US-Präsidentschaftswahlen 2016

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Sonntag, 6. November 2016 7

US-Präsidentschaftswahlen 2016

Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Wir begleiten die Entwicklungen im NewsBlog.

  • Bei den Demokraten kündigt der Linke Bernie Sanders unterdessen an, Hunderte Mitarbeiter entlassen zu wollen. «Wir wollen so viele Delegierte gewinnen wie möglich, und dazu brauchen wir Mitarbeiter in den Staaten im ganzen Land», sagt er der «New York Times». «Wir brauchen derzeit keine Leute in Connecticut. Die Wahl ist vorüber. Wir brauchen sie nicht in Maryland. Also verteilen wir unsere Ressourcen auf die 14 verbliebenen Staaten, und das heißt auch, dass wir unser Personal reduzieren werden.»

     Bernie Sanders will Mitarbeiter entlassen. Foto: David Maxwell, epa/dpa/Archiv
  • Die deutsche Regierung betrachtet die außenpolitischen Pläne Donald Trumps derweil mit Skepsis. Nach Trumps außenpolitischer Grundsatzrede sagt Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin, er könne «noch keine Linie erkennen». Steinmeier fügt hinzu: «Das scheint mir noch nicht ganz ausbuchstabiert zu sein.»

    Trump hatte angekündigt, die US-Außenpolitik unter dem Motto «America First» («Amerika zuerst») ausschließlich an amerikanischen Interessen auszurichten. Steinmeier sagt dazu: «Ich kann nur hoffen, dass der Wahlkampf in den USA nicht an der Wahrnehmung der Realitäten vorbeigeht.» Auch der künftige US-Präsident müsse akzeptieren, dass sich die globale Sicherheitsarchitektur verändert habe. «Insofern ist «America First» eigentlich keine Antwort darauf.»
  • Allerdings war Trumps Rede auch von Widersprüchen geprägt. So versprach er, die USA würden unter ihm wieder ein verlässlicher Partner. Allerdings sagte er auch: «Wir müssen als Nation unberechenbar sein.» Trumps «America First» erinnerte an isolationistische Bestrebungen in den USA vor deren Eintritt in den Zweiten Weltkrieg.

    Trump sagte, er wolle mehr Frieden in die Welt bringen. Wie, ließ er offen. «Ich bin der einzige, der weiß, wie das geht.» Wenn er Präsident sei, werde die Terrormiliz Islamischer Staat verschwinden lassen, «und sie wird schnell verschwinden». Wie und warum, sagte er nicht. Der Milliardär forderte die Staaten des Nahen Ostens auf, sich stärker gegen islamistischen Terror zu stellen. Er sagte: «Die Zusammenarbeit darf keine Einbahnstraße sein.» Diese Forderung passt weder zu Trumps Hetze gegen Muslime noch zu seiner Forderung eines totalen Einreisestopps für Muslime in die USA.
  • In seiner Rede zur US-Außenpolitik verlangte Trump zudem, die Mitgliedsländer der Nato sollten sich stärker finanziell an der westlichen Allianz beteiligen. Länder müssten für die Kosten ihrer Verteidigung aufkommen oder sich selbst verteidigen, forderte Trump bei einer außenpolitischen Rede in der Hauptstadt Washington. 

    Jedes Land sollte einen «gerechten Anteil» von etwa zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts beisteuern. Derzeit würden nur vier der 28 Mitgliedsländer die Allianz in diesem Rahmen unterstützen, sagte der Kandidat. Die Nato müsse ihre Struktur und ihre Mission anpassen.

     Donald Trump hat ganz eigene Vorstellungen von der Zukunft der Nato. Foto: Justin Lane, epa/dpa/Archiv
  • Dass Amerika zuerst kommt, wird das große und maßgebliche Leitmotiv meiner Amtszeit sein. (...Meine Außenpolitik wird die Interessen des amerikanischen Volkes und die Sicherheit der USA über alles stellen.

    Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump würde die US-Außenpolitik als Staatsoberhaupt ausschließlich an amerikanischen Interessen ausrichten.  In den vergangenen Tagen hatten sich seine Berater verstärkt bemüht, Trump präsidialer erscheinen zu lassen. Seine jüngste Rede in Washington war Teil dieser Strategie. 
  • Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Ted Cruz hat seine einstige Rivalin Carly Fiorina als Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin vorgestellt. Die ehemalige IT-Managerin würde an seiner Seite antreten, sollte der erzkonservative Senator von Texas als Kandidat der US-Republikaner ins Rennen um das Weiße Haus gehen. Allerdings liegt sein Konkurrent Donald Trump zum Entsetzen des Partei-Establishments derzeit weit in Führung.

    «Für das Amt des Vizepräsidenten ist jemand notwendig, auf den man sich voll und ganz verlassen kann», sagte Cruz in Indianapolis. Fiorina war zuvor als Bewerberin angetreten, im parteiinternen Rennen der Republikaner als einzige Frau aber früh gescheitert. Bei der zweiten TV-Debatte in diesem Wahlkampf hatte die 61-Jährige überzeugen können, ansonsten aber nicht mehr viel von sich Reden gemacht. Sie war sechs Jahre lang Vorstandschefin des Technologieunternehmens Hewlett-Packard.

    Ted Cruz hat die 61-Jährige ehemalige IT-Managerin Carly Fiorina als Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin vorgestellt. Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa/Archiv
  • Im Kampf um weibliche Wähler haben der Republikaner Donald Trump und die Demokratin Hillary Clinton den Tonfall verschärft. «Ganz ehrlich, wäre Hillary Clinton ein Mann, sie würde nicht mal fünf Prozent der Stimmen erhalten», hatte der New Yorker Immobilienunternehmer behauptet und hinzugefügt, der früheren Außenministerin bleibe deshalb nur, die «Frauenkarte» zu spielen. Clinton konterte daraufhin: «Gut, wenn der Kampf für Gesundheitsfürsorge für Frauen, bezahlte Elternzeit und gleiche Bezahlung die Frauenkarte ist, dann bin ich dabei.» 

  • Der Republikaner Donald Trump hat den demokratischen Bewerber Bernie Sanders aufgefordert, als unabhängiger Kandidat in das Rennen ums Weiße Haus zu gehen. Die Demokraten hätten den Senator von Vermont «furchtbar behandelt», schrieb Trump bei Twitter. Sanders Frau Jane wies die Idee umgehend zurück: «Bernie wird nicht als Unabhängiger kandidieren», sagte sie dem Sender CNN. Dies habe von Anfang an festgestanden. 


  • Mit Donald Trump als Kandidaten steuern die Republikaner im Herbst auf ein Debakel zu. Doch sie können Trump nicht mehr ohne weiteres aus dem Rennen nehmen - zumindest wenn sie keine Spaltung der eigenen Partei riskieren wollen. Viele republikanische Wähler würden ohne Trump zu Hause bleiben, andere würden aus Protest für Hillary (Clinton) wählen und einige andere würden sich auf den Weg zum Parteitag in Cleveland machen, um es dem Partei-Establishment mit der Faust zu zeigen.

    Die konservative Zeitung «Lidove noviny» aus Tschechien schreibt zu den Vorwahlen um die Präsidentschaftskandidatur in den USA
  • Ein Parteitag des Streits, um Herrn Trump aufzuhalten, erscheint nunmehr als ein größeres Risiko für die republikanische Partei, als eine Trump-Kandidatur. Der Nebel über dem Nominierungskampf lichtet sich. Die wirkliche Schlacht kann bald beginnen.

    Zu den erneuten Siegen von Donald Trump bei den US-Vorwahlen meint die Londoner Zeitung «The Times»
  • Sie wäre eine furchtbare Präsidentin.

    Donald Trump nach seinen Vorwahlerfolgen zu Ex-Außenministerin Hillary Clinton, die wahrscheinliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten.
  • Donald Trump siegt in allen fünf Bundesstaaten. Mit seinen Vorwahlsiegen verbessert er seine Ausgangsposition für die Präsidentschaftskandidatur bei den Republikanern deutlich. Trump lässt in Maryland, Delaware, Rhode Island, Connecticut und Pennsylvania seine parteiinternen Kontrahenten John Kasich und Ted Cruz weit hinter sich. «Ich betrachte mich als den mutmaßlichen Kandidaten», so Trump nach seinem Fünffach-Triumph. Er habe mehrere Millionen mehr Stimmen als sein nächstbester Herausforderer Cruz und mehrere Hundert mehr Delegierte. Es sei an der Zeit, die republikanische Partei wieder zu einen.

    Seine Chance, bis zum Nominierungsparteitag im Juli in Cleveland die absolute Mehrheit von 1237 Delegierten - diese küren letztlich den Präsidentschaftskandidaten - hinter sich zu versammeln, hat sich damit erhöht. Da er bislang aber erst 945 Delegiertenstimmen für sich verbuchen kann, muss Trump dafür seine Siegesserie fortsetzen. Schon mit Indiana wartet eine Vorwahl im nächsten wichtigen, möglicherweise sogar vorentscheidenden Bundesstaat.

    Zeigt sich nach seinen Vorwahlerfolgen siegesgewiss: Donald Trump. Foto: Justin Lane, epa/dpa
  • Bei den Demokraten ist ebenfalls in den fünf Bundesstaaten (Connecticut, Maryland, Pennsylvania, Rhode Island und Delaware) gewählt worden. Hillary Clinton unterliegt nur in Rhode Island ihrem Kontrahenten Bernie Sanders. Die frühere Außenministerin siegt klar in Maryland, Pennsylvania und Delaware und holt sich nach einem lange offenen Rennen auch einen knappen Sieg in Connecticut.

    Die ehemalige First Lady ist damit nur noch theoretisch von Sanders einzuholen. Der linksliberale Senator hatte aber bereits zuvor angekündigt, nicht aufgeben zu wollen und auch beim Parteitag im Juli in Philadelphia zu kandidieren. «Mit Eurer Hilfe werden wir zurück nach Philadelphia kommen, zum demokratischen Parteitag, mit den meisten Stimmen und den meisten Delegierten», so Clinton vor versammelten Anhängern in Philadelphia (Pennsylvania).


  • Donald Trump will Amerika mithilfe seiner Wähler wieder groß machen. So zumindest lautet das Credo des umstrittenen Politikers: «Make America Great Again». Doch wann genau war Amerika denn so groß, wie es laut Trump wieder werden soll? Seine Anhänger sind da keineswegs einer Meinung wie die «New York Times» unter Berufung auf eine Umfrage der Meinungsforscher von Morning Consult schreibt. Tatsächlich bekam das Jahr 2000 die meiste Zustimmung. Doch auch 1955, 1960, 1970 und 1985 war Amerika ziemlich groß, so die Meinung vieler.

    Dass sich so viele Befragte für das Jahr 2000 entschieden, könnte laut der Umfrage einen einfachen Grund haben: im Jahr vor den Terroranschlägen vom 11. September hatten die meisten Menschen offenbar noch ein größeres Gefühl von Sicherheit.   


    Screenshot: nytimes.com
  • Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton will im Falle eines Wahlsieges im November die Hälfte ihrer Kabinettsposten mit Frauen besetzen. «Ich werde ein Kabinett haben, das wie Amerika aussieht, und 50 Prozent Amerikas sind weiblich», sagte Clinton in einer Sendung des Senders MSNBC.  

     Foto: Justin Lane, epa/dpa

  • Die beiden republikanischen Kandidaten Ted Cruz und John Kasich tun sich zusammen, um einen Nominierung Donald Trumps zum Präsidentschaftsbewerber ihrer Partei zu verhindern. Der Senator aus Texas und der Gouverneur von Ohio wollen nach eigenen Angaben auf dem Parteikonvent in Cleveland eine offene Wahl eines geeigneten Kandidaten. Das geben sie in zeitgleich veröffentlichten Statements bekannt.

    Eine Kandidatur Trumps bei der Präsidentenwahl gegen einen Mitbewerber der Demokraten im November wäre «eine sichere Katastrophe», schreibt der Wahlkampfmanager von Cruz, Jeff Roe. Kasich werde sich am 3. Mai aus der Vorwahl in Indiana zurückziehen, während Cruz die Vorwahlen in Oregon am 17. Mai und New Mexico am 7. Juni auslassen werde, heißt es. Trumps spöttische Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: «Es ist traurig, dass zwei erwachsene Politiker sich gegen jemanden zusammentun müssen, der erst seit zehn Monaten Politiker ist, nur damit sie verhindern, dass dieser die Nominierung der Republikaner bekommt.»

    Die republikanischen Präsidentschaftsbewerber: Donald Trump, Ted Cruz und John Kasich (v.l.n.r). Foto: Tannen Maury, epa/dpa/Archiv 
  • Die Deutschen sollten Donald Trump und den US-Präsidentschaftswahlkampf nach Ansicht von Hollywood-Star Tom Hanks nicht zu ernst nehmen. «Zerbrechen Sie sich nicht Ihre hübschen, kleinen, deutschen Köpfe», sagte er in Berlin. «Amerika wird es gut gehen - egal, wer Präsident der Vereinigten Staaten ist.» Hanks verglich den Wahlkampf in den USA mit einem Zirkus. «Alle vier Jahre kommt der Zirkus in die Stadt», sagte er. «Wissen Sie, was im November passiert? Der Zirkus verlässt die Stadt und jeder macht so weiter wie bisher, macht eine verdammte Sache nach der anderen. Manche Dinge werden erledigt, andere nicht.» Hanks war für die Europa-Premiere seines neuen Films «Ein Hologramm für den König» des deutschen Regisseurs Tom Tykwer nach Berlin gekommen.

    Tom Hanks bei der Europapremiere des Films «Ein Hologramm für den König» in Berlin. Foto: Jörg Carstensen, dpa
  • Donald Trump fordert seine beiden innerparteilichen Kontrahenten um die Präsidentschaftskandidatur zur Aufgabe auf. Ted Cruz und John Kasich hätten keine Möglichkeit mehr, bei den restlichen Vorwahlen auf die absolute Mehrheit von 1237 Delegiertenstimmen zu kommen, argumentiert Trump auf Twitter. «Für Ted Cruz und John Kasich führt kein Weg zum Sieg», schreibt Trump. Beide sollten ihre Bewerbung zurückziehen, damit die republikanische Partei die Möglichkeit erhalte, sich zu einen. 

    Trump ist in der Tat der einzige Bewerber bei den Republikanern, der noch vor dem Parteitag im Juli in Cleveland die absolute Mehrheit der Delegierten hinter sich bringen kann. Jedoch ist dies auch bei dem Immobilien-Milliardär fraglich. Die restlichen Vorwahlen müssten für ihn sehr gut laufen. Die Hoffnung von Ted Cruz ist es hingegen, dass keiner der drei verbliebenen Bewerber auf eine Mehrheit kommt. Dann würde es mehrere Wahlgänge geben und das Ergebnis der Vorwahlen wäre für einen großen Teil der Delegierten nicht mehr bindend.


  • Auch wenn Bernie Sanders bei den Delegiertenstimmen noch einen ziemlichen Abstand zu Hillary Clinton hat - hinsichtlich der Wahlkampfspenden hat der Senator aus Vermont die frühere First Lady laut  CNN mittlerweile eingeholt. Beide Präsidentschaftsbewerber verfügten Ende März über mehr als 180 Millionen Dollar, berichtet der Sender unter Berufung auf Zahlen der Bundeswahlkommission. Während Sanders im Juni 2015 mit rund 14 Millionen Dollar gestartet sei, habe Clinton damals bereits schon 47,5 Millionen Dollar für sich verbuchen können. Nach und nach hatte Sanders dann immer größere Zuwendungen von Unterstützern erhalten.  


  • Die Mehrheit der Deutschen bevorzugt für die Nachfolge Obamas auch in Zukunft einen Demokraten: 63 Prozent wünschen sich Ex-Außenministerin Hillary Clinton, 7 Prozent Bernie Sanders. Nur 6 Prozent der Stimmen bekommt der Republikaner Donald Trump, 5 Prozent favorisieren laut einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage seinen Konkurrenten Ted Cruz.
  • Der für seine zuweilen freimütigen Äußerungen bekannte US-Vizepräsident Joe Biden hat in einem Gespräch mit der «New York Times» eine Präferenz für die Art des Wahlkampfs von Bernie Sanders - im Vergleich zu Hillary Clinton - angedeutet. Obwohl Biden zugesichert hatte, neutral bleiben zu wollen in dem innerparteilichen Wettstreit, sagte er, dass ihm der «ambitionierte Ansatz» von Sanders' mehr zusage als die Vorsicht Hillary Clintons. Sanders nutzte die Steilvorlage prompt und las den Zuhörern bei einem Wahlkampfauftritt in Pennsylvania aus dem Bericht vor. 

    US-Vizepräsident Joe Biden wollte eigentlich neutral bleiben im Vorwahlkampf. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa/Archiv 
  • Hunderte Wähler in New York, die ihre Stimme bei den Vorwahlen nicht oder nur unter großen Umständen abgeben konnten, haben sich über Probleme beim Urnengang beschwert. Die «Menge und Kontinuität» von gemeldeten Unregelmäßigkeiten sei besorgniserregend, teilt New Yorks Staatsanwalt Eric Schneiderman mit. Bei dessen Telefonhotline hatten sich mehr als 1000 Menschen beschwert.  

    Medienberichten zufolge waren registrierte Wähler im Wahllokal abgewiesen worden, teils hätten dort Seiten aus den zum Wählen notwendigen Informationsmaterial gefehlt. Andere seien für die falsche Partei zum Wählen registriert gewesen. Da New York ein sogenannter geschlossener Vorwahl-Bundesstaat ist, können dort nur Menschen wählen, die für eine der beiden Parteien registriert sind.


  • Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry sieht Parallelen zwischen dem US-Präsidentschaftsanwärter Donald Trump und ihrer eigenen Partei. Der US-Politiker sei eine «erfrischend andere Erscheinung» und stehe - ebenso wie die AfD - für einen «neuen Stil», sagt Petry im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der Republikaner spreche zum Teil auch ähnliche Themen an wie die Alternative für Deutschland - vom Wohlstandsverlust der Mittelschicht bis hin zu Defiziten im Bildungsbereich. Dass er diese Probleme thematisiere, «dass kommt bei den Leuten an». Ob Trump aber auch Lösungen präsentieren könne, «das kann ich nicht in allen Fällen einschätzen», fügt sie hinzu. 

    Sieht Parallelen zwischen ihrer Partei und Donald Trump: Frauke Petry. Foto: Michael Kappeler, dpa/Archiv 
  • Blick in die internationalen Medien. Die französische Regionalzeitung «Dernières Nouvelles d'Alsace» kommentiert den Vorwahlkampf :

    Nach ihren sehr klaren Erfolgen in New York, haben Donald Trump und Hillary Clinton einen weiteren Schritt, einen entscheidenden Schritt in Richtung Präsidentschaftswahl gemacht. Die Sache ist damit erledigt. (...) Es sei denn, Donald Trump scheitert damit, die 1237 Delegierten und damit die notwendige Mehrheit für seine Kandidatur zu erreichen. In diesem Fall müssten die Republikaner eine offene Wahlversammlung durchlaufen, bei der die Karten neu gemischt werden (...). Das Problem ist, dass sich die Partei im Fall einer Verweigerung der Delegiertenversammlung weiter zerreißen würde und für die eigentliche Auseinandersetzung weiter geschwächt wäre. (...) Diese Kampagne ist eine der verrücktesten in der Geschichte - und noch lange nicht beendet.
  • Hollywood-Star Salma Hayek (49) kommentiert einen Versprecher des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump (69) süffisant. Der New Yorker Milliardär hatte in einer Rede die Terrorangriffe vom 11. September 2001 (9/11) mit der  Supermarktkette «7-Eleven» verwechselt. «Ich bin eine legasthenische Mexikanerin, und Englisch ist meine Zweitsprache. Trotzdem verwechsele nicht einmal ich 7/11 mit dem 9/11», twittert Hayek («Frida»). Bei der 49-Jährigen wurde als Teenager eine Lese- und Schreibschwäche festgestellt.


  • Ebenfalls zur Wahl ging auch die Komikerin Amy Schumer (34), deren T-Shirt keine Fragen nach ihrer Lieblingskandidatin offen ließ.

    Said go New York go New York go! #imwithher
    von amyschumer via Instagram
  • Auch einige Prominente haben in New York Gebrauch von ihrem Stimmrecht gemacht und das anschließend in den sozialen Netzwerken kundgetan. So wie beispielsweise Julianne Moore (55). 
  • Das Problem mit (dem republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald) Trump ist, dass er alles als großes Marketingspiel sieht, in dem der beste Spieler den Sitz im Weißen Haus gewinnt. Eigene Meinungen, sofern er welche hat, sind dabei gar nicht so wichtig. Lieber verstärkt er durch ständiges Wiederholen ohnehin bestehende Vorurteile gegen Gesellschaftsgruppen, die ihm momentan nicht so wichtig sind, weil sie ihn eh nicht wählen. Er spaltet bewusst und zynisch die Gesellschaft. Er wird mit seiner Show weitermachen, als gehe es darum, die Auszeichnung als größter Macho zu gewinnen und nicht die Verantwortung für das stärkste Land der Welt.

    Die liberale slowakische Tageszeitung «Sme» kommentiert den Wahlkampfstil von Donald Trump bei den US-Vorwahlen.
  • Das Empire State Building in New York ist nach dem Sieg von Donald Trump in dunklem Rot angestrahlt worden. Nachdem der umstrittene Quereinsteiger zum Gewinner erklärt worden war, änderte sich die Farbe an der Spitze des Wolkenkratzers. Wenig später erstrahlte das Gebäude in Blau - weil Hillary Clinton die Abstimmung bei den Demokraten für sich entschieden hatte. Hinter der Aktion steht eine Kooperation mit dem Sender CNN. Im Kurznachrichtendienst Twitter sorgt die Aktion für Spott. Mehrere Nutzer schreiben, dass sich das Gebäude wohl für Trump schäme und deshalb errötet sei.


  • Das Rennen für die demokratische
    Präsidentschaftskandidatur ist auf der
    Zielgeraden und der Sieg ist in Sicht. 

    Hillary Clinton zum Stand ihrer Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur bei den US-Demokraten.
  • Bei den Demokraten sichert sich Hillary Clinton in New York, wo sie einst als Senatorin gewirkt hatte, einen klaren Sieg gegen ihren hartnäckigen Widersacher Bernie Sanders. Der 74-jährige Senator aus dem Bundesstaat Vermont, im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren, hatte bis zuletzt großen Zulauf im Wahlkampf erzielt und gehofft, Clinton schlagen zu können. Seine Anhängerschaft haderte mit dem Wahlsystem, das die Registrierung von Wählern bereits im vergangenen Oktober vorsah. So konnten Tausende, die in den vergangenen Wochen zu Sanders-Fans geworden waren, nicht teilnehmen. 

    Aufgrund des Wahlsystems bei den Demokraten hat Sanders keine realistische Chance mehr, Clinton einzuholen. Die meisten «Superdelegierten», die beim Parteitag im Juli in Philadelphia unabhängig vom Wahlergebnis abstimmen dürfen, haben sich für Clinton ausgesprochen.

    Bad in der Menge: Hillary Clinton. Foto: Justin Lane, epa/dpa


  • Donald Trump gewinnt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur die Vorwahl der US-Republikaner im Bundesstaat New York. Nach ersten Berechnungen der US-Fernsehsender könnte Trump rund 90 der 95 zur Wahl stehenden Delegiertenstimmen abräumen. Das würde seinen Vorsprung von bisher knapp 200 Delegierten vor Ted Cruz weiter deutlich ausbauen. Es ist aber nach wie vor keine Garantie dafür, dass der Immobilien-Milliardär nach der letzten Vorwahl in Kalifornien am 7. Juni die notwendigen 1237 Delegierten erreicht. Dafür braucht er noch weitere rund 400 Delegierte in den verbleibenden Abstimmungen bis zum großen Finale am 7. Juni in Kalifornien.

  • Zwei Dinge haben den bisherigen Wahlkampf von US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump geprägt: patriotische Parolen und peinliche Momente. Ausgerechnet kurz vor den Vorwahlen in seinem Heimatstaat New York kommen beide Dinge zusammen. In einer pathetischen Ansprache in Buffalo beschwört er die Taten der Rettungskräfte bei den Terroranschlägen 2001 - aber bringt dabei das Datum des Ereignisses («Nine-Eleven») und den Namen einer Supermarktkette («Seven-Eleven») durcheinander. «Es geht mir sehr nahe, denn ich war dort. Ich sah unsere Polizei und unsere Feuerwehrmänner bei 7/11 am World Trade Center kurz nachdem ich dorthin gekommen war und ich sah die großartigsten Menschen, die ich jemals in Action gesehen habe.» 

    Die Häme in den sozialen Netzwerken ließ nicht lange auf sich warten. Ein Nutzer schreibt auf Twitter: «Schmeißt Trump aus Buffalo raus. Bezeichnet 9/11 als 7/11. Dieser Mann ist nicht einmal fähig, eine Glühbirne zu wechseln.»



  • Kritik von Microsoft-Gründer Bill Gates an die Adresse an die US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und Bernie Sanders. Beide würden die moderne US-Wirtschaft missverstehen. Sie hatten erklärt, die heimische Wirtschaft stärker vor ausländischer Konkurrenz schützen zu wollen. Der Republikaner Trump hatte gefordert, die Einfuhrzölle für chinesische Güter auf bis zu 45 Prozent anzuheben. Die Chinesen rissen sich «unsere Jobs und unser Geld» unter den Nagel, so Trump bei einer Wahlkampfrede im Bundesstaat New York. Gates, der die Demokratin Hillary Clinton bei früheren Wahlen unterstützt hat, hält solchen Protektionismus für problematisch. «Wir sind der größte Profiteur der Globalisierung», ruft er in Erinnerung. Kein anderes Land habe schließlich so stark vom internationalen Handel profitiert.

    Warnt vor Abschottung: Bill Gates. Foto: Shawn Thew, epa/dpa/Archiv
  • Sanders hat ein weiteres Tabu gebrochen - er hat Aufmerksamkeit auf die Parteilichkeit Amerikas im Nahost-Konflikt gelenkt. Das wagten bisher nur Rentner (unter den Politikern) wie Zbigniew Brzezinski oder Jimmy Carter. Und dennoch ist diese Parteilichkeit eklatant. Wenn Israel jüdische Siedlungen in den besetzten Gebieten baut, sagen die USA, dass das nicht gut sei, tun aber nichts. Bemühen sich dagegen die Palästinenser in der UN um symbolische Anerkennung ihrer Unabhängigkeit, sagt die US-Regierung nicht nur, dass das schlecht ist, sondern stoppt die Zuwendungen für die Palästinensische Autonomie. Gut, dass solche Überlegungen in der amerikanischen Debatte auftauchen. Gut nicht nur für Amerika, sondern vor allem für Israel und die Chance auf Frieden im Nahen Osten.

    Zu den israelkritischen Bemerkungen des Präsidentschaftsbewerbers Bernie Sanders schreibt die linksliberale polnische Zeitung «Gazeta Wyborcza»
  • Der Rivale der Ex-First-Lady im Rennen der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur, Bernie Sanders, kritisierte die Eintrittspreise für die Fundraiser als obszön. Oscar-Preisträger Clooney räumte in einem Interview des Senders NBC News selbst ein, dass es sich um «obszöne Summen» handele. «Es ist irrwitzig, dass wir diese Art von Geld in der Politik haben», sagte Clooney. 
  • Mit einer Spendenparty in ihrer Villa haben Filmstar George Clooney und seine Frau, die Menschenrechts-Anwältin  Amal Clooney, die Wahlkampfkasse von Hillary Clinton aufgebessert. 33.400 Dollar (rund 30.000 Euro) pro Gast kostete der Eintritt zu der Gala mit der Ex-Außenministerin am Samstagabend in Los Angeles. 

    Filmmogul Jeffrey Katzenberg und Oscar-Preisträger Steven Spielberg richteten das Dinner mit aus. Dem Sender CNN zufolge ließen sich viele Stars nicht lumpen und tafelten zusammen mit Hillary, so Jane Fonda, Ellen DeGeneres und James Cameron. Zuvor hatten die Clooneys bereits in San Francisco zu einem Spenden-Dinner mit Clinton eingeladen. Insgesamt sollten am Wochenende 15 Millionen Dollar zusammenkommen.  

     George und  Amal Clooney engagieren sich für Hillary Clinton. Foto: Kiyoshi Ota, epa/dpa/Archiv
  • Erneute Schlappe für Donald Trump: Bei einer Parteitagung in Wyoming gewann sein größter innerparteilicher Konkurrent Ted Cruz alle 14 Delegiertenstimmen. Cruz hatte bereits im März die Vorwahl in dem Bundesstaat für sich entschieden und weiß nun laut MSNBC 23 Delegierte hinter sich, während Trump auf lediglich einen kommt, ebenso wie der bereits ausgeschiedene Marco Rubio. Cruz war der einzige Präsidentschaftsbewerber der am Wochenende nach Wyoming gereist war. Donald Trump zog es vor, weiter in New York für sich die Werbetrommel zu rühren.  

     Bleibt Donald Trump auf den Fersen: Ted Cruz. Foto: Eugene Garcia, epa/dpa/Archiv
  • Bernie Sanders ist im Vatikan mit Papst Franziskus zusammengetroffen. Er nannte die kurze Begegnung am frühen Morgen vor dem Frühstücksraum der päpstlichen Residenz eine «Ehre und eine Freude». Der Pontifex sei eine der «großen Führungspersonen auf dieser Welt», zitiert der Sender NBC Sanders.


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