Gillamoos 2017

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Live
Sonntag, 6. November 2016 7

Gillamoos 2017

Hier berichtet die Kelheimer Lokalredaktion der Mittelbayerischen Zeitung live vom Gillamoos und dem Drumherum in Abensberg.

  • Ach ja, sie hasst Geisterbahnen...

  • Die Kollegin Lisa Pfeffer muss für ihre Reportage über die Geisterhöhle in die dunklen Kammern.

  • Das is noch kein Lättn

  • Robert Jahny hält es mit Karl Valentin: I gfrei mi über den Regen, weil wenn i mi net gfrei, regnet's aa.

  • Die Musi spielt auch schon am Oidn Gillamoos

  • Die erste Gillamoosmaß 2017. Prost!

  • 14:04 Uhr, Abensberg, Regen: Die Slow Motion machts auch nicht besser... obwohl jetzt kanns noch regnen

  • Vorfreude pur! Der Aufbau läuft in den letzten Zügen. Video: Fotografie Marco Holzhäuser #cw

  • Bock auf gruseln? Dann seid ihr in der Geisterhöhle richtig! Foto: Fotografie Marco Holzhäuser #cw

  • Ihr wollt am Gillamoos ausgiebig feiern? Don´t Drink & Drive, sondern nutzt den Gillamoos-Express oder die Agils. Alle Fahrpläne findet Ihr hier

  • Auf der Gillamooswiese wuselt es - unser Reporter Benjamin Neumaier war mittendrin. Schaut doch auch mal in unseren Gillamoos-Blog: http://bit.ly/2wBGRN6

  • Parken am Gillamoos - auch das will gelernt sein...

  • Neumaiers Gedanken zum Gillamoos:

    Der Gillamos dauert sechs Tage! Oder doch nur vier?

     
    Der Gillamoos, die fünfte Jahreszeit in Abensberg. Fünf Tage lang herrscht im Babonenstädtchen rund um das erste September-Wochenende Ausnahmezustand. So ist es in Stein gemeißelt, schon immer gewesen und wird wohl immer so sein.
    Na von wegen! Denn auch wenn der Abensberger Jahrmarkt offiziell, zumindest in meinen nun knapp 36 Lebensjahren, fünf Tage dauert, mag sich die zeitliche Ausdehnung des Jahrmarktes dann doch individuell gravierend unterscheiden.
     
    Nur vier Tage
    So etwa auch für mich: In jungen Jahren, ich war schon den Windeln entwachsen, fand der Gillamoos für mich nämlich nur vier Tage lang statt. Ja ich weiß, für einen gebürtigen Abensberger ein Frevel sondersgleichen, aber ich wasche meine Hände in Unschuld.
    Was war passiert? Es war wohl nur gut gemeint, aber: Meine Eltern ließen mich nicht gehen. Sie stellten dies aber dermaßen clever an, dass ich erst Jahre später dahinter kam. Es klingt heute noch in meinen Ohren. „Der Gillamoos-Donnerstag ist eigentlich gar kein richtiger Gillamoostag. Die Fahrgeschäfte sind noch zu, die Süßigkeitenstände auch. Eigentlich gehen da nur die Männer hin, und spielen Karten. Für Kinder ist das noch nichts.“ Ich glaubte. Und
    glaubte. Und glaubte. Länger als an Nikolaus und Christkind zusammen...

    Drei Jahrmärkte aufzuholen
     
    Genau kann ich mich nicht entsinnen, aber ich denke, es war mit zwölf, 13 oder 14 Jahren, als ich – angetrieben von meinen Kumpels – erstmals dem „ach so langweiligen Gillamoos-Donnerstag“ frönte. Komischerweise liefen alle Fahrgeschäfte, man konnte Büchsenwerfen, der Autoscooter war voll und es gab Zuckerwatte – eben alles. Summa summarum fehlen mir als zwölf, 13 oder gar 14 Gillamostage, sprich beinahe drei komplette Gillamoos. Sicher, manch einer wird sagen, die versäumte Zeit hätte der Neumaier seitdem etwa durch Gillamoos-Verlängerung beim Tscherry locker wieder hereingeholt. Aber für mich steht fest: Ich muss, um wieder im „normalen Abensberger Bereich zu liegen“, nun drei Jahre älter werden, dann ist wieder alles im Lot. Aber: vergessen und verziehen.
    Denn ich habe es noch gut getroffen: Ich hatte zumindest vier Tage. Ein guter Bekannter war mit seinen Eltern – in seinen Kindheitstagen natürlich gezwungenermaßen – geschätzte fünf bis sieben Mal über die komplette Gillamooszeit verreist. Das wurde mir nie angetan...
     
    Jetzt dauert er länger
     
    Dauerte der Gillamoos für mich in Kindheitstagen aus besagten Gründen nur vier Tage, dauert er heute sechs – Minimum. Für mich gibt es ihn, den Gillamoos-Dienstag. Natürlich gibt es ihn nicht in realiter, also auf der Gillamooswiese, mit Bier, Radler, Blasmusik, Hendl, Kas und Brezen, aber mir werden viele Abensberger aus Erfahrung zustimmen, wenn ich sage: Doch den Gillamoos-Dienstag gibt es sehr wohl.
    Der Gillamoos-Dienstag ist der schlimmste Tag von allen. Fuhr der Körper in den vorangegangenen Tagen am Morgen oder spätestens Mittag noch selbstständig hoch – er musste ja auf die Gillamooswiese kommen – tut er das am Dienstag nicht mehr. Der Antrieb fehlt. Burn-Out. Etwa um die Mittagszeit bricht der kalte Schweiß aus. Entzugserscheinungen.

    Kein erholsamer Schlaf
     
    Man quält sich durch den Tag, liegt im Bett oder auf der Couch. Der Schlafmangel (und womöglich gibt es auch andere Gründe) fordert unerbittlich seinen Tribut – auch wenn an erholsamen Schlaf nicht zu denken ist. Man vegetiert dahin. Nahrungsaufnahme ist reine Glückssache. Und ich weiß mit Sicherheit, dass es nicht nur mir so geht...
    Es gibt ihn also, den Gillamoos-Dienstag. Man könnte also durchaus behaupten, der Gillamoos dauert sechs Tage – beim manchem vielleicht sogar sieben. Und im Gegensatz zum Gillamoos-Donnerstag lässt sich der Gillamoos-Dienstag nicht wegdiskutieren. Das schaffen nicht einmal die cleversten Eltern...
    Apropos clever: Ein Arbeitskollege machte sich vor einigen Jahren aus dem Bayerwald auf zum Gillamoos. Er hatte viel davon gehört, wollte das Spektakel unbedingt einmal erleben. Er kam am Gillamoos-Dienstag...
     
     
  • Franz Karl stellt ein neues technisches Teil des Sicherheitskonzepts vor.

  • Der Autoscooter-Aufbau läuft.

  • Die Wilde Maus wird aufgebaut - 110 Tonnen Stahl werden dabei bewegt.

  • Der Aufbau läuft auf Hochtouren. Es wird überall gewerkelt.

  • Die Startfolge für das Holzsageln ist ausgelost

    Die letzten Vorbereitungen für den Gillamoos laufen. In Helchenbach wurden das Hofbräu-Festbier gekostet und die Lostrommel strapaziert.
     
    Foto: Heike S. Heindl
     
    Am Donnerstag eröffnet einer der ältesten und größten Jahrmärkte der Hallertau seine Pforten. Zum Auftakt greifen 18 Damen- und 95 Herrenteams beim Holzsägewettbewerb im Hofbräuzelt zur Säge und kämpfen mit aller Kraft und viel Schweiß um den begehrten goldenen Pokal und die vielen Preise, die es zu gewinnen gibt.
    Die Mannschaften des traditionellen Kräftemessens wurden am Montagabend im Wirtshaus in Helchenbach von den charmanten Dirndlköniginnen Julia Kiermeier und Daniela Büchl bei der Bierprobe der Brauerei Hofbräu ausgelost. „Für unsere beiden Königinnen beginnen am Donnerstag harte Tage“, sagte Kiermeier.
    Es fehlt die Übung
    Gillamoosbürgermeister Anton Kiermeier brauchte nach seinen Begrüßungsworten ganze drei Schläge, bis der begehrte Hopfensaft aus dem 100 Liter Fass der Brauerei Hofbräu mit dem spektakulären „HopBombedbier“ in die Steinkrüge floss. „Wenn i moi so oft a Fassl o stich wia unser Bürgermeister, dann werd i a besser“, sagte er schmunzelnd nach dem schweißtreibenden Anstich. Das Wirtshaus war voller Besucher, denn die Mitglieder der Vereine und Gruppierungen brannten darauf zu erfahren, wer der Gegner sein würde. Die Schlange vor dem Fass war lange, und nach einer deftigen bayerischen Brotzeit begann die Ziehung. Niklas Neumeyer moderierte in gewohnter Manie.
    Der versprochene Überraschungsgast war Hochzeitslader und Gstanzlsänger Hubert Mittermeier aus der Holledau, bekannt als „Erdäpfekraut“. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die bekannten Gillamoosmusiker der „Maimusi“.
    Spannende Kämpfe garantiert
    Brauereichef Josef Neumeyer freute sich über so viele Vereine und Gruppierungen, welche jedes Jahr wieder an den Wettkämpfen teilnehmen und sich hier im Wirtshaus treffen würden. Anton Kiermeier nannte er den „Bürgermeister der Gillamoosherzen“ und versprach für die gesamten Gillamoostage nicht nur ein bombiges Bier, sondern auch mit 21 verschiedenen Bands, ein Bombenprogramm auf den Bühnen des Festzeltes. Hofbräu feiert dieses Jahr zwei Jubiläen, 530 Jahre Hofbräu und zehn Jahre Boxkampf.
    Eine besondere Begrüßung gab es für die Herren vom Forstamt, denn sie seien das wichtigste Organ für den bevorstehenden Wettbewerb. Das Aussuchen des Baumes spielt eine große Rolle, denn er muss von hinten bis vorne gleich dick sein und sollte keine Äste haben, um für alle Teilnehmer die gleichen Bedingungen zu schaffen. Peter Faltermeier berichtete schmunzelnd: „Der Baum liegt schon seit Freitag gefällt im Dürnbucher Forst. Den haben wir schon im April ausgesucht und letzten Freitag umgeschnitten“.
    Niklas Neumeyer versprach dieses Jahr besonders spannende Kämpfe beim Holzsägen, da beim Auslosen der Startnummern mehrmals die Landjugend oder die Feuerwehren in den Mannschaften 1 und 2 von einem Verein gegeneinander antreten dürfen.
     
     
  • Wuidstok-Festival: Heuer zwei Tage lang
     
    Es war schon spät, in dieser langen Nacht des ersten Wuidstock-Festivals. Die Sonne war längst untergegangen, die Musiker packten gerade ihre Instrumente zusammen und vor der Bühne suchten noch ein paar Jungs in Lederhosen ihre Siebensachen, die sie beim Tanzen verloren hatten, zusammen. Da reifte bei Joseph Neumeyer der Gedanke: „Das war so schön heute, ein Tag allein ist da einfach nicht genug.“ Und deswegen wird es im Biergarten des Hofbräu-Zeltes in diesem Jahr sogar eine Doppelausgabe geben. Freitag und Samstag ist Wuidstock-Zeit: „Wir haben einfach gemerkt, da ist noch mehr drin und dass wir es ausweiten müssen.“
     
    Foto: Archiv-Pieknik
     
    Vor drei Jahren hatte Neumeyer erstmals zur Bühne im Grünen geladen. „Ich wollte unseren Biergarten aufpeppen, etwas für alle Generationen bieten“, erinnert er sich. Er habe die Idee einer freien Bühne gehabt, auf der auftreten darf, wer will: Musiker, Solokünstler, Akrobaten, Stand-Up-Comedians oder auch Feuerspucker, egal. „Es hat von Anfang an funktioniert“, erzählt er.
     
    Das Programm wurde immer größer. Vor zwei Jahren trat dann mit der Bum Bum Band aus Regensburg erstmals eine Pop-Band mit eigenen Liedern auf. Im Biergarten ging es rund. Im vergangenen Jahr firmierte die Grüne Bühne dann als „Wuidstock-Festival“....
     
    Wer heuer beim Wuidstock-Festival spielt und was genau geboten ist, lest Ihr hier im kompletten Artikel auf www.mittelbayerische.de
  • Es ist beinahe noch totenstill auf der Gillamooswiese. Nur hie und da hört man ein Hämmern oder gerufene Anweisungen. Der Aufbau läuft. Bald gehts los...

  • Bombig-friedliche Bierproben
     
    In Scharen strömten die Besucher zur wohl bestbesuchten Verkostung von Gillamoos-Bier und Grünem Veltliner. Mit offenen Gärbottichen und selbstgebauten Geschmacksbomben wollen die Festwirte heuer punkten.
     
    Bürgermeister Dr. Uwe Brandl zapft an. Foto: Heindl
     
     
    Wieder mal hatte es der Wettergott gut gemeint. Strahlender Sonnenschein und die Aussicht auf Freibier und -wein ließen den Ansturm kaum enden bei der traditionellen Bierprobe im Kuchlbauer Weißbierstadl und der Wein- und Bierprobe im Weinzelt.
    Die Freunde der fünften Jahreszeit in Abensberg kamen aus dem ganzen Umland, meist in Tracht – und mit großem Durst. Doch die Brauerei zum Kuchlbauer hatte vorgesorgt: Die Warteschlange am Einlass wurde schnell mit dem extra eingebrauten, fünf Monate gereiften Gillamoosbier versorgt. Der Biergarten füllte sich vor dem Weißbierstadl bis auf den letzten Platz. Aber auch der Balkon des Weinzeltes war gut gefüllt. Bier und Wein, dazu bayerische und sonstige Schmankerln ließen den lauen Samstagabend spät werden. Musikalische Unterhaltung im Stadl garantierte die Partyband „Erwin und die Heckflossen“, während im Weinzelt die traditionelle „Maimusik“ auf dem Panorama-Balkon spielte.
     
    Ein neues Teil-Maischverfahren
     
    Die Braumeister Felix Fersch und Harald Ferstl setzten wieder auf den guten Gillamoosgeschmack im Bier als Wiedererkennungswert. „Neu ist das Teil-Maischverfahren in offenen Gärbottichen. Die bringen noch mehr Geschmack, und es schmeckt besonders erfrischend.“ Dieses traditionelle Verfahren sei zeit- und kostenintensiv, aber lohnend. Schließlich solle man „auch am fünften Gillamoos-Tag noch Geschmack daran finden“, erklären die beiden Braumeister. Auch in den Biergarten wurde investiert, berichtete Brauerei-Juniorchef Jacob Horsch. Neun sehr große Schirme mit Betonfundament sollen die Gäste schützen.
    Gegen 19 Uhr eröffnete Brauereichef Leonhard Salleck mit den Festwirten und Verantwortlichen die Bierprobe und stieß mit allen Ehrengästen auf einen friedlichen und erfolgreichen Gillamoos an. Vor dem Weinzelt durften sich sich Besucher über 100 Liter Frei-Wein des österreichischem Winzers Gerald Forsthuber freuen. Besonders die Damen ließen sich den Wein schmecken. Forsthuber hat heuer einen Grünen Veltliner mitgebracht. „Den Abensbergern schmeckt mein Wein sehr gut, ich habe hier viele zufriedenen Weinkunden“, freute er sich.
     
    Nur ein Schlag

    Bürgermeister Dr. Uwe Brandl zapfte auch heuer mit nur einem Schlag das Bierfass der Brauerei Hofbräu an, mit „Make Bier Not War“ beschriftet. Kein Tropfen vom wertvollen „HopBombedBier“ ging daneben. Was es damit auf sich hat, erklärte der junge Braumeister Joseph Neumeyer: „Wir haben dem Bier, das im Sudhaus gekocht wird, wieder den Gillamooshopfen zugeführt. Mit einem neuen Konzept, dem Hopfenstopfen, wird eine gewisse Menge des Gillamooshopfens nochmals im Kaltbereich, dem Lagerkeller, zugeführt.“ Eigens dafür wurde in der Hofbräu-Manufaktur eine Bombe aus Edelstahl gefertigt. „Die schießen wir in die Tanks hinein.“ Daher der Slogan: „Wir machen Bier mit der Bombe und keinen Krieg!“. Und weil der Alkohol die ätherischen Öle, sprich die Hopfenblume, löst, darf sich der Genießer auf eine friedliche Geschmacksexplosion freuen.
    Im Weinzelt sorgte am Abend die Münchner Band „Wuidara pistols“ mit „Alpenrock… and roll… and more“ für Stimmung. Ab Mitternacht wurde im Stadl mit DJ Nic Baldera gefeiert. (Heindl)
     
  • Sageln ist mit diesen Sägen gar nicht so leicht... Der Rekord am Gillamoos liegt dennoch bei 6 Sekunden. Eine Info für alle Teilnehmer: Ihr seid herzlich zur Auslosung am kommenden Montag um 19:00 in Helchenbach eingeladen. Der Hofbräu Abensberg spendiert Brotzeit & Bier, Erdäpfekraut kommt zur Unterhaltung! Video: Fotografie Marco Holzhäuser #cw

  • Olli will es wissen! Am Sonntag um 16:00 Uhr versucht er im Jungbräuzelt den offiziellen Weltrekord im Maßkrugtragen aufzustellen. Ein offizieller Schiedsrichter des Rekord-Instituts für Deutschland ist anwesend. Wir drücken ihm ganz fest die Daumen! Foto: Fotografie Marco Holzhäuser #cw

  • Nostalgie erleben: Am Gillamoos-Montag findet ab 6:00 Uhr der erste Kocherlball am Oidn Gillamoos statt. #cw

  • Gillamoosbär Ägide unterwegs am Kindernachmittag. Heuer bieten wieder viele Schausteller am Samstag von 14:00 bis 18:00 Uhr vergünstigte Preise für Kinder und Familien an. Video: Fotografie Marco Holzhäuser #cw

  • Sechs Damen treten für das Ehrenamt der Dirndlkönigin an. Heute stellen wir Julia Pitzek vor, von A bis Z.

  • Sechs Damen treten für das Ehrenamt der Dirndlkönigin an. Heute stellen wir Aline Preußner vor, von A bis Z.

  • Sechs Damen treten für das Ehrenamt der Dirndlkönigin an. Heute stellen wir Chiara Widauer vor, von A bis Z.

  • Noch eine Woche bis zum Gillamoos - früher ging man im Anzug hin. Lang ists her...

  • Sechs Damen treten für das Ehrenamt der Dirndlkönigin an. Heute stellen wir Antonia Obermeier vor, von A bis Z.

  • Nach dem Ottenbräu halten nun auch Kuchlbauer und Hofbräu ihre Gillamoos 2017 (offiziell)-Bierproben ab. Langsam gillamooselts gewaltig...

  • Sechs Damen treten für das Ehrenamt der Dirndlkönigin an. Heute stellen wir Kristina Diermeyer vor, von A bis Z.

  • Ein Spagat zwischen Sicherheit und Gaudi
     
    Gillamoos-Pressekonferenz: Das Sicherheitskonzept am Gillamoos wird erweitert – das soll den Spaß nicht trüben. Festwirte stellten ihre Programme vor. 
     
    Foto: Heike S. Heindl
     

    Zwei Wünsche gibt es von allen Beteiligten für den Gillamoos 2017: Er möge friedlich und er möge schön werden. Damit diese Wünsche in Erfüllung gehen, haben Bürgermeister Dr. Uwe Brandl und Dirndlkönigin Julia Kiermeier nach der Gillamoos-Pressekonferenz zudem in Allersdorf und in der Gillamooskapelle je eine Kerze entzündet: Für gutes Wetter bei der Himmelsmutter und beim Nothelfer für den friedlichen Verlauf.

    Es ist aktuell gerade wieder in den Köpfen der Menschen – der Anschlag von Barcelona hat Erinnerungen wachgerufen – an den Terrorakt am Breitscheidplatz in Berlin: Zweimal raste ein Lkw respektive Transporter in eine Menschenmenge. Nicht nur deswegen „müssen wir auch am Gillamoos der Sicherheitslage Rechnung tragen“, sagt Marktmeister Konrad Ettengruber.

    Betonpoller an den Eingängen

    Schon vergangenes Jahr wurde das Sicherheitskonzept komplett überarbeitet und auch heuer gibt es Neuerungen: An allen Eingänge zum Abensberger Jahrmarkt stehen nun miteinander verbundene Betonpoller, um ein ähnliches Szenario wie in Barcelona oder Berlin zu verhindern. Dazu werde an den Eingängen Sicherheitspersonal – wie schon im vergangenen Jahr – Personen- und Taschenkontrollen durchführen. Sicherheitstechnisch wurde auch der Weg zum Oidn Gillamoos verbreitert. „Es ist nötig, aber wir versuchen, den Gillamoos davon so wenig wie möglich zu beeinflussen“, sagt Bürgermeister Dr. Uwe Brandl.

    Doch nicht nur die Sicherheitslage stand bei der Pressekonferenz im Mittelpunkt. Landrat Martin Neumeyer hatte sich auch über die Wetterlage Gedanken gemacht: „Ich habe per Wetter-App das 14-Tage-Wetter gecheckt. Wir haben am Donnerstag und Freitag 1,3 bis zwei Millimeter Niederschlag – das tut uns nichts oder ist vielleicht gar nicht so schlecht: Denn dann staubt's nicht so.“ Damit hatte der Landrat die Lacher auf seiner Seite.

    Weniger zum Lachen – zumindest hoffentlich – ist eine Neuerung am Gillamoos 2017: Nach 30 Jahren gibt es erstmals wieder eine Geisterbahn auf der Festwiese. Ansonsten bleibe alles beim Alten, sagte Marktmeister Heribert Eichstätter.

    Auch bei den Festwirten bleibt viel Traditionelles erhalten, aber auch die Neuerungen kommen nicht zu kurz. Beim Kuchlbauer – Festwirt Peter Schöniger hatte die Pressekonferenz in einem wunderbaren Rahmen ausgerichtet – kommt zum Auftakt am Donnerstag Blödelbarde Mickie Krause nach Abensberg und auch der Gottesdienst findet am Sonntag wieder hier statt. Im Anschluss daran hat sich Schöniger aber etwas Neues überlegt: Er stellt einen riesigen Weißwurstkessel, die „Weißwurstvaria“ auf „und nach dem Gottesdienst geben die Bürgermeister und Dirndlköniginnen 1000 Weißwürste an die Gottesdienstbesucher aus. Gratis.“

     

    • Im Kuchlbauer gibt es heuer am Sonntag Gratis-Weißwurst. Foto: Heike S. Heindl

    Auch beim Hofbräuzelt gibt es einiges Neues. So sei das vergangenes Jahr eingeführte „WuidStock-Festival“ so erfolgreich gewesen, „dass wir es heuer gleich auf zwei Tage – den Freitag und Samstag – ausdehnen. Das Festival findet auf der Bühne im Grünen statt, die heuer noch grüner wird. Zusätzlich zu einem Solarpanel liefert eine Windturbine den Strom für die Beleuchtung und einen Teil der Instrumente. Am Sonntag verspricht der Hofbräu noch „höchsten Musikgenuss“ mit Dialekt-Bands aus Bayern und Österreich.

    Ein Häuschen weiter, beim Ottenbräu bleibt vieles beim Alten: Luis Trinkers, Dr. Vintage oder Trixi und die Partylöwen sorgen abends für Stimmung, nachmittags gibt es Blasmusik.

    Blasmusik und Außergewöhnliches

    Mit viel Blasmusik will auch Marco Härteis im Jungbräu-Zelt punkten. Am Sonntag tobt dort der „Kampf der Blasmusiker“, bei dem sich drei Kapellen gegenseitig zu übertrumpfen versuchen. „Das Highlight ist aber der Montag: Dann kommt Pam Pam Ida zu uns. Wir haben vor zwei Jahren mit Dicht & Ergreifend etwas Außergewöhnliches versucht und hoffen, dass es auch diesmal klappt“, sagt Härteis.

    In direkter Nachbarschaft – im Weinzelt – spricht Wirt Uli Glamsch von „mehreren Highlights, wie etwa den Wuiderer Pistols oder Hausband Slapjack“, verweist aber besonders auf den Sonntagabend: Dann kommt Kabarettist „Da Bobbe“ in den Weinstadel, der Gewinner des ostbayerischen Kabarettpreises .

    Kabarett gibt es auch im Weissbierstadel. Dort kommt am Samstag der „Vogelmayer – quasi als Kontrastprogramm zu Partybands wie „Pop nach 8“, „Bayernrocker“ oder dem Haus-DJ „Nic Baldura“.

    Am Oidn Gillamoos geht es gemütlicher zu. Dort lockt wieder der Tanzboden und dazu Musik ohne Verstärker. Neu ist heuer der „Kocherlball“ – zu dem laden die Wirte Robert Jahny und Peter Wankerl am Montag bereits ab 6 Uhr morgens ein. Da können die ersten kommen oder die Letztem die noch da sind, gleich weitermachen“, sagte Jahny.

    Offiziell angezapft wird heuer im Hofbräuzelt (Freitag, 19 Uhr), der Seniorennachmittag steigt im Jungbräu (Samstag, 13 Uhr) und die Dirndlköniginnen-Wahl wiederum beim Hofbräu (Montag, 19 Uhr).

     
  • Die Maß am Gillamoos wird 50 Cent teurer

    9,40 Euro muss man am Abensberger Jahrmarkt für den Liter Bier hinblättern. Sicherheit koste Geld, sagen die Festwirte. 

    Der Preis der Maß Bier am Gillamoos stieg in den vergangenen zehn Jahren alle zwei Jahre um 50 Cent. Fotos: Archiv-Pieknik/dpa
     

    Die Maß Gillamoosbier kostet heuer 9,40 Euro – inklusive Bedienungsgeld. Das bestätigten sowohl Festwirte, als auch Brauer auf Nachfrage unseres Medienhauses übereinstimmend. 9,40 Euro, das sind 50 Cent mehr als in den beiden vorangegangen Jahren. Damit liegt der Abensberger Jahrmarkt in der Bierpreisskala weiterhin relativ weit vorne, betrachtet man die Volksfest-Klassiker in Bayern: Am Gäubodenfest zahlt man zwischen 9,10 und 9,15 Euro für den Liter Gerstensaft, auf der Erlanger Bergkirchweih glatte neun Euro. Auf dem Rosenheimer Herbstfest kostet die Maß, ebenso wie am Barthelmarkt in Oberstimm, 8,80 Euro.

    Programm und Sicherheit kosten

    Die Begründungen der Brauereien respektive Festwirte für die Preiserhöhung in Abensberg sind unterschiedlich, aber im Tenor gleich: Mehrbelastungen was das Personal, Programm, Strom oder auch die Rohstoffe betrifft. Vor allem aber gestiegene Ausgaben in puncto Sicherheit treibe den Preis, wie Peter Schöniger vom Kuchlbauer-Festzelt betont: „Seit dem vergangenen Jahr haben wir sowohl durch das Sicherheitskonzept der Stadt Abensberg als auch durch ein gemeinsames Konzept der Festwirte beim Thema Sicherheit stark nachgebessert. Das schlägt sich vor allem auch in mehr Personal nieder, was die Kosten für jeden Festwirt intensiv steigen lässt.“ Außerdem steige die Erwartung der Besucher, was das Programm anbelange: „Die Leute wollen unterhalten werden – im Bierzelt aber natürlich ohne Eintritt zu zahlen. Teilweise haben wir drei verschiedene Bands an einem Tag und auch ein Mickie Krause beispielsweise spielt nicht umsonst bei uns“, sagt Schöniger.

    Peter Engel vom Ottenbräu-Festzelt führt vor allem steigende Personalkosten als Kostentreiber an: „Es wird seit Jahren immer schwieriger, gutes Personal zu bekommen – das erwarten die Leute aber. Die Maß und das Hendl soll schnell kommen und freundlich und gekonnt serviert werden. Dazu braucht es gelernte Leute und die wollen dementsprechend bezahlt werden.“ Indes sieht Engel den Anstieg um 50 Cent nicht als dramatisch an: „Wenn man das prozentual runterbricht, ist es gar nicht so viel.“ Außerdem sei es nur „marktgerecht. Denn wenn ich am Ende des Gillamoos meine Ergebnisrechnung anschaue, dann steht da seit Jahren in etwa das Gleiche drauf. Die Kosten steigen ständig, irgendwas wird immer teurer.“

    Wirtschaftliche Notwendigkeit

    In dieselbe Kerbe schlägt „Hofbräu“ Josef Neumeyer: „Es geht nicht nur um gestiegene Kosten bei Festwirten, das beginnt auch schon bei uns Brauern – viele äußere Einflüsse ergeben dann die rein wirtschaftliche Notwendigkeit einer Preiserhöhung. Angefangen bei Hygieneauflagen oder Rohstoffpreisen für Hopfen, Gerste und Malz über Investitionen in die Infrastruktur oder steigendes Platzgeld am Gillamoos – das alles muss bezahlt werden.“

    Letzteres war 2015 um knapp 40 Prozent gestiegen und damit laut Festwirten und Brauern ausschlaggebend für die damalige Erhöhung des Bierpreises von 8,40 auf 8,90 Euro gewesen. Das Platzgeld ist aber bis 2018 fest ausverhandelt, wird laut Aussagen der Stadt Abensberg erst Anfang 2019 neu berechnet – was nicht bedeuten müsse, dass es dann unbedingt steige.

    Manch einer der Gillamoos-Beteiligten orakelte vor zwei Jahren sogar – es hatte im Vorfeld bereits Diskussionen gegeben, ob die Erhöhung um 50 Cent reiche –, dass er schon 2016 eine weitere Erhöhung vermute. Nun blieb es aber doch beim seit zehn Jahren „eingespielten Rhythmus“, den Preis der Gillamoos-Mass alle zwei Jahre um 50 Cent zu erhöhen. Seit 2010 stieg der Preis somit sukzessive von 6,90 auf 9,40 Euro. Letztlich sei es aber „Sache jedes einzelnen Festwirtes, was er für die Maß Bier verlangt“, sagt Peter Schöniger. Eine Absprache gebe es „definitiv nicht“. Vielmehr sei es so, dass man sich bei der Gillamoos-Vorbesprechung von Brauern, Festwirten und Stadt über „gestiegene Mehrbelastungen“ austausche und diskutiere. „Man geht auseinander, ohne über den Bierpreis gesprochen zu haben“, sagt auch Ottenbräu Robert Neumaier. Dass am Ende bei der Maß Gillamoosbier überall der exakt selbe Preis auf den Speisekarten steht, ist somit wohl dem Zwei-Jahres-Rhythmus geschuldet. „Wenn es nach mir geht, dann würde ich sogar zehn oder 20 Cent mehr pro Mass verlangen“, sagt Peter Engel. „Aber es hat sich eben in den vergangenen Jahren so ergeben und deckt oftmals noch nicht einmal die Mehrkosten.“

    Lesen Sie auch: Während die Oktoberfestwirte wegen der möglichen Bierpreisbremse vor Wut schäumen, bleibt man im Landkreis gelassen.

    So sei es auch vermessen zu glauben, dass der Bierpreis am Abensberger Jahrmarkt – auch bei stagnierenden Personalkosten, Platzgebühren oder fallenden Rohstoffkosten – einmal den umgekehrten Weg gehen könnte. „Das ist unrealistisch“, sagt Jakob Horsch von der Brauerei Kuchlbauer. „Wenn, dann könnte ich mir vorstellen, dass der Bierpreis in den kommenden Jahren stagniert und nicht alle zwei Jahre steigt. Gerade die Zehn Euro-Grenze ist schon eine schwierige Schwelle.“ Das sieht auch Josef Neumeyer so: „Klar kann der Bierpreis am Gillamoos auch mal drei oder vier Jahre gleichbleiben, aber das vorauszusagen, wäre Kaffeesatzleserei.“ Einen fallenden Bierpreis kann sich Peter Engel nur bei einem Szenario vorstellen: „Wenn wir keine Bedienungen mehr haben und sich jeder seine Maß selbst an der Theke holen muss.“

    Und so bleibt zu vermuten, dass 2019 – Gesetz des Zwei-Jahres-Rhythmus – die Maß Bier im Kuchlbauer-, Ottenbräu-, Jungbräu-, Hofbräu-, Weinzelt und Weißbierstadel dann für 9,90 Euro zu haben ist.

     
     

     

  • Dirndlköniginnen:
     
    Sechs Damen treten für das Ehrenamt der Dirndlkönigin an. Heute stellen wir Nina Mittermeier vor, von A bis Z.
     
    Nina Mittermeier Foto: Holzhäuser
     
     
     
     
  • Ein 360-Grad-Blick in die Gillamoos-Pressekonferenz - der Artikel folgt heute, 17 Uhr, auf www.mittelbayerische.de und am Dienstag in der Printausgabe.

  • Gillamoos-Bürgermeister Anton Kiermeier zapft an.

  • Auch Landrat Martin Neumeyer verliert ein paar Worte

  • Bürgermeister Dr. Uwe Brandl spricht die Grußworte

  • Die Gillamoos-PK läuft

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