TSV Abensberg will den 21. Titel

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Sonntag, 6. November 2016 7

TSV Abensberg will den 21. Titel

Schafft der Rekordmeister bei seiner Rückkehr den nächsten Streich? Wir berichten live rund um das Final-Four-Turnier der Judo-Bundesliga in Leipzig. Foto: Sebastian Pieknik

  • Dominik Gerzer macht das 5:2.
    Das lief bitter für die Babonen. Besonders in den leichten Gewichtsklassen ließen sie erhoffte Punkte liegen. Allerdings gegen Weltklasseleute.

  • Waza Ari für Gerzer. Noch 1.30 min.

  • Den letzten Kampf des ersten Durchgangs bestreitet Dominik Gerzer für Abensberg und Robin Wendt für Hamburg.
  • Ressel macht nach 5.43 min. den Punkt für Hamburg. Damit steht es 5:1 für Hamburg.

  • Auch Maresch und Ressel müssen in den Golden Score. Die erste Wertung gewinnt.
  • Maresch muss aktiver werden, hat schon ein Shido kassiert.

  • Krämer mit dem ersten Punkt für Abensberg. 1:4.
    Nun kämpft Sven Maresch gegen Dominic Ressel - der kämpfte im Europacup auch schon für Abensberg.

  • David Krämer tut sich schwer, liegt mit Waza Ari zurück, gleicht aber eine Minute vor dem Ende aus.

  • Mit noch 12 Sekunden auf der Uhr wird der Abensberger Safarov ausgekontert. 4:0 für Hamburg. Langsam wird es ganz eng.
    Jetzt folgen David Krämer (Abg) gegen Dzavbatyrov.
  • Mshvidobadze (Abg, weiß) gegen Safarov. Ein enges Duell.
  • Scheibel wird ausgekontert und dann in den Haltegriff genommen. 3:0 für Hamburg - das läuft bisher bitter für den TSV Abensberg...
  • Jetzt kämpft Manuel Scheibel gegen Shikhalizada - ein Top-Duell!
  • Peters zwingt Dumke in den Haltegriffe und stellt auf 2:0 für Hamburg.

  • Bis 100kg trifft Robert Dumke auf den ehemaligen Abensberger Dimitri Peters unter anderem Vizeweltmeister und Olympiadritter) - er war zu Saisonbeginn nach Hamburg gewechselt.
  • Odenthal wird ausgekontert 1:0 für Hamburg.
  • Odenthal ging mit Waza Ari in Führung, Kurbjuweit konterte. Es geht in den Golden Score.
  • Ödenthal (ABG, in weiß) gegen Kurbjuweit

  • Jetzt gehts wirklich los!

  • Gleich gehts los!

  • Sven Maresch und Chris Völk machen heute ihre letzten Kämpfe - sie werden gerade offiziell verabschiedet.

  • Einmarsch der Teams

  • Es geht los mit der Klasse bis 90kg. Für Abensberg geht Olympionike Marc Odenthal auf die Matte. Für Hamburg ist Dario Kurbjuweit auf den ersten Punkt aus. Das wird kein Selbstläufer für Odenthal - Kurbjuweit wurde 2016 Dritter bei der Deutschen Meisterschaft und Zweiter im Europacup Saarbrücken sowie Fünfter beim Grand Prix in Zagreb.
     
    Aber erstmal werden gleich die Teams vorgestellt.
  • Der neue Rivale der Abensberger
    Im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft treffen die Babonen auf Titelverteidiger Hamburger JT – und auf alte Kameraden.
     

    In der zweijährigen Abstinenz der Abensberger Mannschaftsjudoka von der Bundesligabühne hat das Hamburger Judoteam die Rolle des nationalen Topteams übernommen. Am Samstag werden der Titelverteidiger aus dem Norden und der Rekordmeister aus Niederbayern im Kampf um den Einzug ins Finale ermitteln, in welche Richtung sich die Kräfteverhältnisse nach der Rückkehr der Babonen tatsächlich entwickelt haben.

    Eine pikante Randnotiz ist, dass sich Champion Hamburg vor der Saison mit den Abensbergern Dimitri Peters (100 kg) und Schwergewichtler André Breitbarth verstärkt hatten. Der Wechsel der beiden zum direkten Rivalen des Rekordmeisters sorgte für Aufruhr im Lager der Niederbayern, weil beide Athleten für die neue Saison bereits zugesagt hatten.

    Einstige Mitstreiter sind Gegner

    „Die Hamburger sind allgemein stark aufgestellt, aber diese Wechsel, insbesondere der von Dimitri, tun uns sehr weh“, sagt Abensbergs Cheftrainer Jürgen Öchsner. Neben Peters und Breitbarth steht mit Vizeeuropameister Dominic Ressel (81 kg) ein weiterer ehemaliger Abensberger im Kader vom JT. Ressel kämpfte für den TSV in der „Golden League“. Darüber hinaus verfügen die Hamburger über weitere Judoka der Extraklasse. Weltmeister Alexander Wieczerzak (81 kg), der sich den Titel Ende August in Budapest holte, ist das neue Aushängeschild der Hamburger. Mit Olympia-Starter Igor Wandtke (73 kg) gehört ein langjähriger Rivale von TSV-Kämpfer Christoph Völk dem JT an.

    „Ein ordentlicher Brocken“

    Außerdem müssen sich die Babonen bei ihrem Kampf zurück an die nationale Spitze weiteren Kämpfern von höchstem Niveau erwehren. Angesichts des mit international dekorierten Athleten gespickten Kaders meint Abensbergs Trainer Jürgen Öchsner: „Das Judoteam Hamburg ist ein ordentlicher Brocken.“

    Dass es zum Treffen der beiden Favoriten bereits im Halbfinale kommt, ist dem zweiten Platz der Hamburger in der Bundesliga Staffel Nord geschuldet. JT Hamburger reihte sich hinter UJKC Potsdam ein. Von einem "taktischen Manöver" zu sprechen, wäre wohl zu viel, oder? Zumindest fehlten den Hamburger die Athleten aus dem deutschen Nationalkader.

     

     

     

     
     
     
     
  • Das Warmmachen läuft - in einer guten halben Stunde beginnt das Halbfinale zwischen Hamburg und Abensberg.

  • Dominik Gerzer schwört das Team ein: "Today we can do something special!" Er sagt noch weit mehr, aber das soll hier nicht verraten werden. Die Truppe ist jedenfalls heiß!

  • Mannschaftsbesprechung in der Kabine das TSV Abensberg - noch erzählt Voach Jürgen Öchsner Witze, aber gleich wirds ernst.

  • Die Athleten werden gewogen und registriert.

  • Die Halle ist noch leer. Gerade ist der Einlass gestartet worden. 4000 Zuschauer finden Hier Platz!

  • Nebenan spielen die Leipziger Bullen heute in der Fußball-Bundesliga gegen Hannover 96.

  • Hier in der Arena Leipzig findet das Finale statt.

  • Auf dem Weg nach Leipzig zum Finale der Judo-Bundesliga lernt man interessante Orte kennen - und fühlt sich als Bayer gleich wieder daheim!

  • Pressekonferenz live im Sportforum Leipzig! Mit Moderator Moritz Bellmann! Sven Maresch Judo und Hannes Conrad sichtlich unter Strom.

  • Es wird legendär! Während anderswo Teenager für 100 Millionen verkauft werden, sieht man hier noch echten Sport! Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich mich auf dieses geile Finale freue! Es wird großartig 😍. Teilt dieses Video, bucht Tickets, macht Werbung, macht einfach alles, was in eurer Macht steht, damit die Welt sehen kann, wie groß wir sind :-P 🏋️‍♀️

  • Hey Leute, hier der direkte Link zum Live-Ticker von der Mittelbayerischen Zeitung.Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle für die Berichterstattung und Unterstützung der Mittelbayerischen Zeitung!Benjamin Neumaier ist bei uns Live vor Ort und wird Berichten, vielen Dank für deine Unterstützung Benjamin.http://www.mittelbayerische.de/region/kelheim-nachrichten/live-abensbergs-judoka-kaempfen-um-titel-21029-art1579647.html

  • Nemanja at press conference! #judo#judobundesliga #finalfour #tsvabensberg @majdovjudo1st

  • Keine große Spannung vor dem Rückkampf in Abensberg
     
    Spannung heraufzubeschwören bei einem 11:3-Sieg im Auswärtskampf fällt schwer. Dennoch wird das Rückmatch im Judo-Bundesliga-Viertelfinale zwischen TSV Abensberg und KSC Asahi Spremberg am Samstag ein Ereignis in der Babonenstadt: Zum einen dürfen sich junge Kräfte des deutschen Rekordmeisters auf einen Einsatz freuen, zum anderen treten zuvor Judoka mit geistiger Behinderung in einem öffentlichen Training gegen Abensberger Stars an.
     
     

     

     
  • Abensberg gewinnt Viertelfinal-Hinkampf klar

    Der Bundesligist schlägt Spremberg 11:3. Unterdessen wird die Liga vom Rückzug des Traditionsvereins Ettlingen überrascht. 
     

    Trotz einiger Besetzungs-Probleme hat Judo-Südmeister TSV Abensberg im Viertelfinal-Hinkampf beim Aufsteiger KSC Ahishi Spremberg mit einem souveränen 11:3 (101:24)-Erfolg die Grundlage für den Einzug in das Finale am 4. November gelegt. Der zwanzigfache deutsche Rekordmeister wird vermutlich von zwei Südvereinen eskortiert, während der Hamburger JT, dem wie der ganzen Liga nach dem 9:5-Erfolg beim JC Ettlingen die Rückzugs-Ankündigung der Badener quasi um die Ohren flog, seine erneuten Titelambitionen unterstrich. Die sind nicht zuletzt wegen des Wechsels der „ Dicken“ – Dimitri Peters (100 kg) und Schwergewichtler Andre Breitbarth aus Abensberg – in den hohen Norden durchaus realistisch.

    Öchsner bedauert Rückzug

    Welche Auswirkungen der Ettlinger Beschluss für die in der neuen Saison greifende Liga-Reform haben wird, ist nach einer so frischen Entscheidung noch nicht abzusehen. „Es ist schade, so einen Traditionsverein zu verlieren“, meint TSV-Cheftrainer Jürgen Öchsner.

    Die Abensberger, die mit ihrem freiwilligen Rückzug in die Regionalliga den Anstoß für die Reform gegeben hatten und in zwei Jahren das Bundesliga-Comeback schafften und sich nunmehr durchaus Chancen auf den 21. Titel ausrechnen, waren nach ihrem Ausflug in die Lausitz hochzufrieden. „Meine Jungs haben wieder absoluten Teamgeist bewiesen“, lobte Cheftrainer Öchsner seine Athleten, die trotz Gewichts-Nachteilen in den schweren Klassen drei der vier möglichen Punkte erkämpften.

    Ein Sonderlob erntete der zweimal souverän siegreiche Manuel Scheibel. Am Freitag noch beim Grand Prix in Zagreb gestartet, wo er mit Platz sieben in der 66-kg-Klasse seine internationale Reifeprüfung in einem absoluten Weltklasse-Feld ablegte und nur mit Pech seinen ersten Bronze-Kampf verfehlte, ließ er nach anstrengender Anreise den nationalen Konkurrenten Michael Daue und Lukas Gerlach nicht den Hauch einer Chance. Doppelt punktete auch der 90-kg-Debütant Beka Gviniashvili aus Georgien, gegen den Patryk Ciechemski (1:18 und 2:05 Minuten) nicht gerade lange auf der Matte stand. Und auch Marc Odenthal lieferte den Nachweis internationaler Klasse. In die 100 kg-Kategorie aufgerückt, beherrschte er Mariusz Krueger und Stefan Nieseke dank seiner extremen technischen Fähigkeiten. Sebastian Seidl nahm den für ihn kräfteschonenden Wechsel in die 73-kg-Klasse dankend wahr, für den er sich mit einem vorzeitigen Erfolg gegen Kevin Schröder revanchierte. Auch Christopher Völk ließ in dieser Kategorie gegen Oleg Ilts nicht anbrennen.

    Deutlicher Klassenunterschied

    In der 81-kg-Kategorie machten der Georgier Zebed Rekhviashvili (gegen Johannes Karsch) und Teamkapitän Sven Maresch (gegen Johannes Kruse) den Klassenunterschied deutlich.

    Für einen weiteren Höhepunkt sorgte 90-kg-Mann Robert Dumke, der nach einjähriger Wettkampfpause im Schwergewicht den deutschen 100 kg-Vizemeister Dominik Schönefeldt mit Wazaari besiegte. Dominik Gerzers Auftritt gegen Maximilian Bär endete mit einer Niederlage. Unter „wichtige Erfahrungen gesammelt“ ordnete Öchsner die Niederlagen von Daniel Scheller ein, der gegen Maximilian Zimmermann und Vincent Giller immerhin über die Zeit ging. „Im Rückkampf am Samstag in der Josef-Stanglmeier-Halle wollen wir weiteren Talenten eine Chance geben“, sagt der Trainer und denkt auch an den Bayernliga-Aufstiegsentscheid zwischen den Landesligameistern Abensberg und Aschaffenburg Mitte Oktober in Erlangen.

     
     
     
  • Für alle Judo-Novizen ein kleines Erklär-Video zum Thema Judo aus der WDR-Reihe "Kann es Johannes?
     
     
     
  • TSV Abensberg setzt eine Europacup-Zäsur

    Seit 25 Jahren stehen die Judoka in der Königsklasse. Heuer fehlen sie, trotz einer Wildcard – was der TSV zu spät erfuhr.

     

     

  • Judo-Bundesliga-Finale steigt in Leipzig

    „Final Four“ geht nach Sachsen, Abensberg muss gegen Meister ran. Das zweite Team hat am Samstag ein „Finale dahoam“.

     

    Die Endrunde in der Judo-Bundesliga wird am 4. November beim JC Leipzig steigen. Das gab der Deutsche Judobund nach Abschluss der Viertelfinals bekannt, die auch Rekordmeister TSV Abensberg erfolgreich meisterte. Schon am Samstag kommt es aber zu einem „Finale dahoam“ für die Babonen: Die zweite Mannschaft kämpft gegen DJK Aschaffenburg um den Bayernliga-Aufstieg.

    Für die Ausrichtung des Bundesliga-Showdowns der besten vier Teams hatten sich auch die Abensberger beworben, doch Leipzig bekam den Vorzug. „Ein Heimspiel wäre ein extra Anschub gewesen, vor allem auch weil Christopher Völk und Sven Maresch zum letzten Mal antreten“, sagt TSV-Trainer Jürgen Öchsner. Aber auch mit dem Schauplatz Leipzig könne man gut leben. Der Rekordmeister muss im Halbfinale am 4. November gleich gegen den amtierenden Titelträger Hamburger JT ran. Die zweite Begegnung bestreiten Leipzig und KSV Esslingen. Die Sieger treten im Anschluss zum Finale um den Titel an.

    Nur ein Platz in der Bayernliga

    Um den Aufstieg in die Bayernliga kämpft Abensberg II an diesem Samstag um 16 Uhr. Der Eintritt in die Josef-Stanglmeier-Halle ist frei. Bisher waren die Landesliga-Meister wie heuer Abensberg II (Süd-Staffel) direkt aufgestiegen. Doch nach Reformen in den Klassen darüber ist nur ein Platz frei. Deshalb haben sich die Hausherren mit LL-Nord-Meister Aschaffenburg zu beharken.

    Die Gäste wurden in ihrer Staffel mit 12:0 Punkten eindrucksvoll Meister. Der TSV Abensberg II steht dem Rivalen in dieser Bilanz aber in nichts nach. Babonen-Teamchef Martin Oberndorfer und seine Mannschaft sind schon Feuer und Flamme für diesen Aufstiegskampf. „Leider müssen wir diese Hürde noch nehmen, mir wäre der direkte Aufstieg viel lieber gewesen. Aber durch das Heimrecht können wir noch einen sehr spannenden Judo-Kampftag nach Abensberg holen.“

    Wir werden alles geben

    Die Truppe stehe hoch motiviert im Training. „Wir werden uns den Aufstieg mit unserer bisherigen Landesliga-Mannschaft erkämpfen. Das ist die Zielvorgabe und dafür werden wir alles tun“, so Oberndorfer, der auf einen guten Zuschauerzuspruch hofft. „Es wird ordentlich zur Sache gehen. Heiße Kämpfe sind garantiert.“ (mar)

  • Im Judo-Mekka ordentlich abgefeiert

    Abensberg erreicht gegen Spremberg das Final Four – für Fans „der Gurkentruppe“ war der Besuch beim TSV dennoch ein Feiertag.

    „Hier regiert der KSC! Hier regiert der KSC!“ Die Fans aus Spremberg hatten gute Laune nach Abensberg mitgebracht, sorgten für ordentlich Stimmung in der Josef-Stanglmeier-Halle und nahmen sich dabei auch selbst nicht ganz so ernst. Denn der KSC Asahi Spremberg – die selbst ernannte „Gurkentruppe“ – regierte mitnichten in Abensberg, lag zum Zeitpunkt der lautstarken Rufe aus der Gästekurve mit eins zu sechs schon gnadenlos zurück.

     

    Die Fans des KSC Asahi Spremberg machten ordentlich Stimmung in Abensberg. Foto: KSC Asahi Spremberg

     

    Doch für die Gästefans war das egal, sie hatten sportlich den Viertelfinal-Rückkampf der Judo-Bundesliga schon von vornherein quasi abgehakt: „Wir sind gekommen, um hier mit Anstand zu verlieren“, sagte einer der mitgereisten Schlachtenbummler, die mit Phrasen wie „heiliger Boden“ oder „Judo-Mekka“ ihre Bewunderung für die Gastgeber ausdrückten. Letztlich lief es dann aber sportlich doch besser als erwartet: Am Ende siegten die Babonen zwar mit 9:5, „aber wir haben uns gut aus der Affäre gezogen und mehr Punkte als erwartet geholt“, frohlockten die Fans am Ende und stimmten gleich noch mal ein „Hier regiert..“ an.

    Nachwuchs zahlt Lehrgeld

    Dass die Spremberger Punkte hauptsächlich gegen Abensberger Nachwuchskämpfer zustande kamen, war für die Männer aus dem Spreewald dann auch schon egal. Ihre fünf Zähler holten die Gäste beinahe ausschließlich gegen Kämpen aus der zweiten Abensberger Reihe: So verlor Fabian Ennerst im Golden Score nach guter Leistung gegen Lucas Gerlach, Daniel Scheller nach 30 Sekunden gegen Max Zimmermann. Auch Markus Tuscher versuchte alles, hatte gegen den deutschen 100kg-Vizemeister Dominic Schönefeldt aber keine Chance – auch weil er zwei Gewichtsklassen nach oben rückte. „Teilzeit-Judoka“ Dominik Gerzer mühte sich gegen Kader-Kämpfer Sebastian „Bärchen“ Bähr vergeblich und Robert Dumke verlor einen umstrittenen Kampf gegen Stefan Niesecke. Der Stimmung in der gut besetzten Halle tat das letztlich nur gut, weil auch die Abensberger Fans, wie Fan-Club-Vorsitzender Ernst Hueber, nicht wirklich betrübt waren. „Es ist der richtige Weg. Wie sollen die jungen Kämpfer ohne Einsätze Erfahrung sammeln? Das passt schon so, denn sie werden beim Umbruch in den kommenden Jahren wohl mehr Verantwortung tragen – gerade auch wegen des Karriereendes von Christopher Völk und Sven Maresch“, wagte er einen Blick in die Zukunft.

    Einen sportlichen Bericht über das Viertelfinale finden sie hier:

    Spremberg war mehr als eine Gurkentruppe

    Die Angesprochenen feierten bei ihren jeweils letzten Auftritten auf der Abensberger Matte – beide siegten – gleich auch ihren Abschied von den Fans und ernteten stehenden Ovationen. Im Final Four, das aller Voraussicht nach in Leipzig stattfinden wird, stehen die beiden aber nochmals im Abensberger Kader. Auf einen anderen hoffen die TSV-Anhänger dort auch inständig: den tschechischen Internationalen Lukas Krpalek. „Er würde uns guttun“, sagt Hueber, „aber auch so haben wir eine Chance gegen Hamburg. Außerdem ist es doch toll, dass wir nach zwei Jahren in Regionalliga und Zweiter Bundesliga überhaupt wieder zum Finalturnier fahren dürfen.“

    Fan übernachtet im Auto

    Noch zuversichtlicher war Fan Stefan Merkel: „Abensberg wird Meister – zu 100 Prozent.“ Der TSV-Fan war wieder einmal die 350 Kilometer aus Baden-Baden angereist und hatte sogar im Auto übernachtet, nur um seinen Lieblingsverein zu unterstützen. „Der TSV Abensberg ist für mich eine Herzensangelegenheit – auch während des Rückzugs aus der Bundesliga und egal, wie es auch weitergehen mag“, sagt er und unterstrich seine Gefühle mit einem riesigen Vereinswappen aus Stahl, das er eigens angefertigt und vor dem Kampf an den TSV übergeben hatte. „Ich wollte damit zeigen, wie sehr ich die Abensberger Arbeit schätze. Für mich als aktiven Judoka ist jeder Besuch hier Gänsehaut pur.“

    Teammanager Fabian Seidlmeier über die Abensberger Chancen im Final Four und die Zukunft des Vereins:

    „Erst Meister, dann Umbruch“

    Die hatten auch die G-Judoka, die mit ihrem Coach Alwin Brenner auf der Tribüne begeistert den Kämpfen folgten: „Das ist Anschauungsunterricht erster Güte“, sagte Brenner. „Für uns alle eine neue Erfahrung.“ Der Trainer der Judoka mit geistiger Behinderung durfte mit seinen Schützlingen aber nicht nur von den Zuschauerbänken aus Erfahrungen sammeln, schon am Nachmittag stand ein Training mit den Abensberger Athleten auf dem Programm – zur WM-Vorbereitung der G-Judoka. „Das war ein Traum. Die Profis haben meinen Kämpfern neue Techniken beigebracht, es gab keine Berührungsängste und das in einer ganz lockeren Atmosphäre. Einfach ein Traum.“

    Träume haben auch die stimmgewaltigen Fans aus Spremberg: „Wir hoffen, dass die Bundesliga für uns keine Eintagsfliege ist, dass wir noch oft hierher nach Abensberg fahren dürfen und irgendwann dann – zumindest ein einziges Mal – mehr mitnehmen, als nur den Respekt der Athleten und Zuschauer.“ Sagten es und stimmten wieder ihr „Hier regiert der KSC!“ an – das irgendwann – zumindest einmal – sogar zutreffen könnte.

     
  • Zurück in der Bundesliga  und gleich wieder Meister?
     
    2014 holte der TSV Abensberg den bisher letzten seiner 20 Meistertitel - dann sorgte der Judo-Rekordmeister für einen Paukenschlag und zog sich aus der Bundesliga zurück: Zum Einen, um seinen Olympia-Startern eine entspanntere Vorbereitung auf die olympischen Spiele in Rio zu ermöglichen, zum anderen, um grundlegende Reformen in der Bundesliga anzustoßen.
     
    Der TSV Abensberg wurde zuletzt 2014 Deutscher Meister Foto: Pieknik
     
    Nach zwei Jahren Tingel-Tour durch Regionalliga und 2. Bundesliga starteten die Babonen wieder furios in die Bundesliga - trotz der Abgänge von prominenten Kämpfern wie Dimitri Peters oder Andre Breitbarth, die jetzt für Konkurrent Hamburg auf der Matte stehen. Auch das Karriereende von Ilias iliadis schlug ins Kontor. Nichtsdestotrotz sagte der neue Teammanager Fabian Seidlmeier schon vor Saisonstart: "Man sollte uns nicht unterschätzen. Für einige, wie beispielsweise Sven Maresch oder Christopher Völk ist es vielleicht die letzte Saison. Die wollen sich noch einmal zeigen, die wollen noch einmal einen Titel gewinnen. Wenn alle fit sind, dann ist auch dieses Jahr für uns der Titel drin."
     
    Das wird sich nun in Leipzig zeigen. Am Samstag, 4. November,  um 13 Uhr ist also Hochspannung angesagt, wenn im ersten Halbfinale Titelverteidiger Hamburger JT und Rekordmeister TSV Abensberg aufeinander treffen. Gegen 15.30 Uhr betritt dann Gastgeber JC Leipzig im zweiten Halbfinale die Matte. Gegner ist der KSV Esslingen. Die beiden siegreichen Mannschaften bestreiten gegen 18 Uhr das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2017. (nb)
     
     
     
     
     
  • Und hier ist "ER", unser Imagefilm der Judoabteilung des TSV Abensberg. Vielen herzlichen Dank an den Regionalsender TVA Regensburg für die Produktion und die Unterstützung! Vui Spass beim schaug´n, darf sehr gerne weiter geteilt werden!

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