US-Präsidentschaftswahlen 2016

mz_logo

Live
Sonntag, 6. November 2016 7

US-Präsidentschaftswahlen 2016

Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Wir begleiten die Entwicklungen im NewsBlog.

  • Der Vatikan ist sichtlich beeindruckt von Bernie Sanders und begründet seine Einladung damit, niemand habe den Papst im Wahlkampf so oft zitiert wie der 74-Jährige. Den Papst wird Sanders laut «New York Times» aber trotzdem nicht treffen.


  • Bernie Sanders ist zu einem Kurzbesuch in Italien eingetroffen. Er wird dort an einer Konferenz des Vatikan teilnehmen. Papst Franziskus dürfte er aber kaum treffen, da dieser am Samstag auf die griechische Insel Lesbos reisen wird.


  • Wer die Fernsehdebatte Clinton versus Sanders verpasst hat, dem reicht mitunter ein Blick auf die Titelseite der «New York Daily News». Die nennt beide Politiker schlicht «Streithähne».


  • Er ist der neue Mann der amerikanischen Politik. Er hat keine Angst, sich als "Sozialisten" zu definieren. Und er will das politische und wirtschaftliche System umkrempeln und sanieren. Deshalb gibt es ebenso viele Bewunderer wie Leute, die ihn nicht leiden können. Senator Bernard Sanders, den alle Bernie nennen, ist die große Unbekannte der Präsidentschaftswahlen im November. Wenn er gewinnt, wäre das eine Überraschung. Wenn er verliert, dann wird sein Einfluss weit über die Wahlen 2016 hinausgehen.

    Über den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders schreibt die römische Zeitung «La Repubblica».
  • Ein weiteres Thema in der Debatte waren die unterschiedlichen Auffassungen in der Waffenpolitik. So warf Clinton ihrem Rivalen vor, sich für die Waffenlobbyorganisation NRA einzusetzen. Sanders hatte sich unter anderem gegen eine Wartezeit bei Waffenverkäufen ausgesprochen, um den Hintergrund der Käufer zu überprüfen. Zudem habe Sanders fünf Mal gegen ein entsprechendes Gesetz gestimmt, das Waffenverkäufe seit den frühen 90er Jahren bestimmten Regeln unterwirft. 

    Schlagabtausch unter Parteifreunden: Hillary Clinton und Bernie Sanders. Foto: Edward M. Pio Roda, epa/CNN/dpa 
  • Clinton schlug die Verbalattacken zurück, in dem sie auf ein Interview hinwies, das Sanders vor einigen Tagen den «New York Daily News» gegeben hatte. Dabei hatte der 74-Jährige laut Beobachtern keine besonders gute Figur gemacht, weil es ihm nicht gelungen war, auf einige Fragen zur Innen- und Außenpolitik klare Antworten zu geben. Dies galt auch für seinen Plan zur Reform der Wall Street. Wiederholt zeigte Sanders Unsicherheiten während des Interviews und sagte, ihm fehlten unter anderem alle relevanten Informationen oder er stellte fest: «Ich weiß nicht.» 

  • Sanders warf seiner Rivalin unter anderem vor, es mangele ihr an der Art von Urteilsfähigkeit, die benötigt werde um Präsident zu sein. Zugleich geriet der Senator von Vermont selbst in die Defensive, weil er bislang keine Steuererklärung veröffentlicht hat. Sanders kündigte an, dies am Freitag tun zu wollen. Allerdings waren auch erneut die bezahlten Reden Clintons bei Großbanken ein Thema. So lehnt es die ehemalige Außenministerin weiterhin ab, die Manuskripte dieser Reden zu veröffentlichen.

  • Vor der wichtigen Vorwahl im US-Bundesstaat New York haben sich Hillary Clinton und Bernie Sanders eine sehr hitzige Auseinandersetzung geliefert. Die beiden gerieten in einer TV-Debatte immer wieder heftig aneinander. In der intensiv geführten Diskussion attackierten sich die Ex-Außenministerin und der Senator von Vermont von Anfang an auch immer wieder persönlichInhaltlich bezogen die beiden Bewerber weiterhin kontroverse Positionen zu einer Reihe von Politikfeldern, etwa in der Handelspolitik, der Energie-, Gesundheits- und der AußenpolitikEs war die neunte TV-Debatte der US-Demokraten. Sie fand im New Yorker Stadtteil Brooklyn statt.

    Foto: Justin Lane, epa/dpa 
  • Das Wegschubsen einer Reporterin von Donald Trumps Wahlkampfmanager Corey Lewandowski hat keine rechtlichen Konsequenzen. Der zuständige Staatsanwalt in Palm Beach sagt, für eine Bestrafung Lewandowskis gebe es zu wenig Anhaltspunkte. Lewandowski wäre im Fall einer Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung bestraft worden. Er war beschuldigt, am 8. März auf einer Wahlveranstaltung eine Reporterin zu Boden gestoßen haben. 

    Staatsanwalt David Aronberg erklärt, ohne jeden Zweifel habe Lewandowski die Reporterin zurückgestoßen, als sie den vorbeigehenden Trump am Arm berührt habe. Aronberg fügt aber hinzu, nach seiner Bewertung habe Lewandowski jedes Recht gehabt, Trump vor einem möglichen Angriff zu schützen. Das gelte für ein so enges Mitglied eines Wahlkampfteams auch dann, wenn der Bewerber - wie hier Trump - von Secret-Service-Agenten umringt gewesen sei.



  • Der schwarze Regisseur Spike Lee hat sich in den Dienst von Bernie Sanders gestellt und im Vorfeld der Vorwahl in New York für diesen ein Wahlkampf-Video produziert. In dem 30-sekündigen Clip tritt unter anderem der Sänger und Schauspieler Harry Belafonte auf, der sagt: «Farbige Menschen haben ein sehr nachhaltiges Interesse an dem, was Bernie Sanders uns bei dieser Wahl bringen wird.» Der Regisseur und Produzent Spike Lee ist ein Mitbegründer des New Black Cinema und erhielt im vergangenen Jahr einen Ehren-Oscar.

  • Jetzt ist es amtlich: US-Präsidentschaftsbewerber Ted Cruz darf laut einem Gerichtsurteil im Bundesstaat New Jersey für das höchste Staatsamt kandidieren. Richter Jeff Masin entschied, dass Cruz als Kind einer in den USA geborenen Mutter als US-Staatsbürger gelte. Cruz ist im kanadischen Calgary geboren und sah sich in den vergangenen Monaten immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, er sei womöglich gar nicht berechtigt für das Präsidentenamt zu kandidieren. Experten hatten bereits vor längerer Zeit festgestellt, dass Cruz' Vorhaben nicht gegen die Verfassung verstoße. 

    Foto: Eugene Garcia, epa/dpa 
  • Donald Trump hat sich mit der zuvor von ihm beleidigten Moderatorin Megyn Kelly getroffen. «Wir haben uns für ungefähr eine Stunde getroffen, nur wir beide, und hatten Gelegenheit reinen Tisch zu machen», sagte Kelly in ihrer Show beim Sender Fox. Bei dem privaten Treffen im Trump Tower in Manhattan sei es unter anderem um die Möglichkeit für ein Interview gegangen, sagte sie weiter. Trump bestätigte das Treffen später in einer anderen Fox-Sendung und sagte Kelly sei «sehr, sehr nett» gewesen. Noch im vergangenen Herbst hatte der Präsidentschaftsbewerber die kritische Journalistin verbal angegriffen. 
  • Der umstrittene republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump will dem traditionellen Galadinner des Pressekorps des Weißen Hauses fernbleiben. Das kündigt der Unternehmer in einem Interview des Online-Portals «The Hill» an. «Die Presse ist unehrlich. Wenn die Presse ehrlich wäre, würde ich hingehen, weil ich eine gute Zeit hätte», sagt Trump. «Aber egal wie viel Spaß ich hätte, die Journalisten würden sagen: "Donald Trump war schlecht drauf".» 

    Jedes einzelne Medienunternehmen habe ihn gefragt, ob er hingehen werde, fügt der Milliardär in der ihm sehr eigenen Art hinzu. Er habe sich dennoch dazu entschieden, nicht teilzunehmen. Das Dinner ist am 30. April geplant - kurz vor einer wichtigen Vorwahl im Bundesstaat Indiana. Trump hat ein sehr gespaltenes Verhältnis zu den Medien. Einerseits stützt sich ein erheblicher Teil seiner Wahlkampfstrategie auf seine Dauerpräsenz im Fernsehen, andererseits beleidigt er Journalisten immer wieder. 

     Hat keine Lust auf ein Dinner mit Journalisten: Donald Trump. Foto: Cristobal Herrera, epa/dpa/Archiv
  • Erstmalig bekommt der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders Unterstützung von einem Kollegen aus dem US-SenatJeff Merkley, Senator aus Oregon erklärt dem Sender MSNBC, dass er Sanders unterstütze. Sanders verfüge seiner Meinung nach über die mutigste und kämpferischste Vision bezüglich der wichtigsten Themen, denen sich die USA und die Welt stellen müssten, so Merkley. Er ist bislang der einzige US-Senator, der sich hinter Sanders, Senator von Vermont, stellt.


  • Paul Ryan, Präsident des US-Abgeordnetenhauses und politisches Schwergewicht der Republikaner, schließt eine Präsidentenkandidatur aus. «Ich möchte nicht für unsere Partei kandidieren und werde auch keine Kandidatur annehmen», so Ryan. Er wolle damit alle Spekulationen ein für allemal beendenIn Kreisen der republikanischen Partei war zuvor der Wunsch laut geworden, dass Ryan als Präsidentenkandidat antritt. Hintergrund sind Zweifel, dass weder der umstrittene Bewerber Donald Trump noch dessen erzkonservativer Mitkonkurrent Ted Cruz im November die Präsidentenwahl gewinnen können. 

    Sollten weder Trump noch Cruz im laufenden Vorwahlkampf die notwendigen 1237 Delegiertenstimmen bekommen, zeichnet sich auf dem Republikaner-Parteitag im Juli in Cleveland (Ohio) eine Kampfabstimmung ab. Dann hätte Ryan nach Vorstellung seiner Anhänger den Hut in den Ring werfen sollen. Ryan stellte jedoch klar, dass aus seiner Sicht nur Präsidentenkandidat werden dürfe, wer auch am Vorwahlkampf teilgenommen habe.

    Zeigt seiner Partei die kalte Schulter: Paul Rynan. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa/Archiv 
  • Gemeinsam mit Angehörigen von Schusswaffenopfern hat die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton erneut ihren Widersacher Bernie Sanders wegen dessen Haltung zum Waffenbesitz attackiert. Der Senator habe mehrfach gegen ein wichtiges Bundesgesetz zur Kontrolle von Schusswaffen gestimmt, das Clintons Ehemann Bill einst als Präsident unterzeichnet hatte, erklärte die frühere Außenministerin bei einer Wahlkampfveranstaltung in Port Washington (Staat New York). Und noch heute verteidige der 74-jährige Sanders seine Haltung.

    Bei dem emotionalen Wahlkampfauftritt in ihrem Heimatstaat trat Clinton gemeinsam mit mehreren Frauen auf, die Familienmitglieder durch Schusswaffen verloren haben. Clinton macht sich unter anderem dafür stark, dass Waffenproduzenten für Opfer von Schießereien haftbar gemacht werden können. Sanders hingegen wirbt damit, dass er mit einer ausgewogenen Haltung einen Kompromiss zwischen Waffenbefürwortern und -gegnern erreichen könne.

    von hillaryclinton via Instagram
  • Wie die «Washington Post» berichtet, soll Donald Trump bei Spenden für wohltätige Zwecke mit eigenem Geld gegeizt haben. Der Multimilliarder habe angegeben, in den vergangenen fünf Jahren mehr als 102 Millionen Dollar (88 Millionen Euro) gespendet zu haben, schreibt das Blatt in der Online-Ausgabe. Aber nicht eine einzige Spende sei aus dem privatem Vermögen des Milliardärs gekommen. Stattdessen habe Trumps Großzügigkeit in vielen Fällen in freien Golfrunden bestanden, die er Auktionen oder Tombolas für den guten Zweck zur Verfügung gestellt habe, heißt es weiter.

    Nach Schätzungen der «Washington Post» hat Trump unter anderem 2900 Golfrunden, 175 freie Übernachtungen in Hotels, 165 freie Mahlzeiten und 11 Gutscheine für Spas gespendet. In einigen Fällen seien die Nutznießer auch nicht Wohltätigkeitsorganisationen, sondern Geschäftspartner oder Sportstars gewesen. Trumps veröffentlichte Spendenliste umfasst 93 Seiten und 4844 Posten. Der Finanzchef der Trump-Organisation sagt nach Angaben des Blattes, Trump habe großzügig auch aus eigener Tasche gespendet, diese Spenden seien aber nicht in der Liste angeführt. Er wollte keine Details nennen oder Angaben dazu machen, in welcher Höhe Trump Spenden in seiner Steuererklärung geltend gemacht hat.

    Foto: Tannen Maury, epa/dpa/Archiv
  • Als Favorit geht der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump in die Vorwahlen in seinem Heimatstaat New York - doch ausgerechnet von seiner Familie kann er weniger Schützenhilfe erwarten als gedacht. Seine Kinder Ivanka (34) und Eric (32) hätten sich nicht rechtzeitig für die Abstimmung am 19. April registriert, erklärte der Immobilien-Tycoon im Gespräch mit dem Fernsehsender Fox News«Sie fühlen sich sehr, sehr schuldig», so Trump. «Sie hatten viel Zeit, sich zu registrieren, aber kannten die Regeln nicht und haben sich nicht rechtzeitig angemeldet.» Ivanka und Eric Trump hatten ihren Vater immer wieder bei Wahlkampfauftritten unterstützt.

    Ob seine Kinder wegen des Versäumnisses denn mit Konsequenzen zu rechnen hätten, wurde Trump gefragt. «Ja. Kein Taschengeld mehr», meint der Milliardär scherzhaft. Meinungsumfragen sehen ihn in New York derzeit klar in Führung vor seinen parteiinternen Widersachern Ted Cruz und John Kasich. Trumps Kinder sind bei weitem nicht die einzigen New Yorker, die sich nicht für die Vorwahlen registriert haben, wie aus einer Übersicht der Wahlbehörde hervorgeht. Demnach haben sich fast drei Millionen Menschen - gut ein Viertel der Berechtigten - nicht ins Wahlregister eingetragen.


  • Erstmals seit dem Erntedankfest Ende November habe es wieder einen Fernseh-Sonntag ohne Auftritt des republikanischen Präsidentschaftskandidaten und Milliardärs Donald Trump gegeben, berichtet CNN. Am Nachmittag schaltete dann ausgerechnet CNN für einige Sekunden live in eine Wahlkampfrede Trumps. 

    Trump hatte in den vergangenen Monaten einen Teil seiner Wahlkampfstrategie auf seiner Dauerpräsenz im Fernsehen, vor allem in Talkshows aufgebaut. Oft rief er bei Sendern an und ließ sich direkt in die Shows zuschalten. Den Sendern wurde vorgeworfen, Trumps Taktik in der Hoffnung auf höhere Einschaltquoten mitzutragen. In den USA haben politische Sonntagvormittag-Talkshows Tradition.

    Foto: Peter Foley, epa/dpa/Archiv
  • Der Direktor des US-Geheimdienstes CIA, John Brennan, hat Befehlsverweigerung für den Fall angekündigt, dass ein künftiger US-Präsident das sogenannte Waterboarding als Verhörmethode wieder einführen will. Die Methode gilt in vielen Ländern als Folter und simuliert das qualvolle Ertrinken des Befragten. US-Präsident Barack Obama hatte die Verhörtechnik kurz nach der Übernahme seines Amts im Jahr 2009 verboten. Zuvor war sie unter Präsident George W. Bush unter anderem im Kampf gegen Terroristen angewendet werden.

    Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hatte angekündigt, er wolle «Waterboarding und noch viel Schlimmeres» wieder einführen, um Informationen von Terroristen zu erlangen. Sein republikanischer Mitbewerber Ted Cruz hatte erklärt, er wolle notfalls harte Verhörmethoden einführen, ohne Waterboarding aber explizit zu nennen. 

    Droht mit Befehlsverweigerung: FFBI-Chef John Brennan. Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa 
  • Weiterer Erfolg für den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Ted Cruz. Der Senator von Texas setzt sich im US-Bundesstaat Colorado klar gegen seinen Hauptkontrahenten Donald Trump und John Kasich durch. Somit gehen alle 34 Delegierte des Staats an Cruz - er liegt nun in der Gesamtrechnung bei 536. Trump führt weiterhin mit 739 gewonnenen Delegierten. Abgeschlagen Kasich mit 143. Für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten braucht ein Bewerber 1237 Delegierte.

    Kann seinen Abstand zu Donald Trump verkürzen: Ted Cruz. Foto: Jeff Haynes, epa/dpa/Archiv
  • Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat sich im Bundesstaat Wyoming klar gegen seine Rivalin Hillary Clinton durchgesetzt. Damit hat Sanders acht der neun jüngsten Vorwahlen gewonnen, bei denen es um das Sammeln von Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im Juli geht. Allerdings hat die Ex-Außenministerin trotz der Siegesserie des Senators insgesamt weiterhin einen deutlichen Vorsprung und bleibt damit Favoritin.

    von berniesanders via Instagram
  • Der britische Rockstar Rod Stewart (71) ist nach eigenen Angaben mit dem republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump befreundet. «Wir kennen uns ganz gut, in Palm Beach, Florida, wohnen wir in derselben Straße. Ich habe sogar Silvester bei Donald gefeiert», sagt Stewart der «Berliner Morgenpost». Ob Trump ein guter Präsident wäre? «Pfff, schwer zu beurteilen. Er ist ein netter Kerl, aber der Gedanke hat schon etwas Beängstigendes. Wenn er sich mit gescheiten Leute umgibt, könnte es klappen.» 

    Als Ronald Reagan damals Präsident geworden sei, ein ehemaliger Schauspieler, da hätten auch alle gelacht. «Aber Reagan hatte fähige Mitarbeiter und den Job acht Jahre lang gemacht», sagte Stewart. Er bezweifle jedoch, dass Trump es wirklich schaffe.     

     Rockstar und Trump-Freund: Rod Stewart. Foto: Rolf Vennenbernd, dpa/Archiv
  • Nach dem Bekanntwerden seiner Reise in den Vatikan, teilt Bernie Sanders mit, er freue sich sehr auf das Treffen. Es gehe um die Wiederherstellung sozialer Gerechtigkeit und des Umweltschutzes in der Weltwirtschaft. Sanders, der jüdischen Glaubens ist, sagt dem Sender MSNBC: «Ich bin ein großer, großer Fan des Papstes.»

    Sanders fliegt dem Vernehmen nach unmittelbar nach einer für den 14. April (Ortszeit) in Brooklyn anberaumten TV-Debatte mit seiner Konkurrentin Hillary Clinton. Kritiker halten ihm vor, er wolle mit der Vatikanreise um Stimmen vor der für ihn sehr wichtigen US-Vorwahl in New York am 19. April werben. 

     Bernie Sanders in New York. Foto: Gary He, epa/dpa
  • Der Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten Bernie Sanders wird kommende Woche zu einer Wirtschafts- und Umweltkonferenz in den Vatikan reisen. Sein Wahlkampfbüro teilte diesen ungewöhnlichen Schritt  mit. Sanders besucht demnach die päpstliche Akademie für Sozialwissenschafte anlässlich des 25. Jubiläums einer Enzyklika von Papst Johannes Paul II. zu Wirtschaftsfragen. 

    Aus dem Vatikan gab es scharfe Kritik an dieser Reise. Margaret Archer, Präsidentin der Akademie und Gastgeberin der Veranstaltung, nannte sie eine «gewaltige Unhöflichkeit». Sanders habe sich mehr oder minder selbst eingeladen, sagte sie Bloomberg News. Er versuche, eine nicht-politische Veranstaltung mit seiner Anwesenheit in ein politisches Event umzuwidmen. Es gab unterschiedliche Darstellungen zu der Frage, ob Sanders eine Einladung zu der Konferenz hatte oder nicht.

  • Bei den Vorwahlen in New York will der frühere Bürgermeister Rudy Giuliani laut Medienberichten für den Präsidentschaftsbewerber Donald Trump stimmen. Gleichwohl wolle er dies nicht als Unterstützung für den republikanischen Parteifreund verstanden wissen, sagte eine Sprecherin dem Sender CNN. Guilani hatte der «New York Times» zuvor über Trump gesagt: «Er ist eine bessere Wahl als (Ted) Cruz und eine realistischere Option als (John) Kasich.» Trump hatte die Ankündigung zunächst als «große Ehre» bezeichnet. Giuliani wird als republikanischer Delegierter für New York am Parteitag im Sommer teilnehmen. Dort soll offiziell die Nominierung des Präsidentschaftskandidaten erfolgen.

    New Yorks früherer Bürgermeister Rudy Giuliani. Foto: Tracey Nearmy, epa/dpa/Archiv
  • Bernie Sanders hat seiner innerparteilichen Konkurrentin Hillary Clinton mangelnde Qualifikation für das Präsidentenamt unterstellt. «Ich glaube nicht, dass sie qualifiziert ist, wenn sie über ihre Super Pacs Millionen von Dollar für Sonderinteressen nimmt», sagte Sanders in Philadelphia. Der 74 Jahre alte Senator von Vermont warf Clinton vor, sie habe ihn zuvor als nicht qualifiziert bezeichnet. Ein Sprecher Clintons teilte mit, sie habe einen solchen Vorwurf nicht erhoben.  

     Nimmt seine Widersacherin Hillary Clinton ins Visier: Bernie Sanders. Peter Foley, epa/dpa
  • Ein Besuch im von Einwanderern geprägten New Yorker Stadtteil Bronx hat dem republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Ted Cruz nicht nur Freunde eingebracht. «Ted Cruz hat keinen Grund, in der Bronx zu sein. Das hier ist eine Gemeinde von Einwanderern», rief ein lateinamerikanisch aussehender Demonstrant bei Cruz' Besuch in einem Latino-Restaurant. «Wir leben in einem der ärmsten Kongressbezirke des Landes. Und diesen Rechtsaußen-Fanatiker zu empfangen, ist eine Beleidigung an die ganze Gemeinde.»

    Der erzkonservative Cruz, der besonders evangelikalen Christen und der Gegner des Partei-Establishments auf seiner Seite hat, ließ sich von dem Zwischenfall nicht beeindrucken. Der Senator aus Texas will bei einem Einzug ins Weiße Haus ähnlich wie sein Konkurrent Donald Trump eine Mauer bauen, um Einwanderer fernzuhalten, die Bewachung der Grenzen verstärken und rund zwölf Millionen illegal in den USA lebende Einwanderer abschieben. 

    Erzkonservativ und ein Befürworter von Abschiebungen: Ted Cruz. Foto: Justin Lane, epa/dpa 
  • Donald Trump schnitt in Wisconsin mit einem Abstand von etwa 13 Punkten leicht schlechter ab als erwartet. Gerät wirklich etwas ins Rutschen?

    Wisconsins hoher Anteil republikanischer Arbeiter und weißer Wähler hätte Trump in die Hände spielen können, einerseits. Andererseits liegt das Bildungsniveau über dem Durchschnitt der Trump-Wähler, sind die Familien traditioneller, verwobener, wertebewusster. Trump konnte auch hier keinerlei Beziehung zu dieser Gruppe herstellen. Das Wählermuster «wütend und alleine» - hier verfing es nicht.
  • Weiterer Vorwahlsieg für Bernie Sanders. Der 74-Jährige setzt sich im Bundesstaat Wisconsin deutlich gegen seine Rivalin Hillary Clinton durch.
    by berniesanders via Instagram
  • Im Bundesstaat Wisconsin fährt Ted Cruz bei den Republikanern einen überragenden Sieg ein. Donald Trumps deutliche Niederlage nährt bei seinen Gegnern die Hoffnung, dass sein seit Monaten andauernder Höhenflug doch noch gestoppt werden kann. Insgesamt führt der Immobilienunternehmer und Reality-TV-Star bei der Summe der Delegierten zwar klar. John Kasich, dritter Bewerber der Republikaner und Gouverneur in Ohio landet abgeschlagen hinter Cruz und Trump. 

    Fährt einen wichtigen Sieg ein: Ted Cruz. Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa 
  • Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump würde eine Mauer zu Mexiko mit der Blockade von Überweisungen mexikanischer Immigranten in ihr Heimatland finanzieren. Trumps Wahlkampfteam verbreitete einen entsprechenden Plan. Demnach würde eine Trump-Regierung diesen Plan aber nicht umsetzen, falls die mexikanische Regierung die Mauer vollständig bezahleDer Bau einer Mauer zu Mexiko war von Anfang an eines der Kernversprechen des umstrittenen Milliardärs.

    US-Präsident Barack Obama kritisierte das Vorhaben scharf. Viele Vorschläge von Trump und auch dessen Konkurrenten Ted Cruz beschädigten das Image der USA in der WeltMan müsse schon seriöse Pläne unterbreiten, keine halbgaren Ansichten.

    Gibt es eigentlich schon: Grenzmauer zwischen Mexiko und den USA nahe Otay Mesa in Kalifornien. Foto: Mike Nelson/Archiv
  • US-Außenminister John Kerry hat die Art des Präsidentschafts-Vorwahlkampfs als «beschämend» bezeichnet. Bei Treffen im Ausland werde er regelmäßig auf die Wahl angesprochen, berichtet der Sender CNN. «Bei jedem Meeting, überall, fragen die Menschen: was passiert mit den Vereinigten Staaten. "Was tut ihr euch da an"», sagte Kerry. «Doch am Ende bin ich zuversichtlich, dass die Menschen klug entscheiden.»   

    Fühlt sich beschämt: US-Außenminister John Kerry. Foto: Julien Warnand, epa/dpa/Archiv

  • Vor der mit Spannung erwarteten Vorwahl im US-Bundesstaat Wisconsin haben die Bewerber auf den letzten Metern noch einmal um Stimmen geworden. Der republikanische Spitzenreiter Donald Trump und sein schärfster Konkurrent Ted Cruz gaben sich siegessicher. Die Wahllokale öffneten am Morgen (Ortszeit). 

    Trump droht in dem Bundesstaat im Mittleren Westen eine Niederlage, obwohl er die Wählerschaft mit vielen Arbeitern eigentlich ansprechen sollte. In Umfragen lag Cruz vorne. Der Senator von Texas kann auf die Unterstützung des republikanischen Gouverneurs des Staates zählen, des ehemaligen Präsidentschaftsbewerbers Scott Walker. Ergebnisse werden zu deutscher Zeit am Mittwochmorgen erwartet. 
  • Der litauische Außenminister Linas Linkevicius kritisiert die jüngsten Aussagen des republikanischen US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump zur Nato. «Ich denke, solche Aussagen werden zweifellos Russland sehr glücklich machen, weil sie im Einklang stehen mit seiner Doktrin und Einstellung, dass die Nato überholt sei», sagt er im litauischen Radio.

    Trump hatte die Nato als «obsolet» bezeichnet. Angesichts der hohen US-Beiträge zum Bündnis äußert Linkevicius zwar etwas Verständnis für die Kritik an unzureichenden finanziellen Leistungen anderer Nato-Staaten. «Aber es ist falsch, um es milde auszudrücken, so kategorisch zu sagen, dass alle anderen nichts tun», sagt er der Agentur BNS zufolge. 

    Nicht glücklich mit Aussagen Donald Trumps: der litauische Außenminister Linas Linkevicius. Foto: Julien Warnand, epa/dpa/Archiv
  • John Kasich gibt sich derweil unbeeindruckt von der Forderung seiner innerparteilichen Mitbewerber: «Donald Trump sagte, ich müsse aus dem Rennen aussteigen, weil ich seine Wähler bekomme», so der Politiker, der bislang nur seinen Heimatstaat Ohio gewonnen hat. «Ich habe Neuigkeiten für ihn. Ich werde verdammt noch mal eine Menge seiner Wähler bekommen, weil ich genau verstanden habe, was ihnen Sorgen macht», sagte Kasich in New York.  

     Weiß genau, was Donald Trumps Wähler wollen: John Kasich. Foto: Tannen Maury, epa/dpa/Archiv
  • Es passiert selten genug, dass Donald Trump und Ted Cruz einer Meinung sind. Doch hinsichtlich des dritten republikanischen Präsidentschaftsbewerbers John Kasich scheinen sie sich nun einig, wie der Fernsehsender Fox News berichtet. So haben beide den Druck auf den Gouverneur von Ohio erhöht, sich aus den Vorwahlen zurückzuziehen. «Kasich sollte es nicht erlaubt sein, weiter zu kandidieren», sagte Trump und begründete dies damit, dass sein Konkurrent angesichts seiner Delegiertenstimmen keine Aussicht auf eine Nominierung beim Parteitag im Sommer haben dürfte. 

    Auch Cruz, dem laut Fox News daran gelegen ist, die Vorwahlen zu einem Wettbewerb zwischen ihm und Trump zu machen, zeigt sich zunehmend ungeduldig mit Kasich. Es sei «nichts weniger als ein Wunschtraum», dass am Ende jemand anderes außer ihm oder Trump die Nominierung gewinnen könne, sagte er. 

     Donald Trump (l.) und Ted Cruz. Foto: epa/CNN/Edward M. Pio Roda/dpa/Archiv
  • Donald Trump sieht die USA auf dem Weg in eine «massive Rezession». Dennoch glaubt er, dass er im Fall seines Wahlsieges die US-Schulden von mehr als 19 Billionen Dollar binnen acht Jahren auf Null abbauen könne. Das sind zwei Kernpunkte eines veröffentlichten Interviews der «Washington Post» mit dem Multimilliardär, der zurzeit das republikanische Bewerberfeld anführt. Die Zeitung beschreibt das Gespräch als «enthüllend». Wiederholt weist sie darauf hin, dass Trumps Äußerungen etwa zur US-Wirtschaft, der Arbeitslosigkeit und Verschuldung im Widerspruch zur allgemeinen Einschätzung von volkswirtschaftlichen Experten stünden. Manche seiner Ausführungen hielten einfacher Mathematik nicht stand. 

    In dem Interview spricht Trump von einer gefährlichen wirtschaftlichen Lage.
     «Wir sitzen auf einer sehr, sehr großen Blase» sagte er und warnt, es sei gegenwärtig «eine schreckliche Zeit», in Aktien zu investieren. Den Schuldenberg will der Immobilienmogul unter anderem senken, indem er die «schlechten» Handelsabkommen mit Ländern wie China, Mexiko und Japan neu verhandelt - Staaten, die «uns absolut zerstören». Das daraus resultierende Wachstum werde es den USA ermöglichen, ihre Schulden zurückzuzahlen.

    Foto: Justin Lane, epa/dpa/Archiv 
  • Meine natürliche Neigung ist es zu gewinnen. Und wenn ich gewonnen habe, werde ich so präsidentenmäßig sein, dass Ihr mich sogar nicht mehr wiedererkennt. Ihr werdet einschlafen, so gelangweilt sein.

    Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald 
    Trump propagiert sein Verhalten im Fall eines Wahlsieges.


  • Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan prangert während seines USA-Besuchs islamfeindliche Äußerungen im laufenden US-Wahlkampf an. «Ich finde es interessant und schockierend, dass einige Präsidentschaftskandidaten hier in den Vereinigten Staaten Muslimen Vorwürfe machen und sie immer wieder offen mit Vorurteilen belegen», zitieren US-Medien die Worte Erdogans bei der Eröffnung eines von der Türkei finanzierten islamischen Kulturzentrums nahe Washington. Er nennt keine Namen. Vor allem der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hatte in den letzten Monaten die Angst vor islamistischen Terroranschlägen geschürt und ein Einreiseverbot für Muslime gefordert. Andere Bewerber distanzierten sich von dieser Forderung.

    Prangert Islamfeindlichkeit im US-Wahlkampf an: Recep Tayyip Erdogan. Foto: Türkisches Präsidialamt/epa/dpa
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht