Entwicklung in Dortmund

mz_logo

Live
Sonntag, 6. November 2016 7

Entwicklung in Dortmund

Im Fall Fall der Sprengstoff-Attacke auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernommen. Das Bundeskriminalamt sei mit Ermittlungen beauftragt worden. Es wird offensichtlich in alle Richtungen ermittelt. Wir verfolgen die aktuellen Entwicklungen im NewsBlog.

  • ··· Das Wichtigste im Überblick ···

    ▪ Die Polizei führt zwei Islamisten als Tatverdächtige. Beide sollen aus der nordrhein-westfälischen Islamisten-Szene stammen. Ein 25-jähriger Iraker wurde in Wuppertal festgenommen. Derzeit wird geprüft, ob gegen ihn Haftbefehl beantragt wird. Ein 28-jähriger Deutscher aus Fröndenberg im Kreis Unna wurde bislang nur verhört.

    ▪  Die Bundesanwaltschaft spricht von einem terroristischen Hintergrund der Tat. 

    ▪  Dortmunds Abwehrspieler Marc Bartra wurde schwer an Hand und Arm verletzt und operiert. Ein Polizist erlitt ein Knalltrauma und einen Schock.

    ▪ Mindestens einer der drei Sprengsätze war mit Metallstiften bestückt - Sprengwirkung von mehr als 100 Metern. Die genaue Motivlage des Anschlags ist noch unklar.

    ▪ Am Anschlagsort sind drei Bekennerschreiben mit gleichem Text gefunden worden. Unter anderem werde in den Schreiben der Abzug von Tornado-Kampfflugzeugen der Bundeswehr aus Syrien gefordert. 

    ▪ Bei einem im Internet veröffentlichten weiteren Bekennerschreiben bestehen nach ersten Bewertungen Zweifel an der Echtheit. In dem Schreiben wird ein linksextremistischer Hintergrund des Anschlags behauptet.

     

  • Liebe Leserinnen und Leser, im Fall Fall der Sprengstoff-Attacke auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernommen. Das Bundeskriminalamt sei mit Ermittlungen beauftragt worden. Es wird offensichtlich in alle Richtungen ermittelt. Wir verfolgen die aktuellen Entwicklungen an dieser Stelle mit einem Liveblog.

  • Nach der Sprengstoff-Attacke auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund sichert die Polizei den Tatort mit massiven Kräften ab. An den Zufahrten standen Einsatzkräfte mit Maschinenpistolen und schusssicheren Westen. Querstehenden Polizeiautos blockieren die Straßen.


    Foto: Marcel Kusch, dpa
  • Derweil hat auch ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter der Nummer 0231/1325555 bemühten sich die Beamten, Betroffene oder Interessierte über den Einsatz in Dortmund zu informieren, teilt die Polizei mit.

  • Die Münchner Polizei will ihr Sicherheitskonzept für den Fußball-Klassiker zwischen dem FC Bayern und Real Madrid noch einmal überprüfen. Die Verantwortlichen werden nach Angaben eines Sprechers über mögliche Konsequenzen für das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League heute Abend beraten.  

    Zur Bewertung der Lage stünden die Beamten auch in Kontakt mit der Dortmunder Polizei, so der Sprecher weiter. Er betont aber gleichzeitig: «Wir haben keinerlei Gefährdungshinweise für München und das Spiel.»

  • In Sicherheitskreisen wird intensiv darauf hingewiesen, dass ein islamistischer Hintergrund des Anschlags weiterhin nicht geklärt sei. Es seien weitere Überprüfungen notwendig. Das Schreiben trage auch keine Symbole der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Es könne sich nach wie vor auch um gewaltbereite Fußballfans, Erpresser oder andere Täter handeln.

  • UPDATE In dem Bekennerschreiben zum Anschlag gibt es Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Tat. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen wird in dem in deutscher Sprache verfassten, einseitigen Schreiben auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt und den Einsatz deutscher Tornado-Kampfflugzeuge in Syrien Bezug genommen


    In Sicherheitskreisen wird intensiv darauf hingewiesen, dass ein islamistischer Hintergrund des Anschlags weiterhin nicht geklärt sei. Es seien weitere Überprüfungen notwendig. Das Schreiben trage auch keine Symbole der IS-Terrormiliz. Es könne sich nach wie vor auch um gewaltbereite Fußballfans, Erpresser oder andere Täter handeln

  • Das Schreiben mit den Worten «Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen». Es werde behauptet, dass die deutschen Kampfflugzeuge daran beteiligt seien, Muslime im Kalifat des sogenannten Islamischen Staates zu ermorden. Weiter heiße es, ab sofort stünden Sportler und andere Prominente «in Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen» auf einer «Todesliste des Islamischen Staates», schreiben die von «Süddeutscher Zeitung», WDR und NDR

    Die Drohung gegen Sportler, Schauspieler und andere Prominente so lange gelten, bis die deutschen Kampfflugzeuge aus dem Kriegsgebiet abgezogen und die US-Luftwaffenbasis im pfälzischen Ramstein geschlossen sei. Fußballfans werden angeblich nicht als Ziele erwähnt. Das Schreiben trägt demnach keine Unterschrift.

  • Wie bereits berichtet, die Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen. Weitere Informationen will sie am frühen Nachmittag bekanntgeben, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilt.

    Die Pressestelle wird heute um 14 Uhr über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren. Zu diesem Zweck wird die Pressesprecherin der Bundesanwaltschaft eine Erklärung vor Medienvertretern abgeben.

    Aus der Pressemitteilung des Generalbundesanwalts.
  • Bundesjustizminister Heiko Maas fordert eine «konsequente Aufklärung»: 



  • Immer mehr Politiker äußern sich mittlerweile auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. So auch die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:



  • Auch im Nachbarland Frankreich beobachten die Medien den Fall mit großer Aufmerksamkeit.





  • UPDATE Die Ermittler überprüfen zur Stunde die Authentizität von zwei Bekennerschreiben. In dem in der Nähe des Tatorts aufgefundenen Schreiben gibt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund. Ein zweites, im Internet veröffentlichten Schreiben, könnte nach der Diktion aus der antifaschistischen Szene kommen. Darin wird betont, keinesfalls seien die BVB-Spieler «Ziel dieser symbolischen Tat» gewesen.

    In Sicherheitskreisen wird betont, der Hintergrund der Tat stehe keinesfalls fest. Es könne sich jeweils auch um Fälschungen handeln, die auf falsche Spuren locken sollten. Bei den Tätern könne es sich nach wie vor auch um gewaltbereite Fußballfans, Erpresser, andere Kriminelle oder Menschen mit rechtsextremem Hintergrund handeln. 

  • Der Tatort: Zwei Löcher sind in einer Hecke an der Zufahrt zum Hotel in Dortmund zu sehen. An dieser Stelle explodierten gestern Abend neben dem Mannschaftsbus von Borussia Dortmund drei Sprengsätze. Das Champions-League-Spiel in Dortmund war nach der Sprengstoff-Attacke mit zwei Verletzten kurzfristig abgesagt worden und soll heute um 18.45 Uhr angepfiffen werden.


    Foto: Rolf Vennenbernd, dpa
  • Das ist eine sehr gravierende Geschichte. Das ist eine neue Dimension, was da passiert ist. 

    Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Interview der «Bild»-Zeitung.

    Foto: Federico Gambarini, dpa
  • Der BVB bittet darum, auf Anfragen zum Gesundheitszustand ihres verletzten Fußballers Marc Bartra abzusehen. «Unsere Kernaufgabe liegt nun darin, die Vorkommnisse seriös aufzuarbeiten und in der Kürze der Zeit eine sichere Veranstaltung auf die Beine zu stellen», teilt der Verein mit. 

    Der 26 Jahre alte Spanier Bartra hatte sich einen Bruch einer Speiche in der Hand zugezogen sowie Fremdkörper-Einsprengungen am rechten Handgelenk erlitten. Er ist schon operiert worden. «Wir sind alle geschockt und in Gedanken bei Marc», erklärt Kapitän Marcel Schmelzer. 

  • Die Ereignisse in Dortmund verfolgt auch der ehemalige deutsche Nationalspieler Lukas Podolski.



  • Massive Polizeipräsenz vor dem Trainingsgelände von Borussia Dortmund. 


    Foto: Foto: Marius Becker, dpa

    Höchste Sicherheitsvorkehrungen: Die Polizei in Dortmund sit im Dauereinsatz. Ein Beamter kontrolliert einen Lieferwagen, der auf das Trainingsgelände von Borussia Dortmund fahren möchte.


    Foto: Marius Becker, dpa
  • Wie auch gestern kurz nach dem Anschlag hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen eine dringende Bitte:



  • Vor einigen Minuten hat sich BVB-Präsident Reinhard Rauball im Interview in der ARD zur derzeitigen Lage geäußert. «Das ist eine schwierige Situation. Ich bin zuversichtlich, dass die Mannschaft ihr Bestes gibt und ein Spektakel in der Champions League liefert», so der 70-Jährige.

  • Die BVB-Spieler und der Trainerstab sind bereits am Trainingsgelände im Dortmunder Stadtbezirk Brackel zusammengekommen. Das Team soll sich dort auf die Partie heute Abend vorbereiten. Wie schwierig eine solche Situation sein kann, erklärte der frühere BVB-Trainer Ottmar Hitzfeld in einem Gespräch mit dem TV-Sender Sky. «Die Zeit, das mit den Spielern aufzuarbeiten, hat man nicht. Man muss das Geschehen schnell wieder auf den Fußball lenken.»


    BVB-Sportdirektor Michael Zorc bei der Einfahrt auf das BVB-Trainingsgelände. Foto: Marius Becker, dpa
  • Hat der Anschlag von gestern Abend auch mögliche Folgen für die Bundesliga? Der Deutsche Fußball-Bund verweist auf seine Sicherheitsmaßnahmen und äußert sich noch nicht. «Der DFB, die Liga und die Vereine tun sehr viel für die Sicherheit der Spieler und Fans. Vor allem außerhalb der Stadien sind die Einschätzungen und Hinweise der verantwortlichen Sicherheitsbehörden maßgeblich», so DFB-Präsident Reinhard Grindel in einer Mitteilung.

  • BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach seinem Besuch beim Team:



  • Wie der BVB auf seinem Twitterkanal mitteilt, haben die Spieler mit dem Training unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen begonnen.



  • Die Ereignisse von gestern Abend haben auch Auswirkungen auf das bevorstehende Zweitliga-Spiel zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig am Sonntag. Wie der NDR berichtet, will die Polizei beim Niedersachsen-Derby den Vorfall in Dortmund mit in ihre Sicherheitsplanung einbeziehen. Unter anderem sollen Sprengstoffspürhunde eingesetzt werden.



  • Die Polizei hat den Tatort rund um das Hotel in Dortmund weiträumig abgeriegelt. Anwohner müssen sich an den Sperren gedulden, sie werden nur in Begleitung durchgelassen.


    Foto: Rolf Vennenbernd, dpa
  • Die Münchner Polizei zieht erste Konsequenzen: Im Champions-League-Spiel zwischen dem FC Bayern und Real Madrid (Anpfiff 20:45 Uhr) werden mehr Beamte eingesetzt. «Wir haben die Zahl der Beamten auf 450 aufgestockt», so ein Sprecher der Polizei. Damit werden 80 Polizisten mehr im Einsatz sein als ursprünglich geplant

    Zudem hat die Polizei Suchmaßnahmen eingeleitet und wird die Busse mit Spürhunden durchsuchen, bevor die Mannschaften einsteigen. Auch eine andere Route zum Stadion wird geprüft. Diese Maßnahmen beliefen sich aber alle in einem noch üblichen Rahmen. «Denn wir haben derzeit keine Hinweise auf Gefährdungen in München», erklärt der Sprecher.

  • In dem in Tatortnähe gefundenen Bekennerschreiben wird Bundeskanzlerin Angela Merkel namentlich erwähnt. In dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben heißt es:

    «Aber anscheinend scherst du dich Merkel nicht um deinen kleinen dreckigen Untertanen. Deine Tornados fliegen immer noch über dem Boden des Kalifats, um Muslime zu Ermorden.» 

    Das eine Seite lange Schreiben ist nicht handschriftlich, sondern offenbar am Computer geschrieben. Die Echtheit des Schreibens wird nach wie vor von den Ermittlern geprüft.

  • Derweil gibt es Zweifel an dem zweiten Bekennerschreiben. «Offenkundig hat hier jemand versucht, Parolen und Sprachcodes der linksradikalen Szene zu imitieren - beispielsweise, indem eine Feminin-Endung wie "Naziinnen" oder "Rechtspopulistinnen" benutzt wird», berichtet der ARD-Journalist Patrick Gensing.



  • Die Polizei in Nordrhein-Westfalen bittet die Fußball-Fans um frühestmögliche Anreise zum Champions-League-Spiel zwischen dem BVB und AS Monaco. Mit Wartezeiten beim Einlass sei zu rechnen, hieß es in einer BVB-Mitteilung. «Aus Sicherheitsgründen und auf Geheiß der Polizei dürfen keine Rucksäcke mit ins Stadion mitgebracht werden. Wer dergleichen mitbringt, wird nicht ins Stadion gelassen». Alle Hinterlegungsstellen werden geschlossen sein. Zulässig seien maximal (Hand-)Taschen in einer Größe von DIN A4. 

  • Das mögliche Bekennerschreiben mit islamistischem Hintergrund. Die Behörden prüfen seine Echtheit. Das Schreiben wurde bereits gestern Abend in der Nähe des Tatortes gefunden. 

    Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen,12 ungläubige würden von unseren Gesegneten Brüder in Deutschland getötet. Aber anscheinend scherst du dich Merkel nicht um deinen kleinen dreckigen Untertanen. Deine Tornados fliegen immer noch über dem Boden des Kalifats, um Muslime zu Ermorden. Jedoch wir bleiben standhaft durch die Gnade Allahs.Ab sofort stehen alle ungläubigen Schauspieler, Sänger, Sportler und Sämtliche prominente in Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen auf Todesliste des Islamischen Staates.Und das solange die folgenden Forderungen nicht erfüllt werden: - Tornados aus Syrien abziehen. - Ramstein Air Base muss geschlossen werden.

    Das mögliche Bekennerschreiben im Wortlaut.
  • Mittlerweile hat sich auch DFL-Chef Christian Seifert zu den Vorfällen in Dortmund geäußert: «Wir haben großes Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsorgane bei Fußballspielen und in die Tätigkeit der Ermittlungsbehörden», erklärt er. «Natürlich waren die Ereignisse in Dortmund und die Folgen des Anschlags auch für die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie die DFL schockierend

    Seifert bezeichnet die Absage des Champions-League-Partie vom BVB gegen AS Monaco als richtige Entscheidung. «Marc Bartra und dem ebenfalls verletzten Polizisten wünschen wir schnelle und vollständige Genesung. Gute Wünsche auch für Borussia Dortmund in einer vor allem für die Mannschaft sehr schwierigen Situation», sagt Seifert.

  • Wo sich genau der Anschlag ereignete:

  • Immer mehr Menschen aus der Politik und der Sportwelt reagieren mit Entsetzen und Solidaritätsbekundungen. So auch der Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann.



  • Die französische Fußball-Liga hat ihren Spielplan für das kommende Wochenende leicht modifiziert. Die Spieler von AS Monaco treffen nun erst Samstagabend um 21.00 Uhr in ihrer nächsten Ligapartie auf Dijon, ursprünglich war das Match bereits für 17.00 Uhr angesetzt. Monaco habe um die Änderung gebeten, teilt die Profiliga LFP mit. Damit bleiben dem Team ein paar Stunden mehr Zeit zur Erholung und Vorbereitung.

  • Das angebliche «Antifa»-Bekennerschreiben zum BVB-Angriff ist möglicherweise eine Fälschung.«Wir halten das Schreiben für einen Nazifake», teilten die Betreiber des Internetportals Indymedia der Deutschen Presse-Agentur mit. «Weder Inhalt noch Sprache deuten auf einen linken Hintergrund hin, deshalb haben wir es bereits sehr kurz nach der Veröffentlichung gelöscht.» Aus Sicherheitskreisen heißt es weiterhin, die Echtheit des angeblichen «Antifa»-Bekennntnisses werden geprüft. 

    Schon im September 2016 war auf dem Portal im Zusammenhang mit den in Dresden explodierten Sprengsätzen vor den Einheitsfeiern zum 3. Oktober ein gefälschtes Bekennerschreiben aus der rechten Szene veröffentlicht worden.

  • Statement vom Bundesaußenminister Sigmar Gabriel auf Twitter: 



  • Aus Solidarität mit Borussia Dortmund will Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft heute Abend das Champions-League-Spiel besuchen. Das bestätigt die Düsseldorfer Staatskanzlei auf dpa-Anfrage. «Ich muss ehrlich gestehen, ich bin immer noch geschockt», so Kraft. 

    Die Ministerpräsidentin dankt den Einsatzkräften dafür, dass sie so schnell vor Ort gewesen seien. «Was mich berührt hat gestern, ist die Reaktion der Fans», erklärt Kraft. Das gelte sowohl für die Monegassen, die «Dortmund, Dortmund» skandiert hätten, als auch für die BVB-Fans, die schnell für Unterkünfte gesorgt hätten. «Das zeigt auch, welche Kraft Fußball und Sport entfalten kann, was an Gemeinschaft dahinter steckt», sagt die Regierungschefin.


    Foto: Federico Gambarini, dpa/Archiv
  • Wer heute Abend zum Spiel in Dortmund geht, kann sich sicher sein: Für die Sicherheit der Menschen in NRW wird alles Menschenmögliche getan. Die Zahl der Polizeikräfte zum Schutz des Spiels heute Abend in Dortmund ist nochmals deutlich erhöht worden.

    NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD).
  • Der vom Anschlag beschädigte BVB-Mannschaftsbus kommt nicht erneut zum Einsatz. Der Sponsor hat bereits einen Ersatzbus bereitgestellt.

  • «Die Sprengsätze sind sehr professionell gebaut. Es sind Zünder verwendet worden, die man nicht irgendwo, einfach so beschaffen kann. Das deutet also auf eine gewisse Professionalität der Täter hin», sagt der ZDF-Terrorexperte Elmar Theveßen.



  • Das in Tatortnähe gefundene Bekennerschreiben bezueichnen Ermittlerkreise als für die Islamisten-Szene ungewöhnlich. Auf dem Schreiben fehlten beispielsweise Symbole der IS-Terrormiliz, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur zur Begründung. Zudem sei das Vorgehen der Täter im Vergleich zu früheren Terrorattacken mit IS-Bezug untypisch

    In der Vergangenheit haben Islamisten wie der Attentäter Anis Amri bei seinem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember versucht, möglichst viele Menschen zu töten. 

  • Gegen 13.00 Uhr erwarten wir die Bundespressekonferenz mit Regierungssprecher Steffen Seibert. Er wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch zu den Vorfällen in Dortmund äußern.

  • Weniger als 24 Stunden nach einem solchen Ereignis bereits wieder zum Spiel antreten zu wollen, ist alles andere als selbstverständlich. Das sage gerade ich als großer Fußball-Fan.

    Unionsfraktionschef Volker Kauder.

    Kauder sagt weiter, er hoffe, dass der Generalbundesanwalt mit seinen Ermittlungen schnell vorankomme. «Die Täter müssen ihre gerechte Strafe erhalten.» Dem verletzten Spieler wünscht der Politiker im Namen seiner Fraktion baldige Genesung.

  • UPDATE Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich beim BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke telefonisch gemeldet und ihm ihre Unterstützung ausgesprochen. Das teilt der Verein auf Twitter mit. Die Kanzlerin habe es als sehr positives Zeichen bewertet, dass die Mannschaft nicht vor dem Terror einknicke, sondern in dieser schwierigen Situation spiele. 

    Die CDU-Chefin verurteilt den Anschlag als «widerwärtige Tat», so Regierungssprecher Steffen Seibert. Man könne nur erleichtert sein, dass es nicht noch schlimmere Folgen gegeben habe. «Unsere Gedanken sind bei den beiden Verletzten.» Die CDU-Chefin halte sich permanent über den neuesten Stand auf dem Laufenden und drücke dem BVB heute Abend die Daumen, heißt es weiter.

  • Bundesinnenminister Thomas de Maziere wird sich die Partie heute Abend im Stadion ansehen. Auch die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, hatte bereits ihr Kommen angekündigt.



Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht