Flüchtlingskrise in Europa

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Sonntag, 6. November 2016 7

Flüchtlingskrise in Europa

Sie fliehen vor Konflikten und Kriegen, aus Angst vor politischer Verfolgung, Hunger und Armut. Flüchtlinge erhoffen sich in der EU eine bessere Zukunft. Nach Deutschland flüchten derzeit so viele Menschen wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Verfolgen Sie die Entwicklungen in der Flüchtlingskrise im NewsBlog!


  • 122,000 lives have been saved.
    One life lost is one too many.

    President Juncker on #refugeecrisis measures taken to save lives at sea.
    von European Commission bearbeitet von European Commission 9/9/2015 7:38:12 AM

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  • von European Commission bearbeitet von European Commission 9/9/2015 7:15:43 AM
  • Zwei Videos, die eine ungarische Journalistin zeigen sollen, die nach Flüchtlingen tritt, sorgen für Gesprächsstoff im Netz. Der zweite Film wurde gestern von Stephan Richter getwittert.

    via YouTube
  • STARTING NOW: President Juncker is set to deliver his first State of the Union speech. The speech will be directly followed by a debate with Members of the European Parliament (MEPs) on the political situation of the European Union.

  • Ungarische Polizisten haben an der Grenze zu Serbien Tränengas gegen rund 150 Flüchtlinge eingesetzt, die auf einer Landstraße Richtung Budapest marschieren wollten. Die Flüchtlinge seien am späten Abend zu Fuß aus Serbien gekommen und hätten sich auf den Weg Richtung Budapest gemacht, berichtet die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI. Die übrigen, vor allem junge Männer, hätten sich geweigert und «No Camp» und «Budapest, Budapest» gerufen. Zum Tränengaseinsatz kam es laut Polizei, weil einige Flüchtlinge die Polizisten mit Gegenständen beworfen hätten. Niemand sei verletzt worden.
  • Australien will 12 000 Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen, weitere humanitäre Hilfe bereitstellen und sich an Luftschlägen gegen den IS beteiligen. Bei den Flüchtlinge sollen «verfolgte Minderheiten» bevorzugt werden, die derzeit in Lagern in der Türkei, Jordanien, dem Irak und dem Libanon leben, sagte Regierungschef Abbott in der Hauptstadt Canberra.


    Die 12 000 Flüchtlinge sollen demnach noch in diesem Jahr aufgenommen werden, zusätzlich zu den 13 750, zu deren Aufnahme sich Australien bereits verpflichtet hat. Es gehe darum, jenen Menschen zu helfen, die voraussichtlich nie wieder nach Hause zurückkehren könnten.
  •  «Nach neuen Schätzungen brauchen wir mindestens rund 350 000 Wohneinheiten jährlich». Foto: Malte Christians, dpa 
    Angesichts des Zustroms von Flüchtlingen muss nach Einschätzung von Bundesbauministerin Hendricks mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. «Nach neuen Schätzungen brauchen wir mindestens rund 350 000 Wohneinheiten jährlich», sagte die SPD-Politikerin der «Rheinischen Post»: «Die anerkannten Flüchtlinge werden absehbar normale, bezahlbare Wohnungen suchen, hinzu kommen die nachziehenden Familien».

    Diese Nachfrage treffe auf ohnehin angespannte Wohnungsmärkte. «Also brauchen wir noch mehr bezahlbare Wohnungen für Menschen mit durchschnittlichen Einkommen, nicht nur, aber auch mit Blick auf die Flüchtlinge», so Hendricks.
  • Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth warnt angesichts der Eskalation des Bürgerkriegs im Jemen vor einem neuen Flüchtlingsdrama. Neues Flüchtlingselend und humanitäre Katastrophen im Jemen, am Horn von Afrika und auch am Mittelmeer seien akut zu befürchten, sagte die Grünen-Politikerin der dpa. «Dass Menschen vor dem Krieg im Jemen über das Rote Meer ins bettelarme und bürgerkriegsgeplagte Horn von Afrika fliehen, zeigt, wie aussichtslos die Situation für die Jemeniten ist.» 
  • Die Flüchtlingskrise bleibt das beherrschende Thema der europäischen Politik. Am Mittwoch wird EU-Kommissionspräsident Juncker erstmals im Europaparlament eine Rede zur Lage der Union halten. Mit Spannung werden seine Vorschläge zur Flüchtlingspolitik erwartet. Auch die Generaldebatte im Bundestag wird im Zeichen dieser Thematik stehen. Unser Blog pausiert nun vorübergehend und steigt am frühen Morgen wieder in die Live-Berichterstattung ein.
  • Auf Dauer kann ein Land wie Deutschland 800 000 Flüchtlinge im Jahr nicht aufnehmen und integrieren.

    Bundesinnenminister de Maizière fordert, Fluchtursachen stärker zu bekämpfen und endlich auf europäischer Ebene gemeinsam vorzugehen. Niemand in Europa solle glauben, dass Deutschland diese Aufgabe allein schultern werde. 

  • Das gegenwärtige Ausmaß der Flüchtlingskrise in Europa wird sich nach Einschätzung des Flüchtlingshilfswerks UNHCR frühestens im November abschwächen. «Bis Ende Oktober ist keine Änderung zu erwarten», sagte Europa-Direktor Vincent Cochetel in Budapest. Allein in den nächsten zehn Tagen sei mit 42 000 weiteren Flüchtlingen auf der Balkan-Route über Griechenland, Serbien und die Türkei zu rechnen. In Griechenland seien zurzeit 30 000 Menschen unterwegs, in Mazedonien 7000. Von den nach Europa flüchtenden Menschen kommen nach UNHCR-Angaben 85 Prozent aus Syrien, dem Irak und Afghanistan.
     
    «Wir sind überzeugt, dass sich das Problem managen lässt», sagte Cochetel. Allerdings werde eine Lösung dadurch erschwert, dass es kein Vertrauen unter den europäischen Staaten gebe. «Diese Krise lässt sich nicht allein von Deutschland lösen», mahnte Cochetel.

    Flüchtlinge warten am Bahnhof in Schönefeld (Brandenburg) auf ihren Transport nach Berlin. Foto: Bernd Settnik, dpa 
  • Marokkanische Aktivisten würdigen den kleinen Aylan Kurdi, der in der vergangenen Woche auf der Flucht aus Syrien im Mittelmeer ertrank. In der gleichen Kleidung wie das Kind nehmen sie an einem Strand in Rabat die Position ein, in der der tote Dreijährige von einer Fotografin abgelichtet worden war. Das Foto sorgte weltweit für große Bestürzung. Foto: Stringer, EPA/dpa 
  • Der Flüchtlingsgipfel muss so schnell wie möglich stattfinden, und die Vorschläge müssen konkretisiert werden.

    Die Co-Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, fordert die Bundesregierung auf, den in gut zwei Wochen geplanten Flüchtlingsgipfel mit den Ländern vorzuziehen. Die von der Regierung gemachten Vorschläge müssten jetzt endlich konkretisiert werden. Damit könne nicht bis zum 24. September gewartet werden. Die große Koalition ist bei dem geplanten Maßnahmenpaket auf Zustimmung der Länder mit grüner Regierungsbeteiligung angewiesen.
  • Ungarn will den bisher nur in Teilen fertigen Grenzzaun zu Serbien schneller dicht machen. Regierungschef Orban ist unzufrieden, weil der Zaun Flüchtlinge bislang kaum abhält. Diese drängen weiter gen Westen - per Bahn und zu Fuß. Der Zaun soll außerdem laut den Plänen von Verteidigungsminister Simicsko von 3000 bis 4000 Soldaten kontrolliert werden.  Aus Serbien sollen nach Angaben der Polizei heute weitere 875 Flüchtlinge nach Ungarn gekommen sein.
  • Die kleine Manai aus Syrien spielt auf dem Hauptbahnhof in Lübeck mit Seifenblasen. Eine Gruppe Flüchtlinge wurde dort von der Polizei gestoppt; sie wollten nach Schweden. Foto: Daniel Reinhardt, dpa 
  • Nicht überall in Syrien wird gekämpft. Aleppo ist nicht Damaskus.

    Laut 
    Max Straubinger,  Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, gibt es 
    auch in Syrien Regionen, in denen man leben könne. Deutschland müsse da, wo es gehe, Flüchtlinge zurückschicken, andernfalls drohe in der Bundesrepublik ein abruptes Ende der bisher herrschenden Hilfsbereitschaft. Wie solche Abschiebungen abgewickelt werden könnten, ließ Straubinger offen. Deutschland hat wegen des Bürgerkriegs in Syrien seine Botschaft in Damaskus geschlossen.

    Max Straubinger
    Foto: Andreas Gebert, dpa/Archiv 
  • Dänemark hat Flüchtlinge im Bus zurück nach Deutschland geschickt. «Es dreht sich dabei um diejenigen, die kein Asyl suchen und sich deshalb illegal in Dänemark aufhalten», teilte die Polizei in Südjütland mit: «Sie sind alle ausgewiesen worden und haben ein Einreiseverbot für zwei Jahre.» Es habe sich zunächst um ein Dutzend Menschen gehandelt. Seit Sonntag sind nach Schätzungen der Polizei mehr als tausend Flüchtlinge in Dänemark angekommen. Knapp 160 von ihnen hätten Asyl beantragt, etwa 300 seien verschwunden und rund 500 in Gewahrsam.
  • Malu Dreyer, SPD-Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, fordert eine bessere Koordination des Bundes bei der Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge wie zuletzt aus Ungarn. «Wir kriegen ja nicht vom Bund die Nachricht (...), die offizielle, ihr erwartet jetzt demnächst soundso viele Hundert Leute, sondern wir gucken Fernsehen», so Dreyer in Mainz. Zugleich hält die Landeschefin mehr Geld vom Bund für notwendig: «Natürlich wäre es von Vorteil, wenn der Bund sich auch noch ein ganzes Stück nach oben bewegt.» 
  • Ahead of the State of the Union speech, find out what leading Members of the European Parliament expected from it:

    State of the EU: Commission President Juncker to address Parliament

    European ParliamentAll the latest news from the Press Service of the European Parliament: votes, resolutions, debates, parliamentary committees and the plenary.
  • Zwei Gruppen von jeweils 100 bis 150 Flüchtlingen haben im Registrierungslager Röszke an der ungarisch-serbischen Grenze einen Polizeikordon durchbrochen. Sie marschieren zu Fuß Richtung Westen, wie ungarische Medien weiter berichten. Die Gruppe, darunter Familien mit Kindern, folgt demnach der Eisenbahnlinie in Richtung der nächsten Kreisstadt Szeged. Die Polizei behindert die Wandernden nicht weiter, sondern begleitet sie und ließ aus Sicherheitsgründen zeitweise einen Zug anhalten. Die zweite Gruppe gehe auf der Autobahn M 5 Richtung Budapest.

    Das Registrierungslager Röszke an der ungarisch-serbischen Grenze. Foto: Zoltan Gergely Kelemen, EPA/dpa 
  • Mit hochsommerlichen Temperaturen dürfte es in Deutschland zumindest für dieses Jahr vorbei sein. Eine Helferin sortiert am Münchner Hauptbahnhof schon mal warme Kleidung, die an die ankommenden Flüchtlinge verteilt wird. Foto: Andreas Gebert, dpa

  • von European Commission via State of the Union speech by Jean-Claude Juncker 9/8/2015 3:01:41 PM
  • Drei Jahre und zehn Monate: So lautet das Urteil des Berliner Landgerichts für einen Schleuser syrischer Kriegsflüchtlinge. 236 Menschen habe der 30-Jährige illegal von Italien über Österreich nach Deutschland transportiert, teilweise ging es weiter nach Dänemark. Für jeden Geschleusten hätte der Ägypter gemeinsam mit seinen italienischen Komplizen 700 Euro kassiert. In den Augen des vorsitzenden Richters reine Geldmacherei. 

    Es war kein Gutmenschentum, sondern ein finanzielles Ausbluten der Geschleusten

  • Den Schleusern an den Kragen 

    Kriminelle Schleuser gehören hinter Gitter - diese Auffassung teilen viele. Aber mit welchen Konsequenzen müssen die Schlepper in Deutschland rechnen? Ein Überblick:

    Laut Bundesinnenministerium steht die Schleusung als bedeutende Aktivität der organisierten Kriminalität in Deutschland häufig im Zusammenhang mit weiteren Straftaten wie Dokumenten- und Rauschgiftkriminalität, Menschenhandel und Schwarzarbeit.

    Das Einschleusen wird hart bestraft. Für gewerbsmäßige Täter sieht Paragraf 96 des Aufenthaltsgesetzes mindestens sechs Monate Haft vor. Bis zu zehn Jahre können es werden, wenn der Schleuser bewaffnet ist oder die Flüchtlinge «einer das Leben gefährdenden, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung aussetzt». Kommt ein Migrant ums Leben, sieht das Gesetz für den Schleuser eine «Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren» vor.

    Auch die Beihilfe zur Schleusung ist strafbar. So drohen unter anderem eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahre Haft, wenn man Unterkünfte oder Beförderungsmöglichkeiten besorgt, Übersetzungsdienste leistet oder über Möglichkeiten zum Grenzübertritt informiert.

  • Notaufnahme-Leiter von Human Rights Watch, Peter Bouckaert, zeigt auf einem Foto Zelte, die nahe der ungarischen Stadt Röszke aufgebaut sind. Von Flüchtlingen sind diese nicht - sondern von den vielen Menschen, die freiwillig angerückt sind und helfen, wo Hilfe nötig ist. 


  • In den vergangenen Tagen war München Mittelpunkt des Flüchtlingsszenarios. Weil es in der bayerischen Landeshauptstadt dadurch zu logistischen Problemen bei der Versorgung und Unterbringen kam, soll nun ein weiteres Drehkreuz her. Als Option gilt der Flughafen Leipzig/Halle. Endgültig entschieden ist nach Angaben eines Sprechers des sächsischen Innenministeriums aber noch nichts. 

    Momentan steht der Bund mit den Ländern in Verhandlungen.
  • Kompromissbereitschaft 

    Bei der Verteilung der Flüchtlinge werden die Rufe nach einer Quote innerhalb der EU-Länder immer lauter.  Weil Deutschland und Schweden die meisten Flüchtlinge aufnehmen, besteht Kanzlerin Merkel zusammen mit Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven deshalb auf einen verbindlichen Schlüssel, wie viele Asylberechtigte die 28 Mitgliedsstaaten künftig aufnehmen müssen. Im Osten Europas stoßen die beiden Regierungschef mit ihrer Forderung auf taube Ohren. Konfrontation und Drohungen bringen in den Augen von Merkel aber nichts:  «Meine Erfahrung ist, dass man, manchmal nach längerer Zeit, doch zu einer gemeinsamen Lösung kommt.» Sie schränkte ein: «Morgen wird es nicht sein und nächste Woche auch nicht, aber möglichst schnell.» 

  • In der ungarischen Grenzstadt Röszke ist die Lage ernst: Viele Flüchtlinge haben nach Angaben der Nachrichtenagentur MTI ihre Registrierung im dortigen Lager verweigert. Sie haben Angst, dadurch ihre Aufnahme in einem anderen EU-Staat zu gefährden. 


  • Geflohen aus Guina, angekommen im Tonstudio. Die Ruhrnachrichten in Dortmund berichten über Flüchtlinge, die mit Musik in Deutschland Fuß fassen. 


  • Auf bundespolitischem Parkett hat sich die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bislang zurückgehalten. Jetzt meldet sich die SPD-Politikerin dafür umso lauter zu Wort: Die Prognose von 800 000 Flüchtlingen für Deutschland in diesem Jahr sei zu optimistisch gerechnet, die vom Bund angekündigte Drei-Milliarden-Hilfe für Länder und Kommunen ab 2016 reiche nicht aus. Stattdessen fordert sie mehr Geld - und zwar noch in diesem Jahr. 


    2015 muss es auch noch einen Zuschlag geben.


  • Milch für die Flüchtlinge, Hilfe für die Bauern. So lautet die Devise der EU-Kommission, die ankündigte, überschüssige Milch und andere Molkereiprodukte kostenlos an Asylsuchende zu verteilen. Wie genau das Konzept ausschaut, ist bislang aber noch nicht geklärt. Vorstellbar wäre, dass die EU mit Mitteln für die Flüchtlingspolitik Milchprodukte aufkauft und sie an Flüchtlinge abgibt. Dadurch könnten die Erzeuger unterstützt werden, die derzeit unter sehr niedrigen Preisen für ihre Produkte leiden.



  • Eine traurige Bilanz nach dem Wochenende:  Bei der Flucht über das Mittelmeer haben allein seit Freitag 58 weitere Menschen ihr Leben verloren. Unter den Toten sei auch wieder ein Kleinkind, berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM). 

    Die meisten der 58 Flüchtlinge ertranken laut IOM zwischen der Küste Libyens und Sizilien. Insgesamt habe sich die Zahl der im Mittelmeer auf dem Weg nach Europa zu Tode gekommenen Migranten damit bis zum 8. September auf 2760 erhöht - das seien über 500 Tote mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. 


  • Die Lage am Münchner Hauptbahnhof entspannt sich. Bis zum frühen Nachmittag kamen rund 1300 Flüchtlinge an. Das sind laut Präsident der oberbayerischen Regierung, Christoph Hillenbrand, deutlich weniger im Vergleich zu den anderen Tagen. Wie sich die Situation bis zum Abend noch entwickelt, sei aber noch unklar. 
  • Angesichts der wachsenden Flüchtlingszahlen müssen in der Politik Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die wichtigsten Termine für September im Überblick: 

    - 9. September: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker spricht vor dem Europaparlament in Straßburg zur Lage der EU. Er wird seine Pläne zur Verteilung von 120 000 Flüchtlingen präsentieren.

    - 14. September: Auf einem Sondertreffen der EU-Innen- und Justizminister geht es um konkrete Schritte für eine gerechtere Verteilung der Flüchtlinge.

    - 24. September: In Berlin treffen Bund und Länder zu einem Flüchtlingsgipfel zusammen. Spannend ist vor allem, wie sich die neun grün-mitregierten Länder zu dem Beschluss der Bundesregierung verhalten, weitere sichere Herkunftsländer auf dem Balkan auszuweisen.

  • Für viele Flüchtlinge sind Smartphones das Kommunikationsmittel Nummer eins. Ungarische Greenpeace-Aktivisten hatten deshalb gestern am Ostbahnhof in Budapest den Zugang "Refugees Internet" eingerichtet. Die Idee kam gut an: Nur kurze Zeit später standen etwa hundert Menschen im Pavillon, um drahtlosen Empfang und Strom zu zapfen. 

    Foto: Peter Zschunke, dpa 

  • KEINE MACHT DEN SCHLEPPERN Die österreichischen Behörden wollen wieder gezielt gegen Schlepperbanden vorgehen. Seit gestern hat die Polizei sechs Verdächtige festgenommen, insgesamt wurden bislang mehr als 60 gefasst. Erst Ende August hatte der tragische Fund von 71 Leichen im Laderaum eines Lastwagens die Welt erschüttert. Foto: Matthias Röder, dpa

  • Deutschland und Schweden bestehen gemeinsam auf einer verbindlichen Quote für die Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union. Bei einem Treffen in Berlin verlangten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Stefan Löfven einen festen Verteilungsschlüssel für alle 28 EU-Mitglieder. Derzeit nehmen beide Länder in Europa die meisten Asylbewerber auf. In der Bundesrepublik werden mindestens 800 000 Migranten erwartet, in Schweden mehr als 80 000. Merkel äußerte sich optimistisch, dass es trotz des Widerstands von Ländern wie Ungarn einen Kompromiss geben werde. Man solle sich jetzt nicht in Drohungen überbieten.

    Stefan Löfven und Angela Merkel in Berlin. Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa 
  • Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat die katholischen Gemeinden zur verstärkten Solidarität mit den Flüchtlingen aufgerufen. Er gehe davon aus, dass Pfarreien, die dazu in der Lage seien, mehr als eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen, sagte der Münchner Erzbischof. Sein Münchner Bistum stelle als Soforthilfe fünf Millionen Euro zur Verfügung. Auch die Hilfe der anderen großen Bistümer bewege sich in dieser Größenordnung. Dazu kämen die Mittel von Hilfsorganisationen wie die Caritas.

    Erst am Sonntag hatte auch Papst Franziskus alle Pfarreien, religiösen Gemeinschaften, Klöster und Wallfahrtsorte in Europa aufgefordert, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen.

    Kardinal Reinhard Marx ruft Kirchen auf, Flüchtlingen zu helfen. Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa 

    von Laura Lewandowski, dpa bearbeitet von Christoph Lignitz, dpa 9/8/2015 11:55:49 AM
  • Für die Syrerin Aya sind es Tränen der Freude: "Ich fühle mich gut. Ich atme endlich wieder," sagt sie bei ihrer Ankunft am Münchner Hauptbahnhof. "In Ungarn war es schrecklich und wir sind fast ertrunken im Meer auf dem Weg von der Türkei nach Griechenland." 

    Germany: Refugee Arrivals in Munich
    von unhcr via YouTube

  • Tomorrow morning, President Jean-Claude Juncker will deliver his first State of the Union speech to the European Parliament. Join us: on.fb.me
    European Commission's cover photo
  • In der Flüchtlingsdebatte ist Schauspieler Til Schweiger in diesen Tagen eine der prominentesten Stimmen aus der Film- und Fernsehwelt. Doch nicht immer erntet er durchweg Lob. Zuletzt kritisierte ihn sein Kollege Mario Adorf mit den Worten: «Til Schweiger hat (...) leider die unglückliche Gabe, sich mit seinem dünnhäutigen, motzigen Auftreten nicht beliebt zu machen.» Schweigers Antwort: Ein öffentlicher Brief auf Facebook.

    Lieber Mario, was hab' ich Dir denn getan, dass du mir so einen mitgibst? Ich hab' Dir doch sogar ne' Rolle angeboten in "Knockin' on heavens door"- du hast sie zwar abgelehnt, aber egal, Rutger Hauer hat sie ja dann gespielt und zwar ziemlich geil. Ich hab' immer grossen Respekt vor Deinem Werk gehabt, aber das ist einfach Kokolores( wollte erst Bullshit schreiben, aber besann mich dann) was Du da sagst! Auch wenn das immer wieder geschrieben wird, ich habe NIE meine Fans "bepöbelt", sondern nur die Leute, die jetzt endlich ne' Strafanzeige kassieren für ihre widerliche Hetze! Ich habe sie nicht auf den Plan gerufen-sie sind auf meine FB-Seite gekommen! Ich bin auch nicht da, um mich beliebt zu machen-das will ich auch nicht bei diesen Leuten. Ich bin da um zu helfen und das könntest du auch! Flüchtlingsheime brennen ja nicht erst seit gestern. Ich hab' schon eine Mega-Truppe zusammengetrommelt( leider sehr wenige Schauspieler dabei) und es würde mich freuen, wenn du bei uns mit machst! Wir können jeden Mann gebrauchen!! Ps: Stuttgarter Zeitung: Til schreibt man mit einem L...musste mal gesagt werden, weil ja immer auf meiner Rechtschreibung rumgehackt wird :-)
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.engagement-fuer-fluechtlinge-adorf-schweigers-hilfe-nuetzt-nichts.61c9379e-1b20-4607-af47-514152a31bc7.htmlTil Schweigervia Facebook am 7. September 19:51

  • Nicht immer sind mutwillige Anschläge die Ursache für Brände in Flüchtlingsheimen. Im baden-württembergischen Eppingen war nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft und Polizei ein technischer Deffekt Schuld daran, dass ein Wohncontainer der Unterkunft brannte. Verletzt wurde glücklicherweise auch niemand.
  • Die EU will Ungarn in der Flüchtlingssituation unterstützen. Vier Millionen Euro soll das Land bei der Aufnahme der Asylsuchenden bekommen, teilte die EU-Behörde heute in Brüssel mit. Mit dem Geld sollen neue Unterkünfte gebaut, Aufnahmezentren besser ausgestattet und mehr Helfer eingestellt werden. Auch Österreich hatte gestern von der EU-Kommission grünes Licht für fünf Millionen Euro Flüchtlings-Soforthilfe bekommen.
  • Freie Fahrt für Flüchtlinge: Die österreichischen Behörden teilten mit, keine aus Ungarn kommenden Züge zu kontrollieren. Wer nach Deutschland reisen will, kann das somit ungehindert tun. Seit gestern sind mehrere Tausend Flüchtlinge laut Polizei durch Wien gereist - die Zahl der dort gestellten Asylanträge liegt seitdem aber nur bei 60.
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