahlkampf gezeigt, dass sie mit frischen Ideen bei den Studenten punkten könne. „Wir blicken daher optimistisch der kommenden Amtsperiode entgegen“, sagt er.

    Matthias Ernst von der „Bunten Liste“ denkt nicht, dass die Arbeit im Konvent durch den Einzug der LHG schwieriger werde, es sei denn die LHG „versucht ihre Forderung nach kommerziellen Anbietern zu Lasten von Fachschaftsangeboten durchzusetzen.“ Auch Leon Struve ist nicht der Ansicht, „dass die Arbeit im Speziellen durch die LHG schwieriger wird. Schon eher durch die Tatsache, dass weder linke noch rechte Hochschulgruppen im Konvent über eine eindeutige Mehrheit verfügen.“

    Mit Spannung ist daher die erste Sitzung des Konvents am 20. Juli zu erwarten. Dort wird der „Studentische Sprecher*innenrat“ gewählt, der gewissermaßen als studentische Regierung fungiert, die Studierenden gegenüber Öffentlichkeit sowie der Hochschulleitung vertritt und deren Interessen an der Universität Regensburg durchsetzen will.  Bisher haben Dominik Graf von der „Bunten Liste“ und Jonathan Narjes von den „LAF/ Jusos“ das Amt der beiden Studentischen Sprecher inne.

    • Jung & Krumm

    Die kuriosesten Studiengänge der Welt

    Foto: dpa
     
     
    Habt Ihr schon einmal etwas von „Bakery Science and Management“ oder „Puppet Arts“ gehört? In den Hochschulen der Welt kann man zurzeit ziemlich bizarren Studien nachgehen. Fragt Ihr euch, was der ausgefallenste Studiengang in Regensburg ist und was man international Kurioses studieren kann? Hier könnt Ihr es herausfinden.
    von Sabine Seebauer bearbeitet von Selina Bayes 7/3/2017 8:15:28 AM
    • Kugelsicher

    Wird das Studium zum Luxus?

    Viele Studierende in Deutschland haben finanziell zu kämpfen, das ist das Ergebnis einer Studie, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) am Dienstag in Berlin vorstellte. Ohne Eltern und Nebenjob, so der Report, wäre das Studium für viele nicht zu schaffen. 
     
    Wie sich die Regensburger ihr Studium finanzieren, erfahrt ihr in unserem Video:
     
     
    Was die Studie sonst noch über die Studierenden in Deutschland verrät und mit welchen Problemen die Studierenden in Regensburg zu kämpfen haben, erfahrt ihr hier.
     
    • Kugelsicher

    Wie funktionieren eigentlich die Hochschulwahlen? 

    Am kommenden Dienstag sind Hochschulwahlen. Wer wird da gewählt? Und was dürfen diejenigen überhaupt bestimmen? – Wir erklären euch, worauf ihr bei der Wahl achten müsst.
     
    Foto: dpa
     

    Wann und wo wird gewählt?

    Eure Stimme könnt ihr am Dienstag, den 27. Juni, zwischen neun  und 16 Uhr abgeben. Wo ihr das tun könnt, hängt davon ab, in welcher Fakultät ihr eingeschrieben seid: Angehörige der geisteswissenschaftlichen Fakultäten wählen im Großen Sitzungssaal der PT (Zi. Nr. PT 3.0.79), Recht und Wirtschaft wählt in R+W Zi. Nr. 101, die naturwissenschaftlichen Fakultäten wählen in Physik Zi. Nr. 5.0.21 und die Mediziner im Klinikum, Bauteil A2, Kursräume 2 und 3. Sobald ihr im für euch richtigen Wahllokal ankommt und dort euren Studentenausweis vorzeigt, bekommt ihr drei Wahlzettel ausgehändigt.

     

    Wer darf überhaupt wählen?

    Zu den Hochschulwahlen aufgerufen sind alle Angehörigen der Universität Regensburg. Das heißt Professoren und Dozenten, sonstige Mitarbeiter sowie die rund 20000 Studierenden. Die haben in der Vergangenheit allerdings nur in sehr geringer Zahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht: In den letzten Jahren lag die Wahlbeteiligung unter den Studierenden zumeist nur knapp über der Zehn-Prozent-Marke.

     

    Wer wird gewählt?  Studentischer Konvent

    Auf dem ersten Wahlzettel, der euch in eurem Wahllokal ausgehändigt wird, wählt ihr 22 Vertreter verschiedener Hochschulparteien in den politischen Teil des „Studentischen Konvents“. Der fungiert gewissermaßen als Parlament der Studierenden an der Universität Regensburg und wird jedes Sommersemester für ein Jahr neu gewählt. Im Konvent werden hochschulpolitische Themen diskutiert und Ausschüsse aus studentischen Vertretern zu verschiedenen Themen gebildet. Das Spektrum der behandelten Inhalte ist dabei sehr breit und reicht von der Diskussion um die Anwesenheitspflicht in Seminaren bis hin zum Essen in der Mensa. Alle Sitzungen des Konvents sind öffentlich, ihr könnt euch also jederzeit selbst ein Bild von der aktuellen Hochschulpolitik machen.

     

    Wer wird gewählt? Fakultätsrat

    Neben dem politischen Teil besitzt der Studentische Konvent auch einen Teil, der sich aus 22 Vertretern der verschiedenen Fachschaften an der Uni Regensburg zusammensetzt: der sogenannte Fachschaftenrat. Der wiederum setzt sich aus den studentischen Vertretern in den Fakultätsräten zusammen. Und die wählt ihr auf dem zweiten Zettel. 

    Die Fachschaften stellen eine direkte Verbindung zwischen den Studierenden und Lehrenden eines Faches dar. So sind sie nicht nur Ansprechpartner für alle möglichen Fragen rund um euer Studium, sondern haben unter anderem auch Einfluss auf Prüfungsabläufe oder Modulordnungen. Damit sind sie bei weitem nicht nur für die Organisation von feuchtfröhlichen Kneipentouren, Sommerfesten und Weihnachtsfeiern zuständig.

     

    Wer wird gewählt? Senat 

    Neben den 22 politischen Mitgliedern und den 22 Mitgliedern aus den Fachschaften könnt ihr auch vier studentische Mitglieder der Hochschulgruppen für den Senat der Uni Regensburg wählen. Für die Wahl dieser studentischen Senatoren bekommt ihr einen dritten Zettel. Der Senat ist das höchste der beschlussfassenden Organe an der Universität, dem auch elf Professoren, zwei Vertreter der übrigen Dozenten, zwei Vertreter des nichtwissenschaftlichen Personals und die Frauenbeauftragte der Uni Regensburg angehören.

    Im Senat wird beispielsweise beschlossen, wer einen Lehrstuhl bekleiden darf oder welche Forschungsschwerpunkte eine Universität setzen soll. Außerdem werden innerhalb dieses Gremiums Rechtsvorschriften beschlossen, die dann von der Hochschule erlassen werden.

     

    Wer wird gewählt? Studentischer Sprecher*innenrat

    Wenn der Konvent von den Studierenden gewählt ist, wählt er seinerseits den „Studentischen Sprecher*innenrat“. Der fungiert gewissermaßen als studentische Regierung, vertritt die Studierenden gegenüber Öffentlichkeit sowie Hochschulleitung und will ihre Interessen an der Universität Regensburg durchsetzen. Er setzt sich aus zwei Sprechern und unterschiedlichen Referaten für verschiedene Aufgabenbereiche zusammen.

    Sich selbst bezeichnet der Sprecher*innenrat als AStA, diese Abkürzung steht für „Allgemeiner Studierendenausschuss“. Der Grund für die doppelte Namensgebung ist in der Vergangenheit zu finden: Seit 1973 gibt es nämlich in Bayern keine sogenannte „Verfasste Studierendenschaft“ mehr. Das heißt, die Studierendenschaften der bayerischen Hochschulen sind im Gegensatz zu denen in anderen Bundesländern keine vollständig unabhängigen öffentlich-rechtlichen Teilkörperschaften mehr, obwohl sie im Bayerischen Hochschulgesetz verankert sind.

    Viele Studierendenvertreter an bayerischen Hochschulen betrachten dies als großen Missstand, den es zu beheben gilt. Unter anderem dadurch, dass sie weiter bei der alten Bezeichnung „AStA“ bleiben, wollen sie auf diesen Missstand hinweisen.

     

    Wer bestimmt derzeit auf Seiten der Studierenden die Hochschulpolitik? Und wer will am 27. Juni gewählt werden?

    Derzeit hat die ökologisch-soziale „Bunte Liste“ (BL) mit acht Sitzen die Mehrheit im Konvent, gefolgt von der Hochschulgruppe „LAF/Jusos“, dem SPD-Jungverband, mit sechs Sitzen. Drittstärkste Kraft ist im Moment der konservative und der Union nahestehende „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ (RCDS) mit fünf Sitzen. Schwächste Partei mit drei Sitzen ist die Satire-Partei „Die PARTEI – Hochschulgruppe“. Neben diesen Hochschulgruppen tritt auch die „Liberale Hochschulgruppe“ (LHG) wieder zur Wahl für den Konvent an. Sie hat es jedoch zuletzt im Jahr 2010 in das Gremium geschafft.

    Im Senat sitzen als Vertreter der Studierenden derzeit Amelie Albrecht (LAF/ Jusos), Matthias Ernst (Bunte Liste), Yasmin Hopp (ebenfalls Bunte Liste) und Ludwig Lagleder (RCDS). Die Listenführer für die diesjährige Senatswahl sind Matthias Ernst (Bunte Liste), Lea Karamizadeh (LAF/ Juso-Hochschulgruppe), Ludwig Lagleder (RCDS) und Philipp Besendorfer (LHG).

    • Kugelsicher

    Die Uni Regensburg lädt ein zum Sommerfest

    Das Bürgerfest startet dieses Jahr bereits am 22. Juni mit dem Sommerfest der Universität. Wir stellen das Programm vor.
     
    Einen Tag nach Sommerbeginn präsentiert die Uni Regensburg auf dem Sommerfest ein vielseitiges Programm. Foto: dpa
     
    Dieses Jahr gibt das Sommerfest der Universität den Auftakt zum Bürgerfest. Auf dem Campus wird viel geboten – hier gibt es weder Langeweile noch Hunger. Für reichlich Essen und Trinken sorgen unter anderem das Studentenwerk sowie "Das Unikat". Musikalisch begleitet wird das Sommerfest von den Campusblosn, dem Uni Jazz Orchester, DJ M.I.C. und vielen mehr.
     
    Wir haben einige der spannendsten Angebote für Euch zusammengefasst:
     
    Los geht's schon um 17 Uhr mit dem Rollstuhl-Parcours im Audimax-Foyer. Zwei Stunden lang können Besucher hier ihre Geschicklichkeit testen. Um 18.30 Uhr können Interessierte in einer Experimentalvorlesung "Chemie für alle Sinne" erleben. Um 20 Uhr und um 21.30 Uhr findet im Audimax eine spektakuläre Lasershow statt. Ab 20 Uhr kann man im Foyer des Audimax bei Tango- und Salsa-Schnupperkursen das Tanzbein schwingen. Um 22.30 Uhr stellen Schauspieler bei "DINGS Impro" ihre Spontaneität unter Beweis.
     
    von Sabine Seebauer bearbeitet von Selina Bayes 6/16/2017 9:06:29 AM
    • Hörsaal

    Der eigene Körper als Werbefläche?

    (Foto: dpa)
     
    Ihr habt heute Abend noch nichts vor? Und ihr wollt vielleicht einmal einer Vorlesung lauschen, die rein gar nichts mit dem zu tun hat, womit ihr euch sonst in eurem Studium beschäftigt? Dann ist der Vortrag "Tattoos als Werbung: Körperwerbung – Werbekörper" vielleicht genau das Richtige für euch!
    Dr. Oliver Bidlo von der Universität Duisburg-Essen widmet sich im Rahmen der Vortragsreihe "Out of line - Zur Theorie und Geschichte ungewöhnlicher Werbemittel" diesem ausgefallenen Thema. Los geht es um 18.00 Uhr im Presseclub Regensburg in der Ludwigstraße 6.  
    • Hörsaal

    Eindrücke vom Campusfest

    Bei hochsommerlichen Temperaturen an die 30 Grad feiern heute tausende Studenten von Uni und OTH Regensburg auf dem Campusfest. Wie jedes Jahr bietet es noch bis in den Abend hinein ein breites Unterhaltungsangebot von Liveacts verschiedener Bands bis hin zu einem Fußballturnier und damit eine gehörige Portion Abwechslung vom tristen Unialltag. Wenn ihr immer noch in einem dunklen Hörsaal sitzt oder in der stickigen Bibliothek über euren Büchern brütet, wird es jetzt höchste Zeit: Raus mit euch an die frische Luft! Genießt den Sommer, das trübe Wintersemester kommt früh genug! 
    Falls ihr noch nicht überzeugt seid: In unserer Bildergalerie seht ihr schon einmal ein paar Eindrücke vom Fest:
    (Fotos: Sabrina Beer)
     
    • Hörsaal

    Das Campusfest feiert zehn-jähriges Jubiläum !

    Foto: Tino Lex
     
    Am Mittwoch, den 31. Mai ist es wieder soweit: Auf dem Gelände zwischen Uni und OTH wird der Ausnahmezustand verhängt und das alljährliche Campusfest zelebriert. Bei bestem Sonnenwetter und kühlem Bier können die Studenten einen schönen Tag genießen und so dem Uni-Stress entfliehen. Konzerte von zahlreichen Künstlern, Workshops, Theater, Kunst, Kultur und das traditionelle Fußballturnier bieten wieder ein vielfältiges Programm, das keine Wünsche offen lässt. Dieses Jahr wartet auf die Besucher außerdem eine ganz besondere Überraschung. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums gibt es erstmals ein dritte Bühne! Welche Band wann auf welcher Bühne das Publikum zum tanzen bringt, seht Ihr hier:
     

    Dömges Musikbühne
    13:30 - 14:15 Tourists in a Daydream
    14:45 - 15:30 BEISSER
    16:00 - 17:00 Filistine
    17:30 - 18:30 Die Sauna
    18:30 - 19:00 Preisverleihung für studentisches Engagement
    19:30 - 20:30 Giant Rooks
    21:00 - 22:00 Leoniden

    Campus e.V. Hippiewiese
    13:30 - 14:30 Vinyasa Yoga Workshop
    14:45 - 15:15 Asigio
    15:15 - 15:45 Percussion Ensemble
    16:00 - 17:00 Trillusion
    17:00 - 18:30 Punzmann
    18:30 - 20:30 Marius Hörsturz
    20:30 - 22:00 Tony Casanova

    Eichhofener Kultur- und Heavybühne
    14:00 - 14:30 Four Way Spread
    15:00 - 15:30 Theresa Michelson
    16:00 - 16:45 Minipax
    17:15 - 18:00 Limestone Whale
    18:30 - 19:30 Neberu
    20:00 - 21:00 The Hirsch Effekt

    Wer danach immer noch Lust hat zu feiern, kann das Fest bei der Studentenfunk Aftershowparty in der Mälze ausklingen lassen. Weitere Informationen findet ihr auf der Facebook-Veranstaltung.

    von Philipp Breu bearbeitet von Selina Bayes 5/23/2017 8:00:00 AM
    • Zur Debatte

    Evolutionsbremse

    Nicht ganz zwei Millionen Jahre ist her, dass der Homo erectus die Bühne der Menschheitsgeschichte betrat, wie es so schön heißt. Seither hat sich viel getan. Oder?
     
    Foto: dpa

     

    In losen Gruppen durchstreifte er die afrikanische Savanne, den grobschlächtigen Schädel weit nach oben gereckt. Denn anders als seine Vorfahren beherrschte Homo erectus den aufrechten Gang, ihm verdankt er seinen Namen. Paläoanthropologen, also diejenigen Wissenschaftler, die erörtern, wann und unter welchen Umständen wir den Weg von den Bäumen herunter gefunden haben, bezeichnen ihn gemeinhin als „frühe Spezies der Gattung Homo“. Dass er kein Affe mehr war, soll das schlicht heißen. Aber zum modernen Menschen fehlte ihm doch noch ein ganzes Stück. Denn das, was wir unter Kultur verstehen, war ihm noch gänzlich fremd. Selbst darüber, ob er bereits in der Lage war, Feuer zu machen, streiten sich besagte Paläoanthropologen. Kleidung jedenfalls, da sind sie sich recht einig, trug er keine.

    Einen wesentlichen Teil seiner Hirnkapazität wird er wohl auf die Suche nach möglichen Fortpflanzungspartnern verwendet haben. Bisweilen legte Homo erectus sich auch mit seinen Artgenossen an, vielleicht gerade dann, wenn diese Suche erfolglos verlief und sich die sexuelle Frustration auf anderem Wege entladen musste. Die meiste Zeit aber dürfte er schlicht mit der Suche nach Nahrung zugebracht haben, auch Aas verschmähte er dabei nicht. 

     

    Paaren, Prügeln, Fressen

    Paaren, Prügeln, Fressen – viel mehr gab sein Alltag wahrscheinlich nicht her, von Schlafen vielleicht einmal abgesehen.

    Viele hunderttausend Jahre evolutionärer Entwicklung sind seither vergangen. Der Homo erectus ist ausgestorben und hat einer neuen Spezies Platz gemacht. Sie bezeichnet sich selbst als Homo sapiens, der weise und vernunftbegabte Mensch.

    Wer jetzt zur Dult-Zeit spätabends durch die Regensburger Innenstadt geht, kann diese selbsternannte Spitze der Evolution und Krone der Schöpfung auf eindrucksvolle Art und Weise beobachten. 

    Eine Gruppe junger Männer sieht man da beispielsweise, sie kauern vor den verschlossenen Türen eines Dönerladens. Der eine von ihnen versucht vergeblich, sich eine Zigarette anzuzünden, die Bedienung seines Feuerzeugs will ihm einfach nicht gelingen. Ein anderer hat seine Schuhe verloren, sein Hemd ist zerrissen, beides scheint ihn nicht wirklich zu stören. „Könnt ihr euch an die Eine in dem blauen Dirndl erinnern, an dem Tisch gegenüber?“, fragt ein Dritter. „Ja Mann, aber du hättest sowieso keine Chance bei der gehabt!“, entgegnet ihm der Mann ohne Schuhe. „Halt doch deinen Rand!“, schreit der Dritte und schubst sein Gegenüber, die beiden rangeln einen Augenblick später auf dem Boden. Ein Vierter schert sich nicht um die Streithähne, er sammelt die Reste seines halb aufgegessenen Döners vom Kopfsteinpflaster und steckt sie sich in den Mund. Dann sinkt er in sich zusammen und schläft neben einem Fünften ein. Der erhebt sich plötzlich, offenbar will er sich auf den Heimweg machen. Es kostet ihn viel Kraft, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Der aufrechte Gang, er gelingt ihm nur unter großen Mühen. Schon nach wenigen Metern gibt er auf und setzt sich wieder auf die Straße.

    Paaren, Prügeln, Fressen, Schlafen. – Vier Maß Bier und es ist, als hätte die Evolution eine Vollbremsung gemacht und den Rückwärtsgang eingelegt.

    • Kugelsicher

    Was der Regensburger Campus Nicht-Studenten bietet

    Vieles von dem, was der Regensburger Campus seinen Studenten bietet, kann auch die Allgemeinheit nutzen. (Foto: dpa)
     
    Universität und OTH Regensburg haben für ihre über 30.000 Studenten eine ganze Reihe von Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten. Vieles davon bleibt uns Studenten vorbehalten, anderes nicht. Hier erfahrt ihr, wie auch eure Eltern, Großeltern oder Freunde, die nicht studieren, von den Angeboten auf dem Campus profitieren können. 
  • Flüchtlingen helfen und Praxiserfahrung sammeln

    Sich schon im Studium sozial zu engagieren und mit seinem Wissen anderen zu helfen, ist an der Universität Regensburg auf verschiedene Weise möglich. Somit setzt die Hochschule sich auch mit der Flüchtlingskrise auseinander. Seit 2015 haben Studierende an der Regensburger Universität die Möglichkeit, sich dem Projekt „Refugee Law Clinic Regensburg“ anzuschließen.
     
    Professor Alexander Graser gründete die Refugee Law Clinic (RLC) zusammen mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern Dr. Larissa Borkowski, Dr. Christian Helmrich und Rechtsanwalt Dr. Christoph Lindner am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Politik. Offiziell startete die RLC im Oktober 2015. Wegen des großen Beratungsbedarfs habe die Law Clinic ihre Arbeit aber schon im Juli davor aufnehmen müssen, berichtet Prof. Graser.
     
    Mittlerweile haben sich dem Projekt rund 170 Studierende verschiedener Fachrichtungen angeschlossen. Diese beraten Flüchtlinge und Asylsuchende rund um die Themen Asyl- und Ausländerrecht. Außerdem können sich auch andere Organisationen und Helferkreise mit entsprechenden Fragen an die Refugee Law Clinic wenden.
    „Ich wollte mich schon lange sozial engagieren. Besonders das Thema Flüchtlingskrise hat mich bewegt. Viel zu lange habe ich dann einfach nur davon geredet und angekündigt, demnächst einer Hilfsorganisation beizutreten - ich war einfach zu bequem.“, berichtet Patrick Roelen. Der 23- Jährige studiert im vierten Semester Jura und ist seit Januar 2017 Mitglied der Refugee Law Clinic. „Die Menschen brauchen aber jetzt Hilfe. Man darf das also nicht aufschieben. Ich bin froh, mich schließlich durchgerungen zu haben und mich so in dieser Thematik positionieren zu können.“ Es sei immer wieder ein schönes Gefühl den Flüchtlingen helfen zu können und Dankbarkeit von ihnen zurückzubekommen.
     

    Die Fälle werden im Team bearbeitet

     
    Die Beraterinnen Carolin Centner (links) und Helena Kasper im Gespräch mit einem Flüchtling. Foto: Refugee Law Clinic
     
    Spezialisiert hat sich die RLC konkret auf die Bereiche Anhörungsvorbereitung, Familiennachzug, Bleibeperspektive, Arbeitserlaubnis, Ausbildungsperspektiven, Abschiebungen und auf Geld- und Sachleistungen. Sehr knappe Fristen, gerichtliche Vertretung und Fragen rund um das Strafrecht übernehmen sie hingegen nicht. Das Gute ist, dass RLCR alle Fälle dokumentiert. Somit können die Berater-Teams jederzeit auf schon abgeschlossene Fälle zurückgreifen.
     
    Die Studierenden stehen als Berater in persönlichem Kontakt zu den Hilfesuchenden. Die Fälle werden dabei immer im Team bearbeitet. Durch die Zusammenstellung von Einsteigern mit erfahrenen Beratern werden Neulingen die ersten Fälle erleichtert. Davon profitieren alle: Neue Berater lernen schneller und die Flüchtlinge bekommen eine optimale Beratung.
     
    Typischerweise läuft eine Beratung wie folgt ab: Das Team trifft sich persönlich mit dem Flüchtling und spricht über die Sachlage. Anschließend analysieren die Berater das Problem und suchen nach einer Lösung. Dabei helfen ihnen verschiedene Unterstützungsangebote der Refugee Law Clinic. Im wöchentlichen Teammeeting können die Teams ihren Fall und ihre Strategie zur Lösung des Problems vor versammelter Mannschaft vorstellen. Somit können auch die anderen Berater ihre Ideen in fremde Fälle einbringen. Des Weiteren haben die Studierenden die Möglichkeit, wissenschaftliche Mitarbeiter der juristischen Lehrstühle zu kontaktieren oder auf ein Netzwerk von kooperierenden Anwaltskanzleien zurückzugreifen. Diese unterstützen sie bei der Beratung und mit weiterbildenden Vorträgen. Das Ziel der Berater ist, eine Gerichtsverhandlung durch gezielte Behördenkommunikation von Vornherein zu vermeiden.
     

    Jeder ist herzlich willkommen

     
    Bislang hat die RLC fast 200 Mandate übernommen. Jedoch ist sie darauf angewiesen, dass sich weitere Studierende anschließen. Mitmachen können nicht nur angehende Juristen, sondern auch Studierende aus anderen Studiengängen. Ebenfalls sind keine Vorkenntnisse im Migrationsrecht notwendig. „Das Ausländerrecht ist so kompliziert, dass man ohnehin nicht alles wissen kann.“, erklärt Jura-Professor Graser.
     
    Neben der Tatsache, dass den Flüchtlingen durch die kostenlose Beratung geholfen wird, profitieren auch die Studierenden. Diese sammeln frühzeitig Praxiserfahrung und können sich ihr Engagement auch zertifizieren lassen. Als Schlüsselqualifikation ist das für Juristen interessant, da diese für die Zulassung zum ersten Staatsexamen benötigt wird.
     
    Wichtig ist, dass sich immer mehr Studierende dem Projekt anschließen. Wer sich also in der RLCR engagieren möchte, kann zu den regelmäßigen Treffen oder zum Stammtisch kommen und sich auch erst einmal unverbindlich informieren.
    Die Treffen finden alle zwei Wochen am Montag von 16-18 Uhr im H6 der Uni statt. Der nächste Termin ist der 22. Mai. Der Stammtisch ist einmal im Monat und wird immer über Facebook bekannt gegeben.
  • Wissen für alle

    An der Ostbayerischen Technischen Hochschule lernen Studenten, ihr Wissen in Form von Videos einfach zu erklären und jedem zugänglich zu machen. 
     
    Am Freitagabend ist es soweit: Showtime. Für acht Studenten des Projektseminars 1-2-Science und ihre beiden Projektleiter heißt das, tausenden Besuchern der "Nacht.Schafft.Wissen" an der OTH ihr Projekt vorzustellen. 
    Da das Sommersemester an der Fachhochschule erst vor wenigen Wochen begonnen hat, ist das Seminarziel - mithilfe eines interaktiven Videos zu einem bestimmten Thema Wissen weitergeben - noch nicht erreicht.  Allerdings können die Studenten mit den fertigen Arbeiten ihrer Vorgänger werben und nebenbei einen Einblick in ihre Arbeit geben.
     
    Das Projektseminar 1-2-Science hat eine eigene Webseite mit Blog und ist auch auf Instagram und Facebook aktiv. (Foto: Ronja Bischof)
     
    Auf einem Stehtisch steht ein iMac, die Internetseite des Projekts 1-2-Science ist geöffnet. "Alex, wir sollten mal wieder interaktive Videos abspielen", sagt Sarah, eine der acht Projektteilnehmer im Sommersemester. Alex, das ist der Projektleiter Prof. Dr. Dr. Alexander Urban. Die Studenten dürfen ihren Professor während der Arbeit am Projekt duzen. Auch der Coach vom Bayerischen Rundfunk, Markus Walsch, legt Wert auf flache Hierarchien. Die beiden haben das Projekt im September 2016 für BWL-Studenten ins Leben gerufen. "Unser Ziel war es eigentlich, Volkswirtschaft so einfach wie möglich zu erzählen und in einem interaktiven Film zu erklären", sagt Walsch. Sie sind der Meinung, dass die Aneignung von Wissen Spaß machen muss. Von der Volkswirtschaft sind sie dann zur Betriebswirtschaft gekommen und haben das Projekt 1-2-Science genannt. 
     
    Individuelle Videolänge
    Bisher gibt es auf der Webseite drei Videos zu sehen, die alle im vergangenen Semester entstanden sind. Eines behandelt Big Data, ein anderes Externe Effekte, das dritte Sharing Economy. Die Studenten kümmern sich um Konzept und Inhalt, ein professioneller Grafiker übernimmt das Zeichnen und Animieren, Markus Walsch spricht den Text ein. Die Dauer der Filme liegt allein am Zuschauer. Wer nicht viel Zeit hat, kann sich nur das Hauptvideo anschauen, das nur zwei Minuten dauert. Für alle wirklich Interessierten gibt es die Möglichkeit, auf zahlreiche Stichwörter zu klicken, die während des Films erscheinen. Dann wird das Video kurz angehalten und ein kleines Fenster mit Hintergrundinformationen öffnet sich. So kann man sich mit einem einzigen Video den ganzen Abend lang beschäftigen und weiß am Ende viel über ein Thema, ohne sich lange einlesen zu müssen.
     
    V.l.n.r.: Katharina, Sarah, Ronya, Sabine, Ramona, Flo, Jonas, Prof. Dr. Dr. Alexander Urban
    Unten: Markus Walsch (Foto: Ronja Bischof)
     
    Dieses Semester wurden drei neue Themen ausgeschrieben: Glück, Fake News und Robotik. Für letzteres ist Fachwissen gefragt, deshalb wird in diesem Semester auch mit einem Professor aus der Fakultät Maschinenbau zusammen gearbeitet. In Zukunft sollen noch weitere Studiengänge integriert werden.
    Bis die Filme endgültig fertig sind und auf der Webseite erscheinen, gibt es noch viel zu tun, trotzdem bereuen es die Teilnehmer nicht. "Es ist zwar viel Arbeit, aber das was wir hier lernen, lernt man sonst nicht an der Uni", sagt Sarah. 
  • Zwischen Ausritten und Klausuren

    von Veronika Weigert, MZ
     
    Neben dem Lernen Sport machen und auch noch feiern? Wer denkt das geht nicht, sollte bei den Studentenreitern Regensburg vorbeischauen. Seit 2015 gibt es die Gruppe, die die Studentinnen Jil Sauer und Carlotta Munz wiederbelebt haben. Nach dem erfolglosen Anlauf 2014, der aufgrund zu weniger Interessenten scheiterte, versuchten es die beiden erneut und hatten Erfolg. Die beiden haben sich zum Ziel gemacht, den Reitsport in Regensburg mehr zu etablieren und durch regelmäßige Stammtischtreffen im Regensburger Altstadtlokal „Picasso“ pferdebegeisterte Studenten zusammenzubringen. Mitte März fand erstmals seit langer Zeit wieder ein studentisches Reitturnier mit Teilnehmern aus neun verschiedenen Städten in Regensburg statt.
     
    Obfrau Carlotta Munz auf einem Studentenreitturnier. Foto: Studentenreiter Regensburg
     
     
    Die beiden Gründerinnen

    Die BWL Studentinnen Munz und Sauer reiten schon ihr ganzes Leben lang. Allein 2017 haben sie bereits an drei Turnieren teilgenommen. Sie lernten sich beim Feiern kennen und sie entwickelten die Idee, auch in Regensburg eine Studentenreitgruppe zu gründen. Munz kennt diese Art von Reitgruppen schon aus ihrer Heimatstadt Tübingen und war in dieser aktives Mitglied. Mittlerweile sind rund 40 aktive Mitglieder mit dabei, die zu den regelmäßigen Treffen der Gruppe erscheinen.
     
    Pferdebegeisterte in Duggendorf

    Nachdem das letzte Studententurnier in Regensburg schon eine Weile her war, stand vom 10. bis 12. März das erste Turnier der Reitgruppe an. Das 1. CHU (Concours Hippique Universitaire) Regensburg, von dem Gastgeber der Studentenreitgruppe Regensburg, wurde in Duggendorf ausgetragen. Es reisten acht Reitgruppen aus ganz Deutschland und eine sogar aus der Schweiz an. Neben den Reitern waren auch einige Zuschauer vor Ort. Die nächsten bestätigten Turniere an denen die Mannschaft diese Saison teilnimmt, stehen schon fest: vom 7. bis 9. April in Augusburg und vom 21. bis 23. April in Ilmenau.
     
    Was muss man mitbringen?

     „Um Mitglied bei der Studentenreitgruppe zu werden sollte man Student sein, man muss jedoch nicht zwingend reiten können“, sagt Mitbegründerin Munz. Viele fangen erst durch die Mitgliedschaft in der Gruppe mit dem Sport an. Die Studentenreiter sind nach eigenen Angaben offen für jeden, der Spaß an Gemeinschaft hat. Auch das Geschlecht spielt keine Rolle: die meisten Mitglieder sind zwar weiblich, jedoch sind auch Männer als Interessenten gern gesehen. Ein eigenes Pferd braucht man nicht, um Mitglied bei der Reitgruppe zu werden, denn an Turnieren werden Pferde für die Teilnehmer zur Verfügung gestellt. Da die Studentenreitgruppe noch nicht offiziell als Verein eingetragen ist, gibt es auch keinen Mitgliedsbeitrag. Die Startgebühr für Turniere wird einmal im Semester durch eine Party abgedeckt, die von der Reitgruppe veranstaltet wird. Lediglich die Verpflegungspauschale muss man bei der Teilnahme einplanen. 
     
    Von der Reithalle ins Netz

    Die Studentengruppe lädt in den sozialen Netzwerken Fotos und Videos hoch, neben Bildern und Turniererfolgen erfährt man hier auch von außersportlichen Aktivitäten. Demnächst planen die Studenten einen Dultstammtisch und haben vor, gemeinsam das Action-Spiel Laser Tag zu spielen. Die Studenten erhoffen sich durch ihre Vernetzung mehr Reichweite, um neue Interessenten dazu zu gewinnen. „Wir wollen uns eine längerfristige Gemeinschaft aufbauen“, sagt Munz. Als ein zweites Ziel nennt sie die Aufnahme in den Hochschulsport. Bis jetzt ist das Studentenreiten nicht im Sportangebot der Universität Regensburg enthalten, die Mitglieder hoffen, dass sich dies bald ändert.
     
    von Sebastian Heinrich bearbeitet von Ronja.Bischof 3/31/2017 9:07:43 AM
    • Im Profil

    Ein etwas anderes Semesterprojekt

    Alexander Frummet (links) und Tobias Nickolai entwickeln ein Videospiel, das der Spieler über die VR-Brille „HTC Vive“ erlebt. Foto: Stoib
     
    Studenten des Masterstudiengangs Medieninformatik der Uni Regensburg haben ihre eigenen Videospiele entwickelt – in nur einem Semester. Am Donnerstag, den 30. März präsentieren sie bei einer Games-Vernissage im "Degginger", woran sie seit Oktober gearbeitet haben. "Verspielt" ist das Motto des Abends, aber ganz so spielerisch verliefen die letzten Wochen und Monate für die Studenten nicht. Welche Games sie entwickelt haben und wie viel Arbeit dahinter steckt, erfahrt ihr hier.
    • Kugelsicher

    Pluspunkt bei Bewerbungen

    Man kämpft um Praktikumsplätze, belegt weiterführende Sprachkurse, versucht ein soziales Projekt im Ausland zu ergattern und sich irgendwie auch noch in einem Verein gesellschaftspolitisch zu engagieren. Seinen Lebenslauf aufpeppen und aus der Masse herausstechen wollen - zahlreiche Studenten können ein Lied davon singen. Erstaunlich ist, dass trotzdem noch viele Regensburger nichts über die Studienbegleitende IT-Ausbildung wissen. 

    Das Angebot ist genauso umfangreich und vielfältig wie die Studenten, die es nutzen. Geboten wird alles von Kursen zum Layouten von Flyern und Plakaten, über Programmieren und statistische Datenanalysen bis hin zu Seminaren, in denen man lernt wie man Webseiten entwickelt.

    Viele Kurse sind auch genau auf die Bedürfnisse der Studenten zugeschnitten. So gibt es ein Seminar zur Gestaltung von Präsentationen mit Powerpoint, Übungskurse zu Microsoft Word, Excel und Access und sogar ein "Fit fürs Studium"-Seminar, bei dem mediengestütztes Lernen und richtiges Zitieren im Vordergrund steht. "Diese Kurse zählen auch zu den Beliebtesten der Studienbegleitenden IT-Ausbildung", so Dr. Regine Bachmaier, Koordinatorin des Kurs- und Lehrbetriebs des Rechenzentrums. "Ein weiterer sehr populärer Bereich ist das Modul Grafik- und Bildbearbeitung." Studierende können ihrer Kreativität mit Adobe InDesign freien Lauf lassen und Hobby-Fotografen können ihre Photoshop-Kenntnisse erweitern.

    Möchte man jedoch das Zertifikat der Studienbegleitenden IT-Ausbildung, muss man insgesamt 18 Leistungspunkte aus drei verschiedenen Modulen - davon mindestens zwölf aus dem sogenannten Wahlpflichtbereich - erbringen. Das heißt, man sollte grundsätzlich sechs verschiedene Kurse besucht haben. Allerdings nehmen viele Studierende auch nur vereinzelt an Veranstaltungen des Rechenzentrums teil - entweder aus persönlichem Interesse oder weil die Kurse ihnen im Studium helfen. Anne ist 28, studiert Informationswissenschaft und Medieninformatik und nimmt an einem Programmier-Kurs teil, um wesentliche Inhalte ihres Studiums besser verstehen zu können. "Innerhalb von zwei Wochen habe ich im Blockkurs das gelernt, was anderswo viel gekostet hätte", meint die 28-jährige Studentin. 

    Viele Studenten können auch vom Effekt der "Doppelnutzung" profitieren: So müssen Geisteswissenschaftler von Haus aus 20 Leistungspunkte im sogenannten freien Wahlbereich belegen, die sie auch im Rahmen der Studienbegleitenden IT-Ausbildung erbringen können. "So hat man danach ein Zertifikat und gleichzeitig einige Punkte für den Bachelor gesammelt", mein Annika. Die 20-Jährige studiert Medienwissenschaft und hat im vergangenen Wintersemester einen Adobe Illustrator Kurs besucht, bei dem sie unter anderem gelernt hat wie man selber Logos und Flyer herstellt. Durch diese Zusatzqualifikation erhofft Annika sich bessere Chancen bei Bewerbungen.

    Dass viele Studenten das Angebot des Rechenzentrums nicht kennen, ist Regine Bachmaier ein Rätsel, da jeder eingeschriebene Student im Prüfungssystem FlexNow darauf hingewiesen wird. Trotzdem ist die Nachfrage konstant hoch, rund 1500 Studierende pro Semester besuchen die IT-Kurse. "Das bedeutet auch, dass wir nachfrageorientiert arbeiten müssen", betont Regine Bachmaier. So gibt es dieses Sommersemester einige neue Kurse - unter anderem auch eine Einführung in den 3D-Druck. Auch auf Initiative der Studenten wurden schon Neuerungen umgesetzt, wie zum Beispiel GIMP-Kurse als Alternative zu Adobe-Produkten.

    Aktuell läuft die Anmeldung zu den Semesterkursen noch bis zum 02. April. Manche sind also nur ein paar Klicks davon entfernt, was Spannendes dazuzulernen und gleichzeitig ihren Lebenslauf aufzuschmücken.

  • Die Uni braucht keine Bier-Automaten

    Nach langem Hin und Her ist das Studentenwerk den Forderungen des Arbeitskreises Kultur nachgekommen: In Kürze wird es wieder Bier-Automaten an der Uni geben, allerdings nur zwei (mit Altersbeschränkung).
    Der Aufschrei um das verschwundene Bier aus den Automaten war groß: Dabei sind die Automaten absolut überflüssig.
     
    Laut dem Arbeitskreis Kultur um Jonathan Narjes handelt es sich beim Bier-Konsum um einen Teil der „studentischen Kultur“. Auch wenn der Begriff Kultur sehr weitläufig und vor allem relativ ist, lässt sich darüber streiten, ob Biertrinken dazugezählt wird. Selbst wenn, ist diese Kultur nicht eingeschränkt, weil die Möglichkeit, abends spontan ein Bier an der Uni zu trinken, wegfällt.
     
    Zudem verkaufen die Cafeterien und der Lebensmittelmarkt Hechtbauer nach wie vor täglich bis zur Schließung Bier. Man kann von angehenden Akademikern verlangen, vorausschauend zu denken und das Bier vor 16 Uhr zu kaufen oder gleich von Zuhause aus mitzunehmen.
     
    Auch wenn Bier in Bayern als Grundnahrungsmittel verstanden wird, ist und bleibt es eine Droge. Dieses Bewusstsein ist heutzutage viel mehr verbreitet. Gerade deshalb ist es fragwürdig, dass es anscheinend  immer noch als ganz normal angesehen wird, in Bildungseinrichtungen bewusstseinsverändernde Drogen zu konsumieren und sich dann auch noch lautstark zu beschweren, wenn dieser Konsum minimal eingeschränkt wird.
    • Kugelsicher

    Bierautomaten kehren an die Uni zurück

    Fast vier Monate war das Bier aus allen Getränkeautomaten auf dem Campus verbannt. (Foto: Stoib)
     
    Noch vor weniger als vier Monaten hat das Studentenwerk beschlossen, alle Bierautomaten aus den Cafeten zu entfernen. Die Entscheidung traf von Anfang an auf mächtig Gegenwind. Nun scheint es, als ob der Protest Wirkung gezeigt hätte. Wie der SprecherInnenrat der Uni Regensburg in einem Facebook-Post berichtet, sollen am Campus wieder zwei Verkaufsautomaten aufgestellt werden. Dies geht aus einer Antwort auf eine Anfrage an das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz hervor. Den vollständigen Artikel dazu findet ihr hier.
    von Philipp Breu bearbeitet von Ronja.Bischof 3/9/2017 1:22:19 PM
    • Zur Debatte

    Mit Optimismus in die Zukunft

    Wachsender Populismus, Fake News und Filterblasen in den sozialen Medien – ist die Demokratie am Ende? Diese Frage stand im Zentrum einer Diskussionsrunde, zu der die Katholische Hochschulgemeinde Regensburg an diesem Mittwoch eingeladen hatte.

    (v.l.) Dr. Alexander Straßner, Sebastian Grosser, Hermann Josef Eckl und Benedikt Suttner diskutierten über Populismus und die Zukunft der Demokratie. (Foto: Stoib)
     

    „Blickt man derzeit in die Presse, entsteht der Eindruck, dass sich das gesellschaftliche Modell von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit auf dem Rückzug befindet“, sagte Hermann Josef Eckl, der die Diskussionsrunde im Café der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) moderierte, zu Beginn der Veranstaltung. Eckl ist Geistlicher Leiter der Katho­li­schen Jun­gen Gemein­de im Bis­tum Regens­burg und seit 2007 Studentenpfarrer der KHG.

    Neben dem Politikwissenschaftler Dr. Alexander Straßner diskutierten Benedikt Suttner, der Vorsitzende der ÖDP-Stadtratsfraktion und Sebastian Grosser, Journalist beim Bayerischen Rundfunk, mit dem Publikum über die Frage, wie die Gesellschaft dem wachsenden Populismus entgegenwirken kann und junge Menschen für mehr politisches und gesellschaftliches Engagement gewonnen werden können.

    Straßner warnte gleich zu Anfang aus der Sicht der Wissenschaft davor, den Begriff „Populismus“ rein negativ aufzufassen: „Den Leuten auf den Mund zu schauen, ist per se nichts Schlechtes“, sagte er, Populismus sei nicht von vornherein ein Problem. Vielmehr sei wachsender Populismus ein Zeichen dafür, dass in der etablierten Politik etwas nicht mehr stimme. Vollkommener Schwarzmalerei erteilte der Politikwissenschaftler eine klare Absage: Trotz Trump und Orbán, „das Abendland geht nicht unter, die Demokratie weiß sich zu wehren.“ Schwierig werde es erst, wenn Populisten dauerhaft an der Macht blieben. 

    „Streiten ist das Wesen der Demokratie.“

    Der Stadtrat Suttner sieht im wachsenden Populismus auch auf kommunaler Ebene eine Gefahr. Er befinde sich in einem ständigen Zwiespalt: Einerseits müssten Politiker komplizierte Zusammenhänge für die Bürger oft verknappen und vereinfachen, gleichzeitig dürften sie dabei aber nicht von der Wahrheit abweichen und müssten sachlich korrekt bleiben.

    Dass politische Konflikte in einem demokratischen Gemeinwesen unvermeidbar sind, war für alle Beteiligten klar. Als schlecht dürfe man das aber nicht auffassen, meinte Straßner: „Streiten ist das Wesen der Demokratie.“ Dem schloss sich auch Suttner an: „Man bekommt eben auch mal eine verbale Breitseite ab“, damit müsse man umgehen können. Im Umgang mit der AfD hat das jedoch für ihn seine Grenzen. „Da sehe ich einen Angriff auf die Basis der Demokratie“, sagte Suttner. 

    Für Sebastian Grosser vom BR ist eine zu geringe Partizipation der Bürger eines der drängendsten Probleme, mit denen die Demokratie im Moment konfrontiert ist. Hier sieht er auch die in der Diskussionsrunde vertretenen Institutionen in der Verantwortung. „Was machen wir eigentlich falsch?“, das müssten sich Wissenschaft, Kirche, Politik und Medien gleichermaßen fragen.

    Straßner versuchte die vornehmlich studentische Zuhörerschaft aus der Reserve zu locken und zur Diskussion zu ermuntern: „Sie sind politisch kaum mehr mobilisierbar“, warf er der jungen Generation vor. Es gebe eben einen „extremen Überfluss an Informationen“, viele in ihrem Umfeld seien der Ansicht, sie hätten Besseres zu tun, als sich politisch zu engagieren, entgegnete eine Studentin. „Engagement ist ein Luxus“, ergänzte ein anderer Student. Soziale und gesellschaftliche Ungleichgewichte hätten einen erheblichen Einfluss darauf, inwieweit sich junge Leute überhaupt am politischen System beteiligen können.

    Mehr politische Bildung notwendig

    „Partizipation setzt Wissen voraus“, meinte dazu Gerlinde Alesi, die Politikwissenschaft studiert. Für sie sind „größere Investitionen in die politische Bildung nötig“, um die Beteiligung zu verbessern. Dem stimmte auch Grosser zu: „Der Sozialkunde- und Geschichtsunterricht kommt viel zu kurz!“

    Trotz all der Kritik am gegenwärtigen politischen System blickten die Diskutanten nicht nur trübsinnig auf die Zukunft der Demokratie, am Ende überwog der Optimismus. „Ich will den Abend nicht mit Schwarzmalerei verlassen“, warf ein Student als sein persönliches Schlusswort in die Runde, „ich glaube, wir als junge Generation können etwas verändern und die anderen mitziehen.“

    Für so eine Veränderung sprach sich auch Straßner aus. Dass sich etwas ändere, müsse nicht immer schlecht sein, sagte der Politikwissenschaftler. „Das einzig Konstante ist der Wandel und der hält die Demokratie am Laufen.“

    Insgesamt zeigten sich die Gäste mit diesem Ergebnis der Gesprächsrunde sehr zufrieden, wenn es für manchen auch hier und da Anlass zur Kritik gab. Die Diskussion sei insgesamt sehr akademisch abgelaufen und auf „unseren Dunstkreis bezogen“ gewesen, meinte der Medizinstudent Bernhard Siepen. Der gesamtgesellschaftliche Fokus habe ihm dann doch ein wenig gefehlt.

    von Maximilian Stoib bearbeitet von Sebastian Heinrich 3/9/2017 12:59:07 PM
  • Das Unikat hat eröffnet

    Das Warten auf abwechslungsreiches Essen im Unialltag hat endlich ein Ende. Am vergangenen Dienstag eröffnete das lang ersehnte Unikat - die alte Unipizzeria - auf dem Campus. Nun hat man auch neben der Mensa einen schön gestalteten Anlaufort, um sich was Leckeres zu Essen zu besorgen, um zu lernen, oder, um sich mit Freunden eine kleine Pause zu gönnen. Ab 11:30 Uhr gibt es im Unikat Pizza und Pasta. Wer jedoch zum Start in den Tag erstmal einen frischen, heißen Kaffee benötigt, ist dort genau richtig - sogar mit wechselnden Angeboten für ein süßes Frühstück, die sich sehen lassen können. Verfolgen könnt ihr das Ganze auf der Facebook-Seite des Unikat.
     
     
    von bianca.bartosz bearbeitet von Ronja.Bischof 2/24/2017 2:20:17 PM
    • Jung & Krumm

    Zuwanderungsstop für die PT-Bib

    Gegenüber unserem Medienhaus vertrauten sich die Urheber der „Bürgerbewegung Philosophicum I und II“ an und sprachen offen über die Sorgen und Nöte strebsamer PT-Studenten. (Foto: Tarek/Felix)
     
    Wie angekündigt gibt es heute - leider mit prüfungsbedingter zeitlicher Verzögerung - den Artikel zur "Bürgerbewegung Philosophicum I und II", die uns Studenten den Klausurenstress etwas erträglicher machte. Wenn ihr also wissen möchtet, was es mit der nicht immer ganz politisch korrekten Satireaktion der beiden "Heimat"-PTler Tarek und Felix auf sich hat, könnt ihr hier den ganzen Artikel lesen.
     
    von Ramona Rangott bearbeitet von Ronja.Bischof 2/24/2017 9:48:49 AM
    • Kugelsicher

    Großer Ansturm an der Uni

    Der Regensburger Hochschultag ist beliebt: Sogar aus Deggendorf sind Schüler mit dem Zug angereist, um teilzunehmen. 
     
    So viele Leute wie an diesem Freitag sind nicht mal in den ersten Vorlesungswochen an der Uni. Immer wieder geht die Tür des Zentralen Hörsaalgebäudes auf. Einer nach dem anderen verlässt das Gebäude, draußen stehen die Leute schon vor der Tür und warten, dass der Durchgang frei wird. Und das in den Semesterferien. Der Grund dafür: Der Regensburger Hochschultag, an dem sich die OTH, die Hochschule für Kirchenmusik und die Uni Regensburg ins Zeug legen, um Studenten anzuwerben.

    Der Regensburger Hochschultag bietet eine Menge an Informationen. Auf der einen Seite gibt es Vorträge zu nahezu allen Studiengängen, außerdem Infostände, bei denen sich die Schüler direkt mit den Studenten unterhalten und ihnen Fragen stellen können. Jeder Stand wirbt auf seine eigene Weise: Die Fachschaft Romanistik hat Kekse bereitgestellt, die Fachschaft Kulturwissenschaft zeigt einen Film auf Leinwand, die Fachschaft Slavistik lockt mit einem Europa-Quiz, bei dem die Schüler Süßigkeiten gewinnen können.
    An einer anderen Stelle hat die Techniker Krankenkasse einen Stand und lockt mit einem Spiel. Die Mitarbeiter sind nicht zum ersten Mal hier und sind es gewohnt, dass am Hochschultag nicht so viel Ansturm herrscht, da kaum ein Schüler Fragen zur Krankenversicherung haben. Auf Karrieremessen ist der Ansturm dafür wieder größer.

    Den Stand „Studieren mit Beeinträchtigung“ können die Schüler nicht verfehlen. Er ist direkt der erste vor dem Eingang des Zentralen Hörsaalgebäudes. Vor einem Plakat sitzt eine Frau im Rollstuhl: Stefanie Feuerer, Ansprechpartnerin und Beraterin für Studenten mit Beeinträchtigung an der Uni Regensburg. Sie erklärt, dass nicht nur Menschen mit körperlicher Behinderung Recht auf Nachteilsausgleich haben, sondern auch Menschen mit chronischer Erkrankung. Chronisch bedeutet, länger als sechs Monate. Außerdem muss die Erkrankung studienerschwerend sein - ob es sich da um einen Reizdarm oder Depressionen handelt, spielt keine Rolle. „Die meisten Studenten, die zu uns kommen, sagen ‚Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Erkrankung zur Zielgruppe gehöre‘. Bisher mussten wir noch keinen wegschicken“, erzählt Feuerer. Der Nachteilsausgleich kann sich unterschiedlich auswirken: Möglich ist eine Verlängerung der Regelstudienzeit und des Anspruchs auf BAföG. Studenten bekommen auch bei Prüfungen mehr Zeit oder können eine mündliche statt eine schriftliche Prüfung ablegen und ein Referat mit einer Hausarbeit umgehen. Hier gibt es keine Richtlinien, jeder Fall wird einzeln geprüft und kann das Studium ungemein erleichtern. Der Nachteilsausgleich wird in jedem Fall vertraulich behandelt und nicht im Zeugnis vermerkt. 
    Es gibt drei verschiedene Arten von Schülern, die zum Hochschultag gekommen sind. Die einen wurden von ihrer Schule verpflichtet, im Rahmen ihres Projekt-Seminars teilzunehmen. Teilweise sind sie mit Reisebussen angereist, andere sind mit dem Zug gekommen und mussten den Galgenberg zu Fuß hochlaufen. Die zweite Gruppe sind die Halb-Freiwilligen: Sie kamen zwar aus Eigeninitiative, aber die Motivation war wohl eher schulfrei als Gedanken an die Zukunft. Die dritte Gruppe war wohl am wenigsten vertreten: Auszubildende oder Arbeitnehmer, die sich einen Tag frei genommen haben, um über das Angebot an der Uni zu informieren.
     
    Wir haben uns unter den Besuchern des Hochschultags umgehört. Hat es Ihnen am Campus gefallen? Haben Sie Ihr Traum-Studium gefunden? Lest hier, was die Besucher geantwortet haben: 
     
    Paula und Emelie sind vom Max-Reger-Gymnasium aus Amberg. Sie kamen mit ihrer Klasse, um ein Portfolio über ihr Projektseminar zu erstellen. Die 17-Jährigen fanden es schade, dass es so wenig Auswahl an kreativen Studiengängen gab. Der Vortrag zu Architektur war so überfüllt, dass sie weder sehen, noch etwas verstehen konnten. 
    von Ronja.Bischof
    Claudia (21) ist mit Klassenkameraden von der BOS aus Deggendorf angereist. Sie hat sich keine Vorträge angehört, aber dafür Informationen an den Ständen eingeholt. Sie kann sich nicht vorstellen, in Regensburg zu studieren, da ihr die Stadt zu nah ist und die Uni nicht gut gefällt.
    von Ronja.Bischof
    Alexander (16) und Julian (17) sind vom Willibald-Gluck-Gymnasium aus Neumarkt und mussten im Rahmen ihres Projekt-Seminars am Hochschultag teilnehmen. Alexander hat sich Vorträge über Slavistik und Sportwissenschaften angehört, was ihm beides nicht gut gefallen hat. Er weiß noch nicht, ob er überhaupt studieren möchte. Julian hat sich über Musikpädagogik informiert und weiß jetzt immerhin, was er nicht studieren will. Die beiden sind sich einig: "Das einzige, was der Tag gebracht hat: Wir hatten keinen Unterricht."
    von Ronja.Bischof
    Die 16-jährige Hannah vom Max-Reger-Gymnasium in Amberg weiß schon, was sie studieren will: Grundschullehramt. Sie freute sich über das große Angebot und hat sich trotz ihrer Wahl noch andere Vorträge angehört.
    von Ronja.Bischof
    Jeremy (17) geht auf die Wirtschaftsschule in Landshut. Er kam mit seiner Klasse mit dem Zug und hat sich drei Vorträge angehört: Jura, VWL und Politikwissenschaft. "Jetzt habe ich auf jeden Fall mehr Durchblick", sagt er. 
    von Ronja.Bischof
    Philipp (19) und Philipp (21) haben sich extra für den Hochschultag von der FOS in Neumarkt freistellen lassen. Beide interessieren sich für Jura. "Ich fand den Vortrag auf jeden Fall hilfreich", sagt Phillip.
    von Ronja.Bischof
    Sophie kommt ebenfalls vom Max-Reger-Gymnasium. Die 16-Jährige möchte entweder Grundschullehramt oder Geologie auf Lehramt studieren. Die Vorträge zu den beiden Studiengängen haben sie in ihrer Wahl bestärkt.
    von Ronja.Bischof
     
     

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    • Kugelsicher

    Ist es das Richtige für mich?

    Jeder dritte Student zweifelt nach Aussagen des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung an der Wahl seines Studiums. Egal um welche Art von Zweifel oder Probleme es sich handelt, manchmal ist ein objektiver Gesprächspartner unabdingbar. Diese Rolle übernimmt die Zentrale Studienberatung.
     
    Das Zimmer in der Allgemeinen Studienberatung an der Uni Regensburg ist hell und geräumig. Am Fenster steht ein Schreibtisch, an der Wand ein Tisch mit zwei Stühlen. Der eine Stuhl ist für Studienberaterin Daniela Hodapp. Der andere Stuhl ist für Studenten vorgesehen, die Probleme in ihrem Studium haben. Die Zentrale Studienberatung ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Die Allgemeine Studienberatung, in der Daniela Hodapp mit drei weiteren Beratern arbeitet und die psychologisch-psychotherapeutische Studienberatung, bestehend aus drei Beratern.
     
    Psychologische Betreuung
    Die Allgemeine Studienberatung ist meistens die erste Anlaufstelle für Studenten. Ob es Probleme mit den Eltern sind, Zweifel am Studium oder Zukunftsangst, die allgemeine Studienberatung nimmt sich jedem Problem an. Wenn sie einmal nicht weiterhelfen kann oder meint, dass Studenten bei der psychologisch-psychotherapeutischen Studienberatung besser aufgehoben sind, schickt sie die Studenten ein paar Türen weiter. Dort können Berater mit Studienabschluss in Pädagogik oder Psychologie gezielt auf die Probleme eingehen. Als Ersatz für eine Psychotherapie kann die psychologisch-psychotherapeutische Studienberatung aber nicht genutzt werden, es sei eher eine kurzfristige Therapie im Krisenfall, erklärt Hodapp. Wenn die Berater allerdings merken, dass eine ernsthafte psychische Krankheit vorliegt oder der Student dringend psychologische Hilfe braucht, können sie ihn an Therapeuten aus Regensburg weiterleiten, mit denen sie ständig in Kontakt stehen.
     
    Vor allem in den ersten Semestern kommen bei vielen Zweifel. Die häufigsten Probleme sind falsche Vorstellungen vom Studium, schlechte Leistungen und die damit einhergehende fehlende Motivation. Ein Teufelskreis. Die Beratung ist vertraulich, anonym und für jeden Studenten offen - egal ob es um leistungsbezogene Probleme geht, wie es oft bei Naturwissenschaftlern der Fall ist, oder aber Zukunftsängste, die hauptsächlich bei Studenten der Geisteswissenschaften auftreten. Vom Zurechtfinden im Studium bis zur Eingliederung ins Berufsleben, die Studienberatung ist für alle Probleme rund ums Studium zuständig - und darüber hinaus: Selbst, wenn die Oma stirbt und man mit dem Verlust nicht zurecht kommt, hilft die Studienberatung. Hoffnungslose Fälle? Gibt es nicht. Auch Studenten, die wegen eines Drittversuchs ihr Studium aufgeben müssen, bekommen Hilfe.
     
    Die Lücke im Lebenslauf
    Viele vor allem junge Studenten machen sich große Sorgen um einen "nicht geradlinigen Lebenslauf", so auch Chiara. Sie studiert Politikwissenschaft und Medienwissenschaft im 3. Semester und ist geplagt von der Ungewissheit, was sie nach ihrem Studium damit machen soll. Eigentlich macht ihr das Studium Spaß, sie hat gute Noten, doch die Ungewissheit lässt sie nicht los. Sie sehnt sich nach einem Studium wie Jura, bei dem sie danach genau weiß, welche Möglichkeiten sie hat. Ein Wechsel kommt für sie nicht in Frage, zu groß ist die Angst. "Wenn mein zukünftiger Arbeitgeber sieht, dass ich mal ein Studium abgebrochen hab', denkt er ja gleich, ich ziehe nichts durch", sagt Chiara. Dass häufig sogar das Gegenteil der Fall ist, bestätigt Daniela Hodapp von der Studienberatung. "Viele Arbeitgeber sehen es positiv, wenn Studenten vielseitig interessiert sind. Außerdem sind sie so jung und müssen sich auch noch ausprobieren, wer kann denn mit 18 wissen, was er sein Leben lang machen will?." 
    Auf einem Vortrag der Agentur für Arbeit für Geisteswissenschaftler wird ebenfalls erklärt, dass Studiengangswechsel und sogar schlechte Noten nicht gleich das Aus heißen. Am allerwichtigsten seien Berufserfahrung und Kontakte. Also heißt es, Engagement zu zeigen und so viele Praktika wie möglich zu machen. 
     
    Einen besonderen Bedarf an Studienberatung gibt es am Anfang des Semesters, vor den Weihnachtsferien und in der Prüfungszeit. Termine kann man telefonisch vereinbaren (Tel. Nr.:0941 9432219) und kann innerhalb von drei Tagen zu einem persönlichen Gespräch vorbeikommen. Dienstag und Donnerstag nachmittags ist eine offene Sprechstunde, zu der man ohne Anmeldung vorbeikommen kann. Die Studienberatung ist nicht nur in der Vorlesungszeit besetzt, sondern auch in den Semesterferien - lediglich an Wochenenden und Feiertagen ist niemand zu erreichen. 
     
    Hodapp rät, alle Möglichkeiten schon vor Beginn des Studiums zu nutzen, um die richtige Wahl zu treffen. Dazu zählen Frühstudium, Schnupperstudium, Infotage und -veranstaltungen. Am 17. Februar findet der alljährliche Regensburger Hochschultag statt, an dem zahlreiche Vorträge und Infostände zu allen Studiengängen der drei Regensburger Hochschulen angeboten werden. Studenten können diesen Tag ebenfalls nutzen oder während der Vorlesungszeit fachfremde Vorlesungen besuchen. Im ersten Semester sollte man außerdem noch nicht alles so eng sehen: "Die ersten Semester sind ohnehin Orientierungssemeste.", sagt Daniela Hodapp. Wer nicht unterscheiden kann zwischen Orientierungsphase und falscher Studienwahl, kann jederzeit in der Zentralen Studienberatung einen Termin vereinbaren oder zur offenen Sprechstunde kommen.
    • Jung & Krumm

    Make PT great again: Zwei Studenten kämpfen für ihre "Heimat"-Bibliothek

     
    Genau rechtzeitig zur Erheiterung während der Prüfungszeit, gibt es heute was lustiges für euch. Lustig?! Nun ja, sicher nicht für alle. Die Studenten des Fachbereichs Philosophie/Theologie finden nämlich eines ganz und gar nicht lustig: Die Belagerung der PT-Bibliothek durch fachfremde Studenten während der Klausurenphase. Zwei Geisteswissenschaftsstudenten haben es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, diese Invasion von VWLern und BWLern, Juristen, Medizinern und anderen -- wie sie sie nennen -- "Zahlenkobolden" zu bremsen. Mittels der Facebook-Seite "Bürgerbewegung Philosophicum I und II" wollen sie Anhänger und Gleichgesinnte finden, um ein Ziel ein für alle mal durchzusetzen: "Medis raus!"
     
    Nächste Woche lest ihr hier einen ausführlichen Beitrag zu der Satire-Aktion der beiden Studenten. Jetzt könnt ihr euch hier aber erst mal selbst einen Eindruck schaffen.
    Viel Freude beim Lesen!
     
     
    "Medis raus!" Zwei Studenten setzen sich jetzt dafür ein, die PT-Bib vor studentischen "Invasoren" aus anderen Fachbereichen zu befreien. Foto: dreamstime/ Bürgerbewegung Philosophicum I und II
     
     
    von Ramona Rangott bearbeitet von Ronja.Bischof 2/3/2017 12:55:44 PM
    • Hörsaal

    Traumberuf Galeristin

    Eine eigene Galerie, das ist der Traum vieler Kunststudenten. Sarah Marcinkowski und Hannah Horn haben ihn sich bereits verwirklicht – wenn auch nur im Kleinen.
     
    Sarah Marcinkowksi (re.) und Hannah Horn präsentieren dem Publikum das Konzept ihrer Galerie. (Foto: Maximilian Stoib)

    „Zwischen Region und Fiktion“ lautet der Titel der Vernissage, die gestern Abend im Vielberth-Gebäude der Universität Regensburg stattfand. Vierzehn Regensburger Studentinnen haben im Rahmen eines Projektseminars unter der Leitung ihres Dozenten Dr. Benno Lehmann ein Semester lang auf diesen Abend hingearbeitet. Kunst aus der Region und aus aller Welt auszustellen, das haben sich die Studentinnen der Kunstgeschichte um Sarah Marcinkowski und Hanna Horn dabei zum Ziel gemacht.

    Die Akquise von Künstlern, die Auswahl von passenden Werken, die Erstellung eines eigenen Kunstkatalogs und schließlich die Organisation der Vernissage an der Uni, all das hat viele Wochen Arbeit in Anspruch genommen.

    Jetzt sind die jungen Frauen glücklich darüber, dass alles geklappt hat und sie dem Publikum das Ergebnis ihrer Mühen präsentieren können. Dozenten und Studierende, aber auch viele Besucher von außerhalb der Universität sind zu ihrer Vernissage gekommen. Mehr als die Organisatorinnen erwartet hatten, nicht jeder fand während des Eröffnungsvortrags einen Sitzplatz.

    Sechs Künstler aus der Region präsentieren ihre Werke 

    „Es war ein steiniger Weg“, sagt Hannah Horn an das Publikum gerichtet, die Erleichterung ist ihr ins Gesicht geschrieben. Auch Sarah Marcinkowski ist froh, dass der Stress der vergangenen Wochen jetzt von ihr abfällt. Sechs regionale Künstlerinnen und Künstler konnten sie während des Semesters für ihr Projekt gewinnen, fast alle von ihnen ließen es sich nicht nehmen, ihre ausgestellten Werke persönlich zu präsentieren.

    Als Sarah Marcinkowski und Hannah Horn im Vorfeld der Vernissage an den Regensburger Bildhauer Helmut Wolf herantraten, war für den sofort klar, dass er ihr Projekt unterstützen will. „Ich habe gleich gemerkt, dass die Studentinnen bei ihrer Planung sehr in die Tiefe gegangen sind und da viel Interesse dahinter steckt“, meint Wolf, dessen Leidenschaft dem Werkstoff Holz gilt. Die Künstlerin Monique Haber ist ähnlich begeistert: „Ich fand die Idee von Anfang an toll und die Kommunikation mit den beiden war einfach super!“

    Dr. Benno Lehmann, Lehrbeauftragter der Uni Regensburg und Leiter des Seminars ist stolz auf seine Studentinnen: „Was die hier auf die Beine gestellt haben, ist ein absoluter Wahnsinn.“ Für Lehmann war es wichtig, ihnen bei ihrem Projekt möglichst freie Hand zu lassen. Nur so nähmen die Studierenden für ihr späteres Berufsleben wichtige praktische Erfahrungen mit. „Theorie bekommen sie genug, damit werden sie hier an der Uni vollgestopft, aber auf dem Kunstmarkt sind praktische Erkenntnisse gefragt“, sagt er. Allein kunstgeschichtliches Fachwissen reiche da nicht aus. 

    Eindrücke, die kein Professor vermitteln kann

    Für Sarah und Hannah hat sich das Seminar von Lehmann gelohnt: „Ich habe Eindrücke gesammelt und Erfahrungen gemacht, die einem kein Professor vermitteln kann und bin ganz nah an den Beruf herangekommen“, erzählt Hannah, die sich während der Vorbereitung auf die Vernissage auch mit den rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen musste. „Viele Kunststudenten haben den Traum von einer eigenen Galerie, aber die Tätigkeit als Galeristin ist wirklich kein Zuckerschlecken“, sagt sie. 

    Hannah und Sarah müssen an diesem Abend noch viele Hände schütteln, bevor sich die Besucher in Ruhe den ausgestellten Werken widmen und die Anspannung endlich von den beiden abfällt. War ein einziger Abend den vielen Stress im Vorfeld wirklich wert? Sarah zögert nicht mit einer Antwort: „Ich würde das Seminar jederzeit wieder belegen!“

    von Maximilian Stoib bearbeitet von Ronja.Bischof 2/3/2017 12:45:45 PM
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